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nicht eingesetzt werden, wenn obiges Gewicht erzielt werden soll. Es gehören also große Flächen dazu, um Tau­sende von zweisömmerigen Besatzfischen der für den Käufer richtigen Größe anbieten , zu können. Hat man zu der Teichwirtschaft, welche Besatz anbietet, genügendes Ver­trauen, daß der geforderte zweisömmerige Karpfen that­sächlich nicht älter ist, so ist ein Stückgewicht von wenig­stens y2 Pfund zwar sehr erwünscht, doch soll der Käufer nötigenfalls auch mit einem etwas geringeren Stückgewicht fürlieb nehmen, wenn er die Sicherheit hat, daß er einen zweisömmerigen und keinen dreisömmerigen Besatzkarpfen erhält. Wer guten Besatz für seine Teiche erhalten will, muß rechtzeitig seinen Bedarf anmelden, denn wer zuletzt kommt, erhält das Beste nicht und oft gar nichts. Das gilt besonders von diesem Jahre.

Blausäure, enthalten, spielen unter den Arzneimitteln eine | bedeutende Rolle. Eine vielseitige Verwendung hat auch | der schwarze Hollunder aufzuweisen. Die stark riechenden Blüten geben Thee, welcher schweißtreibende und abführende Wirkung hat, die Beeren liefern, eingemacht, eine gesunde Zuspeise, Fliedermus genannt. Das schwammige Mark der Aeste und Zweige wird zu technischen Arbeiten und das Holz alter Stämme zu Drechslerarbeiten verwandt. Das sehr harte Holz der Kornelkirsche dient zu Drechsler- und Tischlerarbeiten, sowie zur Verfertigung der bekannten Ziegenhainer" Stöcke. So giebt es noch eine ganze Reihe von Heckenpflanzen, die eine Pflege der Hecken als durchaus rationell erscheinen lasten.

Z«r Erhaltung der guten Beschaffenheit des Teichwaffers

und damit des Gesundheitszustandes der Fische empfiehlt sich zeitweiliges Einwerfen von frischer Erde oder Lehm in das Teichwaffer. Je nach der Größe des Teiches genügen ein paar Schaufeln oder ein Karren voll. Wo es angängig ist, kann man am Teicheinlauf einige Stücke Rasen einlegen, die nach und nach zerwaschen werden. Die hierdurch hervorgerufene Trübung des Waffers ist ohne Bedeutung.

Besetzung von Arebsgehegen.

Man nimmt hierzu nur ausgewachsene Tiere. Solche, welche im gleichen Waffer gefangen wurden, sind von aus­wärts bezogenen vorzuziehen. Das Gehege ist vorher mit Kalkbruchsteinen in geeigneter Weise zu besetzen, sodaß die Krebse genügend Unterschlupf und Sicherheit vor ihren Feinden finden, wenn sie sich gehäutet haben und sich darauf eine Zeit lang in völlig wehrlosem Zustande befinden. Als Besatz genügen zwei befruchtete Mutterkrebse für den Quadratmeter Raum.

Die Schädlichkeit der Drescher in Karpfen# teichen.

In Fischteichen wird der in vieler Beziehung sonst nützliche Frosch vielfach dadurch schädlich, daß er den jungen Brutfischen eifrig nachstellt. Auch findet sich in Brehms Tierleben die Angabe, daß der Frosch sich sogar an alte Fische wage, sich an ihnen festsetze und sie so lange quäle, daß sie den Geist aufgeben. Ein höchst drastisches Beispiel dafür, wie Frösche das Leben selbst älterer Karpfen gefährden, teilt A. Wieneke im landwirtschaftlichen Anzeiger der Bank- und Handels-Zeitung mit.

