grüßen, die unser Kaiser über die Bedeutung des in Reval erfolgten Austauschs der zu den Admirals-Ab- zeichen der beiden Kaiser gehörenden Aiguilleten gegeben hat: „Sie sollen, nach den eigenste« Worten Ihres allerhöchsten Herrn, ein Glied in der festen Kette darstellen, welche uns beide in treuer Freundschaft umschlingt." In diesen Worten liegt eine Bürgschaft für den Frieden, wie sie sichrer nicht geleistet werden kann.
Politische Nachrichten.
Berlin, 5, September.
Aus Posen wird vom 4. September gemeldet: Zur Enthüllung des von dem Bildhauer Boese-Charlotten- burg geschaffenen Kaiser Friedrich-Denkmals trafen Ihre Majestäten der Kaiser, die Kaiserin, Se. Kaiserliche Hoheit der Kronprinz, die hier anwesenden Prinzen, der Reichskanzler Graf von -Bülow, die drei Kabinetschess, sowie das Gefolge Ihrer Majestäten Vormittags 11 Uhr auf dem Wilhelms- platz ein. Die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften nahmen unter dem^aiferzelte Aufstellung. Zur Feier hatten sich ferner eiMefunden Finanzminister Freiherr von Rheinbaben, Kriegsminister von Goßler, Minister des Innern Freiherr von Hammerstein, Kultusminister Dr. Studt, die Spitzen der Civilbehörden, die Generalität, die Fürstlichkeiten, darunter Fürst Ferdinand Radziwill und die Geistlichkeit beider Konfessionen. Auf den Tribünen und in den angrenzenden Straßenzügen Halte sich ein zahlreiches Publikum eingesunden. Nach herzlicher Begrüßung des Oberbürgermeisters Witting schritt Se. Majestät die Front der Ehrenkompagnie ab. Hiesige Sänger intonirten hierauf Beethovens „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre." Hierauf hielt der Ober- Bürgermeister die Festrede. Auf den Wink Sr. Majestät des Kaisers fiel die Hülle des Denkmals. Der Vorsitzende des Denkmalskomitvs, Oberpräsident von Bitter brächte das Kaiserhoch aus, das von der Festversammlung und von Tausenden, die die Fenster und Dächer der umliegenden Häuser besetzt hatten, ausgenommen wurde. Viele Kränze, darunter die von städtischen Behörden und Vereinen, wurden niedergelegt. AIs Erster legte Se. Kaiserliche Hoheit der Kronprinz einen Kranz nieder. Se. Majestät der Kaiser besichtigte das Denkmal und zog Künstler und viele Anwesende ins Gespräch. — Nach der Enthüllung des Kaiser Friedrich-Denkmals be- gaben sich die Majestäten, der Kronprinz, die Prinzen, der Reichskanzler und die Minister nach dem Landeshause, wo die Provinzialstände versammelt waren. Der Pcovinzial-Landtagsmarschall Freiherr von Wilamowitz- Möllendorff hielt eine Huldigungsansprache und bot dem Kaiser den Ehrentrunk. Der Kaiser antwortete in längerer Rede und nahEden Ehrentrunk an. Sodann wurden die Anwesenden vorgestellt. Das Hoch auf Seine Majestät den Kaiser brächte das älteste Mitglied des Provinzial-Landtages, Laudes-Oekonomierath Kenne- mann aus.
Der Reichskanzler hat vorbehaltlich der Abänderung der Wehrordnung genehmigt, daß bei Anträgen von Bewerbern auf wiederholte Zulassung zur Prüfung für den einjährig-freiwilligen Dienst von den Prüfungskommissionen schon jetzt nach folgenden Grundsätzen zu verfahren ist: „Besteht ein Bewerber die Prüfung vor der Prüfungskommission nicht, so ist eine einmalige Wiederholung zulässig. Ist auch diese erfolglos, so darf der Bewerber von der Erfatzbehörde IH. Instanz nur in ganz besonderen Ausnahmesällen zum dritten Male zur Ablegung der Prüfung zugelassen werden. Die Bestimmungen der Anlage 2 § 16 der Wehrordnung, wonach a) für die wiederholte Zulassung Voraussetzung ist, daß die Prüfung noch vor dem 1. April des Kalenderjahres erfolgen kann, in welchem die Bewerber das 20. Lebensjahr vollenden, b) die Prüfung sich in jedem Falle auf sämmtliche Prüfungsgegenstände der §§ 1 und 2 der Anlage 2 erstreckt, bleiben auch ferner in Kraft. In dem Gesuche des Bewerbers um Zulassung zur Prüfung ist anzugeben, ob, wie oft und wo sich der Betreffende einer Prüfung vor einer Prüfungskommission bereits unterzogen hat." Die Königlichen Generalkomman« dos sollen in Gemeinschaft mit der in Betracht kommenden Civil-Verwaltungsbehörde die in ihrem Bezirk befindlichen Prüfungskommissionen mit Weisung versehen.
