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Gratirdettasen r „3lWrtrte* SonntftßsMatr* *♦ „Mufteivte landVirthschastliche Vettage
6nMitri Ski 22. März
-Immeck-KMW.
Mit dem n. April beginnt ein neues Abonnement auf das wöchentlich 3 Mal erscheinende
Hersfelder Kreisblatt
mit den Gratisbeilagen
„Jllustrirtes Sonntagsblatt" »^ „Jllustrirte landwirthschaftl. Beilage".
Das „Kreisblatt" bringt außer den amtlichen Bekanntmachungen zuverlässige Mittheilungen über Ereignisse in der Politik, Berichte aus dem Kreise und der Provinz. Reichhaltige Nachrichten vermischten Inhalts bringen alle sonstigen mittheilenswerthen Ereignisse des täglichen Lebens zur Kenntniß der Leser. Daneben werden sorgfältig ausgewählte Erzählungen einen weiteren Theil des Lesestoffes bilden.
L aw Die wichtigsten Ereignisse gehen uns durch Telegramme zu und werden wir dieselben nöthigensnlls durch Extrablätter verbreiten.
Der vierteljährliche Abonnementspreis für das
M „Kreisblatt" beträgt bei den Postanstalten 1 Mark 60 Pfg. einschließlich Postgebühr.
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die Expedition.
Amtlicher Theil.
Berlin, den 28. Februar 1902.
Die amtliche Ausgabe der „Jahresberichte der Königlich Preußischen Regierungs- und Gewerberäthe und Bergbehörden für 1901" wird in der hiesigen ReichS- druckerei in der nächsten Zeit fertiggestellt werden. Für den Bezug des Werks ist Folgendes zu beachten.
1. Die Direktion der Reichsdruckerei wird die bis spätestens zum 1. April d. J. unmittelbar bei ihr im Voraus bestellten Exemplare des Werks Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden, Landes - Versicherungsanstalten, Berufsgenoffenschaften, Ortskrankenkaffen, gesetzlichen Handelsvertretungen, Handwerkskammern, Dampskefsel-Ueberwachungsvereinen, Knappschaftsvereinen und Gewerbegerichten zu einem Vorzugspreise ablaflen, I der zunächst auf 7 Pfg. für jeden Druckbogen zu 16 s Seiten festgesetzt ist, bei zahlreicherer Bestellung^aber^noch weiter ermäßigt werden wird.
Für Buchbinderarbeiten einschließlich des bedruckten Umschlags werden außerdem in allen Fällen 30 Pfg- bei einem brochirten, 60 Pfg. bei einem karton- nirten und 1 Mk. bei einem in Ganzleinen gebundenen Exemplar mit Gold- und Schwarzdruck, wie bisher berechnet werden. Die Kosten für Verpackung und Ab- sendung trägt die Reichsdruckeret, die Portokosten der Sendungen müssen die Besteller übernehmen.
Der b e s o n ders niedrige VorzughpreiS .ann nur bei rechtzeitigem Eingänge der Bestellungen bei der n V e m 0 n ber Reichsdruckerei, Oranien- straße Nr. 91 hier SW. 68 — spätestens am 1, d. Js. — gewährt werden. Bei der Bestellung zugleich anzu geben, ob brochirte, kartonnirte oder ^ gebundene Abdrücke des Werkes gewünscht werden.
2. Nicht rechtzeitig eingehende Bestellungen der be« d^örden, Anstalten, Genoffenschaflen, Vereine, Gerichte rc. werden, wenn etwas anderes im Bestellschreiben nicht ausdrücklich gesagt wird, dem R. von Deckerschen Verlage, G. Schenk, Königlicher Hofbuchhändler, hier
SW. 19, Jerusalemerstr, 56, der den buchhändlerischen Vertrieb des Werks übernommen hat, zur Erledigung überwiesen werden. Für die Ausführung solcher Bestellungen, wie aller später von den bezeichneten Stellen ohne Vermittlung eines Zwischenhändlers un Mittel- daran den Verlag gerichteten Bestellungen, ist neben den Buchbinder- und etwaigen Portokosten ein Nettopreis zu zahlen, der den Vorzugspreis um 3 P fjg. für jeden Druckbogen des Werks Äderst eigt.
