Einzelbild herunterladen
 

bedeutende Schneedecke geschützt ist; er verfault, wenn während des Winters die Witterung sehr veränderlich ist, und Regen und Frost miteinander abwechseln. Eine ein­fache Aufbewahrungsweise ist die folgende: Der Wirsing bleibt bis November auf dem Beete stehen; im Falle im November noch gelindes Wetter, entfernt man ihn auch dann noch nicht, und wartet, bis Fröste eintreten. Tritt Kälte ein, so hebt man die Stöcke aus dem Lande und stellt 2—4 Stück nebeneinander auf den Kopf, so daß deren Wurzeln sich zusammenlehnen. Durch die umgekehrte Stellung auf dem Kopfe kann der Wirsing bei großer Kälte der Schneedecke entbehren, da die umgebenden Blätter den Kopf gegen dieselbe schützen. Nasse Witterung schadet aber einem aus diese Weise behandelten Kopfe noch weniger, indem der Regen an demselben abfließt und nicht eindringt. Auch kann man im Winter die Stöcke, wenn sie wirklich mit Schnee bedeckt find, leichter an den Wurzeln heraus­nehmen. _____

Ein äußerst beliebtes Spiel in neuer Ausstattung. Der schöne Pappkasten enthält außer dem Spielplan 24 Soldaten, 2 Fahnenträger, 2 Offiziere, 8 Kanonen, 50 Geschosse, die Kriegskasse u. die Spielregel. Es heißt nicht nur richtig ziehen und schlagen, sondern auch richtig zielen und treffen. Preis 3 Mk.

Reizender kleiner Kasten mit allen zum Croquetspiel nötigen Geräten: 4 Hämmerchen, 6 Toren, 2 Pflöcken und 4 Kugeln. Nach der beigegebenen Beschreibung kann man sich auf jedem beliebigen Tisch an dem berühmten Spiel erfreuen.

Preis 2 Mk.

Attfkewastrm«g von Gkst.

Die Aufbewahrung der Aepfel und Birnen macht vielen Liebhabern Schwierigkeiten, vor allem deshalb, weil feines Tafelobst sehr leicht ftemden Geschmack annimmt, wenn es in Speiseräumen, Kellern rc. lagert. Und es giebt eine sehr einfache Art, Obst bequem und gut aufzubewahren. Wir wickeln die einzelnen tadellos sauberen, aber nicht unnötig abgewischten Früchte (da sonst die wachsartige Schicht heruntergewischt wird) in weiches Seidenpapier und schichten sie dann in geeignete Kisten in trockenen Torfmull ein. Erst unten eine Schicht Torfmull, dann Obst, wieder Torfmull, Obst usw. Obenauf kommt Torfmull. So bleiben die Früchte ganz tadellos in Form und Farbe und können überall, ausgenommen in zu warmen oder zu kalten Räumen, lange erhalten werden.

Im Obstkeller ist für gute Lüftung und gleichmäßige Temperatur von 1—4" C zu sorgen; höhere Temperatur beschleunigt die Lagerreife des Obstes und vermindert die Haltbarkett. In einem zu trockenen Keller wird das Obst sehr leicht welk und schrumpft ein. Doch soll der Keller, der mehr die nördliche Sette einer Hauses einnehmen muß, auch nicht zu tief in der Erde sein, da sonst über­mäßige FeuchtigkÄt und zu große Erdwärme sehr nachteilig auf das Obst einwirken. Stark riechende eingemachte Salz- und Essiggemüse wie Sauerkohl, Bohnen, Gurken, Tomaten u. s. w. dürfen nicht gleichzeitig in dem Keller aufbewahrt werden.

Die innere Einrichtung besteht größtenteils aus etagen- förmigen Lattengestellen, bei welchen jede Etage ungefähr 60 cm über der andern stehen soll. Der Boden der Etagen soll nicht aus Brettern, sondern aus glatt ge* hobelten Latten hergestellt sein, welche, um ein Durchlüften des Obstes zu ermöglichen, in 1—2 cm Entfernung auf- zunageln sind. Die Gestelle dürfen nur so breit sein, daß man zu sämtlichen gelagerten Früchten gut gelangen kann. Sehr praktisch siind auch die Dr. Stötzerschen Aufbewahrungshurden. Dieselben haben den Vorteil, daß sie beim Reinigen oder beim Auslesen des Obstes sehr leicht abgenommen werden können. Bevor man im Herbst das Obst in den Keller bringt, ist derselbe gründlich zu reinigen und einige Tage bei verschlossenen Fenstern und Türen einzuschwefeln. Die Hürden werden mit Stroh, nicht mit Papier belegt, da letzteres die Feuchtigkeit zu sehr anzieht, und die Früchte mit den Stielen nach oben darauf gelegt. Bringt man auf die Hürde 2 Schichten, so kommen die größeren Früchte nach unten, die kleineren nach oben. In den ersten 8 Tagen ist viel zu lüften. Hierauf ist der Lagerraum dunkel zu halten.