Als englische Gäste des Kaisers zu den Manövern treffen demnächst ein: Feldmarschall Carl Roberts, Generalleutnant Sir John French, Generalleutnant Sir Jan Hamilton, Oberst der Artillerie Sclater; zu diesen ist Major Graf Roedern vom Garde-Kürassier- Regiment kommandirt worden, während die weiter geladenen englischen Offiziere, Kriegsminister Brodrick, General Sir F. Kelly Kenny und Leutnant Dudley Marjoribanks vom Major Freiherr» von Salmuth vom 2. Garde-Artillerie-Regiment begleitet werden.
Die 11. Hauptversammlung des Verbandes deutscher Gewerbevereine, die in Kaiserslautern tagte, hat zur Frage des Schutzes der B a u h a n d w e r k e r folgende Resolution angenommmen: Die Hauptversammlung des Verbanders deutscher Gewerbevereine spricht die bestimmte Erwartung aus, daß der vom preußischen Slaatsministerium im Jahre 1901 veröffentlichte Entwurf B eines Reichs- gesetzes zur Sicherung der Bausorderungen, welche die von ihr auf den Hauptversammlungen der Jahre 1894 bis 1898 gestellten Forderungen zu erfüllen geeignet erscheint, baldigst Gesetz werden möge. Sie giebt gleichzeitig den maßgebenden Körperschaften zur Erwägung anheim, ob nicht wenigstens neben den Bestimmungen
des Entwurfes B reichsgefetzlich und mit Geltung für alle größern Bauten, einschließlich derjenigen Umbauten, die den Neubauten gleich zu erachten sind, unter Auf» rechterhaltung der Bestimmungen des Entwurfes B über die Baugelder-Hypotheken: 1. Ranggleichheit aller Bauhypotheken unter Ausdehnung derselben auf die Lieferanten, 2. der Vorrang derselben vor allen Eintragungen nach Baubeginn, 3. die Wahrung dieser Rechte durch obligatorische Vormerkungen im Grundbuche, durchführbar wäre.
Als G e s ch e n k d e s S u l t a n S für Kaiser Wilhelm sind, mit der Eisenbahn über Breslau kommend, ein prachtvoller brauner arabischer Hengst, so» wie vier mächtige Büffelochsen in Berlin angekommen. Der Transport wurde von türkischem Personal begleitet.
Nach der Meinung der Aerzte dürste die Gesundheit des Präsidenten S t e i j n , wenn auch langsam, wieder hergestellt werden.
Der allgemeine Ausstand in Florenz hat ebenso schnell, wie er entstanden war, sein Ende gefunden. Auch die Metallarbeiter haben die Arbeit wieder ausgenommen mit Ausnahme von 200 frühern Arbeitern von Pignone, die infolge des Ausstandes entlassen worden sind. Die Straßenbahn-Gefellschast hält ihre Werkstätten noch aus Gründen der Disziplin geschlossen. Die Stadt bietet wieder ihren gewöhnlichen Anblick dar.
Höchst bedauerliche Früchte hat der Nationalitäten- Haß in Agram, der Hauptstadt Kroatiens, gezeitigt. Hier machten sich die Kroaten blutiger Ausschreitungen gegen den serbischen Theil der Bevölkerung schuldig. Erst mit Hilfe des Militärs und nach Verkündigung des Standrechts konnte dem Zerstörungswerke der kroatischen Volksmenge Einhalt geschehen.
