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1904
Bestellungen
auf das „Umfelder Kreisblatt“ für die Monate November und Dezember werden von allen Kaiserlichen Postanstalten, Landbriefträgern und von der Expedition angenommen.
Amtlicher Teil.
Verordnung.
Für den Regierungsbezirk Cassel wird gemäß der §§ 2 und 3 des Wildschongesetzcs vom 14. Juli d. Js. der Beginn der^ Schonzeit für Rebhühner und Wachteln auf den 17. November d. Jr. festgesetzt.
Namens des Bezirks-Ausschusses: Der Vorsitzende. I. V.: Piutti.
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Hersfeld, den 1. November 1904.
Wird veröffentlicht. I. I. 7999. Der Königliche Landrat
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs Rat.
Hersfeld, den 27. Oktober 1904.
Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher des hiesigen Kreises wollen die nachstehende Bekanntmachung des Landesbauamts dahier vom 22. d. MtS. in ihren Gemeindebezirken alsbald in ortsüblicher Weise und durch die Schelle zur Kenntnis der OrtSangehörigen behufs Beteiligung an dem Verding bringen lassen.
I. I. 7823. Der Königliche Landrat
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rat.
Bekanntmachung.
Zum Verding der Landwege-UnterhaltungSmaterialien für das Etatsjahr 1905 im Kreise HerSfeld sind nachfolgende Termine festgesetzt:
1. Hersfeld den 7. November 1904
vormittags 10 Uhr
in der früher Ritter Sauer'schen Gastwirtschaft am Linggplatz für die Orte: HerSfeld, Asbach, Aua, Biedebach, BingarteS, Domäne Eichhof, Eitra, Friedlos, Gitters- darf, Heenes, Kathus, Kohlhausen, Meckbach, Mecklar, Obergeis, Oberhaun, Hof Oberrode, Reilos, Rohrbach, Roßbach, Rotensee, Sorga, Sieglos, Tann, Untergeis, Unterhaun, Domäne Wilhelmshos.
2. Niederaula den 7. November 1904
nachmittags 3 Uhr
in der S t e i n'schen Gastwirtschaft für die Orte: Nieder, oula, Allendorf, Betershausen, Hof Engelbach, Gersdorf, Gershausen, Goßmannsrode, Hattenbach, Hilperhausen, Holzheim, Kemmerode, KerSpenhaufen, Kirchheim, Kleba, KruSpiS, Mengshausen, Reckerode, Reimboldshausen, Rotterlerode, Solms, Stärklos, Willingehain.
3. Schenklengsfeld den 8. November 1904
vormittags 9V< Uhr
in der Steinhaue r'schen Gastwirtschaft für die Orte: SchenklengSfeld, Ausbach, Conrode, Dünkelrode, Hilmes, Lampertsseld, Landershaufen, Malkomes, Motzfeld, Ober, lengsfeld, Ransbach, Unterweisenborn, Wehrshausen, Wippershain, Wüstseld.
4. Friedewald, den 8. November 1904 vormittags 1274 Uhr in der Z i n n'schen Gastwirtschaft für die Orte: Friede- wald, Bengendorf, Gethsemane.lHerfa, Heringen, HillartS- hausen, Kleinensee, Lautenhausen, Leimbach, LengerS, Nippa, Philippsthal, Röhrigshöfe, Unterneurode, Widders- Haufen, Wölfershausen.
Die Bedingungen und Steinquantitäten werden in den Terminen bekannt gemacht.
Hersfeld, den 22. Oktober 1904.
LandeS-Bauamt. T y l a n d e r.
HerSfeld, den 31. Oktober 1904.
Unter dem Schweinebestande des Wagners Johannes Brehm zu Sölzerhöfe ist die Schweineseuche ausgebrochen. J. I. 7939. Der Königliche Landrat
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs Rat.
Caffel, den 26. Oktober 1904.
Bekanntmachung.
Auf Grund des rechtskräftigen Planfeststellungsbe. scheid« des hiesigen Bezirksausschusses vom 20. Juli d. Js. B. A. 2833 sollen die zum Bau der Nebenbahn Treysa-Hersfeld in der Gemarkung Frielingen erforderlichen Grundstücke, soweit sie nicht freihändig erworben werden können, enteignet werden.
Ein Verzeichnis der zu enteignenden Flächen liegt in der Zeit vom 3. bis einschl. 16. November d. Js. während der Dienststunden auf dem Bürgermeisteramt zu Frielingen zu Jedermann« Einsicht offen.
Von dem Herrn Regierungs Präsidenten zum Ent- eignungskommissar ernannt, habe ich zur kommiffarischen Verhandlung mit den Beteiligten zwecks Feststellung der Entschädigungen für die zu enteignenden Grundflächen gemäß § 25 Abs. 1 des Enteignungsgesetzes vom 11. Juni 1874 Termin auf
Donnerstag, ta 24. MMer 6. U,
vormittags 97a Uhr,
— Zusammenkunft im Bürgermeisteramt zu Frielingen — anberaumt.
Zu diesem Termin werden alle Beteiligten gemäß § 25 Absatz 4 a. a. O. mit der Aufforderung geladen, ihre Rechte im Termin wahrzunehmen.
