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herMder Armblatt

Gratisbeilagen:Illustriertes Sonntagsblatt" undIllustrierte Landwirtschaftliche Beilage

Zernsprech-Knschlutz Nr. 8

Nr. 80.

Donnerstag, den 12. Juli

1906.

Amtlicher teil.

Hersfeld, den 9. Juli 1906.

Nach dem hierunter abgedruckten § 2 der vom Bundes­rat erlassenen AuSsührungrbekimmungen zu dem am 1. Juli b. Js. in Kraft getretenen Reichsgesetz über die Erbschafts­steuer vom 3. Juni d. Js. hat die Aufstellung der feilen­der Standesämter an die Erbschaftssteuerämter einzufenden- den Totenlisten nach dem dort vorgeschriebenen Muster zu erfolgen, wogegen das bisherige für die Erhebung der preußischen Erbschaftssteuer bestimmte Muster von dem an­gegebenen Zeitpunkte an in Wegfall kommt.

Den Herren Standesbeamten des Kreises wird eins Anzahl neuer Formulare in den nächsten Tage» zugehen.

Aa' BeravKffang des Herrn Ministers mache ;i noch beronaeri darauf oute; ! iw daß sre Ein enoung Der Toren-.Man an «e Ervüi'-a- ämter deren 3f'td;J- i^uti inneranoerr ) Allen n i ü : ane in dem neuen Muster anaegroen mitkt, unser» zu iei irsherrge» £n < r i ui rrt ; r rr T rzrr h: Nv - « i t 2 j r 3 i £!:n h it) ^iiiir zu erm.^® te MAP. ; 2 3.1 t i 2 der *m MnuriM» tTmnii<uEk

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Erziel Lbschnm. ^mcri) vam LoDesTveger^

Toteutikteu. 1. Die Standes äotter haben von den von ihnen beurkundeten Sterbe-Lllcn den Grbfmaft»tcuct ämtern MtrLeilung zu machen. Die Mitteilung erfolgt durch besondere Totenlisten, welche den Zeitraum eines Monats zu umfassen haben und n den ersten zehn Tagen nach Ablauf des Monats dem ErbschaftS- steueramt einzurcichcn find.

2. Die oberste LandeSfinanzbehörde kann die Aufstellung der Totenlisten in kürzeren oder längeren Zeiträumen anordnen. Sie kann ferner eine Dereinfachung der Totenlisten zulassen, soweit in anderer Weise dafür gesorgt ist, daß die darin vorge- frbrncn Mitteilungen dem ErbschaftSüeucramte zugehen.

3. sind in dem betreffenden Zeitabschnitte keine SterbeiLlle ein» getreten, so in dieS dem Erbichaftssreueramte binnen gleicher Frist schriftlich anzuzeigen.

4. In die Totenlisten sind auch dir im Ausland erfolgten Sterbefälle von Deutschen sowie von solchen Ausländern, welche im Inland ihren Wohnux oder gewöhnlichen Aufenthalt hatten oder welche im Jnlandc Vermögen hinterlassen haben, aufzu- nebmen, falls sie in glaubhafter Weise zur Kenntnis der Standes­ämter gelangt und.

n. Der pünktliche Eingang der Totenlisten ist durch die Erb- schastssreuerämtcr zu überwachen. Bei unterlassener rechtzeitiger Einsendung der Lorenlitze ist das L-randesamr in kurzer Frist zu mahnen. Stach fruchtlosem Ablaute der Frist itz Beschwerde bei der Vorgesetzten Aufsichtsbehörde zu führen.

6. rc. »c.

7. Zu den Tnlenisstsn dient das anliegende Muster 2 nach

Maßgabe der vorgedruckten Anleitung. Die Standesbeamten sind verpflichtet, auch die in den Totenlisten enthaltenen Fragen, über welche das Sterberegister keine Auskunft gibt, zu beantworten, soweit sie es aus eigenem Wissen oder infolge Befragung des den Sterbefall Anmeldenden vermögen. Zur Anstellung weiterer Ermittelungen sind sie nicht verpflichtet.

8. Die zur Beurkundung der Sterbefälle von Deutschen ermächtigten diplomatischen Vertreter und Konsuln des Reichs sind zur Mitteilung der von ihnen beurkundeten Sterbefälle von Deutschen verpflichtet. Die Mitteilung ist alsbald nach der Beur­kundung dem Reichskanzler (Auswärtiges Amt) oder der sonstigen Amtsstelle, die von diesem bestimmt wird, zur weiteren Veran­lassung zu übersenden.