Me find Goldfische z« behandeln?

Der Boden des Aquarium», in dem Goldfische ge­halten werden, ist mit kleinen Kieselsteinchen und etwas Quarzsand zu bedecken. Hieran setzen sich die Exkremente der Fische an und das Wasser bleibt rein. Wenn man das Wasser wechselt, oder die Steinchen reinigt, müssen die Fische herausgefangen werden, aber nicht mit den Händen, sondern mittelst eine» kleinen Netzes. Noch besser geschieht das Ablassen des Wassers durch einen Heber, das ist eine einmal gebogene Glasröhre von nicht zu kleinem Durchmesser (5 mm), um die Unreinigkeiten im Wasser mit abführen zu können. Beim Einfüllen des frischen

Wassers lasse man nicht den Wasserstrahl auf den Fisch strömen. Die Fütterung geschehe nie mit Brot oder einer Nahrung mit Gerbstoff, sondern mit Oblaten, Ameisen- eiern, Fliegen, Eidottern, Salat usw. Man gebe nur am 3. oder 4. Tage Futter, weil das Ueberfüttern Brand und Verstopfung verursacht, woran sie sterben. In den Monaten November, Dezember, Januar und Februar füttere man sie gar nicht, was in der Natur des Fisches begründet ist, und im März, April und Mai sehr mäßig, weil der Magen sich an den Futterstoff nur nach und nach wieder gewöhnt. Wer diese Regeln befolgt, behält den Goldfisch frisch und gesund 10—12 Jahre, das ist nämlich das normale Alter.

Ur«e Mnterhaltnngsjpiele herauszugeben, die wirklich Anspruch auf Beachtung haben und bei schöner Ausstattung preiswert sind, ist von jeher zur Weihnachtszeit Sache des durch seine hübschen Jugend­schriften (Der Trotzkopf u. a.) bekannten Verlags Gustav

Weise in Stuttgart. Aus dem diesjährigen Novitäten- Weihnachtsprospekt seien erwähnt und in kleinem Maßstabe abgebildet:

Prospekt, Bücher und Spiele liefern der Verlag und alle Buchhandlungen rc.

Seekamp'sche Gesnndhetts-Cigavee.

Unter diesem Namen kommt neuerdings ein Fabrikat in den Handel, dessen Nikotingehalt bis auf Spuren herab­gedrückt worden ist. Das Verfahren der Herstellung dieser Cig. rren ist der Firma Joh. Seekamp & Comp. in Bremen patentiert und beruht im wesentlichen darauf, daß durch Einwirkung von Wasserstoffsuperoxyd das Nikotin in Oxy- nikotin übergeführt^wird. Dieser Stoff ist nicht flüchtig, kann also mit dem Rauche nicht in den Mund des Rauchers gelangen. Diese Gesundheits-Cigarren sind sehr wohl­schmeckend und bekömmlich, also ein durchaus einwandfreies Rauchmaterial für leidende und empfindliche Raucher.

„Aerztlicher Zeniral-Anz."

Das goldene Dach für Hausfrauen, Tochter, Verlobte

betitelt sich wie bekannt ein großes Frauenlexikon, welches der Berliner Verlag W. Herlet, Lindenstr. 101 zu dem außergewöhnlich billigen Vorzugspreise von nur 10 Mark für beide Bände (statt sonst 20 Mark) anbietet. Das Werk besteht aus 2 großen starken Lexikon-Bänden und ist die Ausstattung in Druck, Papier und Einband durch­aus modern und vornehm gehalten, gleich geeignet für den Salon oder die Bibliothek der Reichen wie durch den billigen Preis für den Tisch des minder Begüterten.