Diese Ladung erfolgt unter der Verwarnung, daß beim Ausbleiben der Geladenen ohne ihr Zulun die Entschädigungen werden festgestellt werden, und wegen Au«- zahlung ober Hinterlegung der Entschädigungen verfügt werden wird.
In dem Termin ist jeder an den zu enteignenden Grundstücken Berechtigte befugt zu erscheinen und sein Jntereffe an der Feststellung der Entschädigungen, sowie ihrer Auszahlung und Hinterlegung wahrzunehmen.
Auch etwaige Anträge auf vollständige Uebernahme von teilweise in Anspruch genommenen Grundstücken sind von den Beteiligten in dem Termin anzubringen. Spätere Anträge dieser Art sind unzuläffig.
Ueber den Besitztitel haben sich die Beteiligten in dem Termine auszuweisen.
Eine Besichtigung der zu enteignenden Flächen wird zu Beginn des Termins vom Terminlokale aus vorgenommen werden.
Der Gnteignungskommifsar.
Schumann, Regierungs-Rat.
A. II 14872.
Nichtamtlicher Teil.
Der Arieg zwischen Japan und Rußland.
Die Meldungen häufen sich, aus denen man schließen muß, daß die letzte Stunde der tapferen Besatzung von Port Arthur gekommen ist. General Stössels Bitte um den Segen des Zaren und der Kaiserinnen war schon ein deutliches Signal für den Stand der Dinge in der belagerten Festung. In der Zwischenzeit aber sind die Japaner den letzten Ver- teidigungswerken sehr viel näher gerückt, und man muß annehmen, daß die Besatzung ihnen nicht mehr den geschlossenen Widerstand entgegenzusetzen vermag, der alle ihre Anstrengungen so lange zunichte machte.
London, 1. November. Aus Schanghai wird dem Standard telegraphiert: Mittwoch abend gelang es den Japanern, nachdem sie die Forts Jitseschan, Antseschan und Erlungschan zum Schweigen gebracht halten, Telung- schon zu erstürmen und diese Stellung mit nur geringen Verlust zu erobern. Die Russen machten Gegenangriffe, wurden aber mit Hilfe von Maschinengeschützen zurück- geschlagen. Man erwartet stündlich weitere japanische Erfolge. Einer Schanghaier Meldung des Daily Telegraph zufolge wurden ferner bei Anbruch der Nacht Sungschaschan und zwei Stellungen von Erlungschan erstürmt. Dem Daily Expreß wirb aus Tschifu ge- meldet: Der Sturm auf Port Arthur ist seit fünf Tagen ununterbrochen im Gange. Port Arthur ist in äußerst ernster Lage. Die Garnison hat alle Hoffnung verloren. Viele wünschen die Kapitulation, doch Stössel bleibt unerschütterlich und schlug einen Erlaß in der Hauptstraße an, daß er kämpfen werde, solange noch genug Leute da wären, u m ei n einziges Geschütz zu bedienen. Die Kriegsschiffe im Hafen wurden häufig getroffen und müssen fortwährend ihre Stellungen ändern. Der „Retwisan" litt am meisten. Falls die Japaner Port Arthur nicht zum Geburtstag ihres Kaisers (am 3. November) erobern, werden keine weiteren Stürme versucht werden. Die Garnison soll dann ausgehungert werden. Für den gegenwärtigen Sturm wurden die umfassendsten Vorbereitungen getroffen, Tunnels gebohrt und Minen nach der ©tabt zu gelegt. Sonnabend nacht machten die Japaner mehrere erbitterte Angriffe auf die letzten Stellungen bei Erlungschan, wurden aber zurückge- schlagen. Dreimal eroberten sie Artilleriestellungen, die sie unter dem Feuer der Russen wieder aufgeben mußten. Die Blockade ist schärfer geworden; die Russen bieten chinesischen Dschunken enorme Summen, um Depeschen nach Tschifu zu befördern.
Noch hoffnungsloser lauten die Nachrichten, welche in der russischen Hauptstadt verbreitet sind, die aber ebensowenig wie die vorstehend aus englischer Quelle wiedergegebenen Gerüchte einen amtlichen Charakter tragen.
In Petersburg wird versichert, daß Stössels Depesche an den Zaren die Zahl der noch aktionsfähigen Verteidiger Port Arthurs angibl; diese sei erschreckend gering. Die Sterblichkeit in den Spitälern sei vierzig v o m H u n d e r t. Die Entbehrungen, vornehmlich der Wassermangel, haben den Ausdauerndsten niedergeworfen; die 25,000 Mann der Belagerungsarmee, welche General Nogi zeitweise dem Marschall Oyama zur Verfügung stellte, stehen wieder vor Port Arthur. Gestern spät abends traf in Petersburg eine Depesche aus Tschifu ein, welche als Resultat des gestrigen Bombardements die Unmöglichkeit des weiteren Verbleibens der russischen Kriegsschiffe im Hafen bezeichnet, aber hinzusügt, daß die japanischen Schiffe sich aus Furcht vor Minen dem Hafen fernholten.
Andererseits bleiben auch die Japaner von neuen Verlusten nicht verschont. So meldet Daily Telegraph aus Tschifu, dort verlaute, daß das japanische Linien-