Kalmus, Schachtelhalm, ungeheure Vorteile; sie füllen die Wässer mit Luft und reinigen sie, und dies bedeutet fast so viel, als natur- und vernunftgemäße Fütterung, denn es erhält die Fische frisch und gesund, veranlaßt die reichliche Vermehrung der den Fischen zur Hauptnahrung dienenden Kleintierwelt des Waffers, gestattet einen dichteren Fischbesatz, ohne Schädigung der einzelnen Individuen, erhält die Fische jederzeit bei gutem Appetit, wodurch sie besser wachsen, feist oder fett werden und ist eine Fütterung mittelst toten Natur- und selbst Kunstfutters erfolgreicher als sonst durchführbar.
schlammigem Grunde und Winsen als Einfassung bieten uns sogar den Vorteil, daß in ihnen die von Raub und Gewürm lebenoen Fische außerordentlich schnell wachsen und bei der reichen Nahrung ein weit höheres Gewicht erreichen, wie ihre im klaren rauschenden GebirgSwasser lebenden Genossen. Ein jeder von uns, dem ein solches Gewässer in erreichbarer Nähe ist, sollte es für seine Pflicht halten, das ©einige dazu beizutragen, daß der Besatz an Edelfischen, vor allem an Salmoniden, darin gebepert uno so hoch gebracht wird, daß ein wirklicher Nutzen daraus erzielt werden *ann. Ohne daß irgend jemand hierdurch geschädigt wird, läßt sich mit geringen Mitteln gar häufig ein Fischbestand erziehen, an Orten, wo bislang weite Wasserflächen unbenutzt lagen und somit für den Nationalwohlstand und für die Voltsernährung nicht ausgenutzt wurden.
Wollen wir einen Wasserlauf bevölkern, so müssen natürlich zunächst die entgegenstehenden Hindernisse beseitigt werden, und richtet sich dabei unsere Aufmerksamkeit auf die Feinde der Fische, also in erster Linie auf die Ottern und die Menschen, welche den Fischdiebstahl ausüben und verstärken, sobald sie sehen, daß durch besseren Besatz ihr Gewerbe lohnender wird. In welcher Weise diese Kontrolle । und das Ausrotten solcher Räuber zu geschehen hat, dürfte jeder Jäger selbst wissen und würde uns das nähere Eingehen auf diese Fragen zu sehr vom Thema abbringen, i Hier sei nur erwähnt, daß wir auch für die Verbesserung : des Fischwassers selbst vieles tun können, wodurch unsere Bestrebungen unterstützt werden. Häufig wird es uns ; möglich sein, unseren Einfluß dahin geltend zu machen, 1 daß durch Entfernen von beschattendem Holze die Sonne mehr als früher den Wasserspiegel erreicht, wodurch die i Zahl der hier spielenden Insekten zunimmt, die dann den I Fischen zur willkommenen Nahrung dienen. Durch Ausschachten oder Anstauen lassen sich größere und kleinere ! Teiche und Tümpel bilden, und wie wir wissen, liefern i eben diese uns die stärksten Fische, vor allem dann, wenn wir hier Futterplätze für sie anlegen. Speziell die Forst- - beamten können auf solche Weise, ohne den ihnen anver- 1 trauten Wald zu schädigen, viel Gutes wirken und sei । deshalb ihre Aufmerksamkeit vor allem auf die Verbesserung 1 der Wafferläufe gerichtet.
Jetzt eben ist der geeignete Moment gekommen, wo wir für das Besetzen unserer Flüsse und Bäche und selbst i auch der kleinen wenig ausgenutzten Teiche mit Salmo- ' niden etwas tun können, und sollte niemand die geringen i Opfer scheuen einen Versuch hiermit anzustellen. Von jeder größeren Fischzuchtanstalt kann man jetzt die embryo- nierten Eier äußerst billig bekommen. An jeder Quelle lassen sich ohne Mühe die Fischkasten aufstellen, und es müssen nur die Eier, mit denen diese besetzt sind, täglich ' revidiert werden, um die absterbenden und sich durch ihre ' weiße Farbe kenntlich machenden Embryonen zu entfernen. Die Nähe eines Forsthauses oder einer Mühle erleichtert dieses Geschäft, denn es werden sich die betreffenden Besitzer zur Besorgung wohl verstehen, da diese an gutem Besatz der Wafferläufe häufig selbst interessiert sind. Tausende von jungen Fischen lassen sich auf solche Weise ohne viele Mühe in verhältnismäßig kleinen Kästen erziehen und man setzt sie sofort dann aus, sobald sie die nötige Gewandtheit erlangt haben, daß sie sich ganz allein ernähren können.
