Zentrum des benutzten Beetes zu liegen. Wir müssen eben in der Natur beobachten, wie sie derartige Gruppierungen gufammenfiellt, Dann soll man bei, Besuchen anderer. namentlich opentlicher Anlagen nicht bloß spazieren gehen, sondern beobachten, um event, das Beobachtete im eigenen Garten nachzumachen.
Fürs Wohnzimmer.
Es giebt einige Gewächse, die zu den Jnventarstücken unzähliger Wohnzimmer gehören. Hierher rechne ich vor allen Hoya camosa, die schöne Schlingpflanze mit den fetten Blättern und den Honigreichen Blüten in Dolden, aus denen sich jahrelang immer wieder Blumen entwickeln. Steht Hoya am Fenster recht ruhig, so entfaltet sie ihre Schönheit derart, daß sich manche Gewächshaurpflanze dagegen verkriechen darf.
Ihr ähnlich ist Stephanotis floribunda mit weißen Blumen. Beide zeugen von echter Liebe zu den Blumen. Dann folgt Vallota purpurea, die feurigrote Amaryllisart, die wir in so vielen Fenstern stehen sehen und he zweimal im Jahre ihre herrlichen Blumen entfaltet. Wie die meisten Auraryllideenlliebt Vallota es, mit Kind und Kindeskind im Topfe zusammen zu bleiben. (Clivia, Agapanthus u. a. m.) Dann bringt so ein Tops fast das ganze Jahr hindurch Blumen.
Eine ganz ansehnliche dabei aber auch nützliche Aller- weltspflanze ist Scilla maritima. Die Schuppen der großen grünen Zwiebel dienen zur Stillung der Schmerzen bei Brandwunden und als — Mäusegift.
Z«r Lederrsdarrer des Mildes macht der bekannte Jagdschriftsteller B. von Pressentin- Rautier in der illustrierten Wochenschrift „Die Jagd" interessante Angaben. Im allgemeinen erreicht ihm zufolge alles männliche Wild eine wesentlich längere Lebensdauer als das weibliche. Ebenso überrascht auf den ersten Blick die Wahrnehmung, daß das Raubzeug, wie Wolf, Fuchs und Marder, verhältnismäßig ebenso langlebig sind wie das Raubzeug der Lüfte und der großen Segler der Lüfte überhaupt. Der Rabe, der Adler, der Kranich und Reiher gehören wie die wilden Gänse zu den langlebigsten Bevölkerungen von Berg und Tal in unseren Wildbahnen. Der Elchhirsch soll ein Alter bis zu 20 Jahren, das Tier ein solches bis zu 18 Jahren, selten aber darüber erreichen. Das Elchtier leidet verhältnismäßig zeitig an dem Ausfallen der Schneidezähne und bleibt daher oft schon ein paar Jahre vor dieser erreichten Altersgrenze „gelt." Bei unserem Rotwild soll dem Könige unseres deutschen Waldes, dem stolzen Hirsche, mit 30 Jahren die Altersgrenze von der Natur gesetzt sein. Es soll indessen vorgckommen sein, daß Hirsche ein Alter von 50 und mehr Jahren erreichten, Graf Hardegg berichtet sogar, daß ein Hirsch 72 Jahre alt geworden sei. Die Altersgrenze des Mutterwildes dürfte wohl mit 20 bis 22 Jahren allgemein als richtig angenommen werden. Vom Damwild kann ein Schaufler in freier Wildbahn 30 Jahre und das Mutterwild etwa 20 Jahre alt werden. Unser zierliches Rehwild hat eine kürzere Lebensdauer. Bei den Böcken darf man als höchste Altersgrenze 15 bis 16 Jahre, bei den Ricken etwa 12 Jahre annehmen. Unser Hasengeschlecht, von dem der Feldhase ein Alter von 8 bis 12 Jahren erreicht, während der Waldhase einige Jahre älter werden kann, wird im Frühjahr durch allerhand Krankheiten besonders gefährdet. Von dem großen Raubzeug wird der Wolf gewöhnlich 18 bis 25 Jahre alt; es ist aber nachgewiesen, daß männliche Wölfe ein weit höheres Alter erreicht haben. Der Wolf ist überaus widerstandsfähig, er leidet, ohne viele Feinde außer dem Menschen, vor allem an Tollwut, Räude und Auszehrung. Der Fuchs wird 14 bis 18 Jahre alt und wird ebenfalls von Räude und Auszehrung heimgesucht. Wildgänse erreichen ein Alter von 15 bis 25 Jahren. Adler, Raben und Kraniche werden überaus alt. Man hat Beweise erbracht, daß diese drei Vogelarten 40 bis 70 und mehr Jahre alt geworden sind. Ebenso soll der Auerhahn 30 Jahre alt werden können. Unser kleines Federvieh, wie das Bitt wild, der Fasan, die Ente und das Rebhuhn dürften im allgemeinen mit 8 bis 10 Jahren chre Altersgrenze erreichen.
