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ist zur Füllung der Reinigerkästen die Beschaffung von zwei Waggons'frischer Reinigungsmasse erforderlich. Die dadurch entstehenden Kosten im Betrage von 500 Mark sind vom Magistrat nachbewilligt worden und die Stadt­verordneten ertheilten hierzu ihre Zustimmung. — Mit der von den städtischen Behörden schon früher beschlossenen Anfforstttng von Grundflächen am Heurings steht der weitere Ausbau des Tageberger Feldwegs in enger Ver­bindung. Dieser Ausban erfordert einen Kostenaufwand von rund 850 Mk. und der Magistrat hat diesen Betrag nachbewilligt, da mit der Aufforstung alsbald begonnen werden soll. Soweit diese Kosten nicht aus verfügbaren Mitteln des laufenden Rechnungsjahres gedeckt werden können, sollen sie vorschußweise gezahlt und auf den nächsten Etat übernommen werden. Die Stadtverordneten erklärten sich hiermit einverstanden. — Für Einführung des am 1. Oktober d.J. von Ziegenhain nach Hersfeld versetzten ersten Pfarrers, Herrn Superintendent Schafft hat der Magistrat die herkömmlichen Gebühren im Betrage von 36 Mk. aus die Stadtkasse übernommen, was die Stadtverordneten bil­ligten. —■ Dem hier ins Leben getretenen Festspiel-Verein, welcher die Absicht hat, die Aufführung eines historischen Festspiels in Hersfeld zu verunstalten, dessen Inhalt aus der reichen Geschichte von Hersfeld entnommen ist, wurde vom Magistrat ein Beitrag von 500 Mk. bewilligt, welcher in den nächsten Etat eingestellt werden soll. Mit diesem Beschluß erklärten sich die Stadtverordneten einverstanden. Zur Aufführung in Aussicht genommen ist das vor Kurzem erschienene historische Schauspiel „Der Abt von Hersseld", welches den im 14. Jahrhundert unter dem Abte Berthold von Völkershausen zwischen der Stadt und der geistlichen Herrschaft ausgebrochenen Konflikt und die in Folge dessen geplante Zerstörung der Stadt durch den Sternerbund behandelt. Durch die Zuwendung des Beitrags von 500 Mark ist die Stadt dem genannten Festspielverein als Stifter beigetreten. — Nachdem die Aufnahme einer Anleihe für die Stadtgemeinde Hersfeld für die Etatsjahre 1901 und 1902 im Gesammtbetrage von 393,349 Mk. vom Bezirksausschuß zu Cassel genehmigt worden ist, hat der Magistrat beschlossen, diese Anleihe bei der Kreissparkaffe des Kreises Jüterbog-Lnckenwalde aufzu- nehmen und davon zunächst bis zum 25. November d. I. einen Theilbetrag von 200,000 Mk. in Empfang zu nehmen, den Rest aber je nach Bedarf abzuheben. Für die Anleihe hat der Magistrat eine 3 - / ^prozeutige Verzinsung bewilligt und die Tilgungsquote für die zum Bau der neuen städtischen Gasanstalt bestimmte Summe (180,000 Mk.) auf 1 V» °/o, für den Rest der Anleihe auf 1 °/0 festgesetzt. Diesem Beschlusse ertheilten die Stadtverordneten ihre Zustimmung.— Im Anschluß hieran beschlossen die Stadtverordneten zu­gleich, die bims) die Beschaffung dieser Anleihe entstehenden Kosten (Stempel, Gebühren, Porto u s. w.) nachzube- willigen. — Zu Zwecken der Aufforstung hat der Magistrat mit dem Gasthosbesitzer Herrn Reinhard K n i e s e und dem Fabrikarbeiter Herrn Johannes L a n g e n h a g e n dahier besondere Verträge über den Austausch von Grund­stücken abgeschlossen. Die Herren Kniese und Langen- Hagen treten die ihnen gehörigen, in dem Aufforstungs­gebiet am Hearings gelegenen Grundflächen an die Stadt zum Eigenthum ab und erhalten dafür von der Stadt andere, außerhalb des Aufforstuugsgebiets ge- legene Grundflächen. Dem Tauschgeschäft sind die Taxen der Ortsschätzer zu Grunde gelegt worden. Die Stadtverordneten erklärten sich hiermit einverstanden. — Herr Kaufmann Lorenz G l e b e dahier hat zur Durch­führung der Straßenfluchtlinien eine neben seinem Haus­grundstück am Klausthor gelegene, 3 qm große Straßenfläche gegen Zahlung eines, der Taxe der Ortsschätzer entsprechenden Kaufpreis von 6,50 Mk. für das qm von der Stadt käuflich erworben. Die Stadtverordneten ertheilten hierzu ihre Zustimmung. — Nachdem noch die Stadtverordneten in Ergänzung eines früheren Beschlusses sich damit einver­standen erklärt hatten, daß der Käufer des städtischen Grund­stücks Karte D Nr. 9, Land vor dem Klausthor an der Fiddel, Herr Bauunternehmer Heinrich Schulz dahier, alle mit dem Kauf in Verbindung stehenden Kosten über- nimmt, schloß der Herr Stadtverordneten-Vorsteher um 6 Uhr die öffentliche Sitzung und die Versammlung trat in eine vertrauliche Sitzung ein.