ß 3 rc. rc.

Hersfeld, den 7. Juli 1906.

Der im Aufträge des freiwilligen ErpehuaqSdeirateS für stuf entlassene Walls« heransgeg-beneWegws' er -ür die Beru'S-vahl", der bereits au-t Lurscheeib-« vom 21. Jörn 1902 L 3501 Kr-' ttlatZR ' 77, emtz-ahi.« »«",-» ist >.st ut Weiter Surüas -heuer «30 ir! verm - rrter lu » [age eritzreue»- Ju Ab chaFung üeM Werkes wtl le« Wa eurire» und den intt-sien mit i« ?*i~ irje kür bis . beWMMu<S''e»ar Argen« b<r«cen flczanen wn-ier-wl sahe pLM ZN4,i> amieve ---.ü-e-nr m« BuL ri tt *is itis Fne-ckr l-r N«fiv!pkeeWests»r im, .y^gins:

D« Ettz-ch"" r n ^r.v teete iT-ig- : M $* $» 3n; -;: 3,r ärfr.T4 l ' r : "i Tp-a-p bot ^t-n.. plus;»! c.i' da Lssvmr tust Räuden Her r » Hemr-ut^ Hoindurp 2t t i Lerl-tzimin v-r W- l t li 6"ü<t: 14 R ! 20 ®>:b< -in 2 N" 59 Stück ir: 60 ® nur 100 Stück -ür 100 M! ut.

i 53B6. Der Rbi: .gn6ü ^anhtal

r o n TruveIi» L.

Herskeld, ben 10. Juli 1906.

Dot »on der Preußischen Zentral-Genossen« schofls-Kosfe herouSgegebroe Jahr- uud Adreß­buch der Erwerbs- und WirtfchaftSne- noffenft asten im Deutschen Reiche für 1906 (3. Jahrgang) in Carl HehwannS Berlag in Berlin er- fchikuev und im Buchhaudel zum Preise von 2 Mk, post- frei 2 30 Mk, |n dezrehe«. Das Werk ist gegen die früheren Johrgäuge bedeutend erweitert.

I. 5555. Der Königliche Landrat von G iune I iur.

Hersfeld, den 10. Juli 1906.

Dir unter dem Schweinebestonde bei Heinrich Sauer in Sieglos auSgebrochene Rotlauneuche itz erloschen. I. 5540. Der Königliche Landrat.

J. D: Tham « r.

Hersfeld, den 7. Juli 1906.

Die unter dem Schwemevekantze des Oetonomen DiU

Schimmelpfeng in Hersfeld auSgebrochene Rotlauffeuchs ist erloschen.

I. 5507. Der Königliche Laadrat.

J. V.:

T h a m e r.

nichtamtlicher teil.

. In MiiW Vertrag.

England, Frankreich un: Italien haben sich über ihrr Jntereff-n ja Abesi-znisn verständizt und ria Uebsreinkommen getroffen, das zunächst dem Jtover Renelik vorgslegl wer­de» fast und dann wohl veröffentlicht werden wird, läen^nie« ist der einige 5: stäche Staat iw L^r ki, der Sage räch '1C ors he ' v; :rr4 50« der Lan g » va« 5a5a r rstrmm^n JedesralS testestr dd-t -ine ^h: rltS '-M-:''ch-ch-stliche Kult«. iu im Saufe »« ,Jah juaSerde dem LaSr'aqe« der VM-u»««« M8 her.dem imn fs- inü-n iac ÄeP» d- - Duh-rme-r M« wurde, n 11 ;.a jr* «wider: us P»rZ»A>ff »r M H'V» Mrutz», ot» «c-ki $n m4 iM -rr i»si- ch--, Sw» rr Inwi mit «m Ibm « ,fMPr«>; uiflejfBt

