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welch großen Schaden ihnen das bringt. Dieser tritt erst bei Beginn der Vegetation hervor. In solchen Fällen empfiehlt fich zunächst ein Walzen mit einer nicht zu schweren Walze. Dadurch werden die Wurzeln wieder in da« Erdreich gedrückt: Die jungen Pflanzen sind gerettet. Man darf damit jedoch nicht zu lange warten. Sobald das Uebel auf dem Felde in ausgedehntem Maße her- vortritt, der Boden aufgetaut und etwas abgetrocknet ist, soll das Walzen vorgenommen werden; nötigenfalls wird es wiederholt. Sollte sich später der Boden verkrustet zeigen, was den Bedürfnissen der Wurzeln nach Bodenttlft widerstreitet, so ist ein langsames Uebereggen mit einer leichteren Egge zweckdienlich. Beim Roggen muß man dabei vorsichtig sein; er erträgt das Eggen schlechter als der Weizen. Immer ehe man eggt, muß man sich davon überzeugen, daß die Getreidepflänzchen wieder fest ange­wurzelt find, sonst wird das meiste herausgerissen. Das Eggen ist dann außerdem ein gutes Mittel, eine energische Bestockung der Getreidepflanzen anzuregen.

Deirgelaxparat „Rapid."

(Mit Abbildung.)

Der von der Firma Henry Alioth in Basel hergestellte Apparat (D. R.-P.) besteht aus einem gußeisernen hohlen Fuß, in welchem oberhalb ein Hebel, dessen Auge 2 excen­trische Borsprünge besitzt, drehbar gelagert ist. Der Hebel ist aus Gußstahl angefertigt und gehärtet, an seinem Ende ist er mit einem langen hölzernen Handgriffe versehen. Beim Dengeln arbeitet stets nur einer der excentrischen Borsprünge und dient der andere zur Reserve und zwar in der Weise, daß bei etwaiger Abnutzung der Hebel um-

Dnrgetapparat „Stapib.“

gedreht wird und dadurch, der andere excentrische Vorsprung zur Arbeit gelangt. Unterhalb des Hebelauges befindet sich auf dem gußeisernen Fuße ein kleiner, glasharter, runder AmboS, welcher durch eine Stellschraube leicht der Stärke der Sense entsprechend eingestellt werden kann; außerdem ist für die zu dengelnde Sense eine Führungsleiste vor­gesehen, sodaß das Dengeln genau an der richtigen Stelle erfolgt.

Die Maschinen-Prüfungs-Kommission der Landwirt- schastskammer für die Provinz Sachsen urteilt über die vorzügliche Erfindung wie folgt:

Die Prüfung ergab, daß ein Arbeiter eine neue aus- zeschliffene Sense in acht Minuten leicht und bequem dengeln kann.

Die vom Apparat dabei gelieferte Dengelarbeit war eine sehr gute und gleichmäßige.

Die Schneide ist beim Dengeln einzufetten und raten wir, den Dengelapparat auf einer niedrigen Bank zu be­festigen, sodaß der Arbeiter beim Dengeln bequem sitzt und der Apparat durch das Gewicht des Arbeiters einen festen Stand erhält. Da das Gewicht des Apparates nur ca. 8 kg beträgt, so kann er überall hin leicht mitgenommen werden. Bei seiner Einfachheit und Zweckmäßigkeit kann dieser Dengelapparat den Landwirten nur empfohlen werden, noch dazu, da der Preis von Mk. 20 ein mäßiger ist.

V»v bem Aurfahren der Jauche

auf Wiesen u. f. w. bei gefrorenem Boden sei gewarnt, da die Jauche in letzteren nicht eindringen kann und deshalb ein sehr großer Verlust an Ammoniak stattfindet, wenn dieses nicht durch Ksinit oder Superphosphatgyps gebunden wird.

kandleute, jetzt ist es Zeit Geräte und Maschinen nachzusehen und auszubessern!

zweite Durchsorstung wird dann 20—24 Jahre später notwendig; es wird auch dann nur das unterdrückte, wurmstichige und faule Holz herausgehauen, dabei hat man aber auf einen möglichst regelmäßigen Stand der Bäume zu sehen. Oft wird eine dritte Hauung, die sogenannte Verhauung, erforderlich, je nachdem das Holz alt oder stark erzogen werden soll. Für Privatbesitzer ist es am vorteilhaftesten, das Holz in einem Alter von 70—80 Jahren zu fällen, weil dasselbe bis zu diesem Alter seine Haubarkeit, seinen größten jährlichen Zuwachs erreicht hat. Uebrigens läßt sich in Gegenden, wo starke Nutzhölzer einen reellen Absatz finden, auch der 120—130jährige Umtrieb mit Nutzen anwenden.

