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Erscheint wöchentlich drei Mal Dienstag, Donnerstag und Sonnabend.
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Bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt.
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Bestellungen auf das Hersfelder Kreisblatt mit den Gratisbeilagen „Zllustrirtes Sonntagsblatt" --» „Jllustrirte landwirthschaftl. Beilage"
für die Monate November und Dezember werden von allen Aaiserlichen Postanstalten, Landbrief- trägern und von der Expedition angenommen.
Amtlicher Theil.
Caffel, den 12. Oktober 1901.
Nach § 95 der Dienstanweisung für die Kreisärzte vom 23. März 1901 find bei Neubauten oder größere» Umbauten aller unserer Aufsicht unterstehenden öffentlichen und privaten Schulen die Baupläne nebst Be- 'streibaag dem Kreisärzte zur hygienischen Prüfung variaieaen. Indem i.: den SchnlssrZLnde» und Stadt- -chaid<pnta::s«rn Sie genaue BefaLgnsg dir irr Bor'chrift zur Pflicht machen, veranlagen wie dirfriben, die z» chrem Ee'chänsberrich gehsrigru NrLsrrn »nd Lehrer «jedes er sn z; 94 Mi 96 der LirrLknwei'wez "är dre SrrisärzLr hÄMm-kif«.
Köi-Piche UrrArruLg, LädhsOrTa ris Loches- und Schul'achr». F i r r n e r.
3.1 ke Lr-raxlch« SchulaarärrTr rm- SrvL^chrl- druuaa: auru W Bej rkt -. 14865.
Hkrsfklk. tes 22. DÖsi« 1901.
La Tb d« Herr« Ont' ^sEsn»i&pra bei hieL-es 2re 'k« Acht drim Erinch« in g^Llipe Himvei'uug der 1 Herren Lehrer auf bis KZ 94 und 95 der in der Beiner zum Lwisdlart der Löuigliche» Rexitrung in befiel Nr. 28 abgetansten viivHerieLrs DienstanDeisung für
Herzenskämpfe.
Roman von Hedda von Schmid.
(Fortsetzung.)
Als sich die erste unbehagliche Ueberraschung bei Thea gelegt, begann Re fich um Walter zu ängstigen. Sie fürchtete, daß ihm ein ernster Unfall zugestoßen sei. Sie bangte doch noch um ihn trotz allem, was er ihr angethan und was sie über ihn vernommen. Stunde um Stunde verrann — mit jeder Minute stieg Theas Unruhe.
Da trat Anjuta, die Kammerzofe, ein.
Diese liebte ihre Herrin auf ihre Weise, sie machte sich kein Gewiffen daraus, Thea gelegentlich zu bestehlen, war ihr aber trotzdem sehr ergeben.
«Gnädige Frau, sollten sich nicht so ängstigen und ausregen," begann sie, an der Thür stehen bleibend. .Der Schreiber Stesan kam eben und sagte auch, der Herr sei ganz bestimmt bei Bekannten in einer der Datschen auf den Inseln. Gestern am Sonntag hat der Stefan sich auch einen guten Tag gemacht; er ist im Zoologischen Garten gewesen. Und dort hat er unsern Herrn gesehen mit Awrimoffs, zu denen der Herr so oft jährt, und für die er, wie Stesan mir sagte, einen großen Prozeß führt. Die Awrimoffs aber feilen in diesem Sommer auf einer der Insel» eine Datsche gemietet haben.’
Worum war ge nur nicht gleich mi selber auf diese «»sacht Lösung des Rätsels seifigen I
die Kreisärzte var» 23. März 1901 ergebenü " dgr- ! heilt.
L 5887. Der Königliche Land rath
Freiherr von Schleirritz, Geheimer Regierungs-Rath.
Hersfeld, den 15. Oktober 1901.
Zu Folge der Verfügung Königlicher Regierung in Caffel vom 5. September 1901 (A. II. 8788) sollen die Mikroskope derjenigen Trichinenbeschauer, welche im Laufe dieses Jahres nicht nachgeprüft worden find, kostenlos nachgesehen werden.
Die Herren Ortsvorstände des Kreises, mit Ausnahme derjenigen zu
Allendorf, Asbach, Aua, Ausbach, Beiershausen, Bengendorf, Biedebach, Conrode, Friedewald, Friedlos, Frielingen, Gersdorf, Gershausen, Gittersdorf, Goß- mannsrode, Harnrode, Hattenbach, Heddersdorf, Heenes, Heimboldshausen, Herfa, Heringen, HillartS- hausen, HilmeS und Hilperhausen haben die Trichinenbeschauer behufs Besichtigung ihrer Mikroskope auf
Dienstag den 29. Oktober d. IS. in die Wohnung des Herrn Kreisarztes, Medizinalrath Dr. Vietor dahier, vorzuladen. Dieselben können zu irgend einer Tageszeit von Morgens 8 bis Nachmittags 4 Uhr kommen. Ein Trichinenbeschauer kann die Mikroskope von mehreren Trichinenbeichrnern mi'bringen.
I. 5773. Der Königliche Lmdrakh
Freiherr von 5 t 2 $ : n : 5 .
Geheimer RegirrnnzL-RLth.
