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Etrelitz und Lübeck zur Regelung des Lotterieverhältnisses zu. Den Anträgen zufolge werden die Mecklenburg- fchwerinfche Landeslotterie und die Lübeckische Staatslotterte mit dem Abschluß der laufenden Lotterien eingestellt; die drei Staaten verpflichten sich, nur die preußische Klassen- lotterte zuzulassen. Schwerin erhält dafür eine Mrttche Rente von 400 000, Lübeck von 200 000, Streich von 67 000 Mark. Die Verträge treten am 1. duu laut)

AusCherbourg wird unterm 26. Februar ßemelb^ Ein Matrose Goarin, vom Torpedoboot 204, hat einen Koffer gestohlen, worin stch geheime, die Marine betreffende Dokumente und Geld befanden. Man glaubt, daß er sich das Geld angeeignet und den Koffer mit den Schriftstücken ins Meer geworfen hat. Es soll versucht werden, durch Taucher den Koffer aufzufinden.

In der dominikanischen Republik auf Haitr hat sich gegen den Vertrag, der die Finanzverwaltung des Staates an Nordamerika ausliefert, eine starke Opposition erhoben, die sich in landesüblicher Weise zunächst in einem Mordanschlag auf das Staatsoberhaupt äußerte. Aus Washington wird gemeldet: Der amerikanische Ge­sandte in Santo Domingo Dawson telegraphierte an das Staatsdepartement, daß ein vergeblicher Versuch gemacht worden sei, den Präsidenten MoraleS zu ermorden. Der Präsident sei von einer Anzahl Leute angegriffen worden, von denen fünf verhaftet wurden, während die übrigen entkamen. Weitere Einzelheiten sind nicht eingegangen, doch nimmt -mau hier an, daß der Anschlag auf eine re­volutionäre Bewegung zurückzuführen sei, welche daraus aurgehe, die Durchführung des Abkommens mit den Ver­einigten Staaten,, nach welchem die Zollverwaltung unter deren Aufsicht gestellt wird, zu verhindern.

In Mazedonien verschärft sich die Lage neuerdings wie­der, dies infolge der Zunahme des serbischen und bulgarischen Bandenunwesens, wie auch des feindlichen Gegensatzes zwischen beiden Nationalitäten. Am 15. Februar wurden drei Bulgaren, welche Waren von Kumanowo nach Palanka transportierten, eine Stunde von Kumanowo ermordet- die Täter sind entflohen. Am 17. d. M. wurden eine halbe Stunde von Kumanowo ent­fernt vier nach Kratovo reisende Bulgaren ermordet, die Täter sind unbekannt. Am 18 d. M. wurde die von Kumanowo ge­hende Post nach Palanka beim Dorfe Ohre von Komitatschis an­gegriffen. Zwei Gendarmen und ein Soldat wurden verwundet. Am 19. d. M. wurde in Pleryrani der Vater eines serbischen Geistlichen ermordet.

Aus Provinz u. Nachbargebiet.

* (D i e mittlere Postbeamtenkarriere.) Der Eintritt in die mittlere Laufbahn im Reichs-Post- und Telegraphendienste wird erleichtert werden, indem die Grenzen für das Aller der Eintretenden erweitert werden. Junge Leute aus dem Bürgerstande treten seit der Neuordnung vom 1. Januar 1900 als Post- oder Telegraphengehülfe in die mittlere Laufbahn ein, um später Assistent zu werden und u. A. auch die Sekretärprüfung zu machen. Die Ober- Postdirektionen werden jetzt vom Reichspostamt ermächtigt, Zivilanwärter für die mittlere Laufbahn bis aus weiteres bereits mit dem vollendeten 16 Lebensjahr und, wenn sie als Postgehilfe eintretn wollen, noch bis zum Abläufe des 21. Lebensjahres anzunehmen. Die Vorschrift, daß Tele­graphengehilfen bei der Einstellung nicht über 18 Jahre alt sein dürfen, bleibt bestehen. Gleichzeitig wird auch die Beförderung der bereits im Dienst befindlichen Militäran­wärter der mittleren Laufbahn im Reichspost- und Tele­graphendienst erleichtert. Für die Meldung zur Wieder­holung derSekretärprüfung nach Ablauf der vomPrüfungsrate festgesetzten Frist besteht seit 1900 eine Frist von sechs Monaten. Diese soll von jetzt an für die vor diesem Tage angenommenen Militäranwärter nur dann als Ausschlußfrist gelten, wenn sie über die sonst festgesetzten Fristen hinaus- reicht. Solange diese nicht überschritten sind, kann die Meldung auch nach Ablauf der Wiederholungsfrist statt- finden. Den Militäranwärtern, die sich vor dem Erlasse dieser Verfügung innerhalb der vorgeschriebenen Fristen zur Wiederholung der Sekretärprüfung gemeldet haben, aber wegen Ablaufs der Ausschlußfrist von der PMung zurückge- wiesen worden sind, steht es frei, die Meldung zu wiederholen, und zwar, falls die Frist von sieben Jahren für Militär- personen im Offiziersrange und von neun Jahren für Militärpersonen der Unterklaffen nicht länger läuft, bis zum 1. Oktober 1905.

