schweren Typhus feßRedte. Da Musmeter, der bekanntlich erst vor kurzem infolge falscher Behandlung einer Kranken wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 1 Monat Gefängnis verurteilt worden ist, die Krankheit nicht als Typhus erkannt, sondern nur für eine allgemeine Körperschwäche gehalten hat, sodass auch die pflichtmäßige Anzeige unterlassen ist, so dürfte dieser Fall noch unangenehme Folgen haben.
Halberstadt, 8. Januar. Heute nachmittag wurde der Arbeiter Ernst Helmschrodt aus Heimburg gefesselt in das hiesige Untersuchungsgefängnis gebracht. Er hatte gestern abend in Blankenburg erklärt, dass er den am 6. Oktober bei Elbingerode tot aufgefundenen Heizer Förster gen. Lipe aus Eifersucht ermordet habe. Als er heute früh festgenommen worden war, widerrief er feine Angabe, doch waren die Verdachtsgründe gegen ihn derart, dass seine Verhaftung erfolgte. Aus die Ermittlung des Mörder» waren s. Z 3000 M. Belohnung auSgesetzt worden.
Spanische Schatzschwindler.
Seit Jahren wird in der Presse vor dem Treiben der sogenannten spanischen Schatzschwindler (Entierro-Schwindler) gewarnt. Der Schwindel vollzieht sich regelmäßig in der folgenden Weise:
An zahlreiche Personen aller Länder gelangen Briefe meist aus Barcelona oder Madrid, in denen der Briefschreiber mit« teilt, daß er zur Zeit als politischer Gefangener oder Banke- rvtteur eingekerkert sei und gestohlene oder unterschlagene Wertsachen vergraben oder sonst in Sicherheit gebracht habe. Dem Adressaten wird ein beträchtlicher Anteil hieran, gewöhnlich ein Drittel des auf mehrere Hunderttausende Mark oder Franken bewerteten Schatzes als Belohnung in Aussicht gestellt, falls er sich mit der zur Hebung des Schatzes (Zahlung von Gerichtskosten, Auslösung verpfändeter Gepäckstücke) erforderlichen Summe von einigen Tausend Franken an einem bestimmten Orte im Ausland (meist Spanien) einfinden werde.
Diejenigen, die sich hierdurch verleiten lassen, auf die Sache einzugehen und sich auf Grund weiterer, ausführlicher Weisungen der Schwindler tatsächlich mit dem verlangten Gelde an den bezeichneten Ort begeben, — es sind dies, so unglaublich es erscheint, jährlich eine ganze Anzahl meist in kleineren Verhältnissen lebende Leute, die sich das Geld oft erst zusammengebo,gt haben — werden von einem „vertrauten Diener des Gefangenen" oder an der Pforte des Gefängnisses von einem angeblich in das Geheimnis eingeweihten Geiangenwärter, in jedem Falle einem Genossen der aus mehreren Personen bestehenden Schwindlerbande, empfangen. Nachdem etwaige Bedenken durch gefälschte Depeschen und Schecks beseitigt worden sind, werden die Leichtgläubigen bald um ihr Geld gebracht, mit dem die Schwindler dann spurlos verschwinden. Die Geprellten verzichten häufig genug aus naheliegenden Gründen daraus, rechtzeitig Anzeige zu erstatteu.
Wenn aber auch ab und zu die Festnahme solcher Schwindlerbanden durch die spanische Polizei bekannt wird, so beweisen die bis in die neueste Zeit bei den deutschen Behörden einlaufenden Anzeigen über das Eingehen von Briefen der vorerwähnten Art und ein kürzlich aus Hannover gemeldeter Fall erfolgreicher Beschwindelung zweier Gewerbetreibender, die dabei über 5000 Mark verloren haben wollen, daß jedenfalls ein Teil der Schwindler noch ungestört an der Arbeit ist.
Es kann nach dem Vorstehenden nur von neuem auf das dringendste davor gewarnt werden, sich auf derartige Aner- bietungen, die doch, wie sich jeder selbst sagen müßte, nur auf Ausbeutung der Dummheit und Habgier berechnet sind, in irgend welcher Weise einzulassen.
Wochenbericht der Berliner Produktenbörse.
