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brige Stellagen, aus Pfählen und Latten bestehend, stets für zw.-i Fnrcyen paffend, zu errichten, um im Falle der Rot sie Pflanzen durch Decken mit Strob-, Rohr- oder Bastmatl'N u. s. w. schützen zu können. Als zur Treibern nach oben geeignet nenne ich folgende Sorten: Kaiser­krone, Perle von Eifurt, Frühe weiße Rosenkartoffel, Mai­königin, in den Katalogen mit dem englischen Namen (The May Queen" bezeichnet). Deutsche Sechswochen-Kartoffel und d>e Schulmeisterkartoffel. Spätere Sorten wie Bund der Landwirte, Frauenlob, Magnum bonum, Aurora und die Elephanten-Kartoffel sind für obige Zwecke nicht zu empfehlen.

Schließlich sei noch bemerkt, daß die in erwähnter Weise gezogenen Früchte etwa vier bis fünf Wochen früher ge- erntet werden können als die ersten Garten-Frühkartoffeln; igre Reifezeit genau nach Datum unzugeben, ist nicht gni möglich, da stets auf die Lage und die klimatischen Ver­hältnisse der betreffenden Gegend Rücksicht genommen werden muß. Die Saatsruchl wählt man nicht zu groß, etwa in Größe einer gewöhlichen grünen Walnuß genügt vollkommen.

Paul Juraß.

Ei» K«iff bei der Ehampig«o»;ucht.

Der geübteste Champignonzüchter kann manchmal nicht heraus finden, woran die Schuld liegt, wenn eine Cham- pignonkullur mißlingt. Ebenso wunderbar sind zuweilen die Erfolge. Vor vielleicht 12 Jahren waren unsere Beete e elrechl in dem eigens dazu hergerichteten Champignon­raum angelegt. 'Neue Brüt war so zeitig bestellt, daß sie lange vor der Zeit der Impfung angekommen sein mußte; sie kam aber nicht. Wir hatten 4 Wochen vergeblich auf sie gewsrtet, die Beete wurden schon aufgegeben und die ganze Arbeit als umsonst gemacht angesehen. Nachdem der größte Aerger über die Unpünktlichkeit des Lieferanten vorüber war, betrat ich nach Wochen zum erstenmal wie­der den Champignonraum und sah zu meiner großen Ue- berraschung sämtliche Beete weiß mit Champignons be­deckt; ich habe niemals so viele schöne Champignons zu­sammen gesehen. Das Rätsel war bald gelöst; ich erkannte sofort, daß hier nur die getrockneten Roßäpfel und Kuh­fladen, welche dem Champignondünger beigemischt worden waren, erzeugend gewirkt halten.

Ich erinnere mich nicht mehr, auf welche Empfehlung oder Anweisung hin ich zuerst die Kuhflaoen und Roß­äpfel im Frühjahr zum Trocknen auf den Boden des Stallgebäuves bringen ließ, um sie später in der oberen Schicht der Champignonbeete mit dem vorbereiteten frischen Miste zur schnelleren Entwickelung und Ausbreitung der Brm zu mischen. Ich war damals noch nicht überzeugt, daß sich Brüt so leicht in Kuhfladen und Roßäpfeln ohne irgend welche Impfung entwickeln könnte. Seit jenem Falle aber sorge ich jedes Frühjahr für eine Menge beider Dungstoffe und lasse sie in der beständig warmen Sommer- temp-ratur eines Bodens unter dem dunkelen Dache trocknen, um sie im Herbste für die Champignonanlagen zu ver­wenden. Sie sind zwar nicht jedes Jahr gleichmäßig weiß durchsponnen, aber sie tragen dennoch wesentlich zur schnellen und sicheren Entwickelung der Pilze bei, sobald sie mit dem vorbereiteten frischen, feuchtwarmen Pferdedünger in Berührung kommen.

Außer auf den wi rklichen Champignonbeeten gewinnen wir auch in den Pflanzenbeeten der Warmhäuser seit Jahren während des Winters schöne Champignons, ohne den Dün­ger besonders dafür vorzubereiten. Auch hierzu tragen zum größten Teil die oben erwähnten getrockneten Kuh­fladen und Roßäpfel, mit welchen wir die obere Schicht der Beete mischen, bei. Diese Pilze können in ihrer Uep­pigkeit manchmal recht unangenehm und störend für die Topflanzen werden, denn sie nehmen oft gar keinen An- stand, den Wurzelballen der Pflanzen aus dem Topfe zu werfen und sich desselben zu bemächtigen und zwar sind das Exemplare von bedeutender Größe und Schwere, wie sie in Den gewöhnlichen Champignonbeeten nicht wachsen.

