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etwa 10 Tage am Apfel befestigt, so erscheinen nach dessen Abnahme die verdeckten Teile der Frucht in Elypsenform weißgeld gebleicht, die Buchstaben in der Mitte aber ebenso karmoinmot geflammt wie der übrige unbedeckte Teil des Apfels. Ist dies auch nur eine Spielerei und auch sonst nicht ganz unbekannt, so verdient doch das Verfahren Erwähnung.

Ueber den Spinat

sagt ein Arzt auf dem deutschen Kongreß für innere Medizin: Das reichste, eisenhaltige Nahrungsmittel ist der Spinat; dann kommt das Eigelb, hernach das Ochsenfleisch, die Aevfel, Linsen, Stachelbeeren, weiße Bohnen, Ebsen, Kar­toffeln rc., die Kuhmilch kommt erst an letzter Stelle." Der Spinat ist darum ein außerordentliches, gesundes Gemüse für die Heran­wachsende Jugend, für blut­arme, bleichsüchtige Frauen rc. Was diesem Spinat an

Spinal monstroiervou Kerollan, r - f.hU

-norm große, dicke, dunkelgrüne Lustigen Nahrgoffen fehlt, Blätter. kann man durch Eier er-

_ Mit Rücksicht auf die hervorragende Rolle, die der Svinat unter den Nahrungsmitteln einnimmt, sollte man nicht versäumen, denselben zeitig und in genügender Menge zu säen. Die erste Aussaat kann bei mildem Wetter schon Ende Februar stattfinden, dann März, April, auch Mai, Juni und Juli, da man von den Frühjahrskulturen nur einmal schneiden kam.

Im August, September und Oktober säet man scharf- samige Arten für den ersten Frühjahrsbedarf. Die Herbst­pflanzung liefert die größten Erträge. Gewöhnlich kann er schon im Spätherbst einmal geschnitten werden, besonders in recht günstigen Lagen und er scheint im Frühjahr als erstes Gartengemüse. Im Frühjahr und Sommer ist der Spinat fleißig zu bewässern, zuweilen auch mit einem Dungguß zu versehen.

Nochmals also, versäume kein Gartenbesitzer, jetzt Spinat zu säen! Und zwar empfehlen wir zur Kultur den Spinat monströser von Diroflay." Es ist das die vorzüglichste Sorte, die wir schon seit Jahren bauen.

Biroflap" hat große, fettfleischige Blätter und zu gleicher Zeit noch die gute Eigenschaft, daß er bedeutend später in Samen ''Hießt, wie jede andere Spinall orte. Auf einem etwas lehmigen Boden erhielt er oft Blätter wie Runkelrüben.

. Tie ^irmaVereins-Zentrale Frauendorf," Post Vils» hören in Liiebeibayern bietet Samen V, kg 60 Pfennig, 20 Gramm 10 Pfennig an.

Der Lierkürbis.

Ein interessanter Zierkürbis ist der Eierkürbis, welchen wir nebenstehend nach dem pracht­voll ausgestatteten General- Katalog der Firma Willibald Fürst in Frauendorf (Post Vils- Hofen in Niederbayern) illu­strieren.

Die Früchte haben die Größe und Farbe eines Hühnereies und bietet die Pflanze im _ .. .. Garten einen reizenden Anblick. ««SurBis. Die Früchte halten sich trocken SSÄ&S 7»6«« .««er»-,-- sch-idt«. Verwendung finden.

Samen, welcher sogar jetzt noch ausgesäet werden kann und bis Herbst reife Früchte bringt, liefert genannte Firma zu 40 Pfennig die Portion bestens.

rvinterkohl nach Erbsen.

Nach Erbsen, wenn sie im Juli abgeerntet werden, kann noch Kraus- oder Winterkohl angebaut werden, doch wähle man lieber niedrige als hohe Sorten, weil erstere bis im Herbst sich vollkommener entwickeln und den Winter auf den Gartenbeeten aushalten, während hohe Sorten im Herbst ausgehoben und eingelchlagen werden müssen. Es empfiehlt sich, die mit Winterkohl bepflanzten Beete bei regnerischer Witterung im Sommer mit Mistjauche zu begießen. _________

Felgenzacht.

Nach meinen Erfahrungen bringen die am Stamme überwinterten Fruchtansätze nie reife, saftige Früchte. Ich nehme sie deshalb im Herbst ab und verkaufe sie an eine Konservenfabrik. Um große, wohlschmeckende Früchte zu erzielen, ist es nötig, Feigen in Kübeln nur in Buschform, cüo nicht in Hochstämmen zu ziehen, was sich leicht bewerk- '.elligen läßt, da sie gern aus dem Wurzelhalse nachtreiben.