Der Präsident der Vereinigten Staaten, Roosevelt, ist von einem Unfall betroffen worden, worüber Folgendes genreldet wird; New-Uork, 3. September. Der Präsident verließ gegen 10 Uhr Morgens Pittssield in Massachusetts, wo er noch eine Rede gehalten, in offenem Landauer, um nach Lenox zu fahren. Mit im Wagen war der Gouverneur Crane von Massachusetts und Sekretär Cordlyou. Auf dem Bock faß neben dem Kutscher ein Geheimdienstbeamter. In der ländlichen, wenig bebauten Vorstadt bemerkte der Gouverneur, wie sich ein elektrischer Straßenbahnwagen in voller Fahrt dem Kreuzungspunkte näherte — auf den auch der Wagen des Präsidenten zufuhr, er rief dem Kutscher zu, der jedoch nicht hörte, während der Kriminalbeamte dem Kondukteur Halt zu- winlte. Trotzdem fuhr der Stratzenwagen in den Landauer nicht nur hinein, sondern buchstäblich hindurch und kam erst nach 30 Meter zum Stehen. Die schreckerstarrten Insassen der folgenden drei Wagen sahen den Präsidenten und seinen Begleiter aus dem Landauer geschleudert. Der Präsident selbst siel auf den Kops und blieb einen Moment wie betäubt liegen, stand dann aber mit Hilfe Anderer auf. Er erklärte, einige Benommenheit im Kopfe abgerechnet, er sei unverletzt und erkundigte sich nach seinen Begleitern Crane und Cordlyou, die leichte Schrammen und Kontusionen davongetragen hatten. Der Kutscher hatte einen Schädelbruch erlitten. Der Kriminalbeamte ist todt. Der Präsident schickte einen reitenden Boten zum Telegraphenamt, um nach Washington die Nachricht zu senden, daß er unverletzt sei und so beunruhigenden Gerüchten vorzubeugen. Darauf wurde die Fahrt fortgesetzt. In Lenox wurden alle Hochrufe untersagt, weil Roosevelt angegriffen sei. Augenscheinlich sind ernste Folgen des Unfalls nicht zu erwarten. Die Backen des Präsidenten waren wie die blutende Nase geschwollen, auch zeigten sich verschiedene Risse an der Stirn und eine leichte Wunde am Kinn. Roosevelt setzte seine Reise nach Stockbridge fort und sprach die dort versammelte Menge an. Er sagte, man habe zweifellos den Unfall gehört, er wolle daher nur für den Empfang danken und bitte in Anbetracht des Todesfalles des Geheimdienstbeamten keine Hochrufe laut werden zu lassen. Roosevelt wird seine Reise beenden, dies ist aber kein Zeichen von Gefahr, da das Ende derselben an sich aus morgen festgesetzt war.
Aus $mini mii) AaOarsebiet.
* (Personal-Chronik) Ernannt: der Ne» gierungs-Assessor von Görschen in Cassel zum Regierung«- rath, der Rechtskandidat von Liebermann zum Referendar, der bisherige Forstausseher Herbel in Morles, Ober, försterei Thiergarten, zum Förster. — Uebertragen: dem Landrath von Beckherath in Dillenburg die commissarische Verwaltung des LandrathSamtS im Land» kreise Hanau, dem bisherigen Forstaufseher Löffert in Storck, Oberförsterei Neuhof, die Försterstelle Willers- Hausen, Oberförsterei Rosenthal, dem Förster Heipel die Föisterstelle Lützel, Oberförsterei Bieder. — Beauftragt: der General-Superintendent D. Werner zu Cassel mit Vertretungsweiser Versetzung der Superintendentur- Geschäfte für die Diöcese Rinteln.
* Ansich tspostkarten bedürfen nur der Fran- kirung mit 3 Pfennig, falls es sich lediglich um Ueber- mittelung von Grüßen handelt und nachdem der auf der Vorderseite der Karte befindliche Vordruck „Postkarte" durchstrichen ist. Der Grundtext ist auf eine Anzahl von fünf Worten beschränkt.
