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l- Landwerksburschen Metzger Friedrich Huyle aus

'Ü Serkowitz (Sachsen), Metzger Eugen Sruhl aus Königs»

wuHerbaufen (Kreis Teltow und Arbeiter Johannes n, Schade aus Hersfeld hier tm Gasthaus zumHusch °» lind machten sich dermaßen lästig, daß sie hinausgeworfen i$ wurden Huhle hatte in seiner Rocktasche zwei offene eti Messer stecken, welche ihm beim Sturze in die Brust

* drangen und die Lunge so schwer verletzten, daß er in's nl Landkrankenhaus ausgenommen werden mußte, während (16 die beiden Anderen einen Platz hinter schwedischen St Gardinen angewiesen erhielten. Die sofort eingeleitete en Untersuchung wird ergeben, ob blos ein Unfall, oder nii eine Schuld Dritter vorliegt.

nd Hanau, 24. Juli. In der Familie des Stein- nb nutzen Schäfer zu Fechenheim (Kreis Hanau) ereignete ii sich heute Morgen ein schrecklicher Vorfall. Die erst mi 25 Jahre alte Ehefrau Schäfer kränkelte seit längerer im Zeit an einem Lungenkatarrh und wähnte, dem Siechthum hr verfallen zu sein, was ihr Anlaß gab, den Versuch zu id machen, sich das Leben zu nehmen. Sie begoß sich mit fe Petroleum, dasselbe in Brand setzend. Ihr hinzu- Ä kommender Mann erstickte die Flammen, aber die en J Brandwunden der Frau waren sehr schwere, sodaß die ie^ eiligste Ueberführung ins hiesige Landkrankenhaus sich ai als erforderlich erwies.

i! Hanau, 23. Juli. Ein frecher Schwindel wurde iM von einem elegant auftretenden jungen Manne verübt, fe der sich in ein hiesiges Hotel unter dem Namen G. Borr, < Candidat der Theologie aus Basel, einlogirte und bei il-W einem Fahrradhändler, dem er sich als Vicefeldwebel der dl Reserve, zu einer Uebung beim Infanterie-Regiment be- fe ordert, vorstellig ein gutes Fahrrad entlieh. Das Rad ie-N wollte er sich für einige Stunden entleihen, um sich die eife Stadt ansehen zu können. Der Fahrradhändler ist um sein Rad, der Hotelier um die Zeche gekommen.

fe Blankeuheim (bei Bebra), 23. Juli. DecHebamme in Reyer hierselbst wurde von Ihrer Majestät der Kaiserin

2, die goldene Ehrenbrosche verlieben, die der Jubilarin er von Herrn Landrath Tuercke-Rotenburg überreicht wurde, in Niederrodenbach b. Hanau, 22. Juli. Gestern 4 Nachmittag zog über die hiesige Gegend ein schweres n-M Gewitter und ein Blitz fuhr am Giebel des Wohnhauses ife ' des Landwirthes Gunkel dahier Mieder und tödtete das n- . aus der Straße stehende Pferd des Fuhrmanns Viel erW aus Rückingen; von da sprang der Blitz auf den Stall

i über und erschlug eine Kuh des Gunkel.

«W Weidenhauseu, 22. Juli. Einen jähen Tod e- / fand der langjährige Knecht des Gastwirths Konrad je Berneburg hier. Zwei Touristen fanden ihn gestern ir ' Nachmittag an der sehr abschüssigen Straße zwischen )£ Schwalbenthal und Vockerode todt auf der Straße. e> Der schwerbeladene Steinwagen, den er bediente, war l5 ihm gerade über den Hals gegangen, so daß der Tod augenblicklich eingetreten sein muß.

er H Frankfurt a. M., 23. Juli. Aus Versehen ein» .itaB gewickelt, das passirte gestern einem H u n d e r l m a r k» schein in einer Metzgerei auf dem großen Hirschgraben, fefe. Derblaue Lappen" lag unbeaufsichtigt auf der Theke, und geriet!) beim Einwickeln in das Fleischpacket eines ' Käufers. Dieser entdeckte erst vor dem Laden, da am )e ^ Paket etwas Blaues hervorlugte, welch' billigen Einkauf M er trotz der theuren Fleisch- und Wurstpreise gemacht [e fe hatte. Er gehörte aber zu der Species der ehrlichen l Finder und brächte den Schein dem zurück, dem er . gehörte.