Z«r Ksrrfervicrttng gußeiserner Röhre« im Grddsde«
hat sich zufolge einer Mitteilung im „Journ. für Gasbeleuchtung und Wasserversorgung" eine Einbettung von Eisenröhreu im Sandboden als ein sehr brauchbares Mittel erwiesen. Ein Gasdirektor sah sich vor 15 Jahren genötigt, dir Rohre einer 200 m langen Straße aus zuwechseln, weil sie infolge des feuchten tonigen Bodens vollständig festesten waren. Die so vielfach angeführten Ursachen für die Zerstörung von Eisenröhren, nämlich infolge von Strömen elektrischer Leitungen, kamen nicht in Betracht, weil weder elektrische Kabel noch Straßenbahnen in dem Orte vorhanden waren; auch an anderer Stelle der Stadt zeigten sich ähnliche Zerstörungen, wo der Untergrund aus feuchtem Ton bestand. Man ließ deshalb vor Verlegung der neuen Leitung eine etwa 15 am starke Sandbettung in den Rohrgraben einbringen und darauf die Rohre verlegen, welche dann außerdem noch mit einer gleich starken
Sandschicht bedeckt wurden. Das Mittel hat sich als gut und billig bewahrt, denn die späteren Ausgrabungen, welche man, um Anschlüsse auszusühren, vornehmen mußte, zeigten, daß die alten Rohre sich in der Sandbettung so gut wie neu erhalten hatten.
Nuffer-SchraubKoUe«.
D. R. P. angemewet, D. R. G. M. und Auslandspatentc.
Nachstehende Abbildungen zeigen einen neuen, von Herrn J. Gaitzsch erfundenen Schraubstollen, welcher durch seine Eigenart verblüffend wirkt und jedermann auf den ersten Blick sieht, daß mit dieser Erfindung ein Schraubstollen geschaffen ist, welcher Vorteile bietet, die geradezu ideal genannt werden müssen. Die angestellten eingehenden Versuche haben ergeben, daß dieser neue Pufferstollen infolge seiner vielen und großen Vorzüge mit Recht als der beste, praktischste, haltbarste und im Gebrauch billigste Schraubstollen bezeichnet werden muß, weil dieser Puffer- Schraubstollen vermöge der Spiralwindungen der elastischen
Feder immerscharf bis zur Abnutzung ist. Bei dem Verschleiß tritt stets wieder eine neue Windung hervor, welche infolge ihrer Steigung immer neue Angriffspunkte und dem Pferds dadurch unbedingt sicheren Tritt und auf jeder Bodenart Halt gibt. In zweiter Linie sichert die elastische Pufferfeder dem Pferde einen weichen stoßfreien Gang, so daß Pferd und Hufeisen ungemein geschont werden und teure Einlagen, wie Tau, Filz, Gummi, bei gesunden Pferden überflüssig macht, sodann auch, was ganz besonders zu beachten ist, Sommer und Winter verwendet werden kann. Trittverletzungen sind bei diesen Stollen so gut wie ausgeschlossen.