Heizwert der Hölzer.

Häufig nimmt man an, je härter ein Holz ist, desto mehr Heizkraft müßte es haben. Dem ist aber durchaus nicht so, denn eines unserer weichsten Hölzer besitzt die größte Heizkraft, nämlich das Lindenholz. Diese zu 100 angenommen, folgt an zweiter Stelle die Kiefer mit 99, dann Ulme und Tanne mit 98, Weide, Roßkastanie, Lärche mit 97, Ahorn mit 96, Schwarzpappel mit 95, Weißbirke und Erle mit 94; darauf folgt erst die harte Eiche mit 92, Weißbuche mit 91 und Rotbuche mit 90.

Waldbau nasser Moore.

Viele Landwirte sind im Besitze größerer oder kleinerer Moorflächen, die sich sonst zu keiner anderen Nutzungsart eignen und deshalb zum Waldbau angeschont werden sollen. Bevor man das thut, muß man sich vor allen Dingen darüber klar werden, welche Baumarten dazu die ge­eignetsten sind, wenn überhaupt nicht die natürliche Beschaffenheit des Moores jedes Fortkommen derselben ausschließt. Das letztere ist z. B. der Fall, bei den sog. schwimmenden Mooren; hier spare man sich jede Anforstung, bevor nicht irgendwie eine Entwässerung durch geführt ist. In den ersten Jahren gedeihen ja auch die Pflanzungen auf schwimmendem Moor; sowie aber erst die Baumwurzeln n das Grundwasser kommen, tritt Stockung des Wachs­tums, Verkrüppelung und Kümmernis ein. Eher ist es noch möglich, den Rand solcher Moore, der meistens aus sandigem Boden besteht, mit Bäumen anzuschonen und es gedeihen hier auch recht gut Eichen. Wenn auf Mooren eine Holzkultur möglich ist, so findet sich gewöhnlich schon von Natur aus ein wilder Anflug derselben vor; und die Zu- ammensetzung desselben giebt dann auch gleich wichtige Hinweise, welche Baumarten zu wählen sind. Liegt die Moorschicht in mäßiger Tiefe auf Sand und ist das Wasser nicht stagnierend, sondern fließend, so gedeiht meist sehr gut sie Erle. Auf den meisten Mooren ist aber von einer Bewegung des Wassers gar keine Rede; solchen Sumpf verträgt aber die Erle gar nicht; hier kann höchstens noch )ie Birke in Betracht kommen oder wenn man den Wasser- tand wenigstens etwas senken kann, die Fichte. Erlen ieben ganz besonders einen lehmigen oder kalkhaltigen Untergrund. Für forstliche Zwecke ist auch bei uns die Thuja occidentalis als Schutzholzart (Vorbau) bei Aufforstung sumpfiger Wiesen und Oedflächen zu empfehlen, )a sie große Nässe, Trocknis, Kälte und Hitze gut erträgt, Auch als Unterbauholzart, sowie als Hauptholzart mit Erlen und Birken an sumpfigen Stellen und als Pionierholz auf Moorböden, wo sie in kleinern Versuchen selbst ohne Vorbereitung des Bodens durch Düngung und Entwässerung freubig wächst, während Birken verkümmern, ist sie sehr brauchbar. Die Thuja muß jedoch vor Rehen geschützt werden. Das Holz ist weich und leicht, der Kern gelblich gefärbt, außerordentlich dauerhaft, frosthart und besonders gut geeignet für Schwellen, Zaunpfosten, Hopfen­stangen, Obst- und Rebpfähle u. s. w. Sie ist ziemlich raschwüchsig und wenig empfindlich gegen bedeutende Be­schattung. — Wo aber eine Entwässerung möglich ist, da wird man vom Moorboden stets einen größeren, schnelleren und früheren Ertrag erzielen, wenn man ihn zu Acker oder Wiese niederlegt. Diese Bewirtschaftungswiesen stellen sich um so billiger, als für die Düngung nur die nicht teuren Mineralstoffe in Betracht kommen.

