M Gefolge der Mission zu erhalten, und sind sogar bereit, I Ä! untergeordnete Stellungen einzunehmen.
tu Eine Pekinger Nachricht der „Agence Havas" lautet:
Nach einer amtlichen Bekanntmachung wird der Kaiser W im Oktober hierher zurückkehren, und zwar von Paotingfu !Hi aus mit der Eisenbahn. z
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I Jer Wo in SNllfrikli.
it Crad ock, 22. Juni. Midland Mounted Rifles M hatten am Donnerstag in einem Gefecht beiWater - >«- kloof folgende Verluste: 10 Todte, 4 Verwundete und k 66 Gefangene. Ein verwundeter Bur, der nach Cradock ii gebracht wurde, erzählt, auf Seiten der Buren sei ein t Mann gefallen.
A Southamphton, 22. Juni. Die Afrikander- Delegirten Sauer und Merriman haben heute wieder
4 die Rückreise nach dem Kap angetreten.
4 London, 22.Juni. Aus I o h a n n e s b u r g wird m unter dem gestrigen Datum gemeldet: Es steht ein d, größeres gemeinsames Vorgehen der Buren in Trans- « vaal und im Freistaat bevor. Botha und Delarey streben « ihre Vereinigung bei Amersfoort, östlich von Slander- » ton, an. De Wet, der jetzt zwischen Kronstad und Vredefort steht, dringt nordwärts vor. Die nächste Nachbarschaft von Pretoria, Johannesburg und Bloomfontein fc wird von den Buren fortwährend beunruhigt. Der Ge- W sundheitszustand der englischen Truppen leidet unter dem k Einfluß des Winters.
Ä!___— ........ w.'» ........ 1 .........—--- i Aus Provinz und Aachbargebiei.
* Den Angehörigen des Osta siatis ch en Expe - jz ditionskorps werden gewöhnliche Briefe und Post- m karten als Feldpostsendungen nach Möglichkeit auch auf bg> der Rückreise in den Anlegehäfen der Transportschiffe je zugesührt. Geldbriefe, Postanweisungen und Packete sind von der Beförderung nach den Transportschiffen aus- „ geschlossen. Die an die Angehörigen des Expeditionskorps und der in China verbleibenden Besatzungsbrigade gerichteten Sendungen müssen fortan zur Vermeidung von Verzögerungen in der Aufschrift die Angabe ent- ; halten, ob der Empfänger zur Besatzungsbrigade gehört ^ oder ob er heimkehrt; ist dem Absender der Name des f Transportschiffes bekannt, so wird auch dieser anzugeben E sein. Zur Zeit ist im Einzelnen nur bekannt, I welche Offiziere zur Besatzungsbrigade übergetreten x sind. Bei der Ungewißheit über die Zugehörigkeit und den Aufenthalt der Theilnehmer an der Expedition empfiehlt es sich, mit dem Abschicken von Postsendungen, namentlich von Postanweisungen, Geldbriefen und Packeten an die Angehörigen des Expeditionskorps so lange zurückzuhalten, bis zuverlässige z Nachrichten darüber eingetroffen sind, ob die Empfänger tgfebei der Besatzungsbrigade in Ostasien verbleiben oder 4 auf welchem Transportschiff die Heimkehr erfolgt, und i in letzterem Falle, ob noch Zeit zur Entgegensendung „ von Briesen und Postkarten vorhanden ist. Die Samm- tf lung und Absendung der an die heimkehrenden Krieger M auf den Schiffen gerichteten Briessendungen geschieht $ I durch das Marine-Postbureau in Berlin, das unmittel- 4 bare Briefposteii aus die Schiffe abfertigt. Die Absender 1 können jedoch Nachrichten auch ohne Vermittelung des 4 Marine-Postbureaus unmittelbar nach den Anlaushäfen , der Dampfer absenden. In diesem Falle müssen die , Briefe und Postkarten nach den Sätzen des Weltpostvereins ^ frankirt und mit dem Namen des betreffenden Schiffes deutlich versehen werden.