Die Ueberwinterung geschieht im kühlen Keller. Sobald keine starten Nachtfröste mehr zu befürchten sind, also ers Anfang Mai, bringe ich sie anS Tageslicht, stellte sie dich an eine geschützte, sonnenbeschienene Wand und zwar au Äne etwa 20 cm dicke Unterlage von Mist oder Kompost -chc-n nach wenigen Tagen erscheinen kräftige Blätter und schon in wenigen Wochen haben auch die Wurzeln durch die Abzugslöcher hindurch den Weg in den Dung gefunden. Wie gierig die Pflanze über letzteren herfälll

sieht man an dem dichten Gewebe der Saugwuuzeln, das ihn in^e durchspinnt, aber auch an dem üppigen, saftigen und dichten Grün der Blätter und dem kräftigen Wachstum der Früchte.

Regelmäßiges Begießen, bei heißem Wetter zweimal am Tage, thun das Ihrige, um die Früchte in günstigen Sommern Anfang August, sonst einige Wochen später, zur vollständigen Reife zu bringen. Die sich im Laufe des Spätsommers neu ansetzenden Früchte sind, wie oben bemerkt, im Herbste vor der Änwinterung abzunehmen, ebenso alle Wurzeln, die durch die Kübellöcher hindurchzewachsen.

Ein Beschneiden der Feigen, nach Art unserer Obstbäume, wirkt nachteilig auf die Fruchtbildung ein, man nehme nur die stärksten Triebe heraus und lasse die schlanken Ruten stehen.

Bienenzucht

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Riensnstöcke dürfen nicht osn der Sonne be­schienen werden.

Wird der Bienenstand von der Sonne beschienen, so stelle man die Stöcke so auf, daß sie von der Mittags­und Nachmittagssonne nicht getroffen werden. Nie dürfen die Sonnenstrahlen den Deckel des Stockes treffen, noch ins Flugloch brennen; denn geschieht dies, so wird es im Innern der Wohuung warm, und die Bienen legen sich müßig vor den Stock. Völker, deren Wohnungen nicht von ver Sonne beschienen werden, tragen auch in den heißen Tagesstunden emsig ein; denn außerhalb der Wohnung wird die Biene bei uns durch keinen Wärmegrad belästigt. Am zweckmäßigsten stellt man daher die Stöcke im Schatten der Bäume auf, die auf dem Bienenstände oder an dessen Grenze stehen. Sind Bäume nicht vorhanden, so muß man durch breitüberstehende Dächer und sonstige Vor­richtungen die heißen Sonnenstrahlen von den Stöcken abhalten. Manche Bienenzüchter legen großen Wert auf Die Himmelsgegend, nach welcher die Bienen ausfliegen. Sind nur die Stöcke gegen Stürme, Zugluft und Sonnen­

strahlen geschützt, so ist es aber ziemlich gleichgültig, nach welcher Himmelsgegend das Flugloch ausmündet. Man richte dasselbe gegen Morgen oder Mittemacht, oder auch nach Mittag; nur im Notfalle lasse man die Völker gegen Abend fliegen, weil aus dieser Gegend die meisten Winde und Regen kommen.

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N Hauswirtschaft. Wf

Verwertung 6er Rosen.

Wer den Orient oder die Donaufürstentümer besuchte, )em ist auch sicher eine Delikatesse vorgesetzt worden, die landläufig mitSlatko" bezeichnet wird. UnterSlatko" wird jede Art süß Eingemachtes, Citronen, Orangen, Nüsse, aber hauptsächlich das von Rosen verstanden. Es ist so überaus köstlich von Geschmack, so unvergleichlich, daß Viele, )te es aus dem Orient mitgebracht, den Versuch gemacht faben, sich ein ähnliches Produkt aus den Rosen zu bereiten, )a das hier im Handel befindliche minderwertig ist und durchaus nicht dem entspricht, das in Konstantinopel oder Bukarest käuflich ist. Ich erhielt, so lange ich noch in Deutschland lebte, alljährlich eine Sendung von dort und es war mir immer eine besondere Freude, Andere bei deren gelegentlichem Besuche damit zu überraschen, und den Aus- nuck des Entzückens zu beobachten, wenn sie in der Meinung, irgend ein Obstgelce zu genießen, staunend konstatierten, daß es Rosen find, die sie genossen.