Das bevorstehende Inkrafttreten der deutschen Zoll- erhöhung spielte während der am 10. Jauuar beendeten Berichtswoche im Getreidehandel eine nicht unwesentliche Rolle. Da die deutschen Importeure wegen der Gefahr nicht rechtzeitigen Eintreffens neue Abladungen aus den Exportgebieten nicht mehr kaufen, glaubt man, daß Deutschland bei seinem zweifellos, größten Bedarf an Brotgetreide bald fällige bezw. schon nach Europa gelangte Ladungen von Weizen und Roggen werde erwerben müssen. Dieser Annahme liegt wohl die Festigkeit des Liverpooler Marktes zu Grunde, während das Zurückgehen der nach Europa schwimmenden Weizenmengen kaum Eindruck gemacht haben dürfte. Erwartet man doch, daß nach dem 1. März Deutschland für einige Zeit als Käufer am Weltmärkte für Getreide ausscheidet. Das Geschäft war aber am Weltmärkte bei mangelnder Unternehmungslust gering. In Berlin herrschte für alle Getreidearten, hauptsächlich aber für Brotgetreide, schliesslich recht feste Stimmung. Aus den westlichen Teilen Deutschlands trafen umfangreiche Kaufaufträge auf handelsrechtliche Lieferung ein, während die heimische Landwirtschaft mit ihrem Angebot zurückhaltend war und die Händler wegen der Schwierigkeit, kontraktische Ware zu beschaffen, nur mit großer Vorsicht Lieferungspflichten eingehen. Noch schärfer kamen die Verhältnisse im Roggenhandel zur Geltung. Der Maipreis stellte sich etwa 11 Mk. über den Wert der Wintersaaten, und selbst so begegneten letztere nur geringer Kauflust seitens der Mühlen, weil man ernste Besorgnisse hinsichtlich der Beschaffenheit hegt. Die Preissteigerung für Lieferung würde noch größer gewesen sein, wenn nicht die Meinung bestände, dass die Landwirtschaft diesmal größere Mengen als sonst zurückbehalten hätte und damit nach Eintritt der Zollerhöhung herauskommen würde. Der angebotene Donauroggen wurde fast vollständig untergebracht, und russische Ware ist nur ganz vereinzelt zu kaufen. Hafer wurde bei mangelnder Unternehmungslust nur wenig gehandelt. Die Preisforderungen des Inlandes sind den Händlern zu hoch. Mais ging auf die mit dem milderen Wetter zusammenhängende Aussicht auf neue Zufuhren anfänglich im Preise für Lokoware zurück, erholte sich dann aber. Ebenso gestaltete sich die Preisbewegung für Lieferungen. Das Steigen der Ozeanfrachten mag bei der fchließlichen Preissteigerung mitgewirkt haben. Die Preise für Mailteferung stellten sich wie folgt: Weizen 190,25 Mk., Roggen 176,75 Mk , Hafer 164,00 Mk., Mais 129,50 Mk.
Uermiscbtes.
— Berlin, 11. Januar. Auf dem Neubau in der Nomintenstrasse stürzte infolge Ueberlastung der frisch gemauerten Gewölbes im vierten Stock die Decke des Treppenhauses ein. Drei Arbeiter wurden schwer verletzt.
— Im Odenwalddorf Mömmlingen brannten in vergangener Nacht zwölf Gebäude nieder.
— Die ungefähr 60 Jahre alte Privatierswitwe Marie Lidauer in München, Schellingstraße 126, wurde in ihrer
Wohnung erdrosselt und beraubt aufgefunden; der Täter ist unbekannt.
— (Eisenbahnunfall.) Heute früh fuhr aus dem Niveauübergang zwischen Biel und Nidau ein von Neuenburg kommender Güterzug infolge falscher Weichen- stellung in einen Rangierzug. Etwa zwölf Wagen wurden teils ganz zertrümmert teils stark beschädigt; ein Heizer wurde schwer verletzt.
— (Hochwasser in Westdeutschland.) Der Rhein ist weiter gestiegen. Der Pegel zeigt heute 5,40 Meter Wasserhöhe gegen 5,18 Meter gestern. In den Ruhr- Häfen stehen die Gleise unter Wasser. Viele Magazine sind bereits vom Bahnverkehr abgeschnitten.
— (Verhaftung von Messerhelden.) Eine recht rohe Tat begingen in einer Wirtschaft in Mühlheim a. d. Ruhr mehrere Gäste, die mit drei Polen Streitigkeiten begannen, in deren Verlauf letzteren schwere Messerstiche beigebracht wurden. Zwei Polen blieben leblos in den Wirt- schaftSräumen liegen. Während man den einen später ins Hospital schaffte, schleppte man den anderen in den Stall des Nachbarhauses, wo er verblutete. Am anderen Tage wurde erst die Polizei verständigt, die die Mordbuben sowie den Wirt verhaftete.
