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Aläusejagden am Kongo. Der bekannte Missionar und Forscher van Beers plaudert um gemein interessant im BrüsselerMouvement Geographique" über die Lebensgewohnheiten, be­sonders aber über die seltsamen Jagd- züge der Kougoneger. Nachdem van r- Beers berichtet, daß es eigentliches Wild am Kongo kaum noch giebt, abgesehen von den immer seltener werdenden Leo­parden und hin und wieder vorkommen- den Antilopen, fährt der Forscher wei­ter fort:EinesfrühenMorgensherrschte im Negerdorf ein ungewöhnliches Thun und Treiben. Die Negertrommeln wur­den gerührt, aus laugen, mit Stein- schlössern versehenen Flinten Schüsse in die Lust abgegeben und alte, zerbeulte französische Trompeten geblasen. Ich verließ mein Zelt, um zu erfahren waS der Lärm in dem sonst so ruhigen Dorfe zu bedeuten habe und erfuhr Dom Häupt­ling, daß sich sein Volk zur Mäuse- jagd rüste. Ich sah nun etwa dreißig schöne, kräftige Neger, die mit Stein- schloßflinten und Säbeln bewaffnet

waren und todesverachtend um sich blickten. Zu diesen gesellte sich ein Rudel magerer Hunde, die alle Holz­glocken um den Hals gebunden trugen. Der Häuptling belehrte mich, daß die Hunde das Wild im Grase verfolgen und die Glocken den Jäger mit Wehr und Waffen herbei zu locken hätten. Dicht vor dem Dorfe begann dann auch die Jagd. Die Hunde wurden losgelassen und kaum Hatten diese in ( dem Hohen, welken Gras ein Mäuschen aufgespürt, so begann eine wütende ------- Schießerei nach dem winzigen Wild.

Denkt man sich dazu daS Schreien, Hetzen, Ja­gen, das Bellen der Hunde, das Krachen der vielen Gewehrschüsse, so kann man es begreiflich finden, wenn hie armen Mäuse am Kongo eine solche Jagd entsetzlich finden. Bei hereinbrechcn- der Nacht kehrten die kühnen Jäger mit einer Beute von sieben schrecklich zugerichteten Mäusen, zwei in der Hitze hes Gefechts erschossenen Hun­den und einem verwundeten Neger zurück, der sich, wer weiß wie das zuging, tüchtig die Hand verbrannt hatte. Neben den Mäusen, die der Kongoneger als große Delikatesse verehrt, jagd dieser auch Schlangen. Selbst die giftigsten die­ser Reptilien verzehrt er mit Behagen und es soll deren Fleisch, wie van Beer versichert, dem unsres Aals ähnlich schmecken. Abscheulich aber ist die Sitte des Raupenessens. Ganze Thon- schüsseln voll sammeln sich die Schwarzen ein und verzehren diese teils roh, teils gekocht. Wer seinem Nachbar eine Raupe vom Baume nascht, ist ein Dieb und wird schwer bestraft.

König ^umbert und die Cigarre. Der durch Mörderhand so plötzlich aus dem Leben geschiedene König von Italien, war einer der passioniertesten Raucher auf dem Throne. Tobten die politischen Stürme noch so ungestüm um den Herrscher, eine Pfeife Tabak genügte ihm, um im Wogeuschwall des Parteigezankes ruhig zu werden, gefestet nach innen uub nach außen, so daß er dastand wie ein Fels im Meer, an dem sich die Wogen brechen. Diese Leidenschaft für den Tabak wußte die kluge und feinsinnige Königin Margherita zu manchem guten Werke zu verwenden. Einst plauderte die schönste Frau Italiens mit dem Prinzen von Wales und er­zählte ihm:Ich weiß wirklich nicht, lote eine Frau mit einem Manne fertig werden kaun, der nicht raucht. Einem Ritter ohne Furcht und Tahel muß eine gute Cigarre über alles gehen. Wenn mein Gatte, der König, Sorgen hat, verstimmt ist, dann reiche ich ihm seine Lieblings- pfeife und zünde sie ihm selber an. Befindet er sich in guter Laune, so erhält er von mir eine Ciga^ette und will ich etwa» ganz Besonderes von ihm erreichen, dann verehre ich ihm eine echte

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Cuba, die ich in Bereitschaft habe. Ich kann als­dann die gewagtesten Bitten an ihn richten, ohne befürchten zu müssen, daß er mir etwas abschlägt."

Nelsons Tod. Von einem Augenzeugen in der Seeschlacht bei Trafalgnr und zlvaic von Sir Humphrey Fieming Seuhouse wurde ein ver­gilbter Brief aufgesunden, der neue Ausschlüsse über den Heldentod des englischen Seclöweu bietet und der jetzt im Maemillnn Blagazine zur Ber- öffeutlichuug kam. Stelson wurde nach den Dar­stellungen dieses Briefes von einem Manne des anreuneudcn französischen SchiffesRedvutable"

Leicht aesag t.

Photograph:Pardon, sind Sie verheiratet?"

Herr:Ja!"