R o s e n s a f t. Im letzten Jahre machte ich zum erstenmal den Versuch, den Rosen, ebenso wie ich es bei Beerenfrüchten thue, mit Hilfe von Weinsteinsäure und Wasser, Duft und Farbe abzugewinnen und war in hohem Maße entzückt von dem Resultat dieses Versuches; ich möchte diese Art der Zubereitung des RosensafteS Allen empfehlen, welche bfe reichblühenden Centisolien in ihrem Garten haben, obwohl jede Art Rosen dazu geeignet find. In der Frühe, bevor die Sonne noch stark brennt, schneidet man die gerade erblühten Rosen dicht unter dem Kelche ab und giebt etwa zweihundert solcher Rosen in einen ca. 10 Ltr. fassenden Steintopf. Nun streut man 60 Gramm Weinsteinsäure dazwischen und füllt den Topf mit weichem Wasser beinahe voll. Den nächsten Tag gießt man das Wasser durch einen Sack oder Durchschlag, mißt eS und fügt ebenso viel Zucker dazu, rührt diesen mit dem Wasser so länge, bis beide verbunden sind, und füllt nun den Nosensaft in Flaschen, die man jedoch nicht verspunden darf, sondern nur mit einem feinen Läppchen zubindet. In solcher Weise ist das Aroma köstlich, der feine Dust der Rosen sowie die schöne Farbe des Saftes erfreuen Geruchs-, Geschmackssinn und Augen.

R o s e n sch e r b e t. Zu diesem nimmt man 1 Glas Rosen- saft oder Gelee und 1 GlaS Wasser, den Saft von 2 Citronen und 6 Orangen, 1 Tasse Puderzucker, giebt es in eine Gefrierbüchse und läßt diese Mischung frieren, wie es bei anderen Fruchtsorbets üblich. Man nimmt V« Eis und Vt Salz zum Gnpacken.

Stachelbeeren-Marmelab«. Vielleicht ist e« manchen unserer Mitleserinnen willkommen, die folgende

Verwendung für reise Stachelbeeren kennen zu lernen: Die reifen Stachelbeeren, möglchst viel rote dabes, werden von Stielen und Blüten befreit und rasch unter kräftigem Wasserguß einmal gewaschen; ohne Wasser in einen neuen hohen Topf von Steingut oder festem braunem Thon gefüllt, in einen Kessel mit kochendem Wasser gestellt und im Wasser­bade reichlich 4 bis 5 Stunden gekocht; sie bedürfen dabei keiner besonderen Aufsicht. Die Beeren müssen ganz weich zerkocht sein. Man nimmt die Töpfe dann heraus und kann sie bis zum andern Tage stehen lassen. Dann nimmt man auf 3 Pfund Stachelbeeren 2 Pfund Streuzucker, setzt beides zusammen in einem reichlich großen Kessel oder einer Kasserolle aufs Feuer und läßt es unter beständigem aufmerk­samem Rühren tüchtig kochen; ungefähr eine Stunde. Ehe man die Marmelade ausfüllt, prüfe man, ob ein Pröbchen auf kleinem Teller rasch und leicht geliert. Das Ausfüllen geschieht am besten in breite, nicht zu hohe Gläser. Man läßt sie offen in den Gläsern verkühlen und kann sie nach einigen Tagen zubinden, wozu aber keine Schweinsblase notwendig ist, da sich diese Marmelade nach meiner Er- fahmng immer gut gehalten hat. Sie hat eine schöne, klare, rötliche Farbe, die Schale der Beeren wird gang dursichtig. Bei uns ist sie als Zukost zum Frühstück oder Vesper beliebt. Bei reicher Stachelbeerernte ist es eine wirklich nützliche und angenehme Verwertung.

^e^t e6er Zander in papiUeien auf dem Rast zu braten. Man nimmt einen 2 Pfd. schweren Hecht, säubert ihn gut, schneidet ihn in 6 Teile, bestreut die Stücke mit Salz und läßt ihn so eine Stunde lang stehen. Dann schneidet man weißes Schreibpapier so groß, wie zum Einwickeln eines Hechtstückes nötig, bestreicht es gut mit Butter, legt das Stück darauf, giebt noch etwas Salz und Pfeffer dazu und wickelt das Fleischstück fest darin ein. Sind alle Stücke eingewickelt, dann brät man sie auf einem gut durchheizten Roste auf jeder Seite sechs Minuten. Sie werden in den Papilloten zu Tisch gegeben und dort erst ausgewickelt. Man wird sich freuen, mit leichter Mühe ein so schmackhaftes Gericht bereitet zu haben.