Aehnlich wie beim Besatz einer heruntergekommenen Jagd muß man nun freilich einige Jahre Geduld haben, denn es wächst, wie wir wissen, dir Forelle nur langsam, und wir geben deshalb, um stets für Nachwuchs zunächst zu sorgen, mehrere Jahre hinter einander weiteren Besatz in unser Waffer. Bald werden wir die Freude haben, die munteren Forellen darin spielen zu sehen, und dieses allein schon lohnt uns reichlich für die aufgewandte Mühe. Haben wir dafür Sorge getragen, daß im Flußlaufe abwärts keine vollständigen Absperrungen vorhanden sind oder daß an den eingebauten Wehren Fischleitern angelegt wurden, so steigen bald auch stärkere Exemplare zu uns herauf, und wenn diese auch zwischen unserem jungen Bestände aufräumen und diesen beunruhigen, so haben wir doch 'chon im nächsten Sommer die Freude, hier und da ein starkes Exemplar zu fangen und unser Angeln belohnt zu sehen, bevor unser eigener Einsatz heranwächst und alsdann unsere Unkosten reichlich lohnt.
Sollen wir die Teichkarpfen mit Lupinen füttern?
Wir müssen diese hochwichtige Frage mit einem kategorischen Nein! beanworten und das Warum deffen wie folgt erklären: Karpfen nähren sich im freien Naturzustände von Wafferinsekten in , ihren verschiedenen Entwiklungs- aosiufungen uno von bestimmten lockerzelligen Wafferpflanzen. Rohe Legummosen, d. h. stärkemehl- und Pflanzendasein- artige Nährstoffe verdauen Karpfen nicht; im gekochten, gerösteten oder gedämpftem Zustande verdauen sie dieselben leichter, sofern sie bereits domestizirt d. h. an Kunstfutter gewöhnt sind. Vollständig verdauen Karpfen jedes Kunst- futter nur dann, wenn sie neben diesem genügende Mengen lebenden Natursutters im Teich vorfinden. Kunstfutter ist naturwidriges Futter, darum für alle Fische verwerflich. Was die Fische fressen, beweist noch lange nicht, daß es ihnen auch zuträglich ist.
Wasserpflanzen in Fifchwassern und FischwasserleitungSgräben bieten, wenn es nicht sogenannte harte Gräser sind, als: Schilf, Rohr, Bandgras,
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Sommerrrgeln für Tierbesttzer.
1. Kanarien- und andere Vögel setze nicht den unmittelbaren Sonnenstrahlen aus. Gold- und andere Fische halte im Halbdunkel.
2. Pferde und andere Tiere, die warten müssen, stelle
an
einen schattigen Ort.
3. Bei Fahrradausflügen lasse Deinen Hund zu Haufe.
4. Versieh Dein Zugtier mit Ohrenkappen und Netzen,
damit nicht durch Insektenstiche dem Tiere große Schmerzen und Dir noch größerer Schaden daraus erwachsen.
5. Zum Schutze vor quälenden Insekten reibe die Tiere mit Bremsenöl, einem Aufguß von Nußbaumblättern, tüchtig ein.
6. Stutze Deinem Pferde den Schweif nicht, es ist das nur eine Moderohheit. Der Schweif ist das natürlichste Mittel zur Abwehr der Insektenplage.
7. Wasche Deinem Zugtier nach jeder größeren Fahrt Augen und Nüstern mit einem reinen, in Wasser ausgedrückten Schwämme, was ihm eine große Wohltat ist.
8. Den Kopf des Pferdes schütze durch einen Pferde- Strohhut vor den sengenden Sonnenstrahlen! Dadurch kannst Du oft schweren Erkrankungen des Pferdes, welche auch Dir schaden würden, vorbeugen. (Wo solche Strohhüte nicht käuflich sind, bestelle man sie vom „Deutschen Tierschutz-Verein" zu Berlin, Lindenstr. 74, I.!)
9. Erbarme Dich auch der armen Kettenhunde! Versorge ihn stets mit frischem Wasser, stelle seine Hütte an einen schattigen Ort, sorge für größte Reinlichkeit und schütze ihn vor Ungeziefers
Wie find die Sperlinge zu vertilgen?