* Der Anspruch des Lehrherrn auf Rückkehr eines entlaufenen Lehrlings ist in der Gewerbeordnung (§ 167 g) davon abhängig gemacht, daß der Lehr- v ertrag schriftlich abgeschlossen war. Das Ober- verwaltungs Gericht hat sich in einer Entscheidung vom 2. Juni d. I., wie das „Min. »Bl. der Handels- und Gewerbe-Verw." mittheilt, entschieden, daß der Lehrherr einen Anspruch auf Rückkehr des Lehrlings nur dann hat, wenn der Lehrvertrag sowohl vom Lehrherr oder seinem Stellvertreter als auch vom Lehrling und von dessen gesetzlichem Vertreter unterschrieben worden ist. Es wird dies aus § 126 b Nr. 2 der Gewerbeordnung gefolgert, der die Vorschriften über den formellen Abschluß des Lehrvertrages enthält. Wenn also, wie in dem der Entscheidung des OberverwaltungSgerichts zu Grunde liegenden Falle, der Lehrling selbst den Vertrag nicht mitunterschrieben hat, kann die Polizeibehörde den entlaufenen Lehrling nicht zur Rückkehr in die Lehre anhalten.
Hersfeld, 5.September. (Wochenbericht der Bei" lin er Produktenbörse.) Das jetzt vorherrschendewarnir und trockne Wetter hat es schneller, als noch vor kurzem erwarten war, ermöglicht, von der diesjährigen Ernte mesi als ausreichende Mengen dem Markte zuzuführen und daM einen Umschwung in den durch die Knappheit der Vorräth? bedingten außergewöhnlichen Verhältnissen am Berliner treidemarkte zu bewirken. Um aus den für greifbare Warff gezahlten hohen Preisen Nutzen zu ziehen, beeilte sich baf Inland, möglichst viel der neuen Ernte dem Konsum und den» Handel zur Verfügung zu stellen. Käufer beobachteten aber angesichts des sich mehrenden Angebots Zurückhaltung, uM so konnten Umsätze nur zu ermäßigten Preisen zu Standr kommen. Auch die durch den Eintritt trockner Witterung wieder gebesserten Aussichten auf die Kartoffel - Ernte übteP einen abschwächenden Einfluß auf die Haltung des Markier aus. Der Preisrückgang würde bedeutend größer gewesen sein, wenn nicht ein erheblicher Theil des an den Markt geH brachten Brotgetreides sich als feucht und daher zu Mab. ' zwecken ohne starke Beimischung trockner, ausländischer Früh untauglich erwiesen hätte. Besonders trifft dies für Rogge: zu. Da nun das russische Angebot im Laufe der Woh immer geringer wurde und schließlich sogar Zurück-Regulih | rungen namentlich auf entfernte Lieferung gemachte Abschluß vorgenommen wurden, machte sich am letzten Tage der ac 3. d. Mts. beendigten Berichtswoche eine entschiedene sestigung für Roggen und in Rückwirkung hiervon auch si Weizen, allerdings für letzteren in geringerm Grade, bemerkba- | Die Preise für nahe Termine haben gegen die Vorwoche meb eingebüßt als für ferne. Weizen stellte sich für ©eptembt: um 2'/„ für Dezember um 1V2 Mk. niedriger. Für Rogger betrug der Preisabschlag auf September l3/4 Mk., währe»! auf Lieferung im Dezember sich sogar eine Besserung urt 11 /4 Mk. ergab. Eine äußerst starke Preiseinbuße für LolE wäre und aus nahe Lieferung hat Hafer erlitten. Am 3. SM tember waren schließlich für den laufenden Monat die Preis von Weizen 155,25 Mk., Rogen 140,75 Mk., Hafer 135,50 Miß 1 Mais 122,50 Mk.