— (Ehrungeine« hundertjährigenFräu- leinsdurchdenKaiser.) Dem Fräulein Luise Wolfram in Stettin ließ der Kaiser aus Anlaß ihres hundertsten Geburtstages ein Glückwunschschreiben sowie das Geschenk eine mit dem Bildnis des Monarchen geschmückte Tafle aus der Königl. Porzellan-Manusoktur zugehen. Beides wurde der Jubilarin durch den Stettiner Polizeipräsidenten v. Wuthenau überreicht. — Die Greisin erfreut sich noch der besten körperlichen und geistigen Gesundheit; sie vermag noch ohne Brille zu lesen und zu schreiben und erinnert sich u. a. noch heute, wie im Jahre 1813 die französischen Truppen in Stettin weilten.
— (Ein deutsches Landtagsidyll.) In Deutschland gibt es einen Landtag, der seit 36 Jahren nicht mehr zusammengetreten ist, den des Fürstentums Ratzeburg, das zum Grossherzogtum Mecklenburg-Strelitz gehört. Wegen Zwistigkeiten zwischen Regierung und Volk wurde seit 1870 allen Abgeordneten, die aus Volkswahlen hervorgehen, von den Wählern zur Pflicht gemacht, den Landtag nicht zu besuchen und so geschah es auch ohne Rücksicht auf die Interessen des Ländchens. Das soll jedoch nun anders werden, denn die soeben gewählten Abgeordneten sind zum Teil bereit, die Obstruktion aufzugeben und mit der Regierung wieder zu unterhandeln. Es ist die» um so wünschenswerter, als seit 1870 sehr viel, was notwendig war, wie z. B. Wegebauten, ein Krankenhausbau u. a. m., einfach liegen geblieben ist. Von der Stadt Ratzeburg gehört nur der Domhof mit dem alten Dom (200 Einwohner) zu Mecklenburg, der übrige weit größere Teil (über 4400 Einwohner) zum holsteinischen Kreis Lauenburg.
— Dresden, 11. Januar. Der Handarbeiter Karl Heinrich Riebak wurde wegen Beteiligung an den Straßen- kundgebungen in der Nacht zum 17. Dezember zu einem Jahr vier Monaten Gefängnis und sechs Wochen Haft verurteilt.
— (Tod einer Hundertjährige n.) 101 Jahre alt, verstarb die älteste Einwohnerin der Insel Sylt, die Kapitänswitwe Haiken Bundes. Obwohl sie vermögend war, blieb sie bis an ihr Lebensende eine arbeitsame Frau. Noch zwei Tage vor ihrem Tode saß sie am Spinnrad.
— Auf der Bahnstrecke Caternberg—Häßler wurden die Bergleute Gebrüder Tellkamp von einem Zug über- fahren und getötet.
— (Erdbeben.) In Monteleno (Kalabrien) wurde gestern abend 9 Uhr 24 Min. ein heftiges Erdbeben verspürt. Es herrscht große Bestürzung; Schaden ist nicht an» gerichtet. — Wie aus Valencesur-Rhone gemeldet wird, wurde am 9. b. M. Abends in St. Sorlin und Grand-Seere ein Erbeben verspürt. — Im Preßburger Komitat wurde in der Nacht auf den 10. b. M. ein Erbeben wahrge- nommen, durch bas in mehreren Orten Schaden angerichtet wurde. In Nadas stürzten 8 Häuser ein; in Jablonicz wurde eine Kirche stark beschädigt.
— Saint Louis, 11. Januar. Bei einem Eisenbahnunfall. der sich auf dem hiesigen Hauptbahnhofe ereignete, stürzte ein Schlafwagen 15 Fuß hoch von einem erhöhten Geleise herunter. 6 Personen sind verletzt worden.
— Brüssel, 10. Januar. Bei Untersuchung der vom Dampfer „Martha in der Nordsee steuerlos und ohne Besatzung aufgefundenen englischen Bark „Love and Unity" erfolgte im Hafen von Brügge eine gewaltige Explosion. Zwei Matrosen verbrannten. Brennende SchiffStrümmer entzündeten eine Werft, von der mehrere Werkstellen in Flammen aufgingen.
— In 3R i n n e a p o l i s ist gestern das Westendhotel niedergebrannt. Soweit bis jetzt bekannt ist, sind 8 Hotelgäste in den Flammen umgekommen. Man fürchtet aber, daß noch andere Personen ihr Leben eingebüßt haben. Ein Feuerwehrhauptmann stürzte bei dem Versuch, eine Frau zu retten, ab und starb.