Auf der Graf Schaafigotsch'schen Herrschaft Warm- brunn wurde einer der größeren Fischteiche abgelasten, um eine Trennung der in demselben befindlichen Karpfen ver­schiedener Jahrgänge vorzunehmen. Als sich Tausende von jungen Karpfen im Schlamme wälzten, war es auf­fällig, daß auf einer Menge besonders größerer Karpfen, Frösche mit weitgespreizten Beinen saßen, die sich auf dem Rücken derselben festgeklammert hatten. Der Fischermeister erklärte, daß die Frösche sehr gefährliche Feinde der Karpfen seien und jährlich einen Verlust von 35 pCt. der letzteren herbeiführten, indem sie sich auf den Rücken der Fische zu schwingen suchten, sich mit den Vorderfüßen in den Augen­höhlen festklammerten und von dem Schleime und den am Maule der Karpfen etwa befindlichen Nahrungsmitteln lebten. Hat der Frosch einmal den Rücken des Fisches erklommen, so ist dieser verloren, weil die Frösche so fest fitzen, daß ein Abstreifen nicht mehr möglich ist. Der Tod des Karpfens wird nach längstens 14 Tagen bis drei Wochen dadurch herbeigeführt, daß die Frösche mit den Vorderbeinen in die Augenhöhlen eingraben, wodurch ein Auslaufen der Augen herbeigeführt wird und die Fische erblinden und verhungern müssen. Der genannte Fischermeister er­griff einen Frosch, der auf einem fast 2V- Pfund schweren Karpfen saß, an einem Hinterbeine und hob an demselben Frosch und Karpfen in die Höhe. Erst durch einen heftigen Ruck gelang es, beide Tiere von einander zu lösen. Der Karpfen war von gelblicherer Farbe als die anderen gesunden Tiere, vollständig abgemagert und gab nur noch geringe Zeichen des entfliehenden Lebens von sich.

In Karpfenteichen können die Frösche also recht be­deutenden Schaden anrichten.

5«wa^s der Rassekarpfen.

Welchen hohen Zuwachs Raffekarpfen haben, zeigt folgendes Beispiel: Ein großer Teich bei L. wurde aus verschiedenen Gründen sehr schwach besetzt, so daß die ein­gesetzten, aus Galizien bezogenen zweisömmerigen ca. 3A Pfund schweren Karpfen im Nahrungsüberfluß schwammen, also den höchstmöglichsten Stückenzuwachs erreichen konnten. Die ca. 100 Stück Karpfen wurden Ende Mai eingesetzt und der Teich im Oktober desselben Jahres wieder ab­gefischt. Der Durchschnittszuwachs betrug 2,2 Kilo, ein nicht unerheblicher Teil der Karpfen hatte sogar ein Stück­zuwachs von 5 Pfund in diesen 5 Monaten erreicht. Es ist dies ein in die Augen springender Beweis dafür, daß Karpfen mit garantiert vererbter Schnellwüchsigkeit einen weit höheren Stückzuwachs erreichen können als der ver- buttete einheimische Karpfen. Es ist nötig, daß der Teichwirt sich bemüht, als Teichbesatz nur raschwüchsige Karpfen aus Anstalten und Teichwirtschaften zu beziehen, welche die Garantie gewähren, daß thatsächlich die be­zogenen Karpfen ein höheres Alter als zwei Sommer nicht haben. Von einem Karpfen nach dem Aussehen das Alter zu bestimmen, ist äußerst schwierig; auch die Feststellung desselben auf Grund der Jahrringe an den Schuppen ist eine für den Unkundigen schwierige und unsichere Sache. Der Teichwirt ist daher ganz auf das Vertrauen seines Lieferanten angewiesen, wenn er nicht selbst Besatzfische produziert. Das ist meistens in kleinen Teichwirtschaften nicht möglich, und daher äußerste Vorsicht beim Ankauf geboten. Ein zweisömmeriger Karpfen, welcher V- Pfund und darüber schwer ist, ist ein raschwüchsiger, guter Be­satzfisch, ein dreisömmeriger Karpfen desselben Gewichtes hat dagegen infolge kümmerlicher Ernährung die Schnell­wüchsigkeit verloren. Im Abwachsteiche leistet er nicht entfernt, was von ihm gefordert werden muß. Dies ist neben zu hohem Stückbesatz meistens die Ursache der schlechten Abwachsresultate in manchen Teichwirtschaften. Damit der Karpfen in zwei Sommern halbpfündig wird, find große Teichanlagen erforderlich, denn mehr als 50 bis 100 Stück pro Morgen einsömmerige Fische dürfen

Das Räuchern der ^leischwaren.

Das Räuchern an und für sich wird manchem als einfache Sache erscheinen; es ist aber durchaus nicht gleich- gitig, auf welche Art und Weise das Räuchern oder viel­mehr die Erzeugung des Rauches geschieht. Manche Haus­frau denkt ihre Schuldigkeit gethan zu haben, schreibt die Hausfrauenzeitung", wenn sie das Rauchfeuer täglich legt oder legen läßt. Ob nun das Holz trocken oder naß gewesen ist, darauf wird nicht geachtet; im Gegenteil, oft werden die Holzspäne naß gemacht, damit sie nicht so hell brennen, sondern nur glimmen. Augenscheinlich giebt nasses Holz mehr Rauch als trockenes, doch ist dies in der That nicht der Fall; denn nasses Holz erzeugt feuchten, mit Wafferdämpfen vermischten Rauch. Durch diesen wasserreichen Rauch erhält namentlich die Wurst eine graue unansehnliche Farbe.

