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der Maschine arbeitet. Bei genossenschaftlichem Besitz wird es bezüglich der Reparaturen verschieden gehandhabt; manch­mal werden die Reparaturkoften von allen Besitzern gemein­schaftlich getragen, an anderer Stelle hat jeder Besitzer für diejenigen Reparaturen aufzukommen, welche bei der Be­nutzung auf seinem Hofe entstehen. Beide Formen haben ihre Schattenseiten. Es darf daher das System der Maschinenverleiher gewiß zur Nachahmung empfohlen werden. Jll. L. Ztg.

Die Wirksamkeit der Spar- «n- Darlehnrkassen in -er Provinz Hannover.

In der Provinz Hannover bestehen gegenwärtig 240 Spar- und Darlehnskaffen, welche es sich zur Aufgabe ge­macht haben, den Personalkredit auf dem platten Lande zu befriedigen. Obgleich also dieses Netz von Kassen, das sich über die Provinz verbreitet, schon ziemlich engmaschig ist, so begegnet märt immer noch falschen Ansichten über ihre Wirksamkeit. Der Umstand, daß bei der Gewährung von Kredit neben der Kreditfähigkeit auch die Kreditwürdigkeit in Betracht gezogen wird, pflegt von dem kühl rechnerisch Ueberlegenden dahin gedeutet zu werden, daß die Spar- unb Darlehnskaffen das Schuldenmachen erleichtern. Dieser Vorwurf ist für die Königliche Landwirtschafts-Gesellschaft in Hannover die Veranlassung gewesen, eine Untersuchung über die die Zeit von 1889 bis einschließlich 1897 um­fassenden Geschäftsergebnisse von 36 Spar- und Darlehns­kaffen zu veröffentlichen. Es stellte sich heraus, daß diese Kasten in den 9 Jahren einen die Gesamtschulden über­schießenden Betrag an Einlagen zu verzeichnen hatten in der Höhe von rund 226 000 Mk. Die Kasten hatten also einen solchen Zufluß an Einlagen, daß sie in der That die erforderlichen Betriebsmittel besessen haben. Dies zeigt sich auch in ihrem Verhältnis zur Geldausgleichstelle, zu der Landes-GenossenschaftSkafse in Hannover, welche im Jahre 1890 ins Leben trat. Die Gesamtsumme der Gut­haben der Kassen überstieg die Gesamtsumme der Schulden derselben bei der Landes-Genoffenschaftskasse in den Jahren 1890 bis 1897 um 56 000 Mark. Die Königliche Land- wirtschafts-Gefellschaft brächte auch die Mitgliederzahl der Kassen im Jahre 1889 und im Jahre 1897 zur Er­hebung. Die durchschnittliche Mitgliederzahl berechnete sich für eine Kasse in 1889 auf 62 und in 1897 auf 86 Mitglieder, wohl der beste Beweis, daß die Kassen in ihren Bezirken als eine Einrichtung zur Förderung der wirt­schaftlichen Verhältnisse anerkannt sind. Wenn diese Kassen nun auch in erster Linie der Landwirtschaft zu dienen be­stimmt sind, so nehmen doch auch die anderen Berufsstände des platten Landes einen erheblichen Anteil an der Mit­gliederzahl derselben. Im Jahre 1897 gehörten 55 pCt. der Mitgliederzahl nur der Landwirtschaft an, 12 pCt. trieben neben der Landwirtschaft noch ein Gewerbe, dem Gewerbe im Hauptberuf und der Landwirtschaft im Neben­beruf gehörten 24 pCt. an, während 9 pCt. der Mitglieder­zahl keinerlei Landwirtschaft weder im Haupt- noch im Nebenberuf trieb.gn. L. Ztg."

In Viehzucht.

Die Anrven-ttng kalten Wassers bei Manl- un- RIanensenctze.

Gegen die Maul- und Klauenseuche soll sich folgendes Verfahren, welches von einem Landwirt in demWochen­blatt der landwirtschaftlichen Vereine in Bayern" beschrieben wird, als Vorbeugemittel sowohl, wie als Heilmittel gut bewährt haben.