,6 Heiligeustadt, 24. Juli. Der Hauptlehrer Dietrich ;r wurde heute in teuren auf der Jagd erschoffen.

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$ t r m i f 6 h §.

Berlin, 24. Der durchgeh rannte .Kassenbote Wagner hat sich heute Vormittag gegen 11 Uhr bei der Staatsanwaltschaft aus freien Stücken gestellt. Der Chef der Seehandlung wurde telephonisch benachrichtigt und erschien bald darauf im Kriminalgebäude. Wagner war im Besitze von 17 M. 50 Pfg. Er behauptet, daß ihm die ganze unterschlagene Summe von 57 000 Mk. bis auf den genannten kleinen Betrag in der letzten Nacht gestohlen sei, als er sich in der Jungfernhaide bei Plötzensee herumgetrieben habe. Diese Angabe hat wenig Wahrscheinlichkeit für sich, es liegt näher, daß Wagner die Summe bei Seite ge­schafft hat.

-Das Urtheil im Leipziger Bank- prozeß ist gestern nach zweiunddreißigtägiger Ver- Handlung gesprochen worden. Der Gerichtshof verur- theilte: Direktor Exner zu fünf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Direktor Gentzsch zu drei Jahren Gefängniß. Beiden sind sieben Monate Unter­suchungshaft anzurechnen. Gegen den Vorsitzenden des Anssichtsrathes Dodel erkannte der Gerichtshof auf 15,000 Mk. Geldstrafe, gegen die Mitglieder des Auf­sichtsrathes Schröder, Mayer und Wölker auf je 18,000 M. Geldstrafe, gegen Förster auf 5000 Mk., gegen Fiebiger auf 8000 Mk., und gegen Wilkens auf 5000 Mk. Geld­strafe. Die Kosten des Verfahrens tragen die Ange­klagten.

Leipzig, 22. Juli. Heute Nachmittag ging hier und in der gesamwien Umgebung ein furchtbares Hagelwetter nieder, welches colossalen Schaden an Fluren und Feldfrüchten anrichtete. Aus ganz Sachsen und Thüringen werden schwere Gewitter und zahlreiche Blitzschläge gemeldet, der Schaden ist allerorten be­trächtlich.

Die Z a h l der O p f e r der Hamburger Schiffs-Katastrophe beträgt, nachdem sich in­zwischen mehrere als vermißt angegebene Personen ge­meldet haben, jetzt 112, doch ist nicht ausgeschlossen, daß noch weitere Meldungen zur Verlustliste einlaufen.

Paris, 24. Juli. Als heute Morgen eine Ab­theilung der Genietruppe auf dem Felde bei Versailles mit einem neuen Minenpulver experimentirte, explodirte dieses plötzlich aus bisher nicht aufgeklärten Ursachen. Zwei Offiziere und zwei Unteroffiziere wurden gelobtet und sechs Mann verwundet.

Madrid, 24. Juli. In dem Gebiete zwischen den Provinzen Santander und Asturien sind mehrere von unterirdischem Getöse begleitete Erderschütterungen vorgekommen.

Auf der meteorologischen Station zu U s l a r Solling-Station hat deren vieljähriger Leiter, Stanhope Eyre, einen höchst bemerkenswerthen neuen Apparat auf­gestellt, nämlich einen selbstthätigenBlitzregistcator". Der von Herrn Stanhope Eyre selbst erdachte und nach seinen Angaben erbaute Apparat registrirt mit tadelloser Sicherheit die Blitze aller Gewitter, welche in 60 bis 70 Kilom. Entfernung von ihm zur Entladung kommen. So verzeichnete derBlitzregistrator" am 17. Juli, als Uslar rings von Ferngewittern umgeben war, innerhalb 4 Minuten 61 Blitze. Aeußerst interessant ist es, wenn häufig bei ganz klarem Himmel der Blitzempfänger Blitze markirt.