Breitenbach a. H., 27. Oktober. Sonntag tagte hier im Gasthause Repdt eine aus der Umgegend und den Städten Hersfeld und Alsfeld stark besuchte Ver­sammlung, in der der Abgeordnete v. Baumbach über das Bahnprojekt Hersfeld-Alsseld sprach, welchem allseitig großes Interesse entgegengebracht wird. Diese Linie würde für Hersfeld den Weg nach Coblenz und dem übrigen Rheinland, für Alsfeld den Weg nach Cassel und Thüringen bedeutend abkürzen. Man beschloß, im Abgeordnetenhaus die baldige Ausführung des Projektes zu betreiben. (C. T.)

Rotenburg, 28. Oktober. Der am Sonnabend abgehaltene Submissions-Termin auf Arbeiten und Lieferungen für die projektierte hiesige Wafferleitung hat ein überraschendes Resultat gehabt. Die Angebote bewegen sich, je nachdem die Submittenten für den noch zu erfolgenden Zuschlag ausgewählt werden, um ca. 40 000 Mark unter dem Voranschlag. Herr Ingenieur Leithäuser hat die Sichtung der Angebote übernommen und werden, nachdem dies geschehen, dann die städtischen Be­hörden den Zuschlag für die einzelnen Lose ertheilen. (Kr.) Cassel, 27. Oktober. (Strafkammer.) Wegen Vergehens gegen § 175 des Str.-G.-B. erhält der 17 alte Maurerlehrling Heinrich Sch. zu Widders- hausen 14 Tage Gefängniß. — Am 81. Mai d. Js. sah der in Niederaula stationirte Gendarm auf dem Wege nach Mengshausen den Feldhüter Johann E.

von dort mit einem schwer beladenen Sack dahinwandeln. Da ihm die Sache verdächtig erschien, so befragte der Beamte den E. direkt über den Inhalt des Sackes. E. wollte nun erst nicht recht mit der Sprache heraus, bis er schließlich zugab, daß sich im Sack ein Rehbock befinde, den erjn den bei Hersfeld gelegenen Staats­waldungen gelegentlich des Fangens von Blutfinken ver­endet aufgefunden haben wollte. Der Gendarm ver­anlaßte darauf den E., sofort mit ihm in den Wald zurückzukehren und ihm die Stelle zu zeigen, wo er die Blutfinken gefangen. An dem Ort des „Vogelfanges" angekommen, durchsuchte der Beamte in größerem Um­kreise das Niederholz, wobei ihm mehrere Drahtschlingen in die Hände fielen. Im Anschluß hieran fand nun eine Haussuchung bei E. statt, die zu dem Ergebniß führte, daß E. eine große Anzahl gleicher Schlingen in seinem Besitze hatte. Auf Grund dieser Ermittelungen verurtheilte am 21. August das Schöffengericht zu Hers­feld den E. wegen Jagdvergehens zu zwei Monaten Gefängniß. Gegen dieses Urtheil legte E. Berufung ein, die aber verworfen wurde.

