worden. Der ruchlosen Mörderhand der Empörer ist eine Anzahl wehrloser weißer Ansiedler samt ihren Familien zum Opfer gefallen, und auch so mancher brave deutsche Soldat hat fern vom Vaterhause aus blutiger Wahlstatt oder unter der Gewalt tückischer Krankheiten sein Leben anshanchen müssen. KnRentr;* wirb da drüben nun ganze Arbeit gemacht ohne auf das mißtönende Geschrei der vaterlands- jom Schlage BebelS und Konsorten, die in . . -näterischer Parteinahme für das aufiührcrische der strafenden Gerechtigkeit in den Arm zu
। ...ftd, b-"'ühen.
• ' ' . an Bedailern gibt auch die zunehmende Ver . der Finanzlage des R e i ch c S Anlaß. _ • p e verzweifelte Stimmung dieser Tatsache gegenüber " am Platze. Dem Reiche stehen noch sehr ergiebig ^.cuerqueHen zur Verfügung, und es bedarf nur eines herzhaften Entschlusses von Regierung und Volksvertretung, um diese Quellen zu erschließen und damit aus der üblen Lage herauszukonimcn.
"DaS alte Jahr ist im Abgrunde der Ewigkeit versunken, und vor uns tut sich, eingehüllt in dichten Wolkcnschlcicr, ein neues Jahr aus mit all seinen Rätseln und Fragen, seinen Wünschen und Hoffnungen. Möge es dem Vaterlande Glück und Heil bringen und dauernde Segensspuren in der Gestaltung unseres öffentlichen Lebens hinterlassen!
Aus > und Ausland
Berlin 2. Januar.
Im Berliner Restdenzschloffe fand am 1, Januar mittags vor den Kaiserlichen Majestäten die herkömmliche große Neujahrskour statt. — Der Kaiser sandte dem König Alfons von Spanien ein herzliches Telegramm. Er erklärte, daß er die ihm verliehene Würde eines General- kapitäns annehme. Die Antwort ist in einer für die spanische Armee äußerst schmeichelhaften Form gehalten.
Wiener Blätter melden, daß vorgestern eine weitere Besprechung der Minister zur Angelegenheit der HandelS- vertrags-Verhandlungen Oesterreich-Ungarns mit Deutschland stattfo b, an welcher Gras
Mazedonien bezüglichen Fragen heftig angegriffen und in drohender Sprache aus die bedenklichen Verwicklungen aufmerksam gemacht wird, welche ihre VerschleppungSpolitik herbeiführen könnte. Aus Konstantinopel kommen weitere Mitteilungen über die geplante außerordentliche militärische Aktion zur Unterdrückung des Bandenunwesens in Maze« donten, wonach zu diesem Behufe in umfassendster und alle Einzelheiten genau berücksichtigender Weise vorgegangen werden soll.
GoluchowSki, Ministerpräsident Dr. beiderseitigen Handels- und Acker^ Die österreichischen und ungarische ferenten werden sich am Montag Handlungen nach Berlin begehe» Die soeben ausgegebene Nur
^ber, sowie die Teilnahmen, 'n Re>
Der russisch-japanische Krieg.
Die jüngsten bedeutenden Erfolge der Japaner vor Port Arthur haben der BelagerungSarmee einen besonders kräftigen Impuls zu beschleunigter Fortsetzung der Angriffs gegeben. Außer dem südlich von dem eroberten Erlungschan gelegenen Fort Sungschuschan ist eS jetzt auch Jtzschan auf dem Tafelberge in der inneren Westfront, gegen das eifrigst mit Minen vorgegangen wird. Die Verbindung zwifchen der Hauptfestung und der Liautifchan- Gruppe scheint schon jetzt unterbrochen zu sein; we-- ' wird berichtet, daß die Neustadt von Port Ar" Nordseite des Hafens, bereits von br
Gesetzsammlung enthä' die Inkraftsetzung einer and WohnungSgeld-Zuschüssen beamten vom 19. Dezeml lautet: Die dem _pj«ich«^ ■ - .
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Aus Provinz u. Nachbargebiet.