Eine Hauptbedingung zum Räuchern der Fleischwaren ist trockener Rauch. Ferner hat man darauf Acht zu geben, daß das aus dem Pökelfaffe genommene Fleisch auch gut abtrocknet, bevor es in den Rauch kommt, weil das Fleisch im nassen Zustande den Rauch nicht gehörig aufnimmt und man infolgedessen eine schlechte Rauchware erhält. Die Räucherung geschieht nun am besten mit Sägespänen von Buchenholz, zum Teile mit Tannenspänen vermischt, da sich bei Verbrennung dieser Hölzer am meisten Kreosot bildet. Eichenspäne sind nicht verwendbar, da das Fleisch dadurch keine Farbe erhält.

Ebenso wichtig wie die Zusammensetzung ist die Tem­peratur des Rauches. Ist letztere zu hoch, so schmilzt an der Oberfläche des Fleisches das Fett und nimmt damit rußige Bestandteile auf. Tritt beim Aufhören des Räucherns wieder kalte Luft an das Fleisch, so zieht das rußig ge­wordene Fett teilweise wieder ein, wodurch das Fett im Innern gelb geräuchert und schlechtschmeckend wird. Aus diesem Grunde muß die Räucherkammer so weit von der Feuerstelle entfernt sein, daß der Rauch, bevor er mit dem Fletsche in Verbindung kommt, sich gehörig ab­kühlen kann.

Außer der Rauchzufuhr soll aber auch stets für Zufuhr von frischer und trockener Luft gesorgt werden, da sonst das Fleisch einen bitteren und brenzligen Geschmack erhält, weshalb hierfür eigene Kanäle in der Räucherkammer an- zubringen sind, und zwar müssen diese Kanäle gegenüber den Rauchkanälen angebracht und mit Drahtgaze ver- schloffen sein, damit das Ungeziefer abgehalten wird. Der Rauch von Kohlen und Torf ist nicht zum Räuchern dienlich. Wie lange das Fleisch im Rauch hängen muß, hängt von der Größe der Fleischstücke ab. Schinken und Schultern sind in sechs bis sieben Wochen fertig geräuchert, Speckseiten in vier Wochen. Würste müssen je nach ihrer Dicke zwei bis drei Wochen hängen. Sind die Fleisch­waren fertig geräuchert (Schinken müssen am Knochen trocken sein), so hängt man sie in eine dunkle, .luftige Kammer. Im Mai müssen die Schinken und Schultern in Beutel gesteckt werden, damit sie vor Schmeißfliegen bewahrt bleiben.

Bei der sogenannten Schnellräucherei wird das Fleisch durch Einpinseln mit Holzessig oder Kreosotwaffer kon­serviert. Außer dem Kreosot ist nämlich in dem Rauch

auch Holzessig in Verbindung mit Holzgeist enthalten welcher ebenfalls das Faulen organischer Körper und « des Fleisches verhindert.

Man bestreicht die Fleischstücke mit einer Mische, von einem Teile Holzessig oder Kreosot und zwei bis b^ Teilen Wasser, hängt sie an einem luftigen Orte auf, bjz die Flüssigkeit eingezogen ist, und wiederholt diese Ope­ration noch einige Male. Würste sind nach einmaligen. Bestreichen zur Konservierung fertig.

Die Lebensdauer der Ameisen

ist bedeutend größer, als man gewöhnlich annimmt. s^ i demPrometheus" teilte der englische Gelehrte Sir Ich! Lubbock in einer neulich gehaltenen Vorlesung mit, daß zwei Königinnen 15 Jahre lang in der Gefangenschcht- Leben erhalten habe, und daß das die ältesten gewesen wären, von denen man je gehört habe.

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M Bauswirtfehafr.

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Erkennungszeichen junger Hafen. Dar 4 I bekannte Ueberzeugungsmittel, die Ohren (Löffel des T«, I quer einzureißen, trügt erfahrungsmäßig. Ein ganz ® | fehlbares Kennzeichen des Alters der Hafen ist folgend! Man sehe zwischen den Ohren am Kopfe nach, ob tat einige weiße Haare vorhanden sind. Ist dieses der Aal I so mag der Hase groß und stark aussehen, er wird fei I jung und zart sein, fehlen die Haare dagegen, so er noch so klein und schmächtig erscheinen, es ist ein ck I Hase, der trotz aller lukullischen Kunstkniffe geschmaL I und zäh bleibt.