— (DasgeheimnisvolleFindelkind.) Eine heitere Szene spielte sich unlängst auf dem Polizeirevier der Chaussse d'Antin ab. Bei einem in der Nähe wohnenden Rechtsanwalte erschien eine junge, elegant gekleidete Dame und übergab ihm unter tausend Vorsichtsmaßregeln ein Paket, das die Ausschrift trug: „Da ich mein Kind nicht ernähren kann, empfehle ich es der Barmherzigkeit der Passanten." Die Ueberbringerin des Pakets erzählte, dass sie es in einem Hause der Rue Taitbout gefunden habe, und bat den Rechtsanwalt mit Tränen in den Augen, doch sofort die nötigen Schritte für das bedauernswerte Baby zu unternehmen, da sie nicht wisse, wohin sie sich zu wenden habe. Auch der Rechtsanwalt war gerührt, nahm mit zarten Händen die kostbare Last und begab sich zusammen mit Der Finderin nach dem nächsten Polizei-Bureau. „Fassen Sie es nur nicht so hart an!" meinte er besorgt zu dem Beamten, der sich anschickte, das geheimnisvolle Paket zu öffnen. „Wenn es nur nicht schon tot ist I" jammerte die Dame. „Nein, „nein," beruhigte sie der Advokat, „ich habe es vorhin noch ganz deutlich schreien hören!" Inzwischen war die Umhüllung entfernt worden, und unter lautem Lachen holte der Schutzmann aus einer Pappschachtel zwei leere Konservenbüchsen und vertrocknete Brotrinden heraus. Der Rechtsawalt aber war, ehe man sich dessen versah, aus dem Polizei-Bureau verschwunden.
— (Der vergi stete Dolch.) Ein blutiges Abenteuer störte dieser Tage die heitere Stimmung eines Pariser Bal-Musette. Madeleine Tressel, eine beliebte Tänzerin des Lokals, hatte sich eine Erfrischung reichen lassen. Plötzlich fiel ein harter Gegenstand in ihr Glas, dessen Inhalt hoch aufspritzte. Diesen Spaß hatte sich einer der Umstehenden, Emilio Pesso erlaubt, der mit Madeleine ein
Hühnchen zu pflücken hatte. Die Tänzerin antwortete mit einem beleidigenden Worte, welches Pesso dermatzen auf- brachte, daß er Madeleine an der Gurgel ergriff und sie erdrosseln wollte. Man befreite sie aus den Händen bestem« peramentvollen Italieners und trug sie ohnmächtig hinaus. Während Pesso lachend sich feiner Heldentat rühmte, erschien die Tänzerin wieder im Saal und ging auf ihren Gegner los. Dieser zog ein langes katalanisches Messer aus der Tasche und streckte es der wütenden Frau entgegen. Aber er hatte sich verrechnet. Mit einer Gewandtheit, um die sie eins Dschin-Dschitsu-Kämpferin beneiden könnte, entwand ihm Madelein den Dolch und durchstach ihm seine rechte Hand. Diese schwoll sofort mächtig an: der Dolch war — ländlich, sittlich — vergiftet gewesen. Man brächte Pesso ins Spital, wo eine dreifache Amputation an ihm vorgenommen wurde, ohne daß sein Leben völlig gesichert erschiene.
Männerfinn—Weiberstn«.
„Den Frauen soll man zeigen stet
Des Mannes Kraft und Willen,
Und wenn die Welt in Stücke geht, Nie ihre Putzsucht stillen.
Man soll sie halten wie ein Herr, Der seine Diener meistert, Und fällt dann das Gehorchen schwer, Zurecht sie weist begeistert." —
Ein Dichter schrieb dies Mahngedicht — Es war elf Uhr — beim Lampenlicht Und hätte wohl noch mehr geschrieben Doch war die Muse ihm vertrieben: Auf sprang die Tür, herein trat kühn Die Frau des Hauses zu ihm hin;
Ein „Pust" und aus war's Lampenlicht, Und in dem Feuer lag's Gedicht. Schnell flog die Tür ins alte Schloß, Die Heldenbrust war nicht mehr gross, Und seufzend sprach der arme Mann: „Wie man im Weib sich täuschen kann! Wie sonderbar, dass in der Welt Sich Weiberfinn zum Feu'r gesellt I
H. A.
Letzte nachrichten.
In Deutsch-Ostafrika find die letzten Streifzüge der deutschen Detachements durchaus erfolgreich gewesen.
Bei dem Einsturz eines Tunnels der elektrischen Bahn in Villefranche wurden 33 Arbeiter verschüttet. Bisher konnten drei Leichen geborgen werden.