Die Herstellung der Pufferfedern erfordert zunächst den besten Federstahl — sodann muß die Feder, um überhaupt elastisch zu sein, auf das sorgfältigste gehärtet werden. Diese Härte ist nun berartig, daß dieselbe weder zu hatt noch zu weich ist — somit unbedingt haltbar sein muß. Ferner fällt ganz besonders ins Gewicht, daß bei dem härtesten Stoß oder schwerstem Tritt des Pferdes die Feder in sich zusammengeht, somit der Abnutzung, sowie dem Abbrechen ungemein vorgebeugt wird, wodurch sich die denkbar größte Haltbarkeit von selbst ergibt.
Es liegt somit auf der Hand, daß dieser Puffer-Stollen, wenn man die vielen Vorzüge ins Auge faßt, sowie die Schonung des Pferdes und des Hufeisens in Anschlag bringt und die lange Gebrauchsfähigkett des Puffer-Stollens berechnet — die im Gebrauch billigsten Stollen — sein müssen, selbst dann, wenn der Anschaffungspreis ein mehrfach höherer wäre.
Ueber den Bezug der neuen Stollen, sowie fertiger Hufeisen und auch zu ersteren gehörigen Werkzeuge gibt die Verwertungsabteilung des Patentanwaltsbureau Sack, Leipzig bereitwilligst Auskunft. Auch wegen Lizenzabgabe oder Ankauf der Äuslandspatente wollen sich Interessenten gefl. an die vorstehende Adresse wenden.
Gi«e Sitzoorrichtung für Leiterwagen zum Transpott von Leuten bei der Jagd, bei entfernt liegenden Wiesen oder Ausflügen, die sich leicht und schnell anbringen läßt, habe ich, schreibt Herr W. Trog, Seehausen, Kr. W. der „Jll. Landw. Ztg." wie folgt kon- struiett: Zu diesem Zweck habe ich mir zwei Pfähle vom
zerbrochenen Ladezeug geschnitten, an den Enden vom Schmied mit einer Kette und einem Haken versehen lassen. Beide Pfähle werden vorn und hinten über beide Leiterbäume gehängt und längs der Wagenleitern ein Ansetz- brett gelegt und nötigenfalls noch mit einem Strick befestigt, die als Sitz dienen.
Ein guter Obstkelter darf weder feucht noch dumpf sein, nicht zu tief liegen und muß eine möglichst gleichmäßige Temperatur haben. Aus letzterem Grunde ist die Nordlage der Südlage vor- zuziehen. Im Keller müssen sich Regale befinden, welche aus 2—5 cm starken Latten hergestellt sein können. Die Regale sollen nicht aus Nadelholz, weil dasselbe harzig ist, sondern aus Laubholz angefertigt sein. Wer sein Obst auf diese Weise aufbewahrt, erhält es bis zum Frühjahr gesund und wohlschmeckend.
Bettvorleger
oder kleine Teppiche bedürfen einer öfteren Reinigung; man bedient sich hierzu, wie der „Praktische Wegweiser", Würzburg, schreibt, einer Mischung von trockener Weizenkleie und Kochsalz zu gleichen Teilen. Hiermit reibt man den Teppich kräftig ab, und sollte er sehr beschmutzt sein, so erweist sich das Benzin als prächtig-s Hilfsmittel (das man aber nur im Freien anzuwenden hat), indem man mit einem in Benzin getunkten Lappen den Teppich strichweise abreibt und die Flüssigkeit oft erneuert. Damit der unangenehme Geruch abziehen kann, läßt man die Teppiche längere Zeit im Freien aus dünsten.
Zur Reinigung von Spiegeln n. Fensterscheibe« bindet man, wie der „Praktische Wegweiser", Würzburg, schreibt, einen guten Löffel voll Schlemmkreide in ein dünnes, weiches Leinenläppchen, befeuchtet die Kreide mit kaltem Wasser so lange, bis sie erweicht ist, putzt mit diesem kleinen Ballen die Scheiben und reibt mit einem trockenen Tuche oder Lederlappen nach.
