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Mbern fiebert (Seite 1). An Stelle des verdienstvollen Majors von Wißmann ist Oberst Siebert zum Gouverneur von Ostafrika ernannt worden. Vor sechs Jahren bereits mürbe er, ;

damals dem Generalstab angehörend, mit dem Auftrag dorthin entsendet, n.i. aus eigener Anschauung über .lampfeswcifc unb Kriegführung in Afrika zu unterrichten und daraufhin Vmstbläge für die Zusammensetzung und Organisation der Schutztruppe zu machen. Um dieser Truppe, der in den Kämpfen des Araberaufslandes schwere Aufgaben gestellt worden waren, Ersatz und Unterstützung zu leiben, war Siebert eine Anzahl von Offizieren und Unteroffizieren zngeteilt worden, die an einzelnen Gefechten tcilnahmcn und sich namentlich bei dem Angriff auf die befestigte Stellung Bana Hcris bei Taadaui auszeich- neten. Alsdann besuchte Sichert zu­sammen mit Major v. Wißmann die Stationen des nördlichen Teils des Schutzgebiets. Bei Lewa hinter Pan- gani "hatte er Veranlassung, mit Dr. Bumiller zusammen gegen einen unbotmäßigen Häuptling einzuschrci- len. In Sansibar konnte er bald darauf noch einen Transport neu an- geworbener Sudanesen besichtigen und machte mit bem Reichskommyfar auf dem DampferMünchen" eine Fahrt nach den südlichen Stationen Kilwa, Lindi, Mikindani u. f. w. Nach feiner Rückkehr in die Heimat unternahm er größere Reisen ins Ausland. Mit Vorliebe aber wendete er seit jener Zeit seine Aufmerksamkeit den kolo­nialen Dingen zu, inbem er lebhaften Anteil an der Entwicklung und dem Aufschwung der Schutzgebiete nahm.

Auch als Kolonialschriftsteller ist Oberst Siebert thätig gewesen und hat seine Eindrücke und Er- snhrnngcn an verschiedenen Stellen ansgezeichnet. Oberst Siebert ist 47 Jahre alt; er wurde im August 1866 wegen Auszeichnung vor dem Feind nach kurzer Dienstzeit im Alter von 17 Jahren zum Lekondeleutnant beim 58. Infanterieregiment befördert und machte auch bei dieseni Regiment ben Krieg von 1870,71 mit. Im Juli 1872 avancierte er zum Premierleutnant, von 1872 bis 1875 besuchte er die Kriegsakademie. Im Jahre 1876 wurde er Lehrer an der Kriegsschule in Hannover und blieb in dieser Stellung, seit 1878 als Hauptmann ä la suite des 13. Infanterie­regiments stehend, bis Dezember 1880; dann wurde er zur Dienstleistung beim Großen General- uab kommandiert und im April 1881 in den Generaluab versetzt, dem er alsdann 13 Jahre unausgesetzt angchörl hat. Seit bem 14. Mai 1894 war er Oberst und Kommandeur des Grenadier- regiments Prinz Karl von Preußen in Frauk- ttirt a. O. und erhielt im vorigen Sommer den Aultrag, dem Btzekönig von Ehina Li-Hung- Tschang bei seinem Aufenthalt in Deutschland zur Seite zu stehen und ihn auf seinen Reisen daselbst zu begleiten.

Eine wunderbare Leistung der mobcrneii Jngenieurkuust Wirb von ben Anden berichtet: Daselbst gelangt, um die Tunnels der Eisenbahn zu erbohren, welche zum Zwecke der Verbindung Argentiniens und Chiles durch die Anden gelegt wird, Elektricität mit außerorden tlichem Erfolg zur Anwendung. Der höchste der Tunnels liegt etwa 10 000 Fuß über dem Meeresspiegel, wäh­

rend der Berg, durch welchen er gebohrt wird, etwa 1'2 000 Fuß hoch ist. Von Innen! in Chile nach Omebeda Navarro in Argentinien, auf eine Ent- termmg von etwa 14 Meilen, wird die Bahn durch nicht weniger als acht Tunnels mit einer Gesamtlänge von etwa 91/, Meilen zu fahren haben. Da es unmöglich war, Tstrinpfmaschinen und Feuerungsmaterial auf eine so gewaltige Höhe zu schaffen, so beschloß man, das Wasser des

Thales al-3 Kraft zu bcnu^cii.

Wie es Oeißt, bc-

währen die großen Turbinen sich außerordent­lich gut.

L i n Vorschlag Z u r <3 ü t e.

Herr:Der Rock ist mir hier, genau an der Stelle des Herzens zu eng."

Schneider:Soll sofort geändert werden. Hoffentlich sind auch Sie bei der Bezahlung nicht zu engherzig.

Das Gescbäst blüht. Handelsreisender (zu einem Krämer auf den, Lande):Wie geht das Geschäft, Herr Kümmelspalter?" Krämer: Habe keinen Grund zur Klage. Habe eben erst eine Mark verdient." Handelsreisender: Wieso?" Krämer:O, da wollte einer ein paar Schuhe für eine Mark auf Pump taufen und ich hab' sie ihm nicht gegeben."