Gebackene Kartoffeln mit Hering (Prinz) Kartoffeln). Eine Tortenform oder eine irdene Schii I streicht man mit Butter aus, legt eine Schicht frisch gelte t in Scheiben geschnittene Kartoffeln hinein und auf d« | gut gewässerten, ausgegräteten und in Würfel geschnitten k Hering, sowie etwas in feine Würfel geschnittene Zwickil man fährt so abwechselnd fort, bis die Form oder SchAr gefüllt ist. Für 6 Personen quirlt man 4 ganze M recht schaumig, mischt V» Liter saure Sahne damit, gidtj das nötige Salz dazu und gießt die Mischung über Kartoffeln, bestreut sie mit geriebenem Parmesankäse, M sie reichlich mit Butterstückchen und läßt sie in einer geheizten Bratröhre braun backen. Statt saure Schi kann man auch Milch nehmen, dann muß man aber einitl Löffel voll Mehl darin klar quirlen. Für 6 Pers« rechnet man 4 Heringe.

Wattierte Bettdecken zu waschen. Diese weck 24 Stunden in einem mit Fettlaugenmehl versetzt!« warmen Waffer eingeweicht. Zur befferen Lösung M Schmutzes kann man das Wasser mit zwei Löffeln * Salmiakgeist vermischen. Zum Waschen fügt man ck etwas warmes Waffer hinzu; heißes Waschen muß # vermeiden. Dann wird die Decke allseitig tüchtig dm! geknetet, ausgehoben und zum Abtropfen auf Stäbe gelezi I Unterdessen bereitet man ein frisches Seifenwaffer, 1^ die Decke hinein und knetet sie wiederholt durch. - wird in reinem Waffer aufgezogen und hernach in fließend Waffer tüchtig gespült. In Ermangelung von fließend Wasser legt man sie in einen Korb und stellt sie läM Zeit in einen laufenden Röhrenbrunnen. Sie wird B ausgerungen, sondern triefend naß in den Schatten gehW Nach dem Trocknen hänge man die Decke an einen W warmen Ort, wobei sie aufgeht.

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Briefkasten

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P. H. W. Blauwerden der Milch. Bei der UnW der Milch kommt dieselbe ganz gesund aus dem Euter und wird 0 2448 Stunden nach dem Melken fehlerhaft. Solche Milcht) sind blaue und gelbe Mich. Was die Umsetzung der Milch aiuE so entsteht dieser Fehler nie plötzlich, sondern bildet sich stn» ' mälich aus; stets liegt Ansteckung zu Grunde. Deshalb L blaue Milch ansteckend und die kleinste Menge reicht hin, diesen in jeder gesunden Milch hervorzurufen. Die Milch wird nur dem völlige« Gerinnen gefärbt. Mikroskopisch kann man in M Milch massenhaft «uftretende Bakterien beobachten. Zur M dieser Bakterien ist Zutritt von Sauerstoff notwendig. Sie w» in bis Luft fortgerissen, daher sind auch die Räume in denen / - Milch steht, angesteckt und pflanzen die Ansteckung fort. Dop in den betreffenden Räumen für fnsche Luft und Ventils a sorgen. Um diesen Milchfehler zu verhüten, muß man die W^n stoffe beseitigen und sich der strengsten Reinlichkeit befleißige«" muß sich ferner hüten, Milch im Milchgewölbe zu verschütten, doch geschehen, muß jeder Tropfen aufgetrocknet und die reinem Waffer nachgewaschen werden. Ferner muß wn» hinwirken, daß jene leichte Säuerung der Milch, welche j zum Zerrinnen führt und durch den Geschmack kaum gespu" durch angemessene Temperatur beschleunigt wird. Aber vor sorge man für ganz saubere Räume und Milchgeräte. ^.^

Schutzapparat zum Töten der Schlachttiere. der Fabrikant, Herr Arthur Stoff in Erfurt mitteilt, waren die dieses Apparates in unserem Artikel nicht ganz richtig ang ü ^ Es kostet ein Schußapparat 16,00 Mk., ein Hammer 80 100 Patronen 6,60 Mk. Mt!

Inspektor W. H. in Ou. (Westpr.) Die bestes gegen Durchfall der Kälber sind, wie derPraktische Weg"' Würzburg, schreibt, starker, schwarzer Kaffee, eine SlbtowM^ Stärkemehl, rohe Eier; auch kann man einige Stückchen eingeben. ~ _ .bei!"

O. K. tu L. (S.) Sollen Schnittwunden in 2 Tagen) so nehme man zerlassenen Speck, Honig und Roggenmehl, mal? eine Salbe und bestreiche damit die Wunde.