Mehligen der Wirfier-Karafie«.
Man reinigt die Wasserflaschen schnell und gut, indem man eine rohe Kartoffel in viele kleine Würfel schneidet und hiermit die Flasche tüchtig durchschüttelt. Daraus spült man mit kaltem Wasser nach. Der Kartoffelsaft reinigt das Glas gut und nimmt den angesetzten graugelben Schimmer am schnellsten fort.
^erfahren zur Entfernung von Fettstecke«.
Für die Praxis ist wohl bei der Entfernung von Fettflecken das zweckmäßigste Verfahren, in der Anwendung von Alkalien zu suchen; die in den Flecken enthaltenen Fette werden bei Benutzung der Alkalien verseift und dadurch im Wasser löslich. Außerdem werden in neuerer Zeit verschiedene Mittel zur Entfernung von Fettflecken in Anwendung gebracht. Es empfehlen sich in dieser Hinsicht Beuzol, Petroleumäter, Terpentinöle u. a. Folgende Mischung soll sehr günstige Resultate liefern: 1 Teil Salmiakgeist, 3 Teile Schwefeläther. Die Beseitigung von Fettflecken kann auch mit Ammoniak vorgenommen werden, doch ist im Falle der Anwendung desselben auf die Farbe des zu reinigenden Kleidungsstückes Rücksicht zu nehmen, da viele Farbentöne durch Anwendung, des Ammoniaks Schaden leiden.
Kitt für Petroleumlampen.
Ein Stück Alaun wird in einem Blechlöffel recht heiß gemacht, die flüssige Masse in die Oeffnung des Metallfußes gegossen und das Bassin sofort hineingedrückt. Doch muß diese letzte Operation recht schnell ausgeführt werden, da der heiße Alaun sehr schnell wieder erhärtet.
Küche und Keller.
Hirschkeule auf Speck. 6 Pers. 4—5 Stunden. Eine gut abgehangene Keule oder ein Stück davon wird abgewischt, gehäutet, sehr dicht gespickt und mit Pfeffer und Salz bestreut. Eine passende Bratpfanne oder Kasserolle wird mit 30^ g in feine Scheiben geschnittenen Speck ausgelegt, die Keule daraus gegeben, mit feingestoßenen Wacholderbeeren bestreut und im Brutofen unter fleißige« Beziehen 4 Stunden gebraten. Nach 2 Stunden Bratzeit fängt man an, ab und zu 1 Löffel dicke süße oder saure Sahne zuzufüllen und auch über das Fleisch zu streich«. Die Sauce wird durch ein Sieb gegossen, mit einem Löffeln etwas Sahne verquirlten Krastmehl seimig gekocht, wir 10 Tropfen Maggis Würze vollendet und neben dem Braten angerichtet.
Schellfisch mit Moltrichsanee. 6 Personen. 1 Stunde. Der sauber zurechtgemachte Schellfisch wird in Wasser mit Gewürz, Zwiebeln, Lorbeerblatt und wenn nötig, Salz gargekocht, aber so, daß er ganz bleibt. 3ur Sauce macht man eine hochbraune Einbrenne, gießt etwas Fischsud und einige Löffel recht klar gequirlten Mostrich daran, tut etwas Essig und Zucker, sowie wenn man er liebt, einige Zitronenscheiben hinzu, schmeckt ab und kräftigt den Geschmack der Sauce mit einem kleinen Zusatz von Maggis Würze. Beilage: Salzkartoffeln.
Kalte Meinsuppe mit Milch (engl. Vorschrift) Man reibt auf 125 g Zucker die Schale einer halben Zitrone ab, stößt den Zucker fein und schlägt ihn mit » Eigelb und 25 g Kartoffelmehl schaumig, wobei man nach und nach 1 Liter Milch und V- Liter Weißwein aNfttzt und alles über gelindem Feuer zu dicklicher Beschaffenheit schlägt. Die Suppe muß erkalten, sie wird dann mit t kleinen Zwiebäcken oder Biscuitr serviert.