3. Der Ladenpreis des Werks, der bei Bestellungen Privater und für alle Exemplare zu zahlen ist, die nicht unmittelbar von der Reichsdruckerei oder dem Verlage, sondern im Wege des Buchhandels bezogen werden, ist für jeden Druckbogen um 7 Pfg. höher als der Vorzugspreis.
Das Werk wird gegenüber dem vorjährigen von 45 Druckbogen an Umfang eher geringer, als größer sein. Für ein brochirtes Exemplar von 45 Druckbogen wäre:
a. der Vorzugspreis ... 3 Mk. 45 Pfg.
b. „ Nettopreis . . . . 4 „ 80 „
c. „ Ladenpreis . . . . 6 „ 60 „
Bei regerer Bestellung würden diese Preise weiter ermäßigt werden können.
Die Jahresberichte werden auch diesmal mancherlei Mittheilungen über die praktische Handhabung der Arbeiterschutzgesetzgebung und beachtenSwerthe, durch Beschreibungen und Skizzen näher erläuterte Vorschläge für Unfallverhütung und Bekämpfung gewerblicher Krankheiten, sowie auch für weitere Kreise interessante Mittheilungen aus dem Gebiete der Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen enthalten, rc.
Der Minister für Handel und Gewerbe.
J. V.: L o h m a n n.
An die Herrn Regierungs-Präsidenlen mit Ausnahme des in Sigmaringen. -
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Cassel, den 14. März 1902.
Abdruck zur Kenntniß und schleunigen Mittheilung an die Ortspolizeibehörden Ihres Bezirks rc.
Der Regierungs-Präsident. I. V.: M a u v e.
An den Herrn Polizei-Präsidenten hier, die Herren Landräthe des Bezirks und die Herren Polizei-Direktoren zu Fulda und Hanau. A, II. 3598.
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Hersfeld, den 19. März 1902.
Vorstehendes bringe ich hiermit zur Kenntniß der Ortspolizeibehörden und Interessenten des Kreises.
I- 1468. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
DeOSektionsvorstancL
A. 789.
Hersfeld, den 15. März 1902.
Nachdem die Amtsdauer des gewählten Vertreters und Ersatzmannes zur Genoffenschafts - Versammlung der Heffen-Nassauischen landwirthschastlichen Berussgenossen- schaft mit Ende des Jahres 1901 abgelaufen ist, wird die Neuwahl eines Vertreters und Ersatzmannes für die hiesige Sektion nothwendig.
Nach § 6 des Genoffenschaftsstatuts ist für jede Gemeinde rc. von der Gemeindevertretung oder, wo eine solche nicht besteht, von der Gemeindebehörde aus der Mitte derber Gemeinde rc. angehörenden, unter das land- wirthschaftliche Unfallversicherungsgesetz fallenden Unternehmer oder bevollmächtigten Betriebsleiter zunächst ein Wahlmann zu bezeichnen.
Diesen W a h l m a n n haben die Herrn OrtSvor- stände mir bis s p ä t e st e n s z u m 5. A p r i l d. J. unter genauerAngabe des vollständigen Namens und Stands oderVerufs schriftlich namhaft zu machen.
Gemeinden, welche diese Frist oder eine etwa diesseits besonders gewährte Nachfrist nicht beachten, bleiben bei
der Wahl des Vertreters und deffen Ersatzmannes un- vertreten.
Freiherr von Schleinitz.
Nichtamtlicher Theil.
Politischer Wochenbericht.