kK *.$" der „Dtsch. med. Wochenschrift" veröffentlicht Geheimrath Koch im Anschluß an einen Aufsatz des ' Geheimen SanitätSralhs Goetsch - Slaiventzitz O.-S. • über „die Behandlung der Tuberkulose mit Tuberkulin" folgende Erklärung: Die meisten Aerzte sind der Mein- „ ung, daß die Behandlungder Lungentuberkulose mit spezifischen Mitteln, insbesondere mit T u - y bertulin, nutzlos und außerdem gefahrvoll sei. W Diese irrige Meinung ist dadurch entstanden, daß man . das Tuberkulin vielfach in Krankheitsfällen angewendet hat, bei denen es sich nicht mehr um reine Tuberkulose handelte, sondern um Komplikationen derselben mit Ei- In solchen. Fällen kann die spezifische Wirkung des Tuberkulins unmöglich zur Geltung kommen. Alle Aerzte, welche über größere Erfahrung in Bezug auf Tuberkulinbehandlung verfügen und dieselbe veröffentlicht haben, wie Spengler, Turban, Petruschki), Krause, Thorner, Heron, Rembold, Baudelier, sprechen sich dahin aus, daß, wenn man nur reine, nicht zu weit vorge- schrittene, das heißt vollkommen fieberfreie Fälle von Lungentuberkulose mit Tuberkulin behandelt, diese aus- iiahmlos günstig beeinflußt werden. Außerdem ist man >x auch darüber einig geworden, und ich kann dem aus M meiner eigenen Erfahrung nur beistimmen, daß es zweck- HP“'O ist, alle stärkeren Reaktionen zu vermeiden. Geh. l! Ruth Goetsch ist in dieser Beziehung noch weiter ge- I stangen. Er hat die Reaktionen möglichst ganz vermieden, . T , dr schließlich doch zu sehr hohen Dosen gelangt. Hr hat mit diesem Verfahren auffallend gute Resultate > 2, tz ™ooon ich mich persönlich im Krankenhause zu Slaiventzitz vor Kurzem überzeugt habe. Um anderen Aerzten zu ähnlichen Versuchen Anregung zu geben, hat „ "uf meine Veranlaffung zur vorstehenden Ver- 8 vffentlichnug eutschloffen.
' - H"sfeld, 24. Juni. Die Durchführung des schon » un Jahre 1897 erlassenen Handwerksorgani- f a > > o n s -Ge setzes nähert sich ihrem Ende. Die letzten in dieser Richtung vorgenommenen Arbeiten betreffen die
Einrichtungen zur Erlangung des Meistertitels. Bekanntlich hat das Handwerksorganisations-Gesetz auch die Bestimmung getroffen, daß der Meistertitel in Verbindung mit der Bezeichnung eines Handwerks nur von Handwerkern geführt werden darf, wenn sie in ihrem Gewerbe die Befugniß zur Anleitung von Lehrlingen erworben und die Meisterprüfung bestanden haben. Diese gesetzliche Vorschrift wird mit dem 1. Oktober des laufenden Jahres in Geltung treten. Von da ab muß natürlich auch dafür gesorgt sein, daß die betreffenden Meisterprüfungen, zu denen übrigens in der Regel nur Handwerker zuzulaffen sind, die mindestens drei Jahre als Geselle oder Gehülfe in ihrem Gewerbe thätig waren, auch abgelegt werden können. Die Prüfungen sollen vor Prüfungskommissionen abgelegt werden, welche nach Anhörung der Handwerkskammern durch Verfügung der höheren Verwaltungsbehörde errichtet werden. Die letztere ernennt auch die Mitglieder, und zwar auf drei Jahre, hält sich aber dabei im Allgemeinen an die Vorschläge der Handwerkskammer, die über die persönlichen Ver- hältniffe im Handwerke wohl am besten unterrichtet ist. Die Handwerkskammern sind auch auf diesem Gebiete schon thätig gewesen, und ist es somit als sicher anzu- sehen, daß, wenn am 1. Oktober des laufenden Jahres die letzte Bestimmung des Handwerksorganisationsgesetzes vom Jahre 1897 zur Durchführung gebracht werden wird, die Handwerker, welche unter den angegebenen Voraussetzungen den Meistertitel erwerben wollen, dies sofort bewirken können.
A Hersfeld, 24. Juni. Zum Sprechverkehr mit Hersfeld sind zugelaffen: Dalherda, Hettenhausen, Frankenheim, Schmalnau, Batten, Dipperz, Eckweisbach, Eichenzell, Gersfeld, Hilders, Hofbieber, Kleinsassen, Lahr- bach, Milseburg, Oberweid, Tann (Rhön), Unterweid, Simmershausen, Wendershausen, Wüstenfüchsen. Die Gebühr beträgt für die ersten vier Orte 50 Pfg., für die übrigen 25 Pfg.