E r n ww-WS .Mi-purn-err ha®i : ä.i-7-w« rvieper n - Homuck- r w anüsv^ S*rriiirm4 itfit Mur pur tue Cetse per i r 2 : i i r: r - t i per Ä®it* «ir E'.' va an ven Hr -1 Mi st uuir au Rr er M.e-r * testierten, huti r t Er>g.dNder nach .hr«r «h ^mt vet Litzauar-t ist t-u « t.- Ijiej^v -n, y.t ct i LZu^v wi aer SomalstüLe n.: vru. Ha>a L ch.dut .w Ober chre Nach- bar« wurde«. Dem Lordr-uge« der Italiener hatte der große blutige S.eg Meseick« bei Avus ein Ziel ge'etzt. 3- der Folgezeit schienen die Frari»o>e» einen großen Ein­fluß gewinnen zu sollen. Sie erhielten die Kvnzeöivn zum Bau einer Bahn von Dichibuti nach L::s-Lbeba, der Hauptstadt Ldesshuien«. Nach Hersteliunz der leichtere« Strecke bi» zur französischen Grenze in Tarivaua ergaben sich jedoch natürliche, fluanzreLe und pol t^che Schwierig­keiten. Enzland hatte inzwiicheu die Mahtrste« vom oberen Nil netbtän-gl uns feine Stellung in Legypteu defesiigt. Die Sorge um den egpxn'chen Susan, die gierenben Erfahrungen, sie mit der künstliches Irrigation am unteren Nil und später in Assuan gemacht worden waren, drängten dazu, Lbessynien erhöhte Aufmerksamkeit zu schrukeu unb er dort zu keinem vorherrschenden Einfluß einer dritten Macht, wie Frankreich oder Italien, kommen zu lassen. Die Wasser des Nils nicht nur, sondern auch Die Lava- erde, die nie Schwemmland Legyptr» zu einem frucht­baren ®arte« macht, stammen vom Tanasee und ven Ufern der blauen Mir, die stch rat abessynischen Gebiete befinden.

Raffst D.enelS, der ein kluger Rujr ist und von einet

Kampf.

§ue ZrtWMio ruo irrnrawr fett um l. wm liüenctmt ;eL wir Srmtgyt.

Lite» launct.

Sie stuluanne nute minreno aeS jaulen Lorrmricuis aer= engenDesratuen auf aie aubgefinnre Erde aictNTgefmidr. Jetzt aerft erste sie sich innrer einer grauen Wand, und zugleich wüten sich die Soifenmorsen immer Tristerer zusammen. 8lau= 'chwarz, mit 'chwefelgelben Rändern türmten sich triefe Wetters- oerfünber auf, und wie in banger Erwartung des drohenden Gewuters, war eine regungslose Sülle über die Natur ge­kommen. Aller Sonnenglanz schien verschwunden, üngs waren unheimliche Schauen beraufbeichworen, und drückend schwule Luft, die das Armen erschwerte. Auch die beiden jungen Mädchen empfanden das, die vor einer Stunde Bad Kifftugen oerlaffen hatten und nun durch das Saaltal raschen Schrilles der Lindesmühle zustrebten.

Die kleinere von ihnen, jart und rosig, mit Endlich weichen Zügen, sah voll unleugbarer Angst auf den weller- schweren Himmel und wandle dann den reizenden Blondkopf der Gesäbllui zu, deren schöne ernste Züge nicht einen Schimmer von Besorgnis zeigten.

»Paß aus. Jngit jetzt gehls gleich los. Unb wenn das berumerkommr, dann wirü's was FurchcbaresZ klagte die Kleine halb schmollend, halb verängstigt.

»Ja, das gibt ein schweresGemittet/ anrworrerr die andere, aber das ist schön! Das reinigt die Luft! Dann kann man wieder frei atmen.!

llnheörMch isks, und schön kann, rch's urchc sindeu. wenn mir 2Äei etma gar noch so nu# werden füllten wie die Pudel." zürnte der ^Lmbfayf,Weißt du, meine Suchen wuu ch wir tun^ nicht verderben Jmü am Sturzbml. Ich LnM!^ Flink nie nun ÄchMu uwuvr mr vu'rmirrs.

Doch nun maiige Schrru-, dmmi mmde üu mr Hutz gi- huren tarnt pwüeni zor ßn ein ichwbvr Wmbmff emgeucn, ha in tollem Viriiellauzr Staub und Blaller vor stich üci- jagte Dal junge Dmv stand aczwungcr. still, rang nach

te Fröhicchreu zurück. Se imutkrlll ftn wu eu unftr Dewei Lutz:, n üH nie lurrr jferiterrr ane aus ven wnoerri gol- uttea tzstück üe Dwoofti um fe «rumrfivgti; leevsnniteir arme sie Ingu.

Inge nur m LE »tunenihr gernten und an mi«uS n Jen Jamm 8r Öemente. Le nute den Kiwi roch Ttofien. > und aus dunklen Augen amch rm etgentümlikstes Leuchten. - Äiu, die Zand am die Klinke 3er Smtetür geregt, sandte t sich nach ihr am : ^Jnge kömmst du nichk? Los hast du I mir da draußen zu -eSen ? Es ist ja a8e@ grau und wüst und wild! Einfach schauerlich"

Nein einfach großartig: lautete die Antwort.Die be­druckende Schwüle ist vorbei der Sturm iegt die Luft rein und wenn das auch mit elementarer Gewala geschieht nach dem Mampfe atmet alles auf *" Inge hatte, in bebauten verloren, vor sich hin gesprochen.