Das Frühjahrsxflanzen der Birke kurz vor der Saftzirkulation ist weit mehr zu empfehlen als ein Verflanzen im Herbst. Man wähle zum Verpflanzen auf größeren Flächen nur 2—3 jährige Pflanzen und suche möglichst etwas Wurzelballen zu erhalten. Wenn die Birke auch mit fast allen Bodenarten fürlieb nimmt, (übermäßige Feuchtigkeit vermeiden!) ist sie gegen das Verpflanzen doch sehr empfindlich und wachsen größere Bäume nur dann mit Erfolg weiter, wenn beim Ausgraben die stärkeren Wurzeln sehr geschont und recht viel Erde an den Wurzelballen belassen wird.

Der Samen -er Fichte oder Rottanne wird in der Regel im April, in Gebirgsforsten aber anfangs Mai ausgesäet; derselbe verlangt nur wenig Erdbedeckung Hitb geht vier bis sechs Wochen nach der Aussaat auf. Räch drei bis vier Jahren eignen sich die Pflänzlinge zum Berpflanzen. Zum Ausheben derselben hat man Instrumente, sogenannte Stecheisen, mit denen zugleich ein Erdbällen ««gestochen und womit keine Wurzel verletzt wird. Die Durchforstungen beginnen in der Regel im 30. bis 35. Jahre, oder sobald die Natur zwischen dem dominierenden und dem zur Unterdrückung bestimmten Holze entschieden hat; die Bestände dürfen nur wenig angegriffen werden. Eine

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wunde Knie -er Pferde zu heilen.

Wenn ein Pferd auf das Knie gefallen ist, führe man es langsam in den Stall, gieße zwei Eimer Wasser auf die Wunde, um sie sauber zu waschen, aber ohne sie zu reiben, trockne dann oder vielmehr tupfe mit einem weichen Stück Leinwand und lege fingerdick auf die W.nde gut kardierte Baumwolle, befestige dieselbe mit einem breiten Streifen Flanell (keine Leinwand) und bedecke alles mit

einem nicht zu fest ungezogenen Kuieled^r; so lose „ das Pferd drei ob r ohr Tage ausru! en, ohne den N? band zu berühren. Hernach wird alles sorgfältig abgenvW^ besonders die Baumwolle, ohne die Kruste, die sich hat, zu berühren; sodann führe man das Pferd ein herum, aber im Schritt, damit die Kruste nicht briK dann lege man wieder Baumwolle darauf, ohne diejenm welche an der Kruste klebt, wegzui ehmen, lege benote samt dem Knieleder wieder an. In 12 bis 13 fällt die Kruste ab und man sieht eine neue Haut börunter welche mit Haaren bedeckt ist, ohne irgend eine Aendeill« sogar in d.r Farbe. Das Mittel ist so einfach und M» Nützlichkeit leuchtet so sehr ein, daß es die Pferdebesch, wenigstens versuchen sollten.

Sollen Kälber im frühesten Lebensalter ge­tränkt werden o-er an -er Mutter saugen?

Bei zum ersten Male kalbenden Kühen empfiehlt t! sich, das Kalb an der Mutter saugen zu lassen, weil bete das Milchvermögen sich besser entwickelt. Bei später« Kalben ist es jedoch ökonomisch richtiger, das Kalb Haupt richt saugen zu lassen, andern sofort an da? TräM zu gewöhnen. Bei einigermaßen guten Milchkühen i| nämlich ein Kalb nicht im Stande, das gesamte Mils- quantum zu konsumieren und die im Euter zurückbleibeiiü Milchmenge wirlt beschränkend auf die weitere Sekret« der Milchdrüsen und die spätere Leistungsfähigkeit im Kuh. Dem nachträglichen Auswelken der vom Kalbe H ausgesogenen Milch setzt aber die Kuh meistens durch Zurückhalten der Milch Widerstand entgegen. Gewitz man ein Kalb sofort an das Tränken, so fällt auch ba Uebelstand weg, daß beim Entwöhnen nicht nur ein ©tiDM sondern auch ein Rückschritt in der Entwickelung des Mtl eintritt. Ferner kann man bei dieser Mothode genau dir Menge der Milch bemessen, welche das Kalb erhalten [oü, und ist auch leichter in der Lage, allmählich einen Er« )er Vollmilch durch Magermilch unter Ersatz des Few durch andere Nahrungsmittel, Leinsamen, Hafer rc. eintreten iu lassen. Beim Tränken achte man abe auch darauf, ins sie verabreichte Milch die entsprechende Milchtemperatur HL