Hersfeld, 24. Juni. Für die am 12., 13. und 14. Juli 1901 in Hofgeismar abzuhaltende, mit Bezirks-Thierschau und landwirthschastlicher Ausstellung verbundene. 9. General-Versammlung des Vereins- Ausschuffes der Landwirthschaftskammer für den Regierungsbezirk Caffel ist folgendes Programm aufgestellt worden: Donnerstag, den 11. Juli, von 8 Uhr Abends ab: Begrüßung der fremden Gäste und gesellige Vereinigung im Hotel zum Hessischen Hof. Freitag, den 12. Juli, Vormittags 9*/2 Uhr: Empfang der fremden Gäste am Bahnhof; 10 Uhr: Eröffnung der Maschinen- und Geräthe-Ausstellung auf dem Festplatz; 11 Uhr: General-Versammlung des VereinS-Ausschuffes der Landwirthschaftskammer in der neben dem Festplatz gelegenen Reithalle der 5. Escadron. Tages-Ordnung: 1. Ueber die zweckmäßige Gestaltung des Taxwesens für ländliche Grundstücke. Berichterstatter: Herr Landwirthschastslehrer Dr. Helmkampf-Weilburg. 2. Die Stickstofffrage in der Landwirthschaft. Berichterstatter: Herr Dr. Schulz-Marburg. 3. Geschäftliches. 4. Anträge und Wünsche aus der Versammlung. Nachmittags 31/.2 Uhr: Festessen in der Turnhalle auf dem Festplatz; von 6 Uhr ab: Concert und gesellige Vereinigung auf dem Festplatz. Sonnabend, den 13. Juli, Vormittags 7 Uhr : Eröffnung der Viehausstellung auf dem Festplatz. Vormittags um ll’/2 Uhr: Prämiirung von Dienstboten auf dem Festplatz. 12 Uhr: Vertheilung der Preise für die prämiirten Thiere. Nachmittags 1 Uhr: Gemeinschaftliches Essen in der Turnhalle. Nachmittags 4 Uhr: Verauctionirung der für die Zuchtgenossenschaften angekausten Fohlen auf dem Gesundbrunnen. Nachmittags 5 Uhr: Besichtigung des Silo's. Von 6 Uhr ab: Concert und Tanz. Sonntag, den 14. Juli, Vormittags 9^/z Uhr: Abfahrt vom Bahnhof Hofgeismar nach Beberbeck.
Hersfeld, 24. Juni. Der amtliche Saatenstands- bericht in Preußen um Junimitte beziffert den Stand des Winterweizens auf 3,7, Sommerweizens 2,8, Winterspelz 2,7, Winterrogen 3,1, Sommerrogen 3,0, Sommergerste 2,7, Hafer 2,6 Kartoffeln 2,5, Klee 3,5, Luzerne 3,1 Wiesenheu 3,0, wobei 1 = sehr gut, 2 — gut, 3 — Mittel, 4 = gering bedeutet. Die Ziffern um Junimitte des Vorjahres waren : 2,7, 2,7, 2,2, 3,2, 3,3, 2,6, 2,6, 2,6, 3,6, 2,9 und 3,5. Hierzu wird bemerkt: Die Trockenheit hielt in den meisten Provinzen bis zum 13. Juni an und drückte in der Mehrzahl der betroffenen Bezirke die Ernteausfichten, namentlich der Sommerung und Futterpflanze, herab. Die ergiebigen Niederschläge seit dem 13. Juni kamen für die Winterung zu spät, können aber der Sommerung noch von großem Nutzen sein. Mit Winterweizen sind, ausgenommen Westfalen, Hessen-Nassau, das Rheinland und Hohenzollern nur noch verhältnißmäßig kleine Flächen bestanden. Die Umackerungen wurden fortgesetzt. Der vom Froste verschonte Rest ist mit Unkraut durchsetzt und verspricht nur geringen Ertrag. Es erscheint fast für den ganzen Osten ausgeschlossen, daß auch nur hinreichend Saatgut gewonnen wird. Der Stand des Winterrogens,besonders in den westelbischen Gebieten ist ungünstig. Für die Sommerung dürfte im Allgemeinen, einige posensche und schlesische Gegenden ausgenommen, eine gute Mittelernte zu er» hoffen sein. Die letzttägigen Regen werden wohl manchen Schaden ausheilen. Die Nachrichten über den Klee sind wenig erfreulich. In einer großen Zahl ostel- bischer Bezirke erscheint Futternoth unausbleiblich.
bassel, 24. Juni. Am gestrigen Sonntag verschied nach längerem Leiden Se. Excellenz der General der Infanterie v. S ch w e i n i tz , Generaladjutant weiland Seiner Majestät Kaiser Wilhelms I. Der Verstorbene, her noch im November v. I. unter zahlreichen Ehrungen
hier sein 60jähriges militärisches Dienstjubiläum begehen konnte, hat ein Alter von 78 Jahren erreicht.
Lutterberg- 19. Juni. Gestern waren der Staatsanwalt aus Göttingen, der Kgl. Kreisarzt Dr. Schulte und Dr. Kühne aus Münden zur Section der Leiche des erschossen aufgefundenen Schuhmachers St. hier anwesend. Man nimmt jetzt allgemein an, daß St. sich nicht selbst entleibt hat, sondern erschossen worden ist, da die Art und Beschaffenheit der Schußwunde es nahezu als ausgeschlossen erscheinen lassen, daß der Todte selbst Hand an sich gelegt hat. Die gerichtliche Untersuchung ist nach dem „M. Tbl." im Gange und wird hoffentlich bald Licht in die Sache bringen.
