^Kitffriefte J1
Landwirt schastlich e Meilage
zum »Hersfetder Kreisdlatt."
Nr. L_______________________ - Hersfeld - 1905.
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® Stosse aus den Böden 8ur »erarbeituhg erfrorener, aufqetauter unb na6fuu(er Kartoffeln. Windmotors zum Dreschen. Jm Stalle. Den saugiohlen. Lor;streulm-schn>einestall. Wies-.^.- m n Ue dir Hühner im Winter? Ü ber das Erfrieren der Ramme. Vogelschutz! Die Baum-stege im Winter. Gartenarbeiten im Januar. Der Wmterschm ^Ä^Ä
WaluuMume beschneide man nie im Winter. Frostschaden am Wurzetwe l der Zwerqobstbiiume. Zonal-Pelargomen an Wmter. Unwersal-Knetmaschme (mit Abbildung). Auf glatter Bahn. ^. Flecke auf polierten Möbeln zu entfernen. Hühnchen-Ragout. Braune Kraftbrühe. Brieskasten.______________________________________________________________________
IH-dwüfd?e Schrolleiter.
Die zum Verladen von Fässern, Kisten, Ballen usw. bisher üblichen Vorrichtungen beschränken sich fast ausschließlich aus die hölzernen Ladebäume, auf welchen die Fässer gerollt, die Kisten geschoben, bezw. gekantet werden. Je schwerer die Last, um so schwieriger und gefahrvoller ist die Art des Transportes und besonders dann, wenn die Naumverhältnisse w. z. B. bei Kellern, äußerst beschränkte sind. In der Erkenntnis dieser Mängel und um Abhilfe zu sckaffen, haben die Vereinigten Flanschen- fabriken und Stanzwerke, Akt.-Ges., Abt. Hattingen (Ruhr) eine mechanische Schrolleiter mit selbstätiger Kipp- vorrichtung konstruiert.
Die durch D. R.-P. Nr. 152 079 und D. R -GM.
186407 und 209027 geschützte Schrotleiter gestattet das Heben und Senken sowohl leichter als schwerer Lasten in vollkommen automatischer Weise. Während bei den bisherigen Schrotleitern mindestens zwei, in vielen Fällen aber drei und mehr Mann unter Zuhilfenahme von Seilen und andern Hilfsmitteln notwendig waren, um schwere Lasten zu heben, bezw. zu senken, genügt bei der neuen Erfindung in den meisten Fällen 1 Mann.
Eine besondere Gefahr besteht bei den gewöhnlichen Ladebäumen in dem Abrutschen der Last, ein derartiger Unfall zieht in den meisten Fällen für Bedienung und Ladegut schwere Folgen nach sich, wie die Unfallstatistik beweist.
Bei der patentierten mechanischen Schrotleiter ruht die Last auf einem besonderen Schlitten ober Stuhl, welcher zwangläufig in den Leiterwangen geführt ist und durch Handkurbeln gehoben bezw. gesenkt wird.
Den jeweiligen Zwecken entsprechend geschieht die Ausführung einmal als Kellerleiter, das andere Mal für Fabrikhöfe, Lagerplätze, Verladestationen usw. als Wagenleiter. Die Wagenleiter wird des bequemeren Transportes wegen mit Lausrädern ausgerüstet und dadurch fahrbar gemacht. Beide Typen gerben in jeder gewünschten Breite und Länge und für jede Tragfähigkeit geliefert. Die Anschaffungskosten werden durch Ersparnis an Zeit und Arbeitslohn bald amortisiert.
Fig. 3. Mechanische Schrotleiter.
Fig 2. Mechanische Schrotleiter.
Wir sind in der Lage, unseren Lesern einige Abbildungen der patentierten mechanischen Schrotleiter vor- zuführen. Fig. 1 stellt eine Kellerleiter dar, während Fig. 2 die fahrbare mechanische Schrotleiter für Lagerplätze, Höfe usw. in unbenutztem Zustande zeigt.