Prakt. Ratg.

Allerlei.

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Grudeofen.

D. R. G.-M.

Die Grudeöfen, welche durch das fortwährend glim­mende Feuer stets zur Benutzung bereit find und einen außerordentlich geringen Brennmaterialbedarf erheischen, haben sich in vielen Fami- lirn Freunde erworben und sind mit Recht als nütz­liche Kochmaschinen ge­schätzt. Die Bedienung der Gruve-F«uerung ist zwar an sich sehr einfach, aber dennoch machte sich der Wunsch geltend, die Feue­rung bequem, beweglich herausz-ehbar zu gestalten. In dieser Beziehung hat Herr Grudeofenfabrikant R. Sterl eine zweckdien­liche Neuerung geschaffen, wie solche aus neben­stehender Abbildung ersicht­lich ist.

Die Feuerung läßt sich außerordentlich bequem aus dem Ofen herausbringen

und find zu diesem Zweck Zahnstangen im Verein mit ent­sprechend»» Führungen angebracht. In diese Zahnstangen greifen Zahnräder, die von der Seite her mittelst Kurbel rewegt werden. Durch einfache Kurbeldrehung erfolgt mit Leichtigkeit und ohne irgend welche Klemmung das Heraus­bringen der Feuerung, sodaß hierdurch die Behandlung und Instandhaltung der Glühschicht ungemein erleichtert wird. Die neuen Grudeöfen, die in verschiedenen Größen und Ausführungen hergestellt werden, haben fich bereits gut eingeführt.

Die VerwertungSabteilung des Patentanwalt-bureau Sack, Leipzig, giebt über den Bezug der Oefen bereit­willigst Auskunft.

Reinigen der Weinfässer.

Jeder üble Geschmack oder Geruch der, wenn noch so gering, aus dem Fasse kommt, genügt, um den in ein solches Faß überfüllten Wein im Preise herabzudrücken. Jedes Faß ist auf seine Reinlichkeit sorgfältig zu unter­suchen. Größere Fässer untersucht man beim Faßtürchen, kleinere beim Zapfenloch. Es wird ein Stück Kerzchen am Draht befestigt und mit dem Lichte das Faß genau abgeleuchtet. Erlischt das Licht, zeigt aber das Faß einen tarken Geruch nach schweflicher Säure, so ist es gesund. Wenn aber das Licht oder der angezündete Schwefel im Faß ausgeht und das Faß riecht dumpf, fi ist es ange- aufen und schimmlig. Essig stich erkennt man nach dem Geruch. ________

Einen sehr wirksame« Klebestoff

ür alles bereitet man sich auf folgende Weise: Zwei Teile gereinigte» Gummiarabicum-Puloer, ein und ein halber Teil feinste Stärke, ein halber Teil weißer, gestoßener Zucker werden in der Art gemischt, daß erst das Gummi arabicum in etwas Wasser gelöst, dann die Stärke und der Zucker dazu gerührt wird. Hierauf kocht man das Ganze im Wafferbade, bis eine klare Masse entstanden ist. Durch einen geringen Zusatz von Kampher oder Nelkenöl ist diese« ganz vorzügliche Klebemittel erfolgreich vor dem Verderben durch Gärung zu schützen.

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Wauswirifchast.

Spiritu« (nicht denaturirter). Mit dem so beträufch«, Ballen reibt man, fest aufdrückend, die Politur immer i, kleinen Kreisen ab. Durch da» feste und schnelle Reibe, erwärmt sich da« Holz, und der anhaftende Schmutz sich ohne Zuhilfenahme von Wasser lo«. Jedesmal H nur eine kleine Fläche in Arbeit zu nehmen und erst, nein diese glänzend ist, weiter zu gehen.

Kupfergeschirr

behält immer seinen Wert, giebt der Küche ein gediegene« Aussehen und hat große Dauerhaftigkeit. Die Benutzung kupferner Geschirre zum Kochen von Speisen ist jedoch nur dann unbedenklich, wenn das Geschirr vollständig blank ist, und die Speisen nach dem Kochen sofort aus den Ge­fäßen genommen werden, so daß sie nicht darin erkalten.

