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K. 126.

taM Sei 25. Atoier

1902.

Amtlicher Theil.

Hersfeld, den 24. Oktober 1902.

Die Erledigung der diesseitigen Verfügungen:

1. vom 11. September 1902 V. 839, Kreisblatt Nr.

109, den Bedarf an Quittungskarten- rc. Formulare betreffend,

2. vom 7. Oktober d. Js. I. 5998, Kreisblatt Nr. 121, die Herausgabe einer neuen Sammlung der im Re­gierungsbezirk Cassel z. Zt. geltenden Polizeiverord- nungen betreffend, wird hierdurch mit F r i st bis zum 2 9. d. M t s. in Erinnerung gebracht.

Gegen etwaige an diesem Termine noch säumige Herren Bürgermeister wird eine Ordnungsstrafe von je 3 Mk. festgesetzt werden.

Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.

Hersfeld, den 17. Oktober 1902.

Nachdem der in Diensten der Herren von Baumbach in Kirchheim stehende Waldwärter Christian Philipp Paul in Willittgshain ausweislich des dahier vorgelegten Ver­trages auf Lebenszeit angestellt und vor dem Königlichen Amtsgericht in Niederaula unterm 23. v. Mts. auf das Forstdiebstahlsgesetz vom 15. April 1878 vorschriftsgemäß

Saatenstand um die Mitte des Monates Oktober 1902 im Kreise Hersfeld.

Begutachtungsziffern (Noten): 1 = sehr gut, 2 ----- gut, 3 Mittel, 4 = gering, 5 = sehr gering.

(Vergleiche den Runderlaß der Herren Minister für Landwirthschaft rc. sowie des Innern vom 16. November 1901 I B c 9476 M. f. L. l b 3646 M. d. I.)

F r u ch t a r t e n

Durchschnittsnoten für den

Anzahl der von

den Vertrauensmännern abgegebenen Noten

Staat

Regierungs­bezirk Cassel

1

2

3

4

5

12

23

34

4-5

Winterweizen.... Sommerweizen . . . Winterspelz .... Winterroggen . . . Sommerroggen . . . Sommergerste . . . Hafer...... Kartoffeln..... Klee ...... Luzerne..... Wiesen......

2,9

2,2

3.0

2,3

2,4

2,5

2,6

2,3

2^5

1

2

5

1

2

2

2

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le n ck.

Auszug

aus dem Statut des Hospitals zu Niederaula.

Das Hospital zu Niederaula gewährt unbescholtenen würdigen Personen evangelischer Konfession aus den Landgemeinden des Kreises Hersfeld mit besonderer Be­rücksichtigung der Gemeinden der Kirchspiele Niederaula und Asbach freie Wohnung, eine bare Geldunterstützung, Benutzung von Land, in Krankheitsfällen, wenn nöthig und nach Befinden des Hospitalvorstandes, freie ärztliche Behandlung, Arznei und Pflege auf Lebenszeit, sowie alten gebrechlichen Leuten und armen Wittwen, Letzteren bis zur Konfirmation ihrer Kinder, eine jederzeit wider­rufliche Geldunterstützung.

Die Ausnahme der Hospitaliten erfolgt bei eintretender Vakanz aus der Zahl der Bewerber, die sich über ihre persönlichen und Vermögensverhältniffe, sowie über ihre bisherige Führung ausweisen müssen.

Ausgenommen werden nur solche Personen, die 1. evangelischer Konfession, 2. mindesten« 45 Jahre alt sind, 3. nicht an ansteckenden ober GeisteS-Krankheiten leiden, 4. der Wohlthaten der Stiftung würdig sind und 5. vor der Aufnahme das Einkaufsgeld zahlen.

Bei sonst gleichen Verhältnissen haben den Vorzug Personen von schwacher Gesundheit vor rüstigen.

DaS Hospital gewährt:

vereidigt worden ist, so steht demselben auch das Recht des Waffengebrauchs nach Maßgabe des Gesetzes vom 31. März 1837 zu, was hierdurch mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß der rc. Paul die­selbe Uniform zu tragen hat, welche von den übrigen Forst- beamten der Herren von Baumbach getragen wird und wie solche im Kreisblatt Nr. 61 vom Jahr 1891 (conf. dies­seitige Verfügung vom 11. Mai 1901 J. I. Nr. 2530) näher bezeichnet ist.

Gleichzeitig theile ich mit, daß ich den vorbezeichneten rc. Paul auch mit Ausübung des Jagdschutzes in den außerhalb seines Schutzbezirks liegenden Bezirke, und zwar in den angrenzenden Gemeindebezirken Willingshain, Frie- lingen, Gersdorf, Goßmannsrode, Heddersdorf, Kirchheim, Reckerode, Rotterterode mit Beyersgraben sowie in den fiskalischen Gutsbezirken Niederaula und Neuenstein be­auftragt habe.

I. 6416. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz, __Geheimer Regierungs-Rath.

Hersfeld, den 22. Oktober 1902.