Ein Ersatztransport für Südwestafrika, bestehend aus 36 Offizieren, 7 Portepee-Unteroffizieren und 593 Unteroffizieren und Mannschaften tritt zum 18. Januar unter Führung des Hauptmanns von Rappard mit dem Postdampfer „Erna Wörmann" die Ausreise an.
Der Vorsteher Rybiczka von der Station Johannesthal der Reichenberg—Töplitzer Eisenbahn stürzte aus dem Coupee eines in voller Fahrt befindlichen Schnellzugs, erlitt einen Schädelbruch und war auf der Stelle tot.
Brüssel, 11. Jan. Aus Charleroi wird gemeldet: Um den Paris-Kölner Schnellzug zur Entgleisung zu bringen, hatten Verbrecher in der verflossenen Nacht in der Nähe der Station Farcienes, die der Schnellzug 4 Uhr 30 Minuten morgens durchfährt, die Geleise gelockert. Ein Arbeiterzug, der um 3 Uhr 57 Minuten durchpassierte, kam anstatt des Schnellzuges zu Schaden, indem er entgleiste. Es entstand nur Materialschaden.
Standesamtsbezirk Niederaula.
Monate November und Dezember.
Eheschließungen.
Am 25. November. Fabrikarbeiter Conrad Adam Streck zu Breitenbach a. H. mit der Dienstmagd Anna Katharina Schäfer zu Niederjossa. — 13. Dezember. Schuhmacher Johannes Nuhn zu Niederjossa mit der Landwirtin Elisabeth König daselbst. — 22. Maurer Heinrich Hartwig dahier mit der Dienstmagd Anna Katharina Wagner dahier. — 30. Landwirt Conrad Diebel zu Niederjossa mit Anna Catharina Meckbach daselbst.
Geburten.
Am 4. November. Gottlieb, S. des Maurers Conrad Heyer zu Kleba. — 9. Heinrich, S. des Schreiners Conrad Wettlaufer zu Slieberjoffa. — 19. Valentin, S. des Schneiders Adam Hartwig dahier. — 20. Friedrich Johann, S. des Maurers Friedrich Bornschier zu Hattenbach. — 25. Valentin, S. des Arbeiters Johannes Koch zu Kleba. — 28. Heinrich, S. des Gastwirts Adam Heil zu Niederjossa. Maria Elisabeth, T. des Schuhmachers Conrad Eydt zu Mengshausen. — 29. Georg, S. des Arbeiters Caspar Kern zu Hattenbach. — 1. Dezember. Anna Katharina, T. des Landwirts Adam Schmidt dahier. — 5. Johann Heinrich, S. des Schneiders Jdhannes Bätz zu Hattenbach. — 9. Antonette, T. des Anstreichers Johannes Steinberg dahier. —13. Katharina Elisabeth, T. des Arbeiters Johannes Trausch zu Mengshausen. — 17. Heinrich, S. des Ackermanns Johannes Alles zu Solms. — 19. Heinrich, S. des Maurers Conrad Weber zu Solms. — 27. Johannes, S. des Schneiders Johannes Hebel dahier. — 29. Heinrich, S. des Ackermanns Johannes Glebe dahier. — 31. Anna Elisabeth, T. des Arbeiters und Invaliden Johannes Jakob Eckhardt dahier.
Sterbefälle.
Am 13. November. Conrad, S. des Maurers Philipp Eisenacher zu Mengshausen, 2 Jahre alt. — 17. Ein Mädchen des Arbeiters Johannes Schrön zu Solms, todgeboren. — 27. Berthold, S. des Kaufmanns Salomon Andorn dahier, 1 Jahr 2 Monate alt. — 29. Barbara Elisabeth Hedterich zu Niederjossa, 50 Jahre alt. — 4. Dezember. Heinrich, S. des Maurers Conrad Schäfer zu Niederjossa, 12 Jahre 11 Monate alt. — 19. Maurer Heinrich Eisenacher zu Mengshausen, 61 Jahre alt. — 23. Heb amme Margaretha Breul zu Niederjossa, 59 Jahre alt.
Kirchliche Nachrichten.
Sonntag den 14. Januar.
Vormittag» ValO Uhr: Herr Pfarrer Feyerabend.
Vormittag» 11 Uhr: Kindergottesdienst (Sonntagsschule.) Nachmittags 2 Uhr: Herr Pfarramtscandidat von Eiff.
Mittags 12 Uhr: Gottesdienst in Petersberg.
Donnerstag den 18. Januar Abend» 8 Uhr: Gottesdienst in der HoSpitalskapelle.
Hierzu eine Beilage sowie Nr. 2 des „Jllu- strirten Sonntagsblattes" und Nr. 1 der „Jllustrirten Landwirtschaft!. Beilage."