* Betreffend Begünstigungen für KriegS- veteranen hat der Eisenbahnminister v. Budde an den Kaiserlichen Kommissar und Militärinspektor der freiwilligen Kriegspflege folgendes Schreiben gerichtet: Nachdem im vergangenen Sommer von den deutschen Kriegsveteranen ein erheblicher Gebrauch von der Fahrpreisermäßigung zum Kurgebrauch gemacht worden ist, kann ein tatsächliches Bedürfnis zur Erleichterung dieser Reisen anerkannt werden. Ich habe daher Auftrag zur Fortgewährung der Bergünsti- gung auf den preußisch-Hessischen Staatsbahnen und den Reichseisenbahnen gegeben, und den Bundesregierungen an- empfoblen, sich der Maßnahme für ihre Staatsbahnstrecken anzuschließen. ' Ferner wird geprüft werden, ob er sich nunmehr empfiehlt, Bestimmungen über die FahrpreiSermäßi- gung in den deutschen Eisenbahn-Personen« und Gepäcktarif auszunehmen. Nach Abschluß der hierüber eingeleiteten Verhandlungen werde ich Eurer Exzellenz weitere Mitteilung zugehen lassen. Ich ersuche ergebenst, das Zentralkomitee der Vereine vom Roten Kreuz auf die Vorstellungen vom 26, Oktober hierauf verständigen zu wollen,
* Das Bezirksfeldwebelwesen hat eine Neuregelung erfahren, die vom 1. Januar ab in Kraft tritt. Bisher avancierten bei den Landwehrbezirkskommandos die als Bezirksfeldwebel vornotierten Sergeanten und Unteroffiziers nur innerhalb des Brigadeverbandes. Ferner erfolgt das Avancement innerhalb des Armeekorps. Wer in Zukunft Bezirksfeldwebel werden will, kann sich für diesen Prosten erst dann notieren lassen, wenn er sechs Jahre aktiv gedient hat und muß acht Wochen, früher nur sechs bis acht Wochen, bei einem Regiment in der Front Feldwebeldienste tun.
* Ein neuer Militärerlaß, der soeben den sämtlichen Truppenteilen der deutschen Armee zur strikten Befolgung zugegangen ist, setzt fest, daß Hinsort mit keinem Soldaten mehr kapituliert werden darf, der im Zivilverhältnis wegenMißhandlung oder eines anderenRohheitSvergehenS vorbestraft wurde. Ebenso darf mit Angehörigen der Armee, die während ihrer Dienstzeit wegen Mißhandlung bestraft wurden, nicht weiter kapituliert werden.
* Im Monat Januar gehen Feldposten nach Afrika im ganzen sieben oder acht. Die nächste nach Neujahr ist eine außerordentliche Feldpost mit Hilfe eines TruppentranSportdampferS. Für den 16. ist wieder der Abgang von zwei solchen Dampfern von Hamburg in Aussicht genommen. Der eine davon „Lulu Bohlen", ist in ungefähr 23 Tagen, also am 8. Februar, in Swakopmund und ist für die Postbeförderung geeignet. Ein geeigneter Reichs-Postdampfer geht wieder am 21. Januar von Hamburg. Ihm kann am 24. ein Nachversand über Antwerpen folgen. Dieser Dampfer ist am 14. Februar in Swakopmund fällig. Am 30. Januar folgt wieder ein Wörmanndampser aus Hamburg, der in direkter Fahrt' am 26. Februar in Swakopmund erwartet wird. Die deutschen Dampfer befördern sowohl Feldpostbriessendungen als Pakete, der Weg über England wird nur für Briefe und Postkarten benutzt. Für Lüderitzbucht und die angrenzenden Gebietsteile werden außerdem die englischen Dampfer vom 7, 14. und 21. aus Soulhamplon benutzt. Sie gehen sämtlich nach Kapstadt, von wo die Post weiter auf dem Landwege geht.
Hn. Hersfeld, 31. Dezember. (HiMMels - Erscheinungen im Januar.) Die kürzesten Tage liegen wieder hinter uns, von Tag zu Tag läßt uns jetzt die Sonne ihr Licht wieder zukommen. Nachdem sie am 22. Dezember ihre südlichste Stellung erreicht hatte, hat sie sich wieder nach .Norden gewendet. Langsam zwar, ober ständig steigt sie an unserm Himmel empor. Am 1. Januar befindet sich das Tagesgestirn noch 23 Grad südlich vom Aequator Die Höhe, die es am Mittags erreicht, beträgt nur 14Va Grad. Am letzten Tage des Monats steht die Sonne nur noch 1772 Grad südlich vom Aequator, sie erhebt sich daher bis zu einer Höhe von 20 Grad über unsern Horizont. Während sie am 1. Januar erst nach 8 Uhr aufgeht und bereits vor 4 Uhr hinabsinkt, also weniger als 8 Stunden
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Die Vorbereitungen für die vom Zaren verheißenen Reformen lassen nicht lange auf sich warten. Die erste Sitzung des Ministerkomitss, in der das vom Zaren angeordnete Reformwerk zur Beratung gelangt, findet am
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Januar statt. — Die inneren Unruhen in Rußland i weiter. So werden aus Set russischen Grenzstadt erczie ernste Unruhen gemeldet. Da die Polizei sich Menge gegenüber als machtlos erwies, wurden 50 Ko« aus Olkuß requieriert, welche von den Waffen Gemachten, viele Personen tödtlich verletzten und Verhaftungen Vornahmen. Die Menge wurde nbergetrieben.