* (Zusammengefügte Postkarten sür die Antwort.) An Stelle der amtlichen Formulare zu Post­karten mit Antwort werden häufig zwei einfache Postkarten verwendet. Sie werden an ihrem oberen Rande zusammen­geheftet. Meist wird dazu das gummierte Papier, das den Rand der Briefmarkenbogen bildet, verwendet. Die Be­handlung derartiger Sendungen durch die Postanstalten war bisher eine ungleichmäßige. Es wird jetzt deshalb daraus hingewiesen, daß der Absenkung derartig zusammen- gesügter Karten nach Orten bes Reichspostgebietes und Württembergs nichts im Wege steht. Voraussetzung ist, daß die Karte für die Antwort als solche bezeichnet ist. Ferner müssen beide Karten derartig miteinander verbunden sein, daß keine Unzuträglichkeiten für die Beamten während bet Beförderung entstehen. Sie müssen so befestigt sein, daß sie weder abfallen noch die Hände der Beamten ver­letzen können. Die Verwendung einer Nadel zum Zusammen- stecken ist nicht angängig, da sie die Beamten nicht nur verletzen kann, sondern auch die Behandlung erschwert. Nach Bayern und nach dem Auslande sind derartig herge­stellte Karten nicht zulässig. Am besten ist es immer, man benutzt die amtlichen Doppelkarten.

* (Vereinsausschuß derLandwirtschafts« k a m m e r.) Die diesjährige Generalversammlung des Vereins-Ausschusses der Landwirtschaftskammern wird am Donnerstag, den 9. März in Cassel abgehalten werden.

* Die Obersörsterstelle in Roßberg im RegierungS bezirk Gaffel ist zum 1. April 1905 zu besetzen.

* In der heutigen Plenar-Sltzung des Kommunal­land t a g s wurde dem Antrag des Landes-AusschusseS ent­sprechend beschlossen, zum dauernden Gedächtnis an die silberne Hochzeit der Kaiserlichen Majestäten der Anstalt Hephata bei Treysa eine Kirche zu stiften, für diesen Zweck die Summe von 75 000 Mk. aus bereiten Mitteln des Be­zirksverbandes zur Verfügung zu stellen, sowie Ihre Kaiser­lichen Majestäten zu bitten, diese Stiftung als Huldigung anläßlich Allerhöchst ihres silbernen Hochzeitstages gnädigst anzunehmen.

* Die Reichsbank hat ihren Diskont weiter um Va v. H. herabgesetzt.

* Die Erneuerungslose sowie die Freilose zur 3. Klaffe der 212. Königlich preußischen Klassenlolterie sind nach den §§ 5, 6 und 13 des Lotterieplans unter Vorlegung der bezüglichen Lose aus der 2. Klasse bis zum

3. März b. Js.. abends 8 Uhr, bei Verlust des Anrecht« einzulösen. Die Ziehung wird am 7. März b. Js., morgens 8 Uhr ihren Anfang nehmen.

* Der Regierungsrat Graf von Schlitz genannt von Görtz und WriSberg in Cassel ist zum Vorsitzenden, der Regierungsrat v o n G o st ko w s k i daselbst zum stellver- tutenben Vorsitzenden des Schiedsgerichts für Arbeiter- versicherung Regierungsbezirk Cassel und Fürstentum Waldeck und des Schiedsgerichts für Arbeiterversicherung im Eisen. bahn-DirektionSbezirk Cassel ernannt.

):( Hersfeld, 27. Februar. Einem beklagens­werten Unfall fiel gestern ein 22jährige« Mädchen zum Opfer. Da dasselbe von ihren Angehörigen schon mehrere Stunden vermißt wurde, wurden Nachforschungen nach ihr angestellt. Gegen 10 Uhr abends fand man das Mädchen in der Küche der Wohnung ihres Bruders, welcher verreist war, tot auf. Wie die Untersuchung ergab, war der Tod infolge Gasvergiftung eingetreten. Auf welche Weise das Unglück geschah, konnte bisher noch nicht festge­stellt werden.