Ueber die Ueberschwemmungen in Amerika berichtet der New-Norker Korrespondent der Daily Mail" wie folgt:Eine Reihe von schweren Regenfällen hat den Mississipi zu einem See umgestaltet,

der 5 bis 10 Meilen breit und 70 Meilen lang ist. Theile von Iowa, Missouri und Illinois sind überfluthet, die Saat vernichtet und weggespült. Man schätzt den Schaden auf mehr als 1 Million Lstr. und glaubt, daß er auf 2 Millionen Lstr. steigen muß, weil noch nicht abzusehen ist, wann die Ueberschwemmung aufhören wird. Der Distrikt Lone Tree Prairie in Illinois, der 10 Quadr.-Meilen groß ist, ist vollständig verlassen worden. Die Bevölkerung floh auf die Höhen an der Missouriseite und beobachtet von dort das Zerstörungswerk. Hunderte von Farmern sind ruinirt, und wenn die 40 Meilen langen Dämme brechen, so werden weitere 175 Quadrat­meilen von Illinois überschwemmt werden. Dies würde einen weiteren Verlust von 600 000 Lstr. zur Folge haben. Die Farmer bewachen die Dämme bei Tag und bei Nacht, befürchten aber Dammbrüche, weil die Moschus­ratten viele Löcher in die Dämme gegraben haben. Die Farmer des Staates New,Dock haben ebenfalls einen Schaden von 200 000 Lstr. erlitten.

Schlachtbericht des städtischen Schlachthauses

für den Monat Juni 1902,

Geschlachtet wurden: 36 Ochsen, 2 Bullen, 21 Kühe, 24 Rinder, 201 Schweine, 136 Kälber, 22 Hämmel und 39 Schafe.

Tuberkulose wurde festgestellt bei: 1 Ochsen, 3 Kühen, 3 Rindern und 1 Schwein; Finnen bei 1 Ochsen.

Theilweise beanstandet wurden:

wegen Tuberkulose: 1 Kuh, 1 Rind und 1 Schwein, wegen Finnen: 1 Ochs.

Aus anderen Gründen wurden theilweise beanstandet : 1 Kuh und 1 Schwein.

Hersfeld, den 24. Juli 1902.

Thierarzt Friederich, Schlachthofverwalter.

Standesamtsbezirk Schenklengsseld.

Monat Juni 1902.

Eheschließungen.

Am 7. Johannes Führer, Postbote von Herfa, mit Elisa­beth Bock zu Schenklengsseld.

Geburtsanzeigen.

Am 1. Elisabeth, T. des Maurers Adam Sippel zu Oberlengsfeld.. 2. Johannes, S. des Maurers Heinrich Viel zu Landershausen. 5. Walther, S. der unverehelichten Anna Catharina geb. Heusner zu Conrode. Wilhelm August, S. des Zimmermanns Johannes Justus Göbel zu Wüstfeld. 10. Anna Margaretha, T. des Ackermanns Valentin Wolf zu Wüstfeld. 11. Heinrich Theodor, S. des Acker­manns Peter Hahn zu Wüstfeld. 19. Bertha. T. des Vieh­händlers Selig Tannenberg zu Schenklengsseld. 24. Elisa­beth, T. des Zimmermanns Johannes Güldner zu Malkomes. Heinrich, S. des Tagelöhners Conrad Bock zu Schenklengsseld.

Sterbe fälle.

Am 5. Anna Catharina, Ehefrau des Tagelöhners Jakob Schüler zu Landershausen, 58 Jahre alt. 18. Burghard Rüger, Ackermann und Kirchenältester zu Unterweisenborn, 69 Jahre alt.

Kirchliche Nachrichten.

Koangekischer Gottesdienst.

Sonnabend den 26. Juli.

Nachmittags 2 Uhr: Vorbereitung zum heil. Abendmahl.

Sonntag den 27. Juli.

Vormittags: Herr Pfarrer Steinmetz von Naboldshausen.

Nachmittags: Herr Pfarrer Wagner.

Temperatur der Fulda:

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