Erscheint wöchentlich drei Mal Dienstag, Donnerstag und Sonnabend.
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Erstes Statt
Vestellttngen auf das Hersfelder Kreisblatt mit den Gratisbeilagen „Jllustrirtes Sonntagsblatt" «m „Jllustrirte landwirthschaftl. Beilage" für den Monat September werden von allen Aaiserlichen Postanstalten, kandbriefträgern und von der Expedition angenommen.
Amtlicher Theil.
Hersfeld, den 22. August 1901.
Nachdem nunmehr zur Abhaltung der diesjährigen Pferdevormusterung im Kreise Hersfeld die nachstehenden Termine bestimmt sind, werden die in meiner Verfügung vom 17. Juli d. Js. I. II. Nr. 2303, im Kreisblatt Nr. 85, getroffenen Bestimmungen hiermit wiederholt. Bezüglich der darin gegebenen Anweisungen ist das Erforderliche alsbald zu veranlassen und dafür zu sorgen, daß dieselben genau beachtet werden. Indem sodann zur Vermeidung von Irrthümern noch darauf aufmerksam gemacht wird, daß der im Falle ungünstiger Witterung (Regenwetter) zu wählende Schutzplatz nicht für den Musterungs-Commissar sondern für dessen Schreiber bestimmt ist, wird schließlich nochmals die pünktlichste Einhaltung der im nachstehenden Plane bestimmten Zeiten zur Pflicht gemacht, daniit alle und insbesondere bei Regenwetter unliebsamen Verzögerungen bezwse. die damit verbundenen Störungen vermieden werden.
Am
Anfang Uhr.
Bezeichnung der Gemeinde und des Platzes.
2.
3.
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Septbr.
Septbr.
Septbr.
70 745 815
90
930
100
110 1130 1230
716
80
845
100
110
120
70 730
815 8»5 930
1030
110
1130
Philippsthal
Röhrigshof
Heimboldshausen
Harnrode
Lengers
Heringen
Leimbach
Widdershausen
Wölfershausen mit Bengendors
Kleinensee kommt im Oktober beim Kreise Rotenburg zur Musterung und erhält besondere Verfügung.
Ausbach mit/ bei Ausbach Ausgang Gethsemane j nach Heimboldshausen Ransbach
Wehrshausen
Unterweisenborn
Conrode mit 1
Wüstfeld, f r .
Wippershain und t ^el Conrode
Landershausen 1
Schenklengsfeld mit/ bei
Oberlengsseld und I Schenklengs-
Lampertsfeld ' selb
Motzfeld
Hilmes
Hillartshausen mit Unterneurode
Lautenhausen
Friedewald mit) , . ~ ..
herfa { bei Friedewald
Malkomes mit) an der Straße
Schenksolz und! Hersfeld-Friede-
Dünkelrode ( wald
Hermannshof
Sorga mit Kathus (bei Sorga)
Die JnsertionSgebühren betragen für den Raum einer Spaltzeile | 10 Pfg., im amtlichen Theile 15 Pfg.
Reklamen die Zeile 20 Pfg.
Bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt.
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Am
Anfang Uhr.
Bezeichnung der Gemeinde und des Platzes.
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Septbr.
Septbr.
Septbr.
Septbr.
Septbr.
120
70
110
70 730
845
930
100
1045
1130 1145
1245
60 Abds.
630 „
70 715
80 830
90 930
100
1015
110
70 715
815
110 1130
1145 120 1215 1245
Wilhelmshof miti
Oberrode und ) bei Wilhelmshof
Petersberg s
Hersfeld mit Meisebach
Gut Bingartes
Asbach
Beiershausen
Hattenbach
Kleba
Kirchheim mit 1
Goßmannsrode 1 , . .
Rotterterode und ( ^l Kirchheim
Reckerode *
Gershausen mit J
Kemmerode und ) bei Gershausen Reimboldshausen
Heddersdorf
Frielingen
Gersdorf mit) , . ™ ...
Willingshain | b« Gersdorf
Mengshausen
Niederaula
Engelbach
Solms
Stärklos
Kruspis
Holzheim
Hilperhausen
!6««« Kerspenhaufen Eichhof Friedlos Reilos i
Rohrbach f bei Reilos Ausgang Tann ( nach Friedlos
Biedebach * Mecklar mit i , . r
Meckbach i ^" seeklar Kalkobes
Allmershausen mit ( bei Allmers-
Heenes ( Hausen
Gittersdorf
Untcrgeis
Obergeis
Aua
Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Cassel, den 14. August 1901.
Von der biologischen Abtheilung des Kaiserlichen Gesundheitsamts ist ein Flugblatt „Die Schüttekrankheit der Kiefer und ihre Bekämpfung" herausgegeben worden.