Tannenduft im Zimmer.

Man gießt in einen Topf oder Napf einen Liter ko­chendes Wasser, träufelt dann einen Löffel voll Terpentin­öl in dasselbe und der angenehmste Tannengeruch wird das Zimmer durchströmen. Wird dieses Verfahren jeden Tag zweimal wiederholt, so soll dadurch mancher Ansteckungs­stoff unschädlich gemacht werden. Bei Brustkranken wirkt dieses Mittel ebenfalls günstig; dabei ist daffelbe sehr billig, denn mit Terpentin für 20 Pfg. reicht man eine Woche. ________

Küche und Keller.

Gedämpftes Kalbfleisch mit Mohrrüben.

6 Personen, 3 Stunden. Ein schönes Stück Kalbfleisch (Schulter, Brust oder Keule) wird gehäutet, geklopft und möglichst dicht gespickt. Dann bindet man es mit gebrühten Fäden zu guter Form, legt e« in Wasser oder dünne Brüht, fügt eine Speckschwarte und einen Kalbsfuß dazu, läßt einmal aufwallen, gibt 23 Pfund gut geputzte, gewaschene und nach Belieben in Stücke oder in Streifen geschnittene Mohrrüben oder Karotten, eine kleine feingehackte Zwiebel, Pfeffer und Salz dazu, deckt die Kasserolle zu und läßt alles zusammen dünsten, bis das Fleisch weich ist. (Die Rüben kann man auch, sobald sie weich genug, find, mit dem Schaumlöffel herausnehmen.) Zum Anrichten hebt man das Fleisch auf eine Schüssel, garniert mit den warm­gehaltenen Rübchen, rührt die Brühe durch ein Sieb, ver­kocht sie rasch mit etwas braunem Zucker, schmeckt ab, kräftigt sie im Geschmack mit 68 Tropfen Maggi'r Würze und gießt sie über Fleisch und Gemüse.

Kachis von Kapann. Man brät zwei Kapaunen läßt sie ^kalten, löst das Brustfleisch ab und schneidet es feinblätterig. Alle« andere hackt man, kocht es mit guter Bouillon aus Liebig's Fleischextrakt gut aus, entfettet die Brühe, verdickt sie mit Heller Mehlschwitze und verkocht ie mit süßer Sahne, die man mit einigen Eigelb verquirlte, im Wafferbade zu dicker Sauce, welche man durchseiht und mit der man das zerschnittene Brustfleisch mischt. In Fleischextrakt-Bouillon kocht man indessen Reis körnig und weich, drückt ihn, nachdem er mit etwas Butter ver­mischt wurde, in eine Randform und bäckt ihn im Ofen goldbraun. Auch Eier werden pflaumenweich gekocht und behutsam geschält, sowie Scheiben von Pökelzunge gleich­mäßig ausgezackt. Man stürzt den Reisrano, füllt in seine Mitte das Hachis und garniert den Rand abwechselnd mit den Eiern und den Zungenscheiben.

Hospot. Man hacke Kohlrüben, Möhren und weiße Rüben zusammen, dünste sie, nachdem jedes Stück mit Mehl bestäubt worden, in Butter, schütte etwas Brübe darauf und rüttle sie so, daß sie nicht zerfallen; belege den Boden einer mit Gansfett ausgestrichenen kupfernen Form mit dünnen Speckschnitten, gebe eine Schicht Kohl­rüben und eine Schicht in dünne Scheiben geschnittene, gekochte, gebeizte Zunge ferner iene Schicht gedünstetes, italienisches Kraut, dann wieder Zunge, hierauf die Möhren, sodann wieder Zunge, und schließlich die weißen Rüben darauf, stelle die Form eine Viertelstunde in Dunst, stürze e« auf eine Schaffet, ganiere den Rand mit Schinken und gebe es, nachdem der Speck oben entfernt, schnell zur Tafel.

Einen Wettbewerb z«r Erlangung von Ent­würfen für Landen und Gartentzänschrn

hat derLehrmeister im Garten- und Kleintierhof", Leipzig, ausgeschrieben.

Es wird weniger auf prunkhafte, überladene und kost­spielige Häuschen oder Lauben Wert gelegt, als auf solche, die geschmackvoll, wenn auch einfach ausgestattet und mit gefälliger Umpflanzung versehen find, die ferner ohne allzu große Geldaufwendung vom Laien selbst erbaut werden können.

