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Amtlicher Teil.

Hersfeld, den 4. September 1903.

In letzter Zeit ist es vorgekommen, daß Fleisch not« geschlachteter Tiere von dem Besitzer, in Vierteln zer­legt, zum hiesigen Schlachthof gebracht und der Königliche Kreistierarzt erst dann ersucht worden ist, das fragliche Fleisch der vorgeschriebenen Untersuchung zu unterziehen.

Die Ortspolizeibehörden und die Fleischbeschauer im Kreise verfehle ich aus diesem Anlaß nicht, ausdrücklich darauf hinzuweisen, daß vorgedachte Handlungsweise nicht allein unzulässig sondern auch strafbar ist.

In allen denjenigen Fällen, in denen der Fleisch» beschauer nicht zuständig ist oder sich nicht für zuständig erachtet und daher den Besitzer eines Schlachttiere« be, Hufs Vornahme der Fleischbeschau an den Königlichen Kreistierarzt zu verweisen hat, hat der Fleischbeschauer das fragl. Tier vorläufig zu beanstanden und den Be- sitzer des Tieres darauf hinzuweisen, daß er alle Teile des geschlachteten Tieres auch das Blut und die sämmtlichen Eingeweide (bei Kühen auch die Gebärmutter) gut und sicher aufzubewahren habe bis zur Ankunft des Königlichen Kreistierarztes am Schlachto r t e.

Außerdem hat der Fleischbeschauer die Ortspolizei- behörde unverzüglich von der erfolgten Beanstandung zu benachrichtigen und diese hat streng darauf zu sehen, daß die Zuziehung des Königlichen Kreistierarztes sobald als tunlrch erfolgt.

Vor der Untersuchung des Fleisches durch den Kreis- tierarzt darf der Besitzer des SchlachttiereS dasselbe nicht zerlegen (vierteln) und dasselbe an einen anderen Ort überführen.

Die Herren Bürgermeister haben die vorliegende Kreisblatt.Nummer den Schlachtviehbeschauern im Ge- meindebezirk zur Einsicht alsbald mitzuteilen.

Der Königliche Landrat Freiherr von Schleinitz,

Geheimer RegierungS-Rat.

Hersseld, den 31. August 1903.

Die unter den Schweinebeständen 1. des Ackermanns Konrad Aubel, 2. des Müllers Mootz zu Oberappenfeld und 3. des Ackermanns Jakob Reichmann zu Nieder»

Die Blüte des Bagno.

Roman von Goron und Emile Gautier.

(Nachdruck verboten.)

(Fortsetzung )

Ja, ich verstehe," gab Madame LavardenS zu, «da» ist sehr drollig . . ."

Nicht wahr?" versetzte dann Macaron.

Bei sich dachte er:

Jemineh! Was für eine Eselei, mein Kaiser! Gott sei Dank, daß es ganzverdreht" ist, das Herzchen . . ."

Also, Herr Robertson, ich habe wirklich ernste Dinge mit Ihnen zu sprechen! Sie lieben mich, nicht wahr?"

Können Sie mich noch fragen?"

Meinerseits gestehe ich Ihnen, daß Sie mir nicht ganz gleichgiltig- sind."

Nichts weiter?"

Zwingen Sie mich nicht. Ihnen ein Geständniß zu machen, welches mir auszusprechen zu schwer wird . . . wir Frauen . . ."

Schon gut, schon gut . . . ich verstehe."

Also wir müssen an die Hochzeit denken . . . Aber die Heirat ist eine ernste Sache . . ."

'türlich . . . 'ne Kette . . . was . . .?"

Ein Haushalt ohne Vermögen ist . . eineGaleere !

Bastien sprang aus und ward aschfahl.

Aber, was haben Sie denn . . .?" fragte scheinbar "'ltüizt Oliva.

Ich . . . nichts . . . nein gar nichts . . . ver­

appenfeld, Kreis Homberg, ausgebrochene Rotlaufseuche ist erloschen.

I. 5954. Der Königliche Landrat

Freiherr von Schleinitz, Geheimer RegierungS-Rat.

Hersseld, den 3. September 1903.

Im Monat August d. Js. sind dahier für die nach­bezeichneten Herren Jagdscheine ausgestellt worden:

I. Jahresjagdscheine:

6/8. für

1) am

2)

M

7/8.

3)

V

12/8.

4)

W

18/8.

5)

*

21/8..

6)

25/8.

7)

25/8.

8)

28/8.

9)

30/8.

10)

31/8.

11)

31/8.

12) am 12/8. |

13)

O

19/8.

14)

//

19/8.

15)

1

21/8.

16)

1

22/8.

17)

22/8.

18)

II

25/8.

19)

II

20)

f ,

a. entgeltliche:

Kaufmann Gustav Rohrsdorf in Bad Nauheim:

Rittergutsbesitzer Richard Braun zu Oberrode;

Bierbrauereibes. Jean Steinweg dahier; Landwirt Georg Schmidt I. in Wölfers- Hausen;

den Begleiter Sr. Hoheit des Prinzen Carl von Hessen, Paul Seyfarth in Philippsthal;

den Kgl. Oberförster Caesar dahier; den Kaufmann Wilhelm Schimmelpseng in Heddersdors ;

denKaufmannLudwig Engelhardt dahier; den Apotheker L. Becker dahier;

den Landwirt Philipp Schäfer in MengS- Hausen;

den Gastwirt Jakob Stein in Niederaula

(mit Gültigkeit vom 2/9. cr. ab);

b. unentgeltliche:

für den Kgl. Hegemeister Pcenzel in Kathus ;

Förster Schnell zu Forsthaus Falkenbach;

,, Oberförster Thielow in Nieder­aula ;

Forstausseher Klös in Neilos;

Forstassessor Luther in Nieder­aula ;

Forstreferendar Max Robitzsch das.;

Kgl. Hegemeister Gute zu Forsthaus Sorga;

Förster Christ- zu Forsthaus Wüstfeld;

Förster Wege dahier;

dammt . . . wenn man Sie so sprechen hört . . . von der Ehe ... ich bin ganz umgekippt . . . alles . . . so ja ... ich bin so erregt noch . . ."

