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1961.
Verteilungen
auf das
Hersfelder Kreisblatt
mit den Gratisbeilagen
„Jllustrirtes Sonntagsblatt" --» „Illustrirte landwirthschaftl. Beilage" für die Monate November und Dezember werden von allen kaiserlichen Postanstalten, Landbrief- trägern und von der Expedition angenommen.
Amtlicher Theil.
für
Hersfeld, den 1. November 1901.
Im Laufe des Monats Oktober d. JS. sind dahier
nachbenannte Herren Jagdscheine ausgestellt worden:
1.
am
2/10.
A. Jahresjagdscheine a. entgeltliche:
für
den
2.
3.
7/10.
4.
Verwalter Hermann Bachmann zu Obergeis,
Leutnant Wenberoth in Niederaula, Leutnant v. Rhöneck in Philipps- that,
Postverwalter Eichmann in Nieder-
5.
8/10.
6.
9/10.
7.
aula, Gutsbesitzer Heinrich Hoßbach Hof Weißenborn,
Kaufmann Heinrich Gebhardt Hersseld,
Gutspächter Rudolf Cammann
zu
in
zu
8.
11/10.
9.
12/10.
10.
11.
14/10.
12.
13.
16/10.
14.
17/10.
15.
16.
17, 18. 19.
18/10.
H
20.
21.
22/10.
25/10.
22.
23.
28/10.
24.
30/10.
25.
am
1/10. für
b.
Hof Thalhausen bei Wehrshausen, Landwirth Georg Haßenpflug in Biedebach,
Hauptmann a. D. L. v. Baumbach in Kirchheim,
Landwirth Georg Gliemeroth jun. in Wölfershausen,
Wirth Adam Johann Schenk aus Effen a.d. R., z. Z. in Niederaula, Hauptmann a. D. Rudolf Franck zu Eichhof,
Königlichen Gymnasial-Oberlehrer Stern in Hersfeld,
Versicherung« - Inspektor I. H. Stelzner in Hersfeld, Zimmermeister Georg Lämmerzahl in Hersfeld,
Bürgermeister Ferdinand Nuhn in Niederaula,
Lehrer Theodor Ackert in Herrfeld, Heßler in Philippsthal,
Bürgermeister Reinhard in Landershausen,
Reinhard Kniese jun. in HerSfeld, Kaufmann Rudolf Peter in Friedewald,
Privatmann F. Jacobi in Philipps- lhal,
Forstlehrling Paul le Plat in Frielingen,
Bierbrauereibesitzer Wilh. Steinweg in Hersfeld.
unentgeltliche:
26.
U
2/10.
den Röntgt. Forstaufseher Carl Betten- Hausen in Niederaula,
„ Röntgt. Hilssjäger Stiebeling in Hersfeld,
27. am 4/10. für
28.
29.
30.
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31.
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n
32.
8/10.
33.
9/10.
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35.
11/10.
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36.
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37.
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38.
16/10.
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39.
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40.
18/10.
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26/10.
44.
ii
B.
45.
am
24/10.
für
46.
H
26/10.
den Rönigt. Förster Bernhardt zu Forsthaus Bengendorf,
,, Röntgt. Förster Bode zu Hönebach, „ Röntgt. Förster Herterich in Herfa, „ Röntgt. Förster Finke in Lengers, „ Königlichen Forstaufseher Philipp Dalchow in Heringen,
„ Forstlehrling Heinrich Langerhans in Niederaula,
„ Röntgt. Förster Buge in Obergeis, „ Röntgt. Hülfsjäger Bewersdorf in Notterterode,
„ Röntgt. Förster Rohloff in Friedewald,
„ Königl. Hegemeister Röder in Friedewald,
„ Röntgt. Forstaufseher Mainz in Friedewald,
„ Röntgt. Förster Hoff in Heimboldshausen,
„ Röntgt. Förster Fischer in Friedewald,
„ v. Baumbach'schen Forstverwalter Lichtenberg in Frielingen,
„ Stadtforstverwalter Pfannkuchen in Hersseld,
,, städt. Forstaufseher Meinel in Heenes,
„ Königl. FörsterKohl in Niederaula,
„ Königl. Förster Neuschäfer in Hattenbach.
Tagesjagdscheine:
den Cand. Walther Kürschner in Hersfeld,
„ Bauunternehmer Heinrich Bätza in Hersfeld.
Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Hersfeld, den 29. Oktober 1901.
Die Ortspolizeibehörden und die Königl. Gendarmerie werden hierdurch wiederholt angewiesen, fortgesetzt auf alle im hiesigen Kreise sich (wenn auch nur vorübergehend) aufhaltenden ortsfremden Personen ein sorgfältiger Augenmerk zu richten, insbesondere den Zweck ihres hiesigen Aufenthaltes zu ermitteln und namentlich festzustellen, welchem Staate sie angehören, woher sie kommen und ob sie etwa als Anarchisten zu betrachten und vielleicht wegen ihrer Zugehörigkeit zur anarchistischen Bewegung aus anderen Staaten ausgewiesen sind.
In jedem dieser Fälle ist mir sofort eingehender Bericht zu erstatten. Ausländische Anarchisten sind gleichzeitig in polizeiliche Haft zu nehmen.