Erste ^ilfe bei Hitzschlag. Nachdem die Som­merhitze ins Land gezogen, mögen folgende Ratschläge nicht ohne Interesse sein. Die äußern Zeichen bei einer Er­krankung an Hitzschlag und Sonnenstich sind: brennender Durst, große Mattigkeit, Schwindel, schwacher Pulsschlag und gerötete, trockene Haut. In solchen Fällen ist die erste Bedingung, daß der Patient möglichst ruhig an einen kühlen Ort hingelegt wird. Die Kleider müssen geöffnet und es muß dem Ermatteten Wasser gereicht werden. Nach An­wendung dieser Mittel wird der Anfall sehr bald vorüber­gehen. Läßt man dieselben unbeachtet, so tritt leicht der Fall ein, daß der Kranke sein Bewußtsein verliert. Der Atem geht dann in schnellstem Tempo, während die Be­wegungen des Pulses kaum noch fühlbar sind. Nicht lan­ge, und es beginnen Fieber und Gesichtszuckungen, und nun kann man jeden Augenblick darauf gefaßt sein, daß eine Herz- oder Lungenlähmung dem Leben des Kranken ein Ende macht. Man sei also auf der Hut und wende so rasch als möglich die oben erwähnten Mittel an, falls kein Arzt zur Stelle ist, den man unter allen Umständen zu Rate ziehen sollte. Ist erst Bewußtlosigkeit eingetreten, so können die Folgen die schlimmsten sein.

W «riesLafleu. M

Herrn E F. in A Benutzung einer Wasserkraft. Wenn das Wasser auch in der trockensten Zeit genügt, um den richtigen Betrieb aufrecht zu erhalten, so giebt es keine Kraft, die zur Molkerei besser geeignet wäre, als die Wasserkraft. Sie giebt die geringsten Be­triebskosten und bei nicht sehr ungünstiger Oertlichkeit auch die ge­ringsten Anlaaekosten.

Herrn W T. in I. Die Paragraphen des A. L.-R., welche Ihnen vorschweben, lauten: Wenn ein Stück Vieh binnen 24 Stunden nach der Uebergabe krank befunden wird, so gilt die Vermutung, daß selbiges schon vor der Uebergabe krank gewesen sei. 8. L.-R I 11, § 109. Doch muh der Käufer bei Verlust seines Rechts, die bemerkte Krankheit dem Verkäufer dergestalt zeitig anzeigen, dah noch eine Untersuchung über den Zeitpunkt ihres Entstehens stattfinden kann. § 200. Ist der Verkäufer nicht am Orte zugegen, so muß die An­zeige dem Gericht des Orts oder einem Sachverständigen geschehen.

8 201. Stirbt das Vieh binnen 24 Stunden nach der Uebergabe, so ist der Verkäufer zur Vertretung verpflichtet, wenn nicht klar aus- gemittelt werden kann, daß die Krankheit erst nach der Uebergabe entstanden ist. § 202. Aeußert sich die Krankheit des Viehes erst nach der Uebergabe, so trifft der Schade den Käufer, wenn nicht aus- gemittelt werden kann, daß der kränkliche Zustand schon zur Zeit der Uebergabe vorhanden gewesen ist. § 203. Bei Schweinen, welche innerhalb 8 Tagen nach der Uebergabe finnig befunden werden, gilt die Vermutung, daß sie es schon zuvor gewesen sind. § 204. Wenn sich bei Schafen die Pocken und beim Rindvieh die sogenannte fran­zösische Krankheit innerhalb 8 Tagen nach der Uebergabe äußert, so gilt die Vermutung, daß solche schon vorher gewesen ist. Anhang § 13 zu 204 zum A. L.-R. Eine gleiche Vermutung gilt von Pferden, bei welchen sich wahre Stätigkeit innerhalb 4 Tagen, Räude oder Rotz innerhalb 14 Tagen, Dämpfigkeit, Herzschlägigkeit, schwarzer Star, Mondblindheit und Dummkoller aber innerhalb 4 Wochen nach der Uebergabe zeigt. Anhang § 14 zu § 205.

Herrn A N in B Der zweckmäßigste und preiswürdigste Anstrich für Einsenteile in Stallgebäuden, um das Eism sicher gegen die Einwirkungen des Rostes zu schützen, ist immer noch ein ein­maliger gut deckender Anstrich mit streichsertiger Miniumfarbe zum Preise 80 Psg. pro Kilogramm. Der Anstrich muß auf das absolut rostfreie, abgerieben«, trockene Eisen mit festem Pinsel ausgebracht werden, und wird nach vollständigem Eintrocknen und Festsitzen des­selben ein zweiter Anstrich mit gutem schwarzen Sisenlack zum Preise von 1,90 Mk. pro Kilogramm, oder grauer oder andersfarbiger guter Firnissarbe ausgebracht. Die größte Sorgfalt ist aber aus Ent­fernung bei alten Rostes zu verwenden und dieser mit Stahldraht- bürst« leicht und sicher zu entfernen.