Mit Ausübung des Jagdschutzes in der Gemarkung Friedewald habe ich an Stelle des pensionirten Heege- meisters Röder den Königlichen Förster Uhl in Friedewald beauftragt.

I. 6467. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.

in Klaffe A: freie Wohnung (bestehend aus 3 Zimmern und Küche) und 60 Mark jährl. Unterstützung gegen ein Einkaufsgeld von 600 Mark,

in Klasse B: freie Wohnung (bestehend aus zwei Zimmern und Küche) und 54 Mark jährl. Unterstützung gegen ein Einkaufsgeld von 400 Mark,

in Klasse C: freie Wohnung (1 Zimmer) und 48 Mark jährl. Unterstützung gegen ein Einkaufsgeld von 150 bis 200 Mark,

in Klasse D: freie Wohnung (1 Zimmer) und 42 Mark jährl. Unterstützung gegen ein Einkaufsgeld nach dem Ermessen des Vorstandes bis 100 Mark,

in Klasse E: freie Wohnung (1 Zimmer) und 36 Mark jährl. Unterstützung ohne Einkaufsgeld.

Die Pfründner der Klassen D und E haben außer» dem ein gemeinsames Wohnzimmer und eine gemeinsame Küche mit freiem Brand und Licht.

Die Pfründen der Klassen A und B können auch an ältere alleinstehende Ehepaare verliehen werden.

Ist ein Hospitalit willens, außer dem Kaufgeld seiner Pfründe noch eine weitere Einzahlung in die HoSpital- kasse zu leisten, so gewährt das Hospital dem Einzahler für je 100 Mk Einzahlung, sofern die Einlage erfolgt a. vom 45.-49. Lebensjahre jährlich eine besondere Rente von 6 Mk.

b. vom 50.54. Lebensjahre jährlich eine besondere Rente

von 7 Mk.

C.

55.-59.

M ,/

besondere Rente von 8 Mk.

d.

60.64.

besondere Rente von 9,50 Mk.

e.

65.-69.

,/

besondere Rente von 13 Mk.

f.

70.

H

ab

besondere Rente von 15 Mk.

Ein Erbrecht

des Hospitals in den

i Nachlaß ver-

storbener Hospitaliten, die sich eingekauft hatten, findet nicht statt.

Die Pflege der Hospitaliten sowie die Aufrechter- Haltung der Ordnung im Hospital ist einer Diakonisse anvertraut.

* * *

Hersseld, den 8. Oktober 1902.

Nach Aenderung des Statuts können jetzt Personen aus sämmtlichen Landgemeinden des Kreises Hers» feld in das Hospital in Niederaula ausgenommen werden. Die Bezüge der Hospitaliten sind wesentlich verbessert worden.

Die Herren Bürgermeister wollen, wenn sich Personen in ihren Gemeinden befinden, welche sich zur Ausnahme eignen, diese auf die Wohlthaten des Hospitals auf­merksam machen.

Aufnahmegesuche sind an den Vorstand zu Niederaula zu richten.

H. 46. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz, Geheimer RegierungS-Rath.

Mainz, den 16. Oktober 1902.

Es wird ergebenst ersucht, den dortigen Landwirthen in geeignet erscheinender Weise bekannt geben zu wollen, daß die Verwaltung Angebote in gelben Kocherbsen und weißen Rund- und Langbohnen aus der letzten Ernte entgegennimmt.

Die Angebote sind entweder an die Fabrik direkt oder an das dem Verkäufer zunächst gelegene Proviantamt zu richten, dessen Mitwirkung auf Wunsch des Verkäufers auch bei Abfertigung der Sendungen in Anspruch ge­nommen werden kann. Den Angeboten sind Proben von ungefähr/^ 1 beizufügen.

Zur Preisbemessung wird bemerkt, daß die Abroll- gebühren vom Bahnhof Mainz bis zur Fabrik 10 Pfg. für 100 Kilogramm betragen und vom Verkäufer zu tragen sind.

Die Vermittelung der Abfertigung auf dem Bahn­hofs Hierfelbst, die Berauslagung der Fracht und Abfuhrkosten übernimmt die Verwaltung, wie sie auch auf Wunsch der Verkäufer Magazinsäcke zur Uebersendung der Hülsenfrüchle zur Verfügung stellt.

Königliche Verwaltung der Armee-Konserven-Fabrik.

W i e s e l b a ch. Picker. Dtersky.

* * *

Hersfeld, den 22. Oktober 1902.

Wird veröffentlicht.

J. II. 3983. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.

Berlin, 23. Oktober.

Se. Majestät der Kaiser hörte heute Vormittag im Neuen Palais die Vorträge des Chefs des General­stabes, Generaladjutanten, Generals der Kavallerie Grafen von Schlieffen, des Chefs des Militälkabinets, Generaladjutanten, Generalleutnants Grafen Hülsen- Haeseler und des Obersten Pawel, Kommandeurs der Schutztruppe von Kamerun. Um 11 Uhr empfing Seine Majestät den Maler Fritz Gehrke.

Am Mittwoch wurde im Reichstag die Berathung des Zolltarif-Gesetzes mit den Positionen Gerste und