I. 6069. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Hersseld, den 28. Oktober 1901.
Der Landmirth Simon I ck l e r zu A l l e n d o r f ist heute als Bürgermeister der dortigen Gemeinde für einen achtjährigen Zeitraum eidlich verpflichtet worden. A. 2920. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
lich hoch, aber sie sind erheblich niedriger als früher. Zu Anfang des 17. Jahrhunderts, noch vor dem dreißigjährigen Kriege, betrugen nach den zuverlässigen Angaben eines hervorragenden Militär-Schriftstellers (Wallhausen in seiner Kriegskunst zu Fuß. 1615) jährlich die Unterhaltungskosten eines deutschen Fußregiments von 3000 Mann 540 000 gute Reichsgulden. Ein guter Reichs- gulden galt damals aber mehr als der Courantgulden, nämlich ungefähr 4 Mark unsers heutigen Reichsgeldes. Wenn man nun die Thatsache, daß in unserm deutschen Reichsheere auf den Kopf jährlich etwa 675 Mk. Unterhaltungskosten zu rechnen sind, mit jenen Zahlen zu Beginn des 17. Jahrhunderts vergleicht, so stellt sich, wenn man ein modernes Infanterie-Regiment zu 1500 Mann annimmt, unser heutiger Militär-Etat fast halb so billig wie der vor 300 Jahren. Denn nach den Ver- hältniffen jener Zeit würde ein Infanterie-Regiment von 1500 Mann 1,8 Millionen Mk. jährlich zu unterhalten kosten, während in unserer jetzigen Armee dafür nur 1,01 Millionen Mark aufgewandt werden. UeberdieS kam das Regiment des 17. Jahrhunderts dem Herrscher noch viel teurer zu stehen, denn bei der Berechnung Wallhausens sind die Kleidung des Soldaten, welche er sich selbst beschaffen mußte, und die nur zum Theil gelieferten Waffen nicht mitgerechnet. Man kann also wohl annehmen, daß heutzutage ein Regiment Infanterie um die Hälfte weniger kostet als vor 280 Jahren.
Nun giebt es Leute, die unser Heer überhaupt für überflüssig halten, weil sie an die Möglichkeit eines ewigen Friedens glauben. Das ist jedoch ein nebelhaftes Ziel. Keine Zeit dürfte geeigneter sein, die Notwendigkeit einer starken Wehrmacht eindringlicher zum Bewußtsein zu bringen und den Traum vom ewigen Frieden zu zerstören, als die Gegenwart. Schon die Thatsache, daß gleich nad; der Haager Friedens-Konferenz die Fackel des Krieges so lebhaft aufloderte und daß keine der im Haag versammelten Mächte versucht, dem Kriege in Südafrika Einhalt zu thun, sollte auch dem Vertrauensseligsten zu denken geben. Was aber ein unglücklicher Krieg bedeutet, das lehren erschütternd und deutlich die wüsten Fluren der einst blühenden Buren-Republiken. Deutschlands Wohlfahrt und Gedeihen hängen in erster Linie von seiner starken Wehrmacht ab, welche die für die Entfaltung der produktiven Kräfte der Nation unerläßliche Sicherheit bietet und dem Handel und Verkehr seine friedlichen Pfade sichert. An der Erhaltung dieses mächtigen Schutzwalles für unser Reich nach besten Kräften mitzuwirken, ist darum die vornehmste Pflicht jedes weitblickenden und arbeitsfreudigen Bürgers.
Die Gegner unsers Heeres seien an einige Worte Gustav Freytags erinnert. Dieser Kenner deutschen Volkstums sagte unter anderm: „Wer jetzt gegen stehende Heere kämpft, der möge wohl daran denken, daß unsere Vorfahren, welche nicht imstande waren, ein stehendes Heer zu unterhalten, eben darum in fast unaufhörlichem KriegSzustande und einer höchst jammervollen Unsicherheit der Person und des Eigentums lebten und, wenn sie ein Heer warben, so viel Kosten und so großen Verlust durch Raub und Selbsthilfe der Söldner erfuhren, daß der nationale Schade ganz unberechenbar größer war, als die Versicherungsprämie, welche die Gegenwart jährlich für Frieden und Ordnung an ihre Armee bezahlt, endlich, daß trotz aller Kosten und aller Verwüstung doch dre Erfolge der alten Heere höchst zufällig und unsicher blieben." **
Nichtamtlicher Theil.
Unser Heer.
Von dem alten deutschen Erbfehler, realpolitikche Nothwendigkeiten zu gering zu bewerthen und sich Täuschungen hinzugeben, steckt noch viel in unserm Volke. Das zeigt sich auch in dem Nörgeln der Demokraten über den „Militarismus".
Die Kosten unsers Heeres erscheinen allerdings ziem-
PnHHfdj eNachrichten.
Berlin, 2. November.
Se. Majestät der Kaiser hörte heute Vormittag im Reuend Palais von 9 Uhr ab die Vorträge des Staatssekretärs des ReichS-MarinsamtS und des Chefs des MarinekabinetS. Um 123/4 Uhr nahm Se. Majestät die Rapporte der Leibregimenter und militärische MeldungenZentgegen.
Nach einer amtlichen Bekanntmachung des Ministers