Oliva hatte dem Gegner einen gehörigen Stoß versetzt.

Sie hatte von Lemoine erfahren, daß Robertson alias Macaron sich in Cayenne aufgehalten hatte . . . au« gewissen Gründen . . . und e« geschah deshalb mit Absicht, daß sie da« WortGaleere" unauffällig in ihre Conversation mischte.

Aber Bastien, der die wahre Ursache dieser Rede­wendung nicht ahnen konnte, hatte sich wieder gesetzt und sagte mit gutem Humor:

»Eine Galeere, die Ehe? . . . Das kommt doch darauf an. Wenn man sich so innig liebt . . . wie wir . . ."

Ja, Sie haben recht, Herr Robertson . . . aber die Liebe dauert nicht ewig . . . Wenn ein Haushalt einig und ruhig sein soll, so muß er versilbert sein . .."

Allerdings ja. Ich verstehe . . ."

Nun denn ; ich meinerseits besitze keinerlei Vermögen."

Schönes Geschäft!"

Und ich liebe den Luxus!"

Ich auch!"

Also! der Luxus ... mit der Stellung, welche Sie haben . . ."

Allerdings! Das ist richtig. Ich verdiene reichlich meinen Lebensunteihalt . . . jedoch . . ."

Verhindert das nicht, daß Ihre Stellung unsicher ist."

«Unsicher . . . ja . . . ganz richtig gesagt . . ."

Ich würde meinerseits niemals einen Mann heiraten, der nicht imstande ist, mir Schmuckjachen und Toiletten

21) am 25/8. für den Kgl. Förster Andreas in Wippers-

Hain;

22)

Schaake in Kerspen­

hausen ;

23)

Forstaufseher Drusche! in Unter-

haun;

24)

Forstaufseher Kötzschke dahier;

25)

26/8. Förster Buchmann in Obergeis ;

26)

Schnepp daselbst, mit

Gültigkeit vom 11/9. cr. ab;

27)

26/8. Förster Breitenstein in Friede­

wald ;

28)

Klotz zu Forsthaus

Ransbach;

29)

Forstlehrling Friedrich Radeck in

Friedewald;

30)

Kgl. Förster Langerhans in Holzheim.

II. Tagesjagdfcheine r

Keine.

Der Königliche Landrat Freiherr von Schleinitz, Geheimer RegierungS.Rat.

Hersseld, den 1. September 1903.

Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher des Kreises werden hierdurch veranlaßt, die Gemeindesteuer- listen pro 1902 und 1903 binnen 5 Tagen hier­her einzureichen.

Der Vorsitzende der Veranlagungs-Commission.

J. III 1780. Freiher von Schleinitz.

Hersseld, den 3. September 1903.

Unter dem Schweinebestande des Konrad Reinhard hier, Linggplatz 6, ist die Rotlaufseuche ausgebrochen. J. 1 6013. Der Königliche Landrat

Freiherr von Schleinitz,

Geheimer RegierungS-Rat.

Hersseld, den 31. August 1903.

Unter dem Schweinebestande des Landwirts J. J. Schenk in Kerspenhausen ist die Rotlausseuche ausge- brochen.

I. I 5953. Der Königliche Landrat

Freiherr von Schleinitz,

Geheimer Regierung«.Rat.

zu kaufen . . . Mein Ehrgeiz geht nicht so weit, ein eigenes, elegantes Hotel, Pferde und Wagen unbedingt zu verlangen . . ."

Gott sei Dank!" seufzte Bastien.

Aber ich möchte doch wenigstens ... um unsere Kochtöpfe auf« Feuer bringen zu können, wie man zu sagen pflegt ... so ungefähr ein Dutzend Tausend- Francs Noten haben."

Donnerkeil!"

«Das macht nur tausend Francs per Monat . . . Wenn Sie mir die nicht geben können, dann wäre es schon besser, gleich jetzt auf unser . . . Verhältnis zu verzichten. Warum noch mehr leiden?"

Und wenn ich Ihnen verspreche, daß ich Ihnen ich! die tausend Klickerchen geben werde!"

Leider glaube ich, daß Sie mir falsche Versprechungen machen!"

Falsche Versprechungen? Ich? Ah! Nein; da« ist stark . . Ich werde sie haben, sage ich Ihnen . . Zwölf­tausend Francs Zinsen, das macht .. ja . . na .. ah! . ."

Das macht ein Kapital von 400,000 Francs zu drei Procent . . .!"

Ah! Sie rechnen gut!"

Zu gut, leider; denn ich habe damit die Unmöglich­keit jenes Glücks bewiesen, welche« wir uns versprachen . ."

Aber nicht doch ... ich werde sie haben."

Sie?"

Jawohl! . . . Mit hunderttausend France an der Börse, richtig angesetzt! . . . Ganz gewiß ... der Meister wird den Coup schon machen."