7
her Sturm noch so wütend um den leichten kSchMen tosen, das Rauschen des Wassers hn nahen Flusse noch so sehr anschwellen. — sAoch auch ihn ergriff jetzt eine unbesiegbare slÄüWkeit. Sein Kopf sank an die Bretter- hoand des Schuppens, er schloß die Augen und lächelte beim Krachen des Donners, beim soliden der Blitze. Er dachte ans Sterben, l Es mußte ein schöner Tod sein, vom Blitz er= schlagen zu werden. Jetzt, jetzt. Ein Wetter- -strahl würde ihn und sie vernichten. — Mit M im Arm mußte es sich wonnig sterben!
V Warum nicht auch wonnia leben? schoß !es ihm durch den von all dem Toben verwirrten Kopf. Er öffnete die Augen und heftete fseinen Blick auf Jutta. War sie nicht be-
Sutterboff öffnete die Thür. Der Glanz der Sonne kam zu ihnen und auf den schwärzlichen Wolken stand der Bogen des Friedens.
Da schwand auch die Furcht aus Juttas Gemüt. Es war, als erwache sie aus einem langen, süßen Traum. Sie fand ihr reizendes Lächeln wieder, und ihre Stimme erhob sich wie Bogelgezwitscher. Der Graf ließ sie reden. Er träumte wohl noch. Er lehnte am Thürpfosten und blickte in all die frische Schönheit hinaus. Jetzt wäre er gern allein nach dem Waldschloß gewandert. Der Zauber, den Jutta vielleicht aus ihn ausgeübt, war gebrochen. Sie hatte sich wieder in die Weltdame verwandelt, die über dieses Abenteuer zu scherzen verstand.
fen Seite. Sie fand es sehr albern, daß er seine Augen in die leuchtenden Farben des Himmels und der Erde.tauchte. Ihrer Meinung nach waren ihre zierlichen Füßchen, die ganze holde Persönlichkeit das Bewunderns- werteste weit und breit.
Als Jutta am Abend von der Zofe ihr langes, goldnes Haar lösen ließ, schaute sie sinnend in den Spiegel, der ihr schönes Bild wiedergab.
„Zum zweitenmal bin ich verschmäht worden," dachte sie bei sich. „Aber ich gebe den Kampf nicht auf. Du sollst mich dennoch lieben, Leon, ich will es! Heut ist es mir vergönnt gewesen, in Deinen Armen zu ruhen, den Schlägen Deines Herzens zu lauschen.
D) est street in Durban.
Etwa 80 Kilometer im Ostjüdosten von Pieiermarivburg liegt an der Ratalbai der beste Hafen zwischen Kapstadt und der Dclopoaboi, das 1846 gegründete Durban, der Ausgangspunkt der in das Innere Notais, nach dem Oranje-Freistaat und Transvaal führenden Eisenbahn. Ueber Durban, das 18 000 Einwohner hat, von denen die Hälfte Inder und Kaisern fin6, geht der gesamte auswärtige Handel der brilischen Kolonie Natal. Zur AuSfuhr gelangen unter anderem Molle, Zucker, Häute und Felle. Der Hasen, ver früher n r Schiffen von geringein Tiefgang zugängig war, ist seit ungefähr 1*84 mit einem Kostenaufwand von mehr als ?wnnü Pfund Sterling von sechs auf vicr>eh» Fast Tiefe bei Ebbe gebracht worden. Mehrere Dampferlinien, darunter auch die deutsche 0ii«sr>kaN»!e, laufen Durban, in welchem auch ein deutscher Kausal seinen S,p Hai, an. UajcrBild zeigt die vornehmste Straße in Durban, Weststrert!
'nv^/^rt? Machte sie nicht gerade ihre Furchtsamkeit zum lieblichsten, an- , -^samsten, schutzbedürftigsten Geschöpf? L, ?Ee er nicht das Weib zaghaft, furcht- 2 ' .!^u! Demutsöoll dem stärkern Mann Was war in dieser dunklen Hütte ,,// übrig geblieben von der Weltdame, die D„ „^ auf ihre Ueberlegenheit gepocht? Im bekannte Frau Jutta ohne Wi dorr r >^ $u bem Bibelwort: er soll Dein nK ?m. In dieser elenden Hütte war der OnS ^ per Herrscher, mochte auch im Salon M c^ als Herrscherin sich anfspielen: in ^^fahr galt das Recht des Startern.— rasch es gekommen, so rasch enteilte V "Retter auf den Fittigen des Sturmes. tiefe Dunkelheit wich einer grauen Däm- die Blitze wurden seltener und n?,ach.r, der Donner erstarb als fernes Wind schlief ein. Nur der befruch- we Regei, rieselte jetzt sachte nieder, lind / der wiederkchrenden Helle zog der würzige ~ ” ocs Wald:s in den engen Raum.
Als die Wasser sich vollends verlaufen, schürzte sie ihr Kleid hoch, hing sich an deS Grafen Arm und sagte übermütig:
„Jetzt übernehme ich wieder die Führung, Gras. In einer Viertelstunde bringe ich Sie auf dem kürzesten Wege nach Hause, sollten auch meine Siefelchen zu Grunde gehen! — Nehmen Sie den schönsten Dank für Ihre Nachsicht und Geduld. Ich bin Ihnen sicherlich sehr lästig gefallen in meiner sinnlosen Furcht. Ach! Wann werden Sie mir ein- : mal zu danken haben?"
Sie sprach die letzten Worte mit leichtem Spott. Er beeilte sich, ihr zu versichern, daß sie ihm keinerlei Mühe gemacht.
Dann schritten sie zusammen fürbaß.
Er atmete mit Wonne den Odem des Waldes. Sie gingen am Saum der Wiese hin. Mit bewundernden Blicken schaute Leon rings ! umher. Die Welt umfing wieder Rosenlicht. ; Allüberall leuchtete ein blauer Himmel, flammte Gold aus, blitzte Edelgestein.
Jutta trippelte mißgestimmt an des Gra- 1
Du hast mich frei gegeben, als sei ich nur das furchtsame Kind, dem jeder Schutz recht ist. Doch ich bin mehr. Ich bin ein Weib, das die Leidenschaft kennt, und ich werde auch Dich zur Leidenschaft entflammen, Leon. Wir haben nicht umsonst bei Donner und Blitzen uns in die Augen gesehen! Eine Wunde hast Du doch heute im Walde empfangen, Gelieb ter. Nicht vom Wetterstrahl, nein, von der Flammenglut, die ich in Dein Herz überströ- men ließ! Ach, nicht stets wirst Du Marmor bleiben, Leon! Meine Hände haben Muskelkraft, wenn sie auch klein und zart erscheinen, und sie verstehen fest zu halten. Hüte Dich vor ihnen, Teuerster!"
, Jutta warf ihrem Spiegelbilde noch einen Blick zu und sendete die Jungfer aus dein Ge mach. Sie stieß das Fenster auf und atim!/ den heraufströmenden Bliitenduft ein.
Im Westen stand noch eine dunkle Wet " wand. Einzelne Blitze erhellten He Sinnier nacht. - ■ ------- ---- - - - - - - -
(gorUeSung folgt.)