Pseisend zog draußen der scharfe Wind um die Ecke und verfchlong ihre letzten Wolle. Ein Lump''er Schlag, begleitet von toaibem Krachen and Prasseln, folgte

Elin war zu der Freundin geflüchtet.Siebst du, was ben großartiges Better angerichret hat?" rief sie und «igte auf die hohe Pappel, Sie der Sturm umgebrochen hatte.

Der Stamm war hohl," erklärte Inge,was morsch ist, bricht solcher Orkan zusammen; was leb^rsfähia ist, rrftarL :m Kampfe! Aber komm. Kleine, wir wollen in tee Silbe gehen."

Grete, die junge Frau in der stindssmähle, war nur wenig S heu älter als Grönn Halleroerz. Sie tollen als rmber ® Augsburg, bet, ter-nen des Grafen, viel .xssammar ge- ** denn das rchlichts Hei» der Versersttze» 'SetBCeuftelte; G«»s Drernhans. war Kr h«s HewenLnd JaLre hindurch W ftäe geiiater LusimrÄ^r .«nvesen. Ar teer arme rate bmegLn jtäucr. a »üte, Mf still Lwd dorr Trauma i«» hüllll saute, mit aeisoi nur, wvs « le L2'"l.üsi: F-M rmsutzor Lrmti nmiinufa. Sw ®cr S teteec, du ü?4 nach tem Tüdr te <f.iurr sich ehiw am«, te Leu« Zagr mir dem tigeren Linde zugleich an te Wrllttrbro r zr nein»« und te dann am bxnpuLosnr T«ve über her Kleinen Ae-

Nrrw nur tk zwinürr Lachn mit Skuki ^ZiW, ir ich mr lach !*

Sie Srntiete nur lärm an unr Site Mtima an irrn im üte imum Kstrat uill M te. mit: sich

Serf ten irtü? unter nerne. Schulter. ÄMN last in Jen Ankr nicht m Gericht: null egt mr mmer mnnrars ',m übre jacn.e

Die Kleine gehorchte, aber sie murmelte doch .limitieren DuneS:Ich kann ja gar nicht festen, traten ich trete.

Das brauchst du auch nicht, ich nasse für uns herbe auf. Kannst du mir denn nicht vertrauen? Blindlings vertrauen. Elfu?"

Ja, das tue ich." Die Erklärung wurde sehr über- zeugungswarm gegeben.

Elflleüc von Wildenfels,Elfu", wie sie um ihrer ächc- rischen Erichemung willen kurzweg genannt wurde, schmiegte sich dabei fester in den Arm ihrer langen Cousine, die obgleich sie nur drei Jahre älter war als die siebzehnjährige Kleine, doch ja hemubt das Führen- und Schützeramr übte.

Inge, Gräfin Hallenberg. war eine Wwse und gut Selb­ständigkeit exogen. Nn: Mmler halle sie bald nach der Ge­burt verloren und den Barer durch einen plötzlichen Tod vor drei Jabren Seitdem lebte sie in dem Haust ihres Lakrks, doch kein inniges Herzensband ccrfnüpfte sie mit den Ber- wandten. Der Onkel war von den verstchledensten Leiden ge­plagt und machte feine Krankbellszustände zum Mirrelounkre seines Lebens. Die Zimte, gurmütig, aber oberflächlich, dachte, planie and sorgte nur für Elft. ihr einziges Kmd, Las sie mit einer All 'Vergötterung liebte. Diest blonde Kleine verzogen, doch voll gewinnender Herzensgute, balle sich trotz der Grund- j ver'chiedenö«r in Lalage and CbaraLer. Lauwch einen Platz j I m ler Zuneigung Ärer kühlen and veAchlofienen iLmome W i f erobern genast.

Schweigend, rüer «L« vMMwrErrsÄWd, tür-ma. i« beiden j Lllutchew mumr. Schwerr fireMmmpftni fminr ngt nute; , i:nl der nrhi B-.h l'nn^n&r in lämieithn-Hten. Liäm int - - Büßen, als fe te Schwell: der Lir.drKlnühu üneriäi-oarm

Goll fe Dlkick Do sind nur gebmaen*' atmete Kor; ' aus. Unter Dach asid Fach, vor bau Unmeüer geschützt, lehnt