Schießen ist das beste Vertilgungsmittel. Hierzu werden besondere Patronen mit Vogeldunstschrot hergestellt (etwas weniger Pulver, dafür mehr Schrot). Man richtet sich Futterplätze aus Getreidekaff her, hier sammeln sich die Sperlinge in großen Scharen an, und kann man mit einem Schuß oft 15—25 Stück erlegen. Ebenso nehmen die Sperlinge die Geflügelfutterplätze auf dem Hofe sehr gern ein, und kann man hier denselben, ehe das Geflügel früh aus den Ställen gelassen wird, auch sehr zu Leibe gehen; den Schoberstellen, vor den Scheunen desgleichen. Wo das Schießen nicht angebracht ist, empfiehlt sich folgendes Fangverfahren, was übrigens auch von den Dorfjungens mit großem Eifer betrieben wird: Ein größeres Getreidesieb oder ein flacher Kastenrahmen, dessen Decke aus einem Netze oder einem Stück Maschendraht besteht, eignen sich gut zu dem Zwecke. Man nimmt einen mäßig langen Stock befestigt unten daran einen Bindfaden und stellt den Stock unter eine Kante des Siebes oder Rahmens. Durch Anziehen des Fadens und schnelles Entfernen des stützenden Stockes werden die Behälter zum Niederfallen gebracht. Das Legen von vergiftetem Getreide ist nicht zu empfehlen, da auch andere Vögel davon betroffen werden, die man nicht beseitigen will. Der Sperling liefert einen schmackhaften, zarten, dem Krametvogel ähnlichen Braten; auch Bouillon von Spatzen schmeckt vortrefflich.
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Stterkei
geschmack ein. Aber nicht einmal der eigentliche Z«e^ „das längere Erhalten," wird erreicht, denn in einiW Tagen entwickeln sich trotz des Uebergießens mit Essig, Milch usw. Fäulniskeime. Viel praktischer ist das Ein» tauchen der Fleischstücke während einiger Minuten in siedendes Wasser und darauf in siedendes Fett. Auf diese Weise wird das Eindringen der Lust und mit ihr das der Fäulniskeime verhütet. Erschwerend ist bei diesem Verfahren jedoch einerseits, daß die Gefäße, in denen man das siedende Wasser hat, so groß sein müssen, daß das einzutauchende Fleischstück überall sofort vom kochenden Wasser umspült wird, damit sich die Poren gleichmäßig schließen, und anderseits der große Verbrauch von Feit. Aus diesen Gründen will sich das an sich praktische Gierfähren nicht recht einbürgern, und vielfach kommen trotz der bewiesenen Verkehrtheit die Hausfrauen zum Einlegen zurück, da ihnen nichts andres bekannt ist.
Küche und Keller.
Unffbostne». Man koche die Puffbohnen, junge etwa 1 Stunde, ältere etwa 2 Stunden in Waffer weich, dem man V, Liter Milch zugießt. Hierauf schmore «an sie in Butter und Mehl und V« Liter süßer Sahne unter Zutat von feingehacktem Bohnenkraut (Kölle). — Das Kochen mit Speck giebt den Bohnen einen unangenehme« Beigeschmack, und das mag auch der Grund sein, weshalb die Puffbohnen so wenig beliebt sind. Durch obiges Rezept haben wir manchen Saulus zum Paulus bekehrt.
Erdkervschnee. V, Liter dicker, süßer Rahm wird, wie der „Praktische Wegweiser", Würzburg, schreibt, i« einen irdenen Topf eine Stunde lang in geschlagenes Eis gestellt, oder in Ermangelung deffelben in den Keller, hierauf mit 1 Eiweiß zu steifem Rahmschnee geschlagen, zum Abtropfen in ein Sieb gegossen, das man über eine Schüssel stellt. Unterdessen wird ein Teller frischer Erdbeeren durch ein Sieb gedrückt, mit V« Kilo feinem Zucker verrührt, leicht mit dem Rahmschnee vermengt, und erhaben in eine Schale gefüllt.
Eingemachtes Allerlei. Erdbeeren, ausgesteinte Kirschen und Weichsel«, Johannisbeeren, Himbeeren, alles zu gleichen Teilen, werden mit so viel Zucker, als die einzelne Sorte der Beeren wiegt, an das Feuer gebracht, sobald sie zu kochen beginnen, 10 Minuten gekocht, in eine Schüssel gethan und anderen Tags erkaltet in die Einmachgläser gebracht.
Stürxspeise. 500 g geputzte Stachelbeeren werden mit einem Glas Wein und 500 g Zucker zu Brei gekocht, der durchgestrichen und mit sechs Blatt weißer aufgelöster Gelatine vermischt wird. Aus Biskuit schneidet iffan dünne Scheiben, legt eine glatte und runde Form ganz dicht damit aus und füllt dann den Stachelbeerbrei hinein. Die Oberfläche wird ebenfalls ganz dicht mit Biskuitscheiben belegt und die Speise, mit beschwertem Deckel belegt, über Nacht kalt gestellt. Beim Anrichten stürzt man den Pudding und umgiebt ihn mit steifer, gesüßter Schlagsahne.