Das mit großer Sorgfalt zusammengestellte Werk ent­hält viele Farbendruckbilder, 24 Tafeln und ca. 1300 Textillustrationen und beantwortet jede, wie irgend ge­artete Frage des täglichen Lebens und ist ein zuverlässiger Ratgeber für Alles, was im Haushalte, sei er klein oder groß, vorkommen kann. Es ist eine wahre Fundgrube alles Wissens, soweit es für die Frau in ihrer Stellung als gegenwärtige oder zukünftige Leiterin des Hauswesens in Betracht kommt. Weiter erteilt das Werk gründliche Belehrung über Körperpflege, Gesundheit, Kleidung, weib­liche Handarbeiten, Frauensport und über Verschönerung des Körpers mit Angabe der zweckdienstlichsten Hausmittel.

Wie stirbt die Gans beim Schlachte« am leichteste«?

Wenn man dem Tiere den Kopf abhackt, so bewirkt dies zwar, falls das Werkzeug scharf war, einen schnellen Tod, aber der Vogel ist verstümmelt und sieht nicht gut au». Es muß also ein Verfahren angegeben werden, welches den Anforderungen der Verkäuflichkeit und des Tierschutzes gleichmäßig gerecht wird. Sonst werden viele bei der alten Methode bleiben, einfach bei vollem Be­wußtsein der Tiere diesen in den Hinterkopf zu stechen, eine Methode, die auf die Leiden der armen Bratenvögel gar keine Rücksicht nimmt. Und ein solches besseres Ver­fahren ist möglich. Man betäube, indem man den Hals umfaßt, mit einem wohlgezielten wuchtigen Schlag auf den Hinterkopf da« Gehirn der Tiere und durchsteche dann den ersten Halzwirbel. Das Blut fließt nicht langsamer au» der Wunde als ohne Betäubung, und die Gänse bluten auch völlig au». Ein Rittergutsbesitzer in Pommern

schreibt uns: „Die beim Schlachten beschäftigten Leute, Schäfer rc. waren bald sehr eingenommen von dieser Neuerung; wir schlachteten über 70 Gänse, ohne Schwierig­keiten zu haben." — Jeder, der ebenfalls Gänse schlachten muß, sollte diese gute Neuerung auch bei sich einführen.

Küche und Keller. ü

Gonsomme MariaLonise. Ein Kilo Ochsen- 11 fleisch, ein halbes gebratenes Huhn sowie einige Carotten, ' Zwiebeln, Gewürznägelchen und die üblichen Küchenkräuter setzt man in zwei Liter Wasser auf's Feuer und läßt Alles 5—6 Stunden still kochen. Dann entfettet man die Suppe und fügt im Momente des Anrichtens einen Teelöffel Liebigs Fleischextrakt hinzu. Ein altes Rebhuhn sowie ein Stück Schinken dem Ochsenfleische beigefügt, machen diese köstliche Suppe noch ganz besonders schmack­haft.

Kröselknödel. 60 Gramm Butter werden mit einem ganzen Ei und einem Eidotter abgerieben, man

giebt etwas Salz, gehackte grüne Petersilie und 150 Gr. 4 feine Semmelbrösel daran und mengt alles unter Bei­

gabe von 1 oder 2 Löffeln Milch gut durcheinander. i Nachdem der Teig etwas gerastet hat, formt man Knödel wie große Nüsse daraus, siedet sie entweder 10 Minuten in Suppe, garniert sie in Ei und Bröseln und backt sie goldgelb in heißem Schmalz. Namentlich in letzter Form

giebt man sie gerne zu Ragout- und Pürreesuppe.

Senfkntter. Man nimmt 6 Eßlöffel voll feinen Senf, vier hartgekochte Eidotter, etwas Salz und Pfeffer und vermengt dies gut. Nun treibt man diese Masse * mit 250 Gramm Butter durch ein Sieb und preßt sie in eine hübsche Form. Wird zu allem kalten Fleisch gereicht.