Die Besitzer der Kommunal- und Privat - Forstreviere Ihres Bezirks wollen Sie, soweit dies erforderlich scheint, auf dieses Flugblatt aufmerksam machen.
Dasselbe ist von der Verlagsbuchhandlung Paul Parey in Berlin, Hedemannstraße 10 zu beziehen. Der Einzelpreis beträgt 5 Pf., 100 Exemplare kosten 4 Mark.
Königliche Regierung. I. V.: M a u v e. An die Herren Landräthe des Regierungsbezirks.
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Hersfeld, den 22. August 1901. Vorstehendes wird den Herren Ortsvorständen des
Kreises zur Kenntniß gebracht.
I. I. 4694. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Hersfeld, den 22. August 1901.
Die Herren Ortsvorstünde des Kreises haben in geeig- | neter Weise zur Kenntniß der Landwirthe zu bringen, daß
das Proviantamt zu Cassel mit dem Ankauf von neuem Hafer begonnen hat. Auch Roggen, Heu und Roggenstroh wird noch fortwährend angekauft.
I. 4696. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, eintet Regierungs-Rath.
Hers J, den 22. August 1901.
Im Anschluß an das Ansschreibe» vom 12. August d. I. J. I. Nr. 4326, Kreisblatt Nr. 96, wird den Herren Ortsvorständen des Kreises mitgetheilt, daß nicht die derzeitigen, sondern die alte» Hebelisten (1897—1899) an den Vorstand der Landwirthschaftskammer zu Cassel einzusenden sind.
J. I. Nr. 4649. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Nichtamtlicher Theil.
Berlin, 22. August.
Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin unternahmen gestern Nachmittag, wie aus W i l h e l m s - Höhe gemeldet wird, mit Gefolge einen längeren Spazier- gang durch den Habichtswald und heute Morgen in gewohnter Weise einen Spazierritt. Später hörte Seine Majestät der Kaiser die Vorträge des Chefs des Admiralstabes, Vizeadmiral« v. Diederichs, und des Stellvertreters des Staatssekretärs des Reichs-Marineamts, Vizeadmirals Büchse!, sowie des Chefs des Marinekabinets, Vizeadmirals Freiherr» v. Senden-Bibran.
Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Krön- prinz traf gestern Vormittag in Edinburg ein und begab sich später nach Dalmeny zum Besuche Lord Rosebery«.
Der 17. deutsche landwirths chaftliche Ge. nossenschaftStag zu München wurde gestern Vormittag im dortigen alten Rathhaussaals durch den Verbandsanwalt Geheimrath Haas eröffnet. Prinz Ludwig von Bayern übernahm auf Einladung den Ehren- vorsitz mit einer längeren Ansprache, in welcher er betonte, daß neben allen sonstigen nothwendigen Maßnahmen zur Hebung der Landwirthschaft auch der Landwirth selbst thätig vorwärts streben und sich dabei mit Anderen zusammenschließen müsse, um seine Produkte richtig auf den Markt bringen und zu entsprechendem Preise verkaufen zu können. Hierfür seien die Genossen- schaften eines der besten Mittel. Der Prinz verbreitete sich dann über die verschiedenen Arten der landwirth- schaftlichen Genossenschaften, Einkaufs-, Kredit-, Ver- kaufsgenoffenschaften und andere, und betonte dabei, wer sich einer Genossenschaft anschließe, gebe einen Theil feiner eigenen Selbstständigkeit auf. Der Vortheil, der daraus entspringe, komme jedoch nicht nur ihm felbst, sondern der Allgemeinheit zu Gute.
Dem von den Aerztekammern mit Strafen belegten Unfug der ärztlichen Behandlung auf brieflichem Wege soll, nach Blättermeldungen, künftig begegnet werden. Wenigstens ist der sächsische Vertreter am Bundesrathe in dieser Hinsicht vorgegangen. Er habe dem Reichskanzler die Anregung zu einem reichsgesetzlichen Verbot der »Krankenbehandlung aus der Ferne" nahegelegt. Hierüber ist nun ein Gutachten des Reichsgesundheits- amts eingefordert worden. Das Gutachten lautet dahin, daß ein Verbot ausschließlich brieflicher Krankenbehand. lung gleichviel, ob durch opprobirte Aerzte oder durch Nicht- approbirte, sich allerdings empfehle. Eine gelegentliche briefliche Behandlung durch opprobirte Aerzte werde sich indessen in Nothfällen und in dünn bevölkerten Gegenden nicht ganz vermeiden lassen. Gegen den Erlaß eines allgemeinen Verbot« der öffentlichen Ankündigung und Anpreisung der Fernbehandlung liege indessen nach dem Gutachten des Reichsgesundheitsamts keinerlei Be- denken vor.
In der Ruhmeshalle in Berlin findet am Morgen des 28. August die feierliche Nagelung und Weihe