Der Entwurf muß bestehen au» einem Grundriffe, einem Aufriffe, einer Gesamtansicht, alles im Maßstabe 1:100, ferner aus einem spezifizierten Kostenanschläge und einer genauen Beschreibung. Letztere muß zugleich als Bauanleitung dienen können, falls jemand das betreffende Häuschen sich anschaffen will. Zu diesem Zwecke sind, wenn nötig, noch kleinere Detailzeichungen beizufügen.

Bezüglich des Materiales, der Dimensionen u. s. w. wird dem Bewerber Freiheit gelaffen, wobei wieder zu beacht-n ist, daß im allgemeinen ein wohlfeiler Entwur dem kostspieligen vorgezogen wird.

Die ausgesetzten Preise betragen 60, 40 und 25 Mk. Die weiteren Bedingungen des Preisausschreibens werden iiilereffenlen auf Wunsch zugesandt.

Brandflecke zu entferne«.

In Weißwaren: Sobald der Fleck entstanden, gießt man kochendes Wasser darüber und läßt den Stoff darin liegen, bis das Wasser erkaltet ist. Man kann dies Ver- sahren einigemal wiederholen, bis der Fleck Heller wird. Dann wäscht man mit lauwarmem Seisenwasser und legt ihn an die Luft. Sobald er trocken ist, brüht man ihn von neuem mit heißem Wasser und legt ihn wieder an die Luft. Man kann 12 Tage auf diese Weise ver­fahren und schädigt so die schon mürbe gewordene Zeug­faser weniger als durch Anwendung einer Bleiche in schwa­cher Chlorlösung. In farbigen Baumwoll-, Leinen- und Wollgeweben: Wenn es möglich ist, färbt man künstlich die gelb gewordene Stelle nach und rauht den Stoff et­was auf. Aus Seidenstoffen, Atlas und dergl. lassen sich Brandflecke nicht entfernen.

Aufpokire« von Möbel«.

Zur besseren Erhaltung polirter und gebeizter Möbel sei folgende» Verfahren angegeben: Ein Stück Flanell wird zu einem faustgroßen Ballen, den man bequem mit den Fingern umspannen kann, zusammengedrückt und dieser mit alter, möglichst weicher Leinwand umhüllt. Auf den Ballen werden nun wenige Tropfen Mandelöl oder auch I gutes Tafelöl gegossen und ebensoviel Tropfen reiner

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W Wriefkasten. K

L. M. in D. Der Hektar hat 3.9)7 preußisch? Morgen. ^" preußischer Morgen hat 25 532 Ar, der badssche Morgen 36 Ar, W- bayrische Tagwerk 34,073 Ar, der hessische und nassauische Morgen 25 Ar, der württembergische und hohenzollernsche 31,517 Ar^ sächsische Acker 27 671 Ar, der braunschweigische Feldmorgen 25 Ar, der braunschweigische Waldmorgen 33,854 Ar.

F. G. Der Hühnereidotter enthält 51 Proz. Wasser 16 Eiweißkörper (Vitellin), 31,4 Proz. Fett; das Weiße Proz. W"ÜZ' 12,9 Proz. Eiweißkörper, 12,1 Proz. Fett. Mithin ist erstere« »»'» hafter. Letzteres ist aber auch ein ganz vorzügliches Nahrung«»»'"" Zum Eierkognak wird das Eigelb benutzt. h

93. 40. Der Empfänger muß nachweisen, daß, als der V» in seinen Besitz überging, dieser mit der Krankheit schon behaftet w

G. St. Gewöhnliche rote Backsteine werden am schönsten, »' man einen alten, ganz abgenutzten Birkenbesen in kaltes Wasser ta> und den Boden mit demselben tüchtig schrubbert. Je mehr Wag darauf zum Abspülen gebraucht wird, desto bester ist es. * reinen klaren Wassers nach den, andern wird auf den Boden und mittels eines besseren Rutenbesens in die dazu angebrachte guhöffnung gefegt. $ian

F. T. Petroleumflecke entfernt man auf folgende Wem- menge einen Brei aus Magnesia und Benzin, trage denselben « lich stark auf den betreffenden Fleck auf und lasse die Masse 24 unberührt. Ist der Fleck dann noch nicht ganz verschwuno , wiederholt man das Mittel.