Der Reichstag ist nach rechtzeitiger Fertigstellung des Etats in die Osterferien gegangen. Mit dem Reichstage hat auch die Kommission zur Vorberathung des Zoll- tarif-Entwurfes ihre Arbeit zeitweilig eingestellt. Leider haben die Verhandlungen dieser Kommission einen äußerst schleppenden Gang genommen und vielfach zu Beschlüffen geführt, die in schroffem Widersprüche zu den Vorschlägen der verbündeten Regierungen stehen und für die letztern gänzlich unannehmbar sind. Hoffentlich dienen die Ferien dazu, einer besseren Einsicht bei der Mehrheit der Volksvertretung zum Durchbruchs zu verhelfen. Nur wenn die goldene Mittelstraße innegehalten wird, kann aus den Zolltarif-Verhandlungen Segen erwachsen, überspannte Forderungen dagegen werden auf jeden Fall Unheil zeitigen.
P r i n z H e i n r i ch hat den heimathlichen Boden wieder betreten. Unser Volk, das der Friedens-Mission des Prinzen nach dem fernen Westen mit lebhafter Theil- nähme folgte, bietet ihm bei seiner Heimkehr die herzlichsten Willkommens-Grüße dar. In Amerika hat Prinz Heinrich nicht nur für seine Person, sondern auch für das deutsche Volk einen Schatz warmer Sympathien gewonnen, der in Zukunft auch politisch für beide Nationen zu segensreicher Geltung gelangen dürfte. Mit vollstem Recht hat White, der amerikanische Botschafter in Berlin, darauf hingewiesen, daß freundschaftliche Demonstrationen nach Art der Reise des Prinzen Heinrich und seines Empfanges auf amerikanischem Boden herzlichere Gefühle zwischen zwei Nationen erwecken und eine Atmosphäre erzeugen, in der schwebende Fragen leichter gelöst werden können. Aus vollem Herzen kann deshalb die deutsche Nation dem erlauchten Sendboten für die Erfüllung seiner Aufgabe danken. Der Prinz hat in Nordamerika dem kaiserlichen Bruder, seinem Hause und seiner Nation hohe Ehre gemacht und dort gute Arbeit gethan.
Im österreichischen Abgeordnetenhause ist es anläßlich einer Kundgebung des alldeutschen Abgeordneten Schönerer zu äußerst heftigen und erregten Debatten gekommen. Der genannte Abgeordnete schloß nämlich eine bei der zweiten Lesung des Budget- Provisoriums gehaltene Rede mit dem Rufe: „Hoch und Heil den Hohenzollernr Vom reichsdeutschen Standpunkte aus ist zu diesem Vorfälle zu bemerken, daß Fürst Bismarck stets daran festgehalten hat, daß wir uns nicht in die innern Angelegenheiten andrer Staaten einmischen sollen, und daß die Achtung der Dynastien einen wesentlichen Bestandtheil guter internationaler Politik bildet. Dies gilt im besonderen Maße für das Verhältniß des deutschen Reiche» zu der verbündeten österreichisch ungarischen Monarchie sowie in Bezug auf die beiden engbefreundeten Herrscherhäuser Hohenzollern und Habsburg und zwar heute ganz eben- so wie zur Zeit Kaiser Wilhelms des Großen und seines großen Kanzlers. Der Abgeordnete Schönerer hat gegen diese bewährten Grundsätze mit dem Schlußsätze seiner Rede gröblich verstoßen und der Wirkung nach, was auch seine Absicht gewesen sein mag, nur seinen czechischen Gegnern und andern zersetzenden Elementen Vorschub geleistet.
Die Buren haben Lord Methuen, ohne irgend eine Bedingung daran zu knüpfen, freigegeben. Es entspricht dies ganz der hochherzigen und ritterlichen Art, in welcher der südafrikanische Krieg auch bisher von Seiten der Buren durchweg geführt worden ist. Im übrigen wird vom Kriegsschauplätze berichtet, daß der neuerdings von den Buren in Natal geplante Einfall mißglückt sei. Jedenfalls aber beweist dieser Plan, daß die Buren znr Zeit wieder in lebhafter Offensivthätigkeit