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Kilder^Saal

Has tr|h deutsche Unterseeboot. „Endlich!" wird der aufmerksame Militär und Politiker beim Lesen der Nachricht vom ersten deutschen Unterseeboot ausgerufen haben, „endlich macht auch Deutschland Miene, mit der Zeit mitzugehen und versieht sich mit modernen Verteidigungsmitteln, um nicht im Ernstfall eines schönen Tages seine ganze wohl- , ausgerüstete Flotte mit Mann und Maus in den ; Grund bohren oder in die Luft sprengen zu lassen." i Nun, wir müssen all den freudig Erregten die gute Meinung von der deutschen Regierung rauben. ; Das neue untermeerische Boot stellt nicht etwa das erste Glied einer in Aussicht genommenen neuen* Verteidigungs- oder Angriffskette dar, noch viel; weniger soll es einmal selbständig operieren. Das schöne, neue Schiff wird wohl lediglich zu Ver­suchszwecken dienen, und zwar um darzuthun, daß der ganze Unterseebootrummel vorläufig noch für, die Katze ist und das große Geschrei und Welt- ' erschütternde Tamtam, das manche Regierungen■ dafür schlagen, keinen moralischen Hintergrund besitzt. Es ist ja richtig, ein jeder muß einiger­maßen stutzig werden, der da hört, daß zum Beispiel Frankreich allein schon über eine Flotte von fünfzig Unterseebooten disponieren kann. Frankreich hat überhaupt diese Frage vor etwa j fünfzehn Jahren zuerst aufgerollt. In kurzen Zwischenräumen sind dann die andern Staaten; gefolgt und haben sich an dem untermeerischen Wettbewerb beteiligt. Amerika selbst Rußland, Italien, alle verfügen bereits über größere oder kleinere Flotten oder wenigstens einzelne Boote, nur das starkaufstrebende Deutschland steht zu­schauend und teilnahmlos dabei. Aber nein! Zuschauend Wohl, doch nicht teilnahmslos. Unsre ersten Marineautoritäten haben sich allen bisher erfundenen Tips von Unterseebooten gegenüber durchweg ablehnend verhalten und auch die offiziellen Berichterstatter andrer Staaten haben der Ansicht offen Ausdruck gegeben, daß die hohe Meinung mancher Optimisten von der neuen Waffe zum mindesten stark übertrieben ist. Der Aktionsradius solchen Bootes ist. im Kriegsfalle so außer­ordentlich beschränkt, daß es für den An­griff kaum in Betracht kommt, auch seine Verteidigungsmittel sind nur geringe. Der größte Uebelstand ist der, daß das Boot unter Wasser, wo es also seine größte Wirksamkeit entfalten soll, einfach nichts sehen kann; ein deutscher LfpMr charakle- risierte es sehr treffend: , Es ist mit Blind­heit geschlagen." Und gegen diese Blind­heit in den Tiefen des Meeres ist kein Kraut gewachsen. Der gewiegteste In­genieur wird dagegen vergeblich an- kämpfeu, und ein Boot, das schießen soll und dessen Besatzung nicht drei Schritte weit sehen kann, wird nicht sonderlich viel Treffer erzielen. Auch seine Geschwindigkeit von etwa sieben Seemeilen ist doch noch sehr mangelhaft und eigentlich keine „Ge­schwindigkeit" mehr zu nennen. Aber auch diesem Uebelstand steht man vor­läufig noch ratlos gegenüber.. Alles in allem brauchen wir also keine Befürch­tungen zu hegen, mit den ganzen augen­blicklich existierenden Unterseebooten wird- man das deutsche Reich nicht erobern, ob­gleich Deutschland noch nicht eins besitzt, denn auch das in unsrer Nummer abgebildete ist erst ein privates Boot, das unsern Marine-

3ns jtmbt. Generalleutnant von Below er­zählt folgende allerliebste Anekdote: »Die Tugend der englischen Damen ist bekannt, ebenso daß der bloße Gedanke an die Existenz eines Männcrhemdcs sie gruseln läßt und sie lieber wirklichen Angriffen auf ihre Tugend ausgesetzt sein möchten, als das Wort Hemde in einer aus Damen und Herren ge­mischten Gesellschaft aussprechen hören. Leider ent­hält das Justruktiousbuch unseres 1. Garde-Dra- goner-Regiments Königin von England nichts da­rüber, und so war diese Sitte auch der nach London befohlenen Deputation des Regiments unbekannt

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Lin sonderbares U o m p [ i in c ü t

Alte Jungfer: „Nun, wie hat Ihnen das Stückchen aus meiner Jugendzeit gefallen, das ich Ihnen gestern erzählte?"

Herr: «Das Kompliment muß ich Ihnen machen, ich habe über Ihr riesiges Gedächtnis gestaunt."