italienische und die englische Re- i g kamen, dem „Standard" zufolge, überein, dem vom Somalilande Vorschläge zu machen dahin, bestimmtes Terrain innerhalb der italienischen
.irylischen Sphären als Weideland erhält, und sich dafür verpflichtet, den Frieden zu wahren. Eine Subvention soll er nicht erhalten.
In Frankreich widmet man den Schwierigkeiten in Marokko fortgesetzt große Aufmerksamkeit. In Tanger werden die Vorbereitungen für die französische Misston nach Fez, die niemals unterbrochen waren, aufs lebhafteste fortgesetzt. Man vermutet, vom Hofe seien Nachrichten eingegangen, nach denen der Sultan geneigt sei, stch den Ausländern gegenüber versöhnlicher zu zeigen. Der Sultan hat die von Frankreich vorgeschlagene Lösung der Angelegenheit des früheren Kriegsministers El Menebhi ange« nommenund ihm eine Summe zur Verfügung gestellt,die aus- reicht, um feine Unabhängigkeit zu gewährleisten. Inzwischen „wiegelt" man in den Pariser Regierungskrisen zunächst wieder ab, denn die „Agence Havas" bestreitet, daß demnächst französische Kriegsschiffe nach Marokko abgehen sollen.
Die Beziehungen zwischen Bulgarien und der Pforte verschlechtern stch neuerdings wieder mehr und mehr. Dies geht auch aus einem Leitartikel des bulgarischen Regierungsblattes „Nov Vek" hervor, in welchem die Pforte wegen ihrer Verschleppung der Lösung der aus
war der des feinen Mannes, wurde aber ohne Sorgfalt, beinahe nachlässig in echter Künstlerart getragen.
Er packte jetzt seine Malutensilien zusammen und brach auf, indem er sich dem kleinen Fischerdorf Schwarzenfels zuwandte, das eine Stunde weiter westlich lag.
Der Weg über die Felsen war gefährlich für jeden, bergan so steile Pfade nicht gewöhnt war. Hier und dort klafften breite Spalten, und geradwandige Felsblöcke standen da wie finstere Schildwachen, die den Weg versperrten.
Am Rande einer schmalen Felsplatte, ein Stück von der Ruine entfernt, blieb der Künstler stehen. In der rechten Hand trug er die kleine Stoffelei und den ledernen Beutel, welcher alles enthielt, was er zu seiner Arbeit gebraucht hatte. Er hatte es für ein Leichtes gehalten, über den Spalt hinwegzuspringen, anstatt um denselben herum- rugehen. Er war geschmeidig und besonders geschickt und machte den Sprung mit geringer Schwierigkeit. Als er aber auf der gegenüberliegenden Klippe auftrat, gab ein Teil derselben unter seinen Füßen nach und mit unsagbarem Entsetzen sah er sich in die Tiefe stürzen.
Wie lange Zeit vorübergegangen war, wußte der junge Mann nicht, als er endlich wieder zur Besinnung kam.
Mit erbarmungsloser Kraft schien ihm die Sonne in das aufwärts gewendete Gesicht; die Möven flogen mit kurzem, rauhem Gekreisch über ihn hin. Die Kehle war ihm trocken, bie Lippen brennend heiß und fast unbewußt empfand er irgendwo an seinem Körper einen stechenden Schmerz.
langsam öffnete er die Augen und begegnete dem prüfenden Blick eines blauen Augenpaares, das sich über ihn geneigt hatte. Wie gebannt schaute er in die Mitleid, erfüllten Tiefen dieser herrlichen Augen und empfand nichts weiter als ein Gefühl der Freude und Verwunderung. — Nach einer Weile machte er eine Bewegung, als ob er sich erheben wollte; so unbedeutend diese aber auch war verursachte sie ihm doch in allen Gliedern einen so heftigen Schmerz, daß er zum zweiten Male die Besinnung
Als der Maler wieder zu sich kam, lag er in einem geräumigen Schlafzimmer, durch dessen geöffnetes Fenster er das Meer sah. Verwundert schaute er sich ringsum. Wo befand er sich? Das französische Bett milden bunten Gardinen, der große Mahogonischrank, der Toilettentisch mit den frisch gefüllten Blumenvasen, das mit blumigem Kattun bezogene Sopha, auf welchem er lag — das alles war ihm fremd. Wie kam er hierher?