Kalte pommersche Ganseleberwurst. Zwei ;

Gänselebern von sehr gut gemästeten, aber nicht ge­nudelten Gänsen, werden roh fein gehackt, mit •/* kg feingehackter, roher Schweineleber zusammen durch ein Sieb gerührt und mit 3/< kg sehr fein gehacktem, recht fettem Schweinefleisch gemischt. Dann werden 2 Hände voll geriebene Semmeln dazu getan sowie Salz, Majoran, j Thymian, Zwiebel, Pfeffer und englisch Gewürz, nach :

Geschmack, etwa nach folgendem Maß: 2 gestrichene Eß- i

löffel voll feingeriebenes Salz, 5 mittelgroße geriebene Zwiebel, 1 kleine Messerspitze voll feingestoßenen Majoran---" und Thymian, 2 kleine Messerspitzen voll schwarzen ge- !

stoßenen Pfeffer, 5 Körner gestoßenes englisch Gewürz. ;

Die Mischung muß recht kräftig schmecken. Nachdem sie gut durcheinander gerührt ist, wird sie in die beiden Halshäute und in Schweine- oder Rinderdärme gestopft, aber nicht zu fest (oben müssen 2—3 Fingerbreit leer bleiben), welche man an beiden Seiten dicht zunäht oder gut zubindet. Dann müssen die fertigen Würste l1/«

Stunden langsam oder besser 30 Minuten lang in heißem, , kochendem Wasser auf dem Feuer gut durchziehen. Diese

Wurst ist sehr wohlschmeckend und besonders auf Roggen- i brot mit Gänseschmalz und Salz sowie auch auf Butter­brot kalt zu empfehlen. Drei Meter weite Schweinedärme , wurden außer den beiden Halshäuten dazu gebraucht.

Sechs Würste gab diese Masse, zwei dicke und vier dünne. ;

14 Tage etwa hält sich diese Wurst an einem kalten Orte. i

Apfelmelone. Man bestreiche eine passende Form mit Butter, bestreue sie mit gestoßenem Zucker, mache einen feinen Butterteig, lege die Form sorgfältig damit aus, doch muß ringsherum noch Teig zum Ueberschlagen bleiben, , schnitze Aepfel ganz fein, lege eine Lage Aepfel, Zucker und Zimmt darüber, wieder eine Lage Aepfel, Zucker und

Zimt, bis die Form voll ist, schlage dann den Teig über 1 die Aepfel, daß sie ganz bedeckt werden und backe sie im Ofen 1% Stunde lang. Wenn der Teig hellbraun ist, legt man ein Papier darüber. Er muß warm auf die Platte gestürzt werden.

Frau Dr. I. Der Pfordten'sche Roman „Das offene Fenster" interessiert jede Arztfamilie und eignet sich vorzüglich zum Vorlesen. Er enthält die Geschichte einer Ehe, in welcher sich zwei Lebens­anschauungen zwischen Mann und Frau drängen: Medizin und Naturheilmethode. Der Verfasser greift Fragen an, zu denen jeder Stellung nehmen muß, und hat in ihren Vertretern Gestalten ge­schaffen, welche jeden Leser fesseln und beschäftigen werden. Der Schauplatz ist München und ein Dorf der bayrischen Hochebene dazwischen ein Kapitel bei „Lahmann". Das Buch (Verlag von Carl Winters Universitäts-Buchhandlung in Heidelberg) ist voll der feinsten Charakteristiken, wie sie nur große Welt- und Lebenserfahrung zeitigen. Jede Buchhandlung liefert.

P. B. Wenden Sie sich an Herrn Professor Dr. Schuhard in Rostock.

Kunstfreund i. K—r. Wenn die betr. Familie wenig christ­liche Kunstblätter hat und Sie gern solche schenken wollen, dann kommen als billig und doch vortrefflich ausgeführt die großen Holz­schnitte nach Gemälden berühmter Meister in Betracht, welche die Agentur des Rauhen Hauses in Hamburg herausgegeben hat. Alle 11 Blätter, worunter „Heilige Nacht," „Herr bleibe bei uns," „Abend­mahl," „Herr hilf mir," „Madonna," kosten 5,20 Mark.

A. M. H. E. Das Färben besorgen Fabriken, die nur mit Hutgeschäften, nicht mit dem Publikum direkt verkehren. Geben Sie den Hut einem Putzgeschäft, womöglich dem, welcher ihn geliefert hat, zur Weiterbesorgung. Meist dauert es, wenn Porto nicht extra vergütet wird, eine kleine Ewigkeit, bis man gelegentlich mit anderen seinen Hut wiedererhält.

H. M. 2. Der Mieter braucht Ihnen den Schlüssel zur Wohnung vor Ablauf der Mietszeit nicht auszuhändigen, er hat aber für jeden Schaden, der dadurch entsteht, daß die Räume nicht in Ordnung gehalten werden können, aufzukommen.