Her i rh: :en 22. OLob« 190L
T'.ejeniMn Herren Orrtarrchäne relchr : 1 :•* irngt DerschML-r rsm 1. übte 1880 Nr. 1146? Steäfatt & 7 ? ha Erlös 'rr 1 1901 :erl: '::S T-rurerroeL-stch derrr^ear, bis hrrrr 1 ji rrleräzt bskx umex wär Frist ri s j« N r s Mir :i!7r: errLLrrt.
Der LLrixlichk Loudrrch Frrrber: : : r gjltii*, LchkTwrr KeLäerrugs-RLth.
Hrrsselr, der 15. Oktober 1991.
Ju der Beilage zur Nummer 41 der Amtsblattes werden die Borschristeu bei Herrn Mir.sterS für Handel
Lächerlich von ihr, sich dergestalt zu änggigen . . . Die beiden Brüder Lwrimoff waren sehr reich, der eine von ihnen besaß eine wunderhübsche Frau.
Thea erinnerte sich ganz deutlich, einmal gehört zu habe», daß die Brüder sehr viel und hoch spielten. Da war Walter in ihrer Gesellschaft also ganz in seinem Element.
Ueber dem Spiel hatte er alles vergessen — auch daß sie, Thea, heute eintreffen würde.
Er hätte dies, auch ohne ihren Brief empfangen zu haben, mit ziemlicher Bestimmtheit voraussetzen können. Aber er hatte er nicht als der Mühe für wert erachtet, sich um seine Frau zu kümmern.
.Freilich/ sagte sich Thea, „ich bin eben weiter nicht» als nur seine Frau, und auf die Rücksicht zu nehmen, hält er, seinen Grundsätzen gemäß, für über-- flüssig.-
Sie fühlte sich jetzt, wo die Angst um Walters Wohlbefinden dem Zorn über sein beleidigendes Nicht- nachhausekommen gewichen, noch unglücklicher als vorher.
All' die sonnigen Ideale, an welche sie sich in der letzten Zeit geklammert, drohten zu schwinden.
Seufzend erhob sich Thea von dem Ruhebett, auf welchem sie, vor sich hindrütend, gesessen, seit Anjura ihr die SniKärung über Walter» Wegbleib« gebracht, und trat aus Fenster. Der Straßenlärm drang zu ihr empor — sie öffnete den einen Fensterflügel und sog mit truäigen Atemzüge» die erfrischende Luft ein.
Die Wolken waren zerteil!, Mb die im Sinken de
und Gewerbe 30t 10. Augur d. Hz über den Umfang der Befugn-.-; sv: Berp^ichLungen, sowie über den Ge- schäftSbetrieb der Grfindrverwiethsr und Srellrusermittler mit Ausschluß der Stellenvermittler für BLhri-n-Angs- Hörige (Theater-Agenten) zum Abdruck gebracht, worauf ich die OitSvolizsibehörde» iei Kreises mit dem Bemerke» Hinweise, daß die gebräuchlichen Formulars bei Carl Heymann'S Verlag in Berlin W. 8, Mauerstraße 43/44, käuflich zu haben find.
I. 5655. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungr-Rath.
Die diesjährigen Herbst - Kontrolversammlungen im Kreise Hersfeld finden wie folgt statt:
Zu Hersfeld I und II Mittwoch, den 6. November
Vormittags 9 Uhr für die Mannschaften aus der Stadt Hersfeld und den Gemeinden Kathus, Gutsbezirk Oberrode, Petersberg, Gutsbezirk Wilhelmshof, Sorga, Gut-bezirk Bingartes, Meisebach, Friedlos, Kalkobes, Restlos, Mecklar, M-Äach, Gmsbe-irk Eichhof, Eichmühle, Heenes, Rohrbach, Tann und Her- mannshoi.
Komrolplatz: Turnplatz am Harn.
Ls Lderses
Mittwoch, den 6. November
N r 4 ~ i r 1 a § s 3 Uhr mr die Dannicha^en aus den Gementten LlmsSÄTL^s mir Hof HLlr rns, L.r. irßTxd. GssÄorf, d ^.r
griffen« Souue erstrahlte im letzten Luslenchten am fernen Horizont.
Die Dächer der nächsten Häuser waren in ein Lichtmeer getaucht — dann wurde ei langsam dunkler, immer dunkler — der helle Schimmer am Himmel erlosch vollkommen — schüchtern und blaß tauchten die ersten kleine« Sterne auf.
Thea stand unbeweglich und schaute in dies letzte strahlende Aufglimmen des Tages.
Unwillkürlich zog die Melodie eines Liedes, das sie um seiner Schwermut willen liebte, durch ihren Sinn.
Leise kam es von ihren Lippen:
„Und die Sonne sank--—*
XXXII.
Mitternacht war vorüber . . .
Ein unruhiger Schlummer hatte sich auf TheaS müde gemeinten Augen herabgesenkt.
Da erwachte sie plötzlich durch ein Geräusch, welche» im Gemach laut ward.
Beim Schein der ziemlich hell brennenden Rachtlampe — seit ihrer Kraukhkit hatte Thea sich daran gewöhnt, nur beim Schimmer dieser Lampe zu schlafen — erkannte sie deutlich, daß Walter an ihrem Lager stand.
Mit einem Ruck saß sie aufrecht in den Riffen. Da» war denn doch zu rückffchtrlo» von ihm. Nachdem er sich ss ihre Bnfsnft nicht getfisarrt, störte er jetzt ihre Nachtruhe.
«Stirn Aöeud, Theo," sagte Walter, sich berate «b schwer auf des PsÄerstuhl zu Füße, des Bette«