Cassel, 25. Februar. (Denkmal für Kaiser Wilhelm 1.) Der Kommunallandtag hat gemäß bes früheren Beschlusses des LandeSausschusseS und auf Antrag seines Hauptausschusses es abgelehnt, dem Gesuche des »Hessischen Kriegerbundes" hierselbst auf Bewilligung eines Beitrages für das hier zu errichtende Denkmal für Kaiser Wilhelm den Ersten zur Zeit zu entsprechen, vielmehr den Kriegerbund mit seinem Gesuch an den Magistrat der Stadt Cassel, als die einzig richtige Stelle in dieser Sache, verwiesen.

Cassel, 26. Februar. Am Freitag mittag wurde auf Wilhelmshöhe am neuen Wassersall die Leiche eines gut­gekleideten, etwa 30 Jahre alten Herrn gefunden. Da die Leiche keinerlei Verletzungen an sich trug, wurde die ärzt­liche Sektion derselben angeordnet und ergab sich, daß der Fremde infolge Herzlähmung verschieden war. Nach einem in der Tasche des Toten gefundenen Telegramm war der Verstorbene ein aus Berlin stammender hier in der Otto- straße wohnender Apotheker.

Melsungen, 25. Februar. Durch eigene Unvorsichtig­keit hat sich ein dahier bedienststes Mädchen eine schwere Blutvergiftung zugezogen, indem es sich mit einer Nadel in den Zähnen herumgestochert hat. ES mußte nach Cassel ins Landkrankenhaus überführt werden.

Hanau, 25 Februar. Ein als Invalide vom Jnf.- Regiment Nr. 116 in Gießen entlassener Sergeant K., dessen Eltern in der Nachbarschaft hier wohnen, verfiel in religiösen Wahn und versuchte die Kanzel der katholischen Kirche zu besteigen. Der bedauernswerte junge Mann wurde in das Landkrankenhaus Hanau verbracht.

Weisenau, 25. Febr. Der 50 Jahre alte Weinhändler Josef Krapp von hier ließ sich in einem Anfall von GeisteSgestörtheit gestern abend von dem um 10 Uhr 40 Min. hier abgehenden Wormser Personenzug überfahren. Er wurde zermalmt.

Malsfeld, 25. Februar. Im Steinbruch bei Ostheim wurden drei Arbeiter, die sich beim Lösen eines Spreng- schusses auf der falschen Seite ausgestellt hatten, durch Ge- steinsmassen verschüttet. Der Arbeiter Meyer aus Sond- Heim bei Homberg wurde getötet, die beiden andern schwer verletzt.

Bad Wildungen, 26. Febr. Ein schwerer Unglücks- fall ereignete sich gestern bei dem Bau des Badelogier- Hauses. Ein Arbeiter stürzte beim Sandsahren an einer abschüssigen Stelle von dem Wagen der Arbeitsbahn, wurde von den nachfolgenden Wagen übersatten und schwer ver­letzt, sodaß er blutüberströmt vom Platze getragen und ins Krankenhaus transportiert werden mußte.

Mainz, 25. Febr. Die von der MainzerLieder­tafel" unter dem Protektorat des GroßherzogS von Hessen ins Leben gerufene Kaiserin Friedrich-Stiftung hat durch Sammlungen bereits 50,000 Mark in wenigen Monaten zusammengebracht. Die erste Veranstaltung soll im Jahre 1906 im Anschluß an die Wiesbadener Festspiele und zur Feier bes 75jährigen Bestehens derLiedertafel" stattfinden, wozu der Kaiser ebenfalls 1000 Mark gegeben hat.

Heiligenstadt (Eichsfeld), 25. Februar. Ein Unglück auf Bahnhof Leinefelde hat den Tod des schwerverletzten Eisenbahnarbeiter« Edmund Bose zur Folge gehabt. Beim Ueberschreiten der Geleise wurde er von der zurücksetzenden Vorspann-Lokomotive bes Nordhäuser Personenzuges erfaßt. Das rechte Bein wurde ihm oberhalb des Knöchels abge. fahren. Der 67 Jahre alte Mann ist zwei Stunden nach seiner Einlieferung in das hiesige Johanniter-Krankenhaus gestorben. Die Amputation des Beines, die sich als not­wendig herausgestellt hatte, überstand der Verunglückte nicht.

vermischtes.