Cassel. Am 26. d. wurde hier ein „Lehrlings- h e i m" eröffnet. Dasselbe soll namentlich den Lehr­lingen, die in Caffel kein Elternhaus haben, ein Verkehrsheim bieten, in dem sie alle sittliche und wirth- schaftliche Förderung erfahren. Das Unternehmen ver­dankt feine Entstehung der Anregung des Regierungs- Präsidenten v. T r o t t z u S o l;. Das neue „Lehrlings­heim" umfaßt drei weite Räume im Gebäude der Fortbildungsschule; seine Leitung ist einer bewährten Lehrkraft nebenamtlich übertragen worden.

Marburg, 28. Oktober. Eine größere Anzahl der Mitglieder der Internationalen Tuberkuloseconferenz ist der Einladung Geheimrath Behrings zur Besichtigung seiner Einrichtungen zum Studium der Rindertuberkulose gefolgt. Anwesend waren u. A. Nocard, Letulle und Leon Petit-Paris, der Direktor des Instituts Pasteur in Lille Calmette, Schrötter-Wien, Scherwinsky-Moskau, Turban-Davos, Dombrcwsky-Warfchau, Eberhard-Luzern. Geheimrath Behring hielt einen Vortrag über die Schutzimpfung von Rindern und demonstrirte durch Protokolle erfolgreiche Schutzimpfungen von Rindern gegen schwere Infektion. Redner erklärte, er theile die Ansicht Kochs, daß die Menschentuberkulose von geringer Virulanz für Rinder sei, halte aber umgekehrt die Rindertuberkulose für eine Gefahr für den Menschen. Es sei die größte Vorsicht bei der Viehhaltung geboten, man dürfe nicht nachlasten, Schutzmaßregeln zu treffen.

Homberg, 25. Oktober. Zu der diesjährigen 2. Lehrerprüfung, welche letzten Dienstag ihren Anfang genommen hat, sind von 48 Herren, welche einberufen waren, 44 erschienen. Einer der Herren trat nach ab­gelegter Lehrprobe freiwillig zurück, 40 bestanden. Thema des gegebenen Aufsatzes war: „Was hat der Lehrer zu thun und zu lassen, um im Rechenunterrichl den Grundsatz: Richt für die Schule, sondern für das Leben lernen wir," gerecht zu werden. Vertreter der Königl. Regierung zu Caffel sind die Herren: Provinzialschulrath Dr. Otto und Schulrath Dr. Martin. (Krsbl.)

Hanau, 27. Oktober. Der am Bahnhof Hanau- West angestellte Güterexpedient N. machte gestern Morgen in seiner Wohnung einen Selbstmordversuch, indem er sich mittelst des RasirmeffecS einen tiefen Schnitt in die Luftröhre beibrachte. Schwer verletzt wurde er in das Landkrankenhaus gebracht, wo er am Montag Abend gestorben ist.

Bergen (bei Hanau), 27. Oktober. Ein junger Mann von hier, Namens Heß, hantirte vor einigen Tagen in unvorsichtiger Weise mit einer Schußwaffe, die er nicht geladen wähnte. Plötzlich entlud sich das Gewehr, in dem noch ein Schuß steckte, und traf die Mutter des jungen Mannes in die Brust. Jetzt ist die Frau an den Folgen der Schußwunde verschieden. (C. T.)

Carlshafen, 27. Oktober. Auf schreckliche Weise ist der Hofbesitzer Joseph Lüttke in Ottbergen verun­glückt. Derselbe kam mit einem leeren Wagen vom Felde und saß vorn in dem Kastenwagen, als plötzlich die Pferde scheu wurden, durchgingen und der Führer bei dem Bemühen, sie festzuhalten, vom Wagen fiel, überfahren und dermaßen verletzt wurde, daß er kurz darauf seinen Geist aufgab.