HeograxhischeS Jerstclträtsel von I. H.

Die nachstehenden Wörter:

Gerben, Titlis, Wischern, Bar, Stose, Dosen, Echana, Spalau, Rega, Grüne sind einzeln jo zu umstellen, daß jedes den Namen einer Stadt ergiebt. Diese Namen, richtig geordnet, nennen in den Anfangsbuch­staben, von oben nach unten gelesen, eine deutsche Universitätsstadt.

(Auflösung folgt in Nr. 16.)

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Lbelicbe Auseinandersetzung. Mann: Deine Behauptungen entbehren jeder Wahr­scheinlichkeit, weil Frau:Du kommst ja aus dem Text. Weiß Du auch, morüber Du sprichst?" M a uu (erregt):,, Du sprichst, als ob Du mich für einen großen Esel hieltest." Frau:Ich habe Dich nie für groß gehalten."

Lin Feinschmecker. Köchiit:Der junge Mann von nebenan hat mir fjeute eine Liebes­erklärung gemacht!" MadamenIch barfite es mir schon: er schnupperte diesen Morgen so auf dem Hof herum, wie die Gans gebraten würbe 1*

Ein Sdimugglertampf. An der belgisch- französischen Grenze fand vor einigen Jahren in der Nähe von Mont-ä-Leux ein merkwürdiger Kampf zwischen mehreren Grenzjägern und einem Pascher stüt. Dieser, 9?aniciiS Lys, bekannt durch seine außerordentliche Körperkraft, seinen Blut und

zu haben jäger auf allein die

seine Verschlagenheit, begleitete einen Zug von mehreren mit Schmuggelwaren befrachteten Wa­gen Schon glaubte er die Grenze sicher erreicht als amS einem Hinterhalt die Grenz- ihn zustürzten. Lys bot ihnen ganz Spitze, ivährcnd er den Fuhrtenteir bc-

unbesorgt,"

fahl, ihre Pferde auf das Aeußerste nnzntreibcn, um mit den Waren tu Sicherheit zu kommen. Die Angreifer setzten ihm indes hart zu, wollten ihn aber lebend fangen, und bedienten sich deshalb ihrer Schießgewehre nicht. Mehr jedoch noch als der Anführer der Grenzwächter, web eher mit dem Säbel wütend auf Lys eindrang, machte ihm eine große Dogge zu schaffen, bereit er sich kaum er­wehren konnte. Zwar blütete man­cher seiner Feinde, auch Lys hatte einen tüchtigen Säbelhieb bekommen und aus dem einen Arm hatte der Hund ihm ein Stück Fleisch gerissen, als er sich auf die Flucht machte, ver­folgt bon den Wächtern des Gesetzes. Diesen hatte er zwar bald einen be­deutenden Vorsprung abgcwonncn, aber sie sendeten ihm jetzt ihre Kugeln nach; doch sie trafen ihn nicht, upd schon glaubte er, gerettet zu sein, als er von der wütenden Dogge cingchvlt wurde. Mit dieser hatte er noch einen harten Kampf zu bestehen, aber er ging daraus als Sieger hervor, und erreichte, durch die Wunden und den Blutverlust zivar ganz erschöpft, aber dennoch glücklich Mont-ä-Leux, wo vor ihm schon die Fuhrleute mit den Waren wohlbehalten angekommen waren.

Als Zimmermann, der einst gefeierte Arzt, sah, daß sein Patient, Friedrich II. (ber Große), eine von ihm untersagte Frucht genoß, schüttelte er bedenklich den Kopf.Sci'it Sie sagte der Kranke,so lange Sie bei

mir sind, wird der liebe Gott diese Frucht nicht schädlich fein lassen."

3mmer derselbe. Amtsrichter:Mein Fräulein, ich liebe Siel" Dame:Ihr Antrag ehrt mich sehr, aber ich kann Ihre Liebe nicht er- widcrn!" Amtsrichter:Haben Sie zu Ihrer Verteidigung sonst noch etwas anzuführen?"

Kuchstabru-Rätsel

Mit

Mit Mit Mit

D auf jedem Schiff, G ein fader Wicht, L schafft's leicht ein Riff, R fchlt's Turnern nicht.

Wortspiel Rätsel.

Wer es hat, ist sicher zu beklagen, Wer's verursacht, blieb der Vorsicht fern; Wer's nicht rechnet, muß oft Schaden tragen, Wer's hcrbciführt, löscht der Liebe Stern.

Zweisilbige Kcharadr.

(Für unsre kleinen Leser.) Verhaßt ist mir der Sonne Licht, Weil mir es in die Augen sticht. Den dunklen, dichten Fichtenwald Erwähl' ich drum zum Aufenthalt. Die Nacht, die keines Menschen Freund, Mir äußerst angenehm erscheint. Mein Schrei klingt hohl und schauerlich, Den eignen Namen rufe ich. Der Jäger hat mich auf dem Strich, Der Krähen Schar verfolget mich, Lies vorwärts oder rückwärts mich, Ich bleibe unveränderlich.

(Auflösungen folgen in nächster Nummer.)

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Verantwortlicher Redacteur W. rderrmmm, Berliv-Steglitz.

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