Langsam tauchte die Erinnerung in ihm auf, sein Weg über die Felsen, sein Sturz und das Gesicht, welches sich über ihn geneigt hatte.
Ja, das Gesicht! War es ein Traum, ein Gebild seiner erregten Fantasie, oder hatte sich wirklich ein Mädchen- gesicht mit blauen Augen in tiefem Mitleid über ihn ge« beugt? Er wußte es nicht. Ruhig lag er da, des geringen, körperlichen Schmerzes kaum bewußt. Durch das geöffnete Fenster hörte er, wie die Wellen an die Küste schlugen.
Plötzlich berührte ein anderer Ton sein Ohr; aus der Schwelle erschienen Schritte und voll Erwartung wendete er hastig den Kopf.
Im Rahmen der Tür stand wie zögernd ein schönes, junges Mädchen. Ihre großen Vergißmeinnichtaugen waren voll Neugier auf ihn gerichtet. In feiner braunen Wange stieg ein leichtes Rot auf, denn er kannte in jenem Gesicht dasselbe wieder, das seine Gedanken ausschließlich be- schäfligte.
„Wie fühlen Sie sich?" fragte die junge Dame, ein par Schritte näher tretend.
„Ich danke, mein gnädiger Fräulein, die Schmerzen sind gering. Bitte wollen Sie mir sagen, wo ich mich befinde?"
„In unserm Hause — im weißen Hause in derMönchs« bucht," lautete die Antwort.
„Darf ich fragen, wer mich hierherbrachte?"
„Peter, einer von unfern Leuten und noch ein anderer Mann. Sie stürzten von einer Klippe herab; war es nicht^fo?"
»Ja, ich stürzte ab; der Stelle erinnere ich mich nicht
mehr genau," entgegnete er mit mattem Lächeln. „War es wohl Peter, der mich fand?"
„Nein, ich fand Sie," erwiderte sie rasch.
(Fortsetzung folgt.)
— Zum Lohn für seine Tapferkeit vor Port Arthur hat der Mikado dem Major Sayasha, dem Helden des 203 Meter-Hügels, ein Geschenk in Gestalt einer jungen Amerikanerin als Braut gemacht. Eine romantische Liebesgeschichte ist mit dieser merkwürdigen Gabe verknüpft. Major Sahafha, der zum Studium der amerikanischen Heeresleitung in Manila weilte, lernte dort eine reizende Schauspielerin Miß Viola Gilette kennen und lieben. Da die junge Dame durch einen Kontrakt mit ihrem Direktor auf fünf Jahre für eine Tournee nach Australien gebunden war, mußten die Liebenden sich trennen. Als der Mikado aber dem Major für seine Tapferkeit eine Herzensbitte gewähren wollte und von seiner so jäh zerstörten Liebe erfuhr, gab er sogleich dem Prinzen Sandanura Fushimi, der jetzt in Amerika weilt, den Auftrag, den Kontrakt der Schauspielerin zu lösen, und gewährte dadurch dem Tapferen die Möglichkeit, die Geliebte heimzuführen.
— (E i n zärtlicher Gatte.) Im Vereinszimmer eines Artistenklubs erscheint ein durchreisender Berussgenosse und bittet um Unterstützung. „Sie glauben nicht, meine Herren," jammert der Hilfsbedürftige, wie schlecht es mir in der letzten Zeit ergangen ist. Nirgends konnte ich ein Engagement finden und jetzt kann ich nicht 'mal zur Beerdigung meiner Frau fa hren". Durch die ergreifende Schilderung des armen Teufels gerührt, Der« anstalteten die Künstler eine Tellersammlung, die einen recht ansehnlichen Betrag ergibt; ein besonders gutherziger Kollege läßt es sich nicht nehmen, den Fremdling noch zur Bahn zu begleiten. „Nun werden Sie wohl auch imstande sein, die Beerdigungskosten zu bezahlen?" fragt er zuletzt den schon im Kupee Befindlichen. „Gewiß," erwiderte der Andere rasch, während der Zug eben die Bahnhofshalle verläßt, „das Geld würde ja zur Not reichen — wenn nur meine Alte nicht ein so zähes Leben hätte."