(Jung gefreit hat niemand gereut.) Die Statistik hat festgestellt, daß die Zahl derjenigen, die in sehr jungen Jahren zur Ehe schreiten, immer größer wird. Speziell in Preußen heirateten im Jahre 1896 erst 259 Männer, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, im Jahre 1897 waren es 299, im Jahr 1899 stieg die Zahl auf 368, im Jahre 1900 auf 1546 und 1901 aus 1848. Unter den jungen Ehefrauen befanden sich in den erstgenannten Jahren 8, 12 und 15, die noch nicht das 16. Lebensjahr zurückgelegt hatten. Uebrigen» ver­teilen sich die in so jungen Jahren zur Ehe schreitenden Männer auf sämtliche soziale Stellungen und auf alle vorhandenen Berufe.

Einen gefährlichen Kamps mit einem Zuchthäusler hatten drei Strafanstaltsausseher in Brandenburg a. H. zu bestehen. Im dortigen Zuchthaus ist, wie da«B. Tgbl." berichtet, seit dem vorigen Jahre ein schwerer Verbrecher, der Arbeiter Papke, untergebracht, der fünfzehn Jahre zu verbüßen hat und schon vor Jahres­frist an einer Meuterei beteiligt war. Seitdem wurde Papke besonders scharf bewacht und wiederholt des Nachts angekettet. Sein Betragen in der Strafanstalt war fort­gesetzt so renitent, daß er häufig in der kalten Arrestzelle bei Wasser und Brot untergebracht werden mußte. Dem herkulisch gebauten Verbrecher war es aber gelungen, seine Fesseln abzustreifen, und er stand nun mit einem Eisenstück, das er aus der vergitterten Zellentür herausgebrochen halte, auf der Lauer, um beim Oeffnen der Türe den Auf­seher zu Überfällen. Mit einem gewaltigen Hieb über den Kops schlug er ihn zu Boden, so daß er die Besinnung verlor. Auch ein zweiter Aufseher, der den Schmerzens- schrei seines Kameraden gehört und herbeieilte, erhielt von Papke einen Schlag über den Kopf, ließ aber den Ver­brecher nicht los. Ein dritter Wärter kam den beiden zu Hilfe und machte durch mehrere Hiebe mit dem Seiten­gewehr den wutschnaubenden Sträfling kampfunfähig.

(Eich fahre mit I") Wie man im Hunsrück dem reifenden Publikum entgegenkommt, davon weiß die Rh. u. N.-Ztg " ein lustiges Stückchen zu erzählen. Auf der Strecke Simmern bis Castellaun war vor einigen Tagen an einer Station ein Zug abgedampft, eine der Schönsten des zarten Geschlechts dieser Gegend war aber zu spät ge­kommen. Sie lief nun in aller Hast dem Zuge nach und rief:Eich fahre mit!" Ein Beamter des Zuges sah sich zufällig um und gewahrte die im Schweiße ihre« Angesichts rennende und hocherglühte Dame. Der Z u g wurde sofort zum Stehen gebracht, unter Freude und Beifall der Mitreisenden bestieg die holde Maid den Zug. Unter Jubel und Scherz wurde die Weiterfahrt ausgenommen.

(Einenette Familie".) In der Gemeinde St. Lorenzen bei Marburg an der Drau hat der 18- jährige Kulscherssohn Johann Arnusch seinen Vater ermordet. Er kam Nachts, als sein Vater bereit« schlief, nach Hause, schlich sich zum Bette der Schlafenden und versetzte ihm mit einem Prügel einen wuchtigen Schlag aus den Kopf. Dann nahm er sein Messer und sührte gegen den Vater drei Stiche in den Kopf und in den Hal«, welche den sofortigen Tod zur Folge hatten. Der Mörder wurde verhaftet und unter Gendarmeriebedeckung nach Pettau gebracht. Der Ermordete war Witwer und hinterläßt eine Tochter, mit der er sträflichen Umgang pflegte, weshalb beide vor einiger Zeit zu vier Wochen Arrest verurteilt wurden. Auch wegen Totschlags, begangen an seinem Schwager Lovrec, hatte er bereits eine mehrjährige schwere Kerkerstrafe abgebüßt. Auch der jugendliche Mörder ist schon wegen Diebstahls abgestraft.

Trient, 25. Febr. Bei Sappada in den Vene- tianer Dolomiten wurden durch Lawinen zwei Menschen getötet. Durch Lawinenstürze sind die Straßen im Gabore und im Agordotal gesperrt, woselbst da« Unwetter noch fortdauert.