Als im verflossenen Monat bei meinem Viehstand die Seuche ausbrach, entschloß ich mich, das Kaltwasterverfahren nach Pfarrer Kneipp anzuwenden. Sämtliches Vieh, so­wohl das erkrankte, als das noch gesunde, wurde jeden Tag zweimal in der Weise behandelt, daß jedes einzelne Tier an einem geeigneten Orte im Stalle von zwei Per­sonen je mit einem Kübel frischen Wasser und einer ziemlich großen rauhen Bürste versehen öfters abgebürstet und gewaschen wurde, am Kopfe beginnend, Rücken, beide Seiten und die Füße. Diese Waschung ist, wenn mit Fleiß und Verständnis ausgeführt, in 4 bis 5 Minuten be­endet. Das Tier wird sodann rasch in trockene Decken eingehüllt und wieder an seinen Platz geführt, wo reichlich eingestreut ist. In kurzer Zeit dünstet es sehr stark aus; manche Tiere kommen auch in starken Schweiß. Hierbei wurde darauf gesehen, daß Fenster und Thüren gut ver­schlossen, der Stall also hübsch warm war; doch wurde jeden Tag während der Mittagszeit der Stall gelüftet. Den Tieren, welche an den Füßen sehr leidend waren, wurden dieselben öfters mit Lehmbrei angestrichen; wenn der Brei trocken geworden, wurden die Füße mit kaltem Wasser abgewaschen und wieder aufs neue angestrichen. Die Klauenspalten wurden rein gehalten und wiederholt mit Lysol-Lösung ausgewaschen. Diese Behandlung nach Pfarrer Kneipps Methode, fünf Tage lang angewendet, hat sich recht gut bewährt. Der Verlauf der Seuche war mild und rasch. Die Bläschen im Maul sind bald ver­schwunden, abgeheilt, bei manchen auch gar nicht zum Vor­schein gekommen; infolgedessen war die Freßlust bald wieder vorhanden. Als sich bei einigen Kühen am Euter Blasen zeigten, wurde dasselbe mit Calandula-Tinktur jeden Tag ermge Male bestrichen, worauf Heilung erfolgte. Dieses

Verfahren kostet fast nichts, und da ich glaube, manchem Berufsgenossen damit einen Dienst zu erweisen, sei es hier­mit veröffentlicht. Selbstverständlich soll damit der tier­ärztlichen Hilfe und Weisung, die ja ohnehin bei dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche unentbehrlich ist, kein Eintrag geschehen."

faufe beim Vieh.

Von genanntem Ungeziefer werden unter Umständen alle Arten Vieh befallen, am häufigsten aber Rindvieh, besonders wenn die Tiere unreinlich gehalten, schlecht er­nährt und schlecht gepflegt werden. Die Beseitigung der Läuse erfolgt außer durch fleißiges Putzen, Kämmen rr., überhaupt größere Reinlichkeit, durch verschiedene Mittel. Graue Quecksilbersalbe ist nur bei Pferden und Schweinen anzuwenden, Rinder sind sehr empfindlich gegen alle Quecksilberpräparate und werden durch dieselben leicht vergiftet. Ein anderes Mittel ist echtes und ganz frisches persisches Insektenpulver. Dieses Pulver wird ausgestreut, nachdem man die Haut der Tiere etwas naß gemacht hat. Zur Vertreibung des Ungeziefers dient auch eine Abkochung von Stephanskörnern, 1 Teil Körner und 15-20 Teile Wasser. Auch kann man die Körner zerpulvern, mit Essig anrühren und dann auf die Haut streichen. Weitere Mttel sind Petroleum mit Oel (1:6); Karbolsäure mit Oel (1:20) oder mit Wasser (1:30), doch ist bei Rindern und Hunden Vergiftung möglich; Benzin 1 Teil zu 6 Teilen grüner Seife und 10 bis 15 Teilen Wasser. Da, wo die gewöhnlichen Mttel absolut nicht helfen sollten, bleibt, wie Zürn in seinem BuchDie tierischen Parasiten" erwähnt, nichts übrig, als zum Arsenik (in Verbindung mit Kali und Essig) greifen und zwar zu folgender, von Schley zuerst empfohlener Mischung, die nach allen Erfah­rungen vollständig sicher hilft und bei vorsichtiger Anwendung auch den Haustieren nichts schadet. Man nimmt weißen Arsenik, Pottasche, von jedem 1 Lot, löst beides in 3 Pfd. Wasser und setzt 3. Pfo. Essig zu. Um den Nach­wuchs an jungen Läusen zu töten, ist meistens nach 57 Tagen eine zweite Waschung nötig. Nebrigens sei nochmals daran erinnert, daß Reinlichkeit und gute Ernährung die Hauptsache zur Vermeidung von Läusen sind.

Hlelaffetorfmc^Iftttter.