Die Figuren 3 und 4 lassen deutlich das Auf- und Abrollen der Fässer erkennen. Das Schwenken des
Schlittens geschieht an beiden Enden der Leiter durch Drehen der" Handkurbel vollkommen automatisch. Zur Sicherung der Last ist eine selbsttätig wirkende Bremse angeordnet, welche ein unbeabsichtigtes Herabrollen der Last verhindert und das Halten derselben in jeder Lage gestattet. Fig. 5.
Einen Hauptvorzug besitzt die mechanische Schrolleiter der Vereinigten Flanschensabriken und Stanzwerke A.-Ges.,
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Fig. 1. Mechanische Schrotleiter.
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Abt. Hattingen (Ruhr) in dem gänzlichen Fehlen von Federn oder Hebeln und dergl. bewegt. Teilen, es ist demnach eine Abnutzung oder ein Versagen vollkommen ausgeschlossen.
Die Patentinhaberin ist gern bereit, Interessenten mit Preislisten, Ratschlägen und Referenzlisten an Hand zu gehen; ihre mechanische Schrotleiter haben seit kurzer Zeit in den verschiedensten Betrieben Verwendung gefunden und überall die zufriedenstellensten Resultate erzieü, wie zahlreiche Anerkennungsschreiben beweisen.
Stärkemehles b«; «greifen und kranken Kartoffeln dadurch
zu erzwingen, wenn sie längere Zeit hohen Druck ha Henze geben und während des Ausblasens große Mengen Dampf durch die verschiedenen Ventile in den Henze schicken. Verschiedentlich ist bereits darauf hingewiefen, daß ein starkes Dämpfen und vor allem ein allzu hoher Dampfdruck für die Aufschließung des Stärkemehls nicht nur wertlos, sondern sogar schädlich ist. Dagegen erzielt man, wie Th. Hößlin im „Alkohol" ausführt, eine möglichst vollkommene Aufschließung, wenn man, anstatt wie bis , ^ allgemein gelehrt und geübt wird, die Kartoffel» nicht von unten nach oben bei geschlossenem Fruchtwaffer- hahn, sondern von oben nach unten bei geöffnetem Frucht- wafferhahn und durchströmenden Dampf gar kocht. Durch diese Dämpfmetbode geht nicht bloß kein Stärkemehl verloren, sondern es ist auch möglich, mit recht stärkearme» Kartoffeln hochkonzentrierte Maischen herzustellen, weil aller Frucht- und Kondenswasser aus dem Henze entweM Die Dämpfmethode von oben nach unten hat ferner bot Vorteil, daß sie die Dämpfzeit verringert und das ge« dämpfte Rohmaterial vollständig gleichmäßig gar wird. Ferner ist der angegebenen Arbeitsweise der Vorzug eigen, daß das ausgeblasene Dämpfgut nur leicht bräunlich gefärbt und in dieser Form dem Einfluß des verzuckernde» Malzes zugänglich ist. Durch starkes Dämpfen bunte gefärbte Maischen verzuckern schwer und langsam.
Feldbau im Januar.
Häufig ist Januar der Monat, während dessen bei Landwirt im Verlaufe des Jahres verhältnismäßig am meisten zur Ruhe verurteilt ist; besonders wenn starker Frost herrscht und eine hohe Schneedecke alles bedeckt, fjt auf den Feldern weder mit dem Pfluge, noch mit dem Mistwagen etwas zu tun möglich. Während sonst das Ausstreuen des Stalldüngers auch bei Frost im Sinter sehr gut ausführbar ist, ohne daß Verluste bei der später« Lagerung im gebreiteten Zustande zu befürchten wär«, ist das Breiten auf eine Schneedecke weniger zu empfehlen, da beim Auftauen des Schnees und Abfließen bei Wasser»
eher Verluste eintreten. Für diese arbeitsarme Zeit Ä es wichtig, in den Scheunen möglichst alles vorznnehma^ was dort noch zu tun ist, also Dreschen mit der Wascht oder mit der Hand, bei starkem Frost besonders bei Dreschen des Samenklees; dann auf dem Bod« etee notwendiges Reinigen der dort lagernden flocuneatok Was das Dreschen anbetrifft, so kann beim Rogg« «4