(§) Hersfeld, 5. September. T. K. H. NE seinem Tourenprogramm hat der Touristenklub ß nächsten Sonntag eine Tageswanderung nach dem Soi- berg vorgesehen. Der Abmarsch erfolgt vormittag
7 Uhr vom Petersthor. Der Weg führt über b« Höhenberg (Wippershainer Höhe), von da gelangt mit auf der „alten Straße" nach Schenklengsseld. Hi« wird das Frühstück eingenommen. Ueber die zur @t meinde Wehrshausen gehörigen Höfe Thalhausen u« Kahlhausen geht hiernach die Wanderung weiter mi ; dem Soisberg. Auf diesem Berg, der ungefähr 620 nfe hoch ist, befindet sich ein Aussichtsturm, der vor einigt Jahren vom Rhönklub erbaut worden ist. Von die!» Stelle aus hat man einen herrlichen Rundblick. M Allem sieht man die Rhön mit ihren Ausläufern, d« Jnfelsberg, Meißner, Alheimer, Bommer, Eisenbe«
u. s. w. Die Wanderer gelangen auf einem schön« Wege über Oberuffhausen nach Eiterseld. Hier wird ii ; der weit und breit bekannten Wirtschaft Hodes für eim längere Zeit Rast gemacht und das Mittagessen einp nommen. Der Rückweg erfolgt entweder über Buchen« % Oberhaun oder über Oberstoppel, Neukirchen zum W schluß an den Zug 811 Uhr. Die eine der lohnendsten in unserer Gegend; deshalb ist;L auch zu wünschen, daß sich möglichst viel Touristen dieser Wanderung beteiligen. Es ist nicht ausgeschlossen daß sich in Schenklengsseld einige Mitglieder des dortig« ; Zweigvereins des Rhönklubs dem Ausflugs anschließ« Im klebrigen ist die Tour wenig anstrengend.
Hersfeld, 5. September. Nachdem der Kommuml « Landtag in seiner Sitzung vom 25. Februar d. JW die Erhebung einer Bezirksabgabe in Höhe von 4380OB Mark für das Etatsjahr 1902 beschlossen hat, ist nach schluß des Landes-Ausschusses vom 17. Juni d. Js. M ’ Vertheilung dieser Bezir ksabgabe aus die einzelnen StaW ) und Landkreise nach dem aus dem Verhältniß des E ’ sammtsteuersolls des Bezirks zu der Bezirkssteuersuni«''. ' sich ergebenden Bruchtheilen auf zwei Dezimalstellen n»E oben erfolgt. Es entfallen demnach zum Satze 6,21 pCt. auf den Landkreis Hersfeld 10 935,78 MG Der Fälligkeitstermin der Bezirksabgaben ist auf 1. Oktober d. J. festgesetzt.
Hersfeld, 5. Sept. Die neue Rechtschreibü« s soll am 1. Januar 1903 von den Beamten aller $'r hörden angewendet werden. Jeder Dienststelle sind W Regeln hierzu geliefert worden, bezw. werden sie in nächsten Zeit geliefert werden, damit die Beamten ^> haben, sich mit ihnen vertraut zu mache».
Hersfeld, 5. September. (Herbstzeitlose ‘ In Gärten und auf Wiesen zeigen sich schon eiw™ dieser Blumen; das ist ein Zeichen, daß der vor der Thüre ist. Noch mehr werden sie zum schein kommen, wenn die Wiesen und Gärten abgew^D sind und die Grummeternte eingebracht worden ist. -'M manchen Stellen kommen sie in einer solchen vor, daß es den Besitzern solcher Grundstücke angst bange werden muß vor dem Frühjahr, wo die BlätlW und Samenkapseln erscheinen. Diese nehmen den anbi^ Pflanzen den Platz und die Nahrung weg und f^ r • wegen ihres scharfen Giftes höchst gefährlich. £Hl 1 1 nun die gelegenste und beste Zeit, wo die Vertilg"" A und Ausrottung vorgenommen werden kann ; jetzt ist 'S leicht, sie auszurupfeu, da ihnen gut beizukomme» weil die Grundstücke abgemäht sind und dem Grase M S Zertreten keinen Schaden zugefügl wird. Durch Ausrupfen wird verhindert, daß diese Pflanzen " Frühjahr weder Stengel und Blätter noch kapfeln treiben; und geschieht diese Arbeit zur wenn es regnet, dann ist es noch besser, denn durch steckengebliebene Röhre dringt das Wasser in die ) und diese geht in Fäulnis über. Vorsichtig muß AuSrupfen geschehen, auch darf an den Händen Wunde sein, sonst würde der scharfe Saft in diesig eindringen und höchst gefährlich werden. Am beste" es, wenn das Ausrupfen mit dichten Handschuhe"