Bekanntlich bleibt bei der Zuckerrübenverarbeitung ein immerhin noch sehr zuckerreiches Produkt die Melasse zurück. Nach jahrelangen Versuchen scheint es gelungen zu sein, durch Beimengung von Torf und anschließende Trocknung dieselbe zu einem wertvollen und gut bekömmlichen Futter umzuwandeln, das zu 20 Proz. aus Torf, 80 Proz. aus Melasse besteht. Die Nährstoffe desselben bestehen allerdings in der Hauptsache nur aus dem Zucker, da den Eiweißverbindungen keine Bedeutung beizulegen ist. Man wird also die Torfmelasse nicht allein verfüttern dürfen, sondern daneben immer noch stickstoffreiche Kraftfuttermittel in genügender Menge geben müssen. Die Torfmelaffe wird nach den Berichten vieler vorliegenden Versuche von Rindvieh und Pferden sehr gern gefressen. Doch soll man an Kühe nicht mehr wie 2,5 Kilo, an Pferde nicht mehr wie 1,5 Kilo per Tag und Stück verabfolgen. In solchen Mengen übt die Torfmelasse einen günstigen Einfluß auf den Ernährungszustand wie auf den Reichtum und die Zusammensetzung der Milch aus. Besonders beachtens­wert ist, daß dabei Pferde von Koliken nicht befallen wurden, im Gegenteil gegen die frühere Fütterung dieselben seltener wurden, was jedenfalls dem Torf zuzuschreiben ist. Ebenso fällt ins Gewicht, daß man durch die Torfmelasse den Tieren weniger gern gefressenes Futter schmackhaft machen kann. Bei einem Futter, das sich, ohne Torf­beimengung, aus 50 T. Melasse, 20 T. Palmkernmehl und 8 Teilen Baumwollsaatmehl zusammensetzte, will man sogar bei Schweinefütterung insofern einen sehr günstigen Erfolg erzielt haben, als man eine gleichzeitige starke Bei­mengung von Maisschrot bei guter Gewichtszunahme ohne Verschlechterung der Speckqualität durchführen konnte.

Hengstbesta-d in -en preußischen tau-geftüten und Deckgeschast im Jahre 1897.

Sämtliche 17 Landgestüte hatten 1897 einen Bestand von 2701 Hengsten gegen 2638 im Vorjahre, mithin 63 Beschäler mehr. Dem leichten Reitschlag gehörten 436, dem starken Reit- und leichten Wagenschlag 1138 und dem starken Wagenschlag 755, insgesamt 2329 Hengste, an. Es fielen somit 372 Hengste auf die kaltblütigen Schläge. Unter diesen sind die rheinischen Belgier mit 127, die reinen Belgier mit 69 und die Shireshorses mit 61 Hengsten am zahlreichsten vertreten. Die Kaltblüter sind von den 17 Landgestüten in 6 Gestüten (LeubuS, Cosel, Kreuz, Warendorf, .Dillenburg und Wickrath) auf­gestellt. Vollbluthengste waren 101 Stück in den Gestüten, davon 97 rein englischen Blutes und je 2 englisch­arabischen und rein arabischen Blutes. Im Verhältnis zum Jahre 1896 entfallen von der gesamten Zunahme des Bestandes an Hengsten 27 Stück auf die warmblütigen und 29 auf die kaltblütigen Schläge. Den stärksten Hengstbestand weist das Hannoversche Landgestüt zu Celle mit 235 Hengsten auf.

DasBrennen" ober£enem" -rr Pferde ist eine Operation, die schon seit der frühesten Dienstbar- machung des Pferdes im Kulturleben der Völker bekannt ist. Mit besonders konstruierten rotglühenden Eisen werden

dem an Gelenk- oder Sehnenentzündungen (Spat; Schals leidendest Pferde Punkte odet Striche an den krach stellen der Beine gebrannt. Der nächste Effekt ^1 Brennens ist eine sofortige Zerstörung der Haare und y Gewebes der oberen Hautschicht, in denen eine Verkohl^ mit einer trockenen Schorfbildung an der Oberfläche^ Ende kommt, wodurch die ungebrannten Gefäße sos^ verlegt werden und eine Blutung derselben vethii^z wird. Es entsteht nun in der nächsten Umgebung M Brandstriches unter vermehrtem Blutzufluß eine Entzünd^ mit starker Anschwellung. Beim Abläufen der Entzünde tritt eine Beseitigung der Erschlaffungszustände ein, 5 sonders in den tief gelegenen und sonst schwer erreich Sehnen und Bändern, sowie endlich eine Ableitung Entzündungsprodukte, jedoch ist zu dem schließlichen gch Eafolge der Operation stets eine nachherige längere Ich des Patienten erforderlich.

Anspannung -er Zugochsen.