Stachelbrergrntze. Man kocht 500 g unreife Stachelbeeren ab, kocht sie danach mit V. Ltr. Wasser, 300 g Zucker und etwas Zitronenschale weich und streicht alles durch ein Sieb. Nun giebt man 180 g Perlsago in die Masse, kocht ihn unter fortwährendem Rühren klar und weich, füllt die Grütze in mit Wasser umgespülte Porzellanform, läßt sie erkalten, stürzt sie und giebt Milch- oder Vanillesauce dazu.
Feinste Rhabarber-Creme. Man schält etwa 3 Pfund Rhabarberstengel und schneidet sie in fingerglied- lange Stücke. Indessen läutert man Zucker mit Saft und abgeschälter Schale einer Zitrone und thut sodann den Rhabarber hinein, der unter gelegentlichem Umrühren kochen muß, bis er zerfällt. Dann schmeckt man, ob er süß genug ist, läßt ihn dick einkochen und giebt 2 Glas Weißwein daran, worauf man alles in eine Glasschale schüttet, in der es bis zum folgenden Tage stehen muß. Kurz vor dem Gebrauch schlägt man V- Liter süße Sahne zu steifem Schaum, mengt sie mit V. Pfund geriebenem Pumpernickel und dem nötigen Vanillezucker und schichtet sie über dem Rhabarber auf. Dieses äußerst wohlschmeckende Nachtischgericht ist leider viel zu wenig bekannt. Man reicht es mit kleinem Gebäck auch bei Damenkaffees.
Um Fettflecke aus einer Marmorplatte zu entfernen, trägt man eine ziemlich dicke Schicht gepulverte fränzösische Kreide, gut mit Benzin befeuchtet, auf und bedeckt diese, um die Verdunstung des Benzins zu verhüten. Nach 5 bis 6 Stunden wird diese Schicht durch eine neue ersetzt und damit fortgefahren, bis die Flecke verschwunden sind. Hilft Benzin nicht allein, so nehme man etwas Aether oder Chloroform dazu.
Die Kirche im Sommer.
Die Aufbewahrung von Fleisch, Fisch, Geflügel und Wild kann im Sommer, selbst wenn es sich nur um ein paar Tage handelt, mit großen Schwierigkeiten verknüpft sein. Ein heißer Tag genügt, um die Sachen verderben zu lassen. Mit der Frischerhaltung gerade dieser Dinge hat sich die Wissenschaft viel beschäftigt. Sie hat nachgewiesen, wie verfehlt das Einlegen von Fleisch und dergleichen in essigsaure Milch, Buttermilch usw. ist, das man noch immer anwendet, um Fleisch zu erhalten. Das Fleisch wird auf diese Weise ausgelaugt und giebt die wichtigen Nährsalze an die umhüllendr Flüssigkeit ab. Neben diesem Verluste büßt das Fleisch zudem an Wohl-
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E. K. in H. Von A. v. Diemar's Abteilung „Wie feiern wir Hochzeit? ist der zweite Teil": Ausführungen, Festspiele, Vorträge, Ansprachen, Tafelreden, Scherze, Festgedichte rc. für 2 und mehr Personen, Tafellieder zur grünen, silbernen, goldenen und diamantenen Hochzeiten zum Preise von 1 Mk. bei Schwabachers Verlag in Stuttgart soeben erschienen.
in H. Wenn Sie Lieferung 3—4 von „Unser Hausgeflügel" noch nicht erhalten haben, so reklamieren Sie nur bei Ihrem Buch- hä-rdler. Dies ausführliche Handbuch über Zucht, Haltung und Pflege unseres Hausgeflügels mit den vielen Text-Abbildungen und 40—50 zum Teil farbigen Bildertafeln nach photographischen Ausnahmen lebender Tiere, herausgegeben von Fritz Psennigstorsf, Verlags Handlung für Sport und Naturliebhaberei, Berlin W. 57 wird «^ ständig in 20—25 Lieferungen zum Subskriptionspreis von » 50 PM- E. in Zr. Um aus trockenen Stellen einer Lehmwiese die Ameisen zu vernichten, bestreuen Sie wiederholt die Stellen mit 6s1 mahlenem Aetzkalk und eggen darnach, nachdem Sie zunächst der Ameisenhügel gründlich verteilt haben.
A. V. in St. Ein sehr gutes Mittel gegen die Lomma- Schildlaus, dessen Wirksamkeit ich schon mehrfach erprobte, ist Schmierseife, nicht allzu sehr verdünnt mit halbsteifer Surfte angewendet.