Gegen Ohrenräu-e -er Kaninchen empfiehlt es sich, in die Ohren der Tiere etwas Dltaii zu gießen und nach einigen Stunden mit lauwarm» Seifenwasser auszuwaschen. Ist dies geschehen und W innere Ohr von jedem Schmutz gereinigt, ist dasselbe mt Perubalsam (mit Spiritus verdünnt) oder mit einer sännen Creolinlösung einzupinseln, und das zunächst öfter» die folgenden Tage zu wiederholen.

Warum töten Mutterschweine, namentlich Grftlingssäue, häufig ihre Jungen?

Es ist bekannt, daß namentlich Erstlings säue im trächtig« Zustande oft eine große Reizbarkeit zeigen, und zm« sflegen dieselben um so empfindlicher zu werden, je näher )er Tag des Wurfs heranrückt. Streicht man eine der­artig reizbare Sau am Gesäuge, so springt sie erregt und benimmt sich ganz wütend. Da nun dieses Reizgefühl, welches mit Schmerzen zugleich verbunden ist, sich nach dem Werfen noch steigert, so hat dies zur Folge, daß die Sau ihre Jungen am Säuren hindert, sie von sich stößt, chließlich zerreißt und auffrißt. j

Man kann nun dieser schlimmen Unart dadurch * Schwierigkeit vorbeugen, daß man et iche Wochen vor dem Ferkeln durch vorsichtiges Streichen des Gesäuges mit der Hand die Sau an das Berühren desselben gewöhnt M dadurch die Reizbarkeit abschwächt. Haben sich erst an das Streichen des Gesäuges mit der Hand ge­wöhnt, so lassen isie es, meist sogar mit einem geM" Wohlbehagen, auch zu, wenn letzteres bereits gesp""" aussieht. Wird diese Behandlung richtig und fortgeD ourchgeführt, so werden solche Sauen ihre Jungen ruhig säugen lassen, ohne sich unduldsam gegen dieselben I1 erweisen. _________

Staupe ««- Räude

Da in der jetzigen Zeit gerade die meisten Fälle »® Staupe vorkommen, jener gefährlichsten Krankheit, w die meisten unserer Hunde zum Opfer fallen, sei an altes leicht anzuwendendes, aber meist sicher wirkend Mittel erinnert. Man lasse einen Topf mit KamillE kochen, decke den Hund mit einer guten, großen wollene Decke, am besten Pferdedecke, zu, kleinere Hunde, ® Teckel rc. setze man auf einen Rohrstuhl und decke zu, dann bringe man den Topf mit gut dampfendem darunter, so daß der ganze Dampf den Hund anzreh- dieser also ein förmliches Schwitzbad durchwacht, tagsüber dreimal besorgt, merkt man bald seine wohluM Wirkung. Als Futter giebt man rohes, geschabtes ' fleisch, etwas saure Milch, damit keine Verstopfung findet. Die Hauptsache ist natürlich ein guter, war Stall. Bei der Räude wende man folgendes Mittm ' 3 Teile Petroleum, 2 Teile Schwefelblüte, 2 Teile branntwein, 1 Teil Leinöl, dieses ordentlich auftragen kräftig einreiben, am dritten Tage mit grüner ® einschmieren und am vierten Tage gut abwaschen, ? wöhnlich ist sie dann schon geheilt, wenn nicht, wird d noch einmal wiederholt._________

Wer Tierquälerei verhindern kann unb thut65 nicht, ist mit schuld daran.