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geblieben. Sie war im Gegenteil gewohnt, in Berlin jeden Sonnabend mit dem waschenden Teil unsrer Damen in SW. über Hemden recht ausführ­liche Unterhaltungen zu führen. Da mußte sie dann in England mit ihrer waschechten Hemden-, Unschuld gründlich reinfallen. Als sie bei einem großen Empfang einer hohen Dame vorgestellt

Das Land der Lilien. Die Bewohner der 8» mudainseln sind stolz auf ihre Lilienselder, dem nirgends sonst sieht man die Lilien in so M lender Pracht wie dort. Die schönen gelber in Frankreich und auf den Scilly-Juselu können st in Größe und Schönheit mit den berühmten Lilie«' sternen der Tropen nicht vergleichen. Auch - einigen Teilen Japans wird die Lilie in grosse» Maßstab angebaut und in Süd-Californien f» man jeden Frühling große Felder mit CallalR- sehen, aber am weisesten ist die Lilienzucht af den Bermudainseln entwickelt. Wegen ihres liehen Klimas sind die Inseln ein beliebter ®iiiW'. aufenthalt für die Bewohner der Bereiiiiin Staaten und Canadas, und sie werden von ih>n „das Land der Lilien und Rosen" genannt. As tere wachsen jedoch nicht in so reichem Matze w' den Bermudainseln; die Farmer bemühen erster Linie um die Lilienzucht. Viele schiffen j# Jahr Tausende von Zwiebeln und Blüten ein, hauptsächlich nach New Dork gehen. Einer to Hauptzüchter der Insel ist Ntr. Outerbridge, dtp dreißig Acres großes Feld im Frühling eine o» zige Dtasse schöner, blühender Osterlilien ist. Feld erstreckt sich bis zu einem bewaldeten Abh^s von dessen dunklem Hintergrund die vielen ioni® hohen, weißen, anmutigen Blüten tvirkungsM sich abheben. Man sollte meinen, daß die Slu* zu teuer für den New Aorker Markt wären, ba N Fracht hinzukommt, und Hamilton, die Haupts der Bermudainseln, 700 englische Meilen von ül- Dork entfernt liegt. Aber die Züchter bauen «f Pflanze in solchen Mengen und so billig an, ™ sie diese zu geringen Preisen ausführen können

Auch ein Talent. Vormund: „Ich nicht, wie Du so viel trinken kannst!" Stud<«. „Ich wundere mich selbst manchmal, — es ^ reine

Begabung sein!"

kreisen vorgeführt werden sollte. Interessant sind oie Eindrücke, die man in solchem Boote unter Wasser empfängt. Ein Seemann, der eine Fahrt mitmachte, erzählt darüber: „Die Empfindung, wenn das Baut taucht, ist eine ganz eigentümliche. Man glaubt vollständig den zunehmenden Druck auf die Schiffswandung zu fühlen. Die elektri ehe Lampe verbreitet Licht in dem etwas beengten Raum, nur durch die GlaSluken des Anslugturmes dringt in die Tiefe von zwei Faden ein grünlich nebelhaftes Licht. Man kann, wenn man durch eine der Luken sieht, sagen, ob der Himmel wolkig ist oder die Sonne scheint

wurde, fiel dieser die Hünengestalt des einen Unter­offizier? auf, und sie fragte ihn, ob er sich wohl habe wiegen lassen? „Zu Befehl!" war die Ant­wort. „Nun, wieviel wiegen Sie?" fragte die hohe Frau wieder. Und mit echt preußischer Ge­nauigkeit erwiderte der Unteroffizier „241 Pfund — ins Hemde!" Allgemeines Tableau! „Shoking“ flüsterten die Damen, wenn sie nicht ins Taschen- , tuch hineinkicherten. Unsre Garde-Dragoner aber waren vor weiteren Fragen sicher!

hinter dem Aanloffel. Ehemann, sein Testa­ment machend, . . . und dies ist mein erster und letzter Wille!

Buchstabenrätsel.

Mit a — wo Alpenrosen blüh'», Dort prangt es auch im schäusten Grün, Von Stroh und Binsen hergestellt, Er Deine Stiefel sauber hätt. Mit i — kein Anfang ist er, sieht Doch such' es auch am Ende nie. Mit o ist er ein häßlich Tier, Das man verfolgt mit Kampsbegier, Selbst Deine Mutier, aus mein Wort, Wird Dich ermuntern z» dem Mord.

Einsilbiges Rätsel.

Verstellst Du zwei Zeichen einer Stadt E^ So erhältst Du eins von den Königssp'"' Diamanträtsel von Paul Rtl^h^'

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Die Buchstaben obiger Figur sind so t» ^< daß die einzelnen wagrrcchten Reihen I. einen Buchstaben; 2. einen M uat; 3-L: 4. einen großen deutschen Gelehrten; 5—'• y Städte; 8. einen Mädchennamen; 9 einen W •

So geordnet, entspricht die mittctste fci Reihe der wagerechten Mittelreihe.

Auflösungen aus voriger NuulN'^

der Schachaufgabe: j.

I. IdSH. »X« oder @X«! 2. ®g5, brÄ? A) I. . . . «XI; ?. b4:fc; l«^ j

der Rätsels: Mühle; der Füllräts-lS: Einzug, ^"' der dreisilbigen Scharade: Tannhäuser^^,

Rackidnick an« dem Inhalt b. Bl. verboten. __0, ir« vom twr 70.

Perantwont Aeeacteur A. JH-tna, Berlin- _ , Prpck uno Verlag von .

Sbring * R«breeb»I*. Berlin 8. 42, Prinz«»"