Es wird noch vielfach zu wenig Wert auf ein $1 paffendes hölzernes Halsjoch gelegt und es ist daher km Seltenheit, daß Ochsen sich aufziehen oder träge werd« und nur mit der Peitsche größere Lasten ziehen weh. Daß. aber der Zugochse oder die Zugkuh nicht ziehen k« weil das Joch nicht paßt, daran wird oft nicht gebaut; Die Holzjoche der Zugochsen sind oft sehr verschieden, dementsprechend aber von größtem Einfluß auf die Arbeilt leistung des betreffenden Zugtieres. Ein Holzjoch soll m aus Fichtenwurzeln gearbeitet sein, weil es dann weich 8 und nicht brennt; jede andere Holzart ist zu verwerfe Dasselbe muß für Zugochsen eine etwa 910 cm breitt, auf dem Halse aufliegende Fläche haben, die obere ml untere Kante etwas abgerundet; für Zugkühe genüg® 78 cm Halsfläche. Schmälere Joche schneiden zu sch in den Hals und die Zugtiere sind beim besten Willei kaum imstande, den Pflug oder schwerere Lasten zu ziehe«! Nachdem ich den Unterschied vielfach beobachtete und aöi Joche durch bedeutend breitere ersetzt habe, leisten du Zugochsen vom kleinsten bis zum größten seit!» bedeutend mehr Arbeit bei viel geringerer AnstrengW Für die breiten Halsjoche sprechen sehr viele Vorteile md die damit ausgerüsteten Zugochsen stehen mit ihm Leistungen sicher nicht hinter den mit Stirnjoch versehen« zurück. Je breiter das Joch, desto weniger schneist! es ein und um so größere Lasten können gezogen werben.

Zur Fütterung -er Schweine.

Schon oft ist darüber gestritten worden, ob man dar Futter an Schweine trocken oder naß verabreichen solle. Um diese Frage zu entscheiden, wurde auf einem @iitt ein vergleichender Fütterungsversuch ausgeführt. Dw Abteilungen von je 7 Schweinen erhielten je 1 PM Mais, IV« Pfund Gerstenschrot, 5 Pfund gedämpft Kartoffeln und 8 Liter Magermilch pro Tag und Kops Abteilung Nr. 1 bekam diese Ration dreimal täglich trocken, und nach dem Freffen wurde die Magermilch verabreich!, Abteilung Nr. 2 bekam sämtliche drei Futtermittel als Weichfutter und außer der Magermilch so viel Molken, daß das Futter fließend dünn wurde. Abteilung Nr. 8 endlich bekam morgens Trockenfutter, mittags Weichfulttt und abends wieder Trockenfutter. Am zweiten Tage wurst des morgens Weichfutter verabfolgt, mittags Trockenfutter und abends wieder Weichfutter. Am dritten Tage wurst das Futter in derselben Reihenfolge gegeben wie am ersten Tage, und am vierten Tage wie am zweiten Tage. N dieser Weise wurde 30 Tage verfahren. Alle 10 Tagt wurden die Schweine gewogen. Die gemischte Fütterung in Abteilung 3, d. h. die abwechselnde Verabreichung vs trockenem und naffem Futter, hatte sich am besten bezahl! gemacht, da die Kosten für alle Abteilungen gleich waren, Am milchwirtschaftlichen Institut zu Proskau wurden SchweinefütterungSversuche angestellt, um den Futterinen der Erbsen mit Magermilch $u vergleichen. Es ergab w daß 1 Kilo Magermilch 125 Gramm Erbsen entsprach- Die Mastwirkung der Erbsen in gequelltem und gekocht Zustande war eine gleiche, in diätetischer Beziehung waren aber die gekochten Erbsen den nur gequellten Erbsen W legen. __________

^cm^efanfen bet Ferkel.

Der bekannte Schweinezüchter Domänenrat 9W Friedrichswert ist in Betreff dieser Erscheinung, wie Amtsblatt f. d. Reg.-Bez. Kassel" schreibt, der 2W' daß die Ferkel infolge ungeeigneter Ernährung der schon hinfällig zur Welt kommen. Auch die Muttern« ist nicht geeignet, diesen Zustand zu bessern, da es ihr^ hinreichenden Mengen von blut- und knochenbilden^ Stoffen, vornehmlich an Kalk und Phosphorsäure, R Es empfiehlt sich daher, die Sauen im Sommer 111 im Freien zu halten und ihnen Gelegenheit zu geb^' durch Wühlen im Boden Kalk und Kalksalze zu sich * nehmen. Ein Futter, bestehend aus gedämpften Kartoffest Molken und Maisfchrot, bietet nicht die zur normalen^ nährung von Mutter und Ferkel notwendigen Mengen v» Knochensalzen und ist deshalb ungeeignet. Erhalten äst die Sauen jeden Tag auf 100 kg Lebendgewicht 1 Gerstenschrot und 1 kg Roggenkleie, mit Weizenspreu l einem steifen Brei angerührt, und nebenher im Sow^ grünen Klee (wenn möglich auf der Weide), im Wi^ Futterrüben, so sind die Tiere in der Lage, ihren Beda > sowohl, wie den der sich entwickelnden jungen Tiere a Knochensalzen zu bestreiten.