Schlächtern, 26. Oktober. Der Andrang zur Auf­nahme in die hiesige Präparandenanstalt ist in diesem Jahre als ein großer zu bezeichnen. Circa 50 Schüler hatten sich zur Aufnahmeprüfung angemeldet, von denen 37 ausgenommen werden konnten.

Bon der Weser. 26. Oktober. Dem Schmiede­meister K. Battmer in Heyen ist gestern auf der Jagd ein Unglücksfall zugestoben. Als er sein Gewehr über die Schulter hing, löste sich plötzlich ein Schuß, der dem Jäger ein Ohr wegriß und ihm eine nicht unbedeutende Wunde am Kopfe beibrachte.

Frankfurt, 27. Oktober. Infolge der vielen thätlichen Angriffe auf Polizeibeamte der hiesigen Stadt sind, wie die „Frankst. Ztg." hört, die Schutzleute der Reviere 1, 2, 3 und 4 mit sechsläufigen Revolvern ausgerüstet worden.

Scherfede, 26. Oktober. Eine Frau in dem be­nachbarten EbertShausen ist auf eine traurige Art zu Tode gekommen. Sie füllte einen alten Strohsack und verletzte sich dabei mit einem spitzen Strohhalm am Arme, so daß eine unbedeutende Rißwunde entstand, der sie keinerlei Beachtung schenkte. Plötzlich schwoll der Arm stark an und der zu spät herbeigeholte Arzt constatirte Blutvergiftung. Jede Hülfe erwies sich leider vergeblich und nach wenigen Tagen ist die einige siebzig

Jahre alte Frau an den Folgen der Blutvergiftung gestorben.

HttNU. Münden, 24. Oktober. Ein bedauerlicher Unfall ereignete sich heute Morgen in der 6. Mädchen- klaste der Abtheilung B. Die 6 jährige Tochter des Arbeiters Dehnhardt wurde von dem Lehrer der Klaffe an die Tafel gerufen. Das Kind saß dicht neben dem Ofen und mußte infolgedessen an demselben vorbeigehen. Auf bis jetzt noch nicht aufgeklärte Weise fingen die Kleider des Kindes Feuer. Lehrer Winter brächte die Kleine sofort auf den Vorplatz und versuchte das Feuer zu ersticken, leider vergebens. Erst den vereinten Be­mühungen der Lehrerin Fräulein Neumann und des Herrn Voigt gelang dieses. Das Kind hat so schwere Brandwunden davongetragen, daß es nach dem Kranken- Hause gebracht werden mußte.

Ilmenau. Der auf dem benachbarten „Grenz- hammer" wohnhafte Glasmacher Otto Schneider brüstete sich, wie die „Henne" meldet, vor mehreren Freunden mit seiner überaus starken Natur; er meinte, daß er eine gewisse Quantität Morphium einnehmen könne, ohne dabei sein Leben zu gefährden, und trank auch darauf aus einem Fläschchen mit Morphium über das zulässige Maß. Er starb bereits nach 2 Stunden. Sch. hinterläßt eine Ehefrau und zwei unerzogene Kinder.

Helba (S.-M.). Gestern Abend wurde hierselbst eine Frau von einem aus dem Anstand befindlichen Jäger angeschoffen und schwer verletzt. Der Schuß ging neben der linken Schläfe in den Hinterkopf. Leute aus Werns- hausen fanden die am Wege liegende Frau und schafften sie per Wagen nach Kühndorf, während man von dort rasch zum Arzte schickte. Die schwer Verletzte dürfte wohl inzwischen ihren Verletzungen erlegen sein. Von dem Schützen fehlt noch jede Spur.

Vermischtes.

— Nürnberg, 28. Oktober. Die Strafkammer in Bayreuth verurtheilte den Gutsbesitzer Lochner (Bobbenleithe), weicher während der Forchheimer Reichs- tagsersatzwahl einen Tagelöhner gegen Bezahlung einer Maß Bier bestimmte, entgegen seiner ursprünglichen Absicht, den Agrarier Weilnboeck zu wählen, wegen Stimmenkauss zu einem Monat Gefängniß.