(Der s ch l a u e S ch o t t e.) Der bekannte englische Gelehrte Sir William Ramsay erzählte kürzlich in einer Gesellschaft eine sehr bezeichnende Geschichte. Ein alter Herr, der gestorben war, hatte zu Testamentsvollstreckern drei Herren, einen Engländer, einen Iren und einen Schotten ernannt. Jedem hinterließ er ein beträchtliches Legat, stellte aber dabei die Bedingung, daß jeder 5 Pfund Sterling in den Sarg legen solle. Am Tage der Beerdigung kam der Engländer und legte eine Fünspsundnote in den Sarg; darauf fügte der Ire 5 Pfund in Goldstücken hinzu. Nun nahte sich der Schotte. Ernsthaft schritt er zum Sarge, schrieb bedächtig einen Scheck über 15 Pfund aus, legte ihn in die Hand des Toten und nahm das übrige Geld heraus I

Chilisalpeter oder Peruguano?

Bei dem j-tzigen außerordentlich hohen Chilisalpeter» Preise ist es besonder» ratsam, für die Sommerholmfrüchte, Kartoffeln, Gemüse und Zuckerrüben vorzugsweise echten aufgeschlossenen P e r u g u a n - zu verwenden, umsomehr da hierdurch der Frucht außer den wertvollsten Stickstoffarten zugleich auch die nötige PhoSphocsäure und Kali in innigster natürlicher Zusammensetzung zugeführt wird.

P e r u g u a n o wirkt zweifellos auch sicherer, besser und nachhaltiger als Chilisalpeter.

Um indeß vorzügliche Resultate erzielen zu können, verwende man nur die nachweislich allein echte Ohlen- dort s'scheF ü l l h o r n m a r k e" und hüte sich vor allen minderwertigen nachgeahmten Marken I

Letzte Nachrichten.

Zu den Unruhen in Rußland

Petersburg, 26. Februar. Die Nachrichten aus

Baku lauten immer schauerlicher. Dieser Tage drangen bewaffnete Armenier in eine dortige Fabrik ein und schnitten mit ihren großen, krummen Messern 40 Arbeitern regelrecht den Leib auf.

T s ch i t a (Transbaikallen), 26. Februar. Die Arbeiter in den Eisenbahnwerkstätten sind in den Ausstand getreten.

Ihre Hauptforderung ist die Beendigung des Krieges. Da der Verdacht auftauchte, daß die Arbeiter beabsichtigten, die Bahn zu beschädigen und die aus dem Bahnhof stehenden Lokomotiven unbrauchbar zu machen, ist eine starke Truppen- abteilung aufgeboten worden.

Berlin, 27. Januar. Mit allem seiner hohen Be­deutung würdigen Glänze wird heute der neue evangelische Dom zu Berlin unter Teilnahme des Kaiserpaares, vieler deutscher und auswärtiger Fürstlichkeiten, Vertretungen deutscher und fremdländischer Kirchenbehörden seiner Be­stimmung übergeben werden.

London, 26. Februar. Aus dem russischen Haupt­quartier wird hierher telegraphisch gemeldet, daß die Kämpfe vor und westlich von Tieling fortdauern. Im äußersten Osten nahmen die Japaner die äußere russische Stellung und bedrohen jetzt die Haupt­stellungen. Man glaubt, daß General Nogi mit der von Port Arthur herangezogenen Artillerie am Angriff beteiligt ist. Plötzlich eingetretener Schneesturm und Kälte dürsten die Operationen vielleicht behindern.

Kiel, 26. Februar. Die Ausklärungsflotte beendigte heute ihre Ausrüstungen für die morgen beginnende größere Uedungsfahrt. Der Chef der aktiven Schlachtflotte, Ad­miral von Köster, nimmt an den Uebungen teil und schifft sich auf dem KreuzerFriedrich Karl" ein.

Fruchtpreise.

Cassel, 25. Februar. Weizen 17 Mk. 50 Psg. bis 17 Mk. 80 Pfg. (Durchschnittspreis 17 Mk. 65 Pfg.) Roggen 14 Mk. 50 Pfg. bis 15 Mk. Pfg. (Durchschnitts­preis 14 Mk. 75 Pfg.) Gerste ,15 Mk. Pfg. bis 16 Mk. Pfg. (Durchschnittspreis 15 Mk. 50 Pfg.) Hafer 15 Mk. 25 Pfg. bis 16 Mk. Pfg. (Durchschnittspreis 15 Mk. 63 Pfg. Alles per 100 Kilogramm.) Heu 3 Mk. 70 Pfg. bis 4 Mk. 10 Pfg. (Durchschnittspreis 3 Mk. 90 Pfg.) Stroh 2 Mk. 20 Pfg. bis 2 Mk 50 Pfg. Durchschnittspreis 2 Mk. 35 Pfg. Alles per 50 Kilo­gramm.)