Photograph:So, dann bitte ich Sie, denken Sie gefälligst, Sie feien noch ledig. Also bitte recht sreundlichi"

vom Besanmast aus durch eine Musketenkugel i getötet. Das Geschoß drang in die linke Schulter, i riß die Epaulette weg und bohrte sich in den Rückivirbel. Der Thäter frohlockte nicht lange über seine That, sondern wurde sofort von einem Midshipman derBictory" niedergeschossen. Der Held wurde unter Deck gebracht und er fühlte selbst, daß ihm das Kreuz gebrochen und er dem Tod verfallen sei.Ich sehe," sagte der Sterbende, dieser Tag wird ein ruhmreicher sein. Mein Schiff ist stark beschädigt, aber streicht die Flagge nicht, laßt es lieber untergehen!* Plötzlich richtete er sich jäh auf und rief:Anker, Hardyl Anker!" und verschied.

rvie schade, das? er recht hat! Gymna­siast (zu einem Professor auf der Straße, der einen Stiefel und einen Pantoffel trägt): Herr Professor, Sie haben einen Stiefel und einen Pantoffel an den Füßen!" Professor (ärgerlich): Will so ein unreifer Mensch auch schon Witze über Professoren reißen! Es ist nur schade, daß er recht hat!"

3m Pensionat. Lehrerin: Ich habe Euch also das Wesen des Vulkans erklärt und nun, liebe Elfe, was ist vulkanisch? Backfisch (schwär­merisch.) Die Eruptionen des Herzens!

Auflösung des Füllrätfrls:

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Gute Luft. Das unentbehrlichste p,r, Mittel, das wir überhaupt besitzen, ist Wir wissen, daß reine Lust unser hebt nud unsre Gesundheit allein nur m kann. Ueber die Beschaffenheit der 7 wissen wir bis heute sehr wenig, ebenso sie/ fet Wissen über die Zusammensetzung der Ele», die die Luft bilden, trotz aller wisscuschgU Fortschritte auf diesem Gebiete noch in dcnW Hilden. Der Pariser Chemiker Armand ein führender Geist auf diesem wichtig» schuugsgcbicte, hat auf der Pariser Akaduch: Wissenschaften Wiebcrum einige m --~1 tige Ergebnisse seiner Forschung» geteilt. Danach ist die Lust in den engbewohnten Städten, sich audj geradeso in den Wäldern, einem erheblichen Grade von sich Wasserstoffverbindungen erfüllt, bis, zu den schlechteren Bestandteile) i Lust rechnen müssen. Wir das Hochgebirge flüchten, um den Wasserstoffverbindungen zu ei» Aber auch hier, unter den nackte» Felsen, wo kein Baum mehr M und keine niedrige Pflanze ihr M tuen findet, ist die Luft nicht M rein, sondern es fällt hier bt< Grad von reinem Wasserstoff auC die Atmosphäre enthält. Hier; hausen nun unter der Gunst des M stoffes endlose Heere von Bakterm i. nehmen die Zersetzung des Bodailc des Gesteins vor. Um wirklich ich wafferftofffreie Luft zu finden, wl sich Gautier der Seeluft zu. En tersuchte nun die Luft auf dem turnt Roches - Douvres, zwischen Kanalinseln und der Küste. DeiK scher wartete einen Nordwestsi«j um für seine Apparate reine ozmjj Luft zu gewinnen und nun bewies Ergebnis seiner Forschungen, Wi- ' Gehalt an Kohlenstoff ganz bei*

geringer, dagegen der WassersioW -- ben gleichen Grad der HochgebilM zeigte. Wir finden also nach M wirklich gute Lust nur auf dem Meer.

Napslesu I. als Regisseur, toi Trümmern des von ben Flammen dahingeiM Theater Franyais in Paris, jenes UeriiljiiK Kunsttempels der Welt, tauchen immer ueirt] miniscenzen. Im Frühling 1811 taucht: p einmal Napoleon, als man gerade den Eid n Corneille gab und das Haus crfcOrcttab 1 war, in seiner Loge auf. Da kein Pubtilm war, so gaben sich die Schauspieler and d Mühe mit ihren Rollen, auch dann nicht, alt» Kaiser im Hause erschienen war. Do» M wurde miserabel herunter genäselt, derAchsi baderte, Graf Aormas brüllte, Roderigo mit abscheulich dargestellt. Napoleon >var »Ä über dieses Treiben, und ganz besonder» b darüber entrüstet, daß sein Erscheinen dem W blütigen Künstlervolk so wenig Respekt abmp konnte. Er ließ sofort seinen Kammerhem-' musat vor sich kommen, der damals die Dmm des Theaters zu führen hatte.Sämtlicher- steller" befahl der Herrscher,haben fünf strengen Arrest und werden in dieser M Theater nicht verlassen. Sie werden ihre M gründlich studieren und dann wird am w Sonnabend Eid wieder gegeben!" Napolem»^ es so ernst mit diesem Beschl, daß er aflefe gänge des Theaters mit Soldaten besetzen st Als dann Eid wieder gegeben wurde,J1M die Künstler entzückend und rissen ba§ zur helleu Begeisterung hin.Sehen Sie, > sat," sagte nun Napoleon zu seinem m»' Herrn,Disziplin ist auch in der Kunst ein« der Notwendigkeit.

Splitter. Die Sicherheit ist die Mutter>» Uebermutcs.

Erklärung der Vexierbildes aus voriger Nummer:

Um den gestrengen Herrn Lehrer zu finden, stellt man das Bild auf die linse Seite. Nun erblickt man den Lehrer, dessen Cylinderhut zum Teil von der Zigarrenkiste gebildet wird. Der Kopf mit der Brille desindet sich zu den Füßen des Cigarren schmauchenden Knaben, Leib und Arm werden durch den am Bode» liegenden Stein gebildet.

Auflösungen aus voriger Nummer des Palindroms: Heim, Heimchen; der Knackmandel.^ ftctiunfl. _____

Nachdruck au8 beut Inhalt d. Bl. urrbol".

_______Srjctz vom II./VI. 70. ___-uL Berantwoell R-dartrur C. Fischer, Berlin > LH»rl»M«

Druck und Berlaz von , ...

Stiring * »ahreuhol«, Berlin S. 12, P-i-t--^