— (Ein 16 jähriger Raubmörder.) In einem Bache bei Herford i. W. wurde die Leiche eines jungen Menschen gefunden, den man später als den 15jährigen Bürstenarbeiter Schütte recognoscirte. Da der Boden in der Nähe der Fundstelle zahlreiche Spuren eines stattgehabten Kampfes aufwieS, am Ufer auch ein leeres Portemonnaie lag, so wurde angenommen, daß der Unglückliche das Opfer eines räuberischen Ueber- falles geworden sei. Die sofort angestellten Ermittelungen führten zur Verhaftung eines Arbeitskollegen des Todten, eines 16jährigen Lehrlings Namens Frensemeyer. Dieser war an dem Abend, an welchem Schütte verschwand, mit letzteren gesehen worden. Auch fehlte an der Weste Frensemeyers ein Knopf, der am Rande des Baches, neben dem leeren Portemonnaie gefunden wurde. Der jugendliche Mörder, welcher der That geständig ist, hat seinen Collegen nach dem von der Straße abbiegenden einsamen Feldwege gelockt, ihn dort in den Graben ge­worfen, den Kopf seines viel schwächeren Opfers so lange unter Waffer gehalten, bis der Tod des Ueber- faQcnen eintrat, und dann die Leiche beraubt.

— (Eine lustige S o l d a t e n g e s ch i ch t e.) Abnorme Intelligenz war die Ursache, weshalb ein Ge­meiner aus Kremplin vom Militär entlasten wurde. Daheim erzählt er seinem Vater die näheren Umstände seiner „ehrenvollen" Verabschiedung. — „Siehste, Vatter, schuld is der Stabsarzt, der ließ mir rin komm'n und fragt mir allerhand, und fühlt mir a'n Kopp un sagt: „Mit Dir is et nun mal so, und bet bleibt ooch so", un fort mußt ick. Mit die andern habe ick mir aberst x gut verdragen. Dem Unteroffizier jefiel ick am Besten, der wollte mir immer malen lasten — uff'n Pseifenkopp. Un der Gefreite, wat der Stubenälteste war, der schickte mir überall hin, un den ersten Dag, wo ick'n^Kaffee aus der Küche geholt habe, ranzt er mir an: „Schafs- kopp, wo hast denn 'n Zucker?" Na, ick jeh wieder in die Küche zurück un sage: „Den Zucker wollte ick für den Herrn Gefreiten!" Da haben se mir aberst raus- jeschmisten. Un den Herrn Schersanten habe ick jefragt, ob ich nich mal in die Stadt jehen könnte. „Dat kannste", sagte er, „jeh beim Spieß und hol' Dir'n Hausschlüstel!" Nu ick rin dein Feldwebel. „Herr Spieß, ick wollt' mal in die Stadt geh'n, jeben Sie mir so lange den Hausschlüssel!" Na, ick denke der will mir fressen, un in seiner Wuth schmeißt er mir ’n schweren Commißstiebel a'n Kopp. Davor hat mir denn der Corporalschastsführer getröü’t; der konnte mir über­haupt gut leiden, bei der Parade ließ er mir überhaupt nich los und knopp mir sogar ’n Rock zu. Un da kam einer anjeritten mit'n großen Hahnenschwanz an'n Hut. „Wer is'n det?" fragt ich den Corporalschastsführer. „Der General, Affe!" sagte er zu mir. Nu kam denn der Kerl mit ’n Hahnenschwanz ran, und wo er mir sah, lacht er mir so freundlich an un fragt: „Kennst Du mich, mein Sohn?" „Jawohl", sag' ick, „Du bist der Generalaffe!" Da tritt er weg, un mir hab'n se 14 Dage ingekastelt. Un wo ick wieder rauskam, ließ mir der Herr Hauptmann holen un von ’n Stabsarzt untersuchen ; den Hauptmann sollste mal besuchen, Vatter, als ick wegging, sagte er: „Du Hornvieh, Deinen Vater möchte ich wirklich kennen lernen!"