Liebenau, 19. Juni. Der Arbeiter Riese von hier hatte sich kürzlich beim Verbrennen einer milzkranken Kuh eine Blutvergiftung an der Hand zugezogen, da er eine kleine Wunde nicht beachtete. Auf ärztliches An- rathen ging er in das Landkrankenhaus zu Caffel, doch war ihm nicht mehr zu helfen, er ist am Sonnabend nach unsäglichen Schmerzen verschieden.
Frankfurt, 21. Juni. In einer Straße des Westend machte heute Nacht ein Bursche von etwa 18 Jahren einen Einbruchsversuch, bei dem er, wie berichtet wird, den Inhaber der betr. Wohnung schwer verletzte. Der Thäter ergriff beim Nahen der Polizei die Flucht.
Wiesbaden, 21. Juni In vergangener Nacht vergiftete ein Glaser sich und seine drei Kinder. Nur eins derselben konnte gerettet werden.
Hann. Münden, 21. Juni. Soeben brachten 2 Meldereiter (Husaren aus Caffel) der Wittwe Apel die erschütternde Botschaft, daß heute früh 8 Uhr ihr einziger Sohn bei der Schwemme in der Fulda ertrunken sei. Derselbe würde im Herbst seine Dienstzeit beendet gehabt haben. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein solch' jähes Ende bereitet.
Wetzlar, 20. Juni. In dem benachbarten Dorfe Oberlemp wurde der Kaufmann Georg Rau gestern bei einem Gewitter, als er vom Felde nach Hause gehen wollte, vom Blitz erschlagen. Seine Frau und ein Kind, die bei ihm waren, wurden nur betäubt.
— In Oppeln hat am 20. Juni die Vollstreckung des gegen den Schwingenmacher Konstantin Thoman aus Pluder, Kreis Lublinitz, gefällten Todesurtheils stattge- funden. Thoman hatte am 7. November v. I. den Kolonisten Block auf der Straße erschaffen und dann dessen Wohnhaus in Brand gesteckt.
— N e w - D o r k, 22. Juni. In M a t e w a n , Westvirginien, stürmten streikende Kohlengrubenarbeiter Barrikaden, die um die Grubeneinfahrt errichtet waren, und es kam zu einem lebhaften Feuergefecht mit den Wachen und Streikbrechern. Näheres ist noch nicht bekannt.
— New-Iork, 22. Juni. Mach einer Meldung aus Oinahra wüthete am Donnerstag Abend längs des Keypahfluffes ein heftiger Cyclon. Viele Personen wurden gelobtet und eine große Anzahl verletzt. Alles, was sich auf dem von dem Sturm genommenen Wege befand, wurde getödtet.
Neueste Uachrichleu.
Herne, 24. Juni. Der Bruttoüberschuß der Hibernia- Aktiengesellschaft im Mai 1901 beträgt 831095 Mk. gegen 801 153 Mk. im Vormonat und 1001 574 Alk. im Mai 1900.
Madrid, 24. Juni. Gestern fanden nach der Freidenker- Versammlung stürmischeKundgebungcn gegen dieKlerikalen statt.
Madrid, 23. Juni. In La Union (Provinz Murica) wurden durch Einsturz eines Hauses 7 Personen getödtet.
N e w - N o rk, 23. Juni. Adalbert Hap, ehemaliger amerikanischer Konsul in Prätoria und Sohn des Staatssekretärs Hay fiel in Äkewhaven (Connecticut) aus dem Fenster eines Hotels und war sofort tot.
S hang Hai, 23. Juni. (Meldung des Reuterschen Bureaus.) Die von der Türkei nach China gesandte Mission ist gestern nach Japan abgereist. Man glaubt,' daß die Mission über die transsibirische Bahn nach der Türkei zurückkehrt.
London, 23. Juni. Dem Reuter'schen Bureau wird aus Cradock vom Freitag gemeldet, daß am Donnerstag in der Frühe eine 'Abtheilung der Midland Mounted Rifles unter Kapitän Spandan gegen den Burenführer Malan aus gesandt wurde, der Sonntag Nacht auf dem Marsch nach Westen die Bahn bei Roodehoof überschritten hatte, lieber den Zusammenstoß bei Waterkloof ist, abgesehen von der Meldung, daß Kapitän Spandan tödtlich verwundet wurde, keine weitere Nachricht hier eingegangen.
London, 23. Juni. (Loyd's Meldung). Die britische Bark „Falkland" von Tacoma (Washington) nach Falmouth unterwegs, sank auf der Höhe von Sailln, der Kapitän und die 5 Mann starke Besatzung werden vermißt.
N e w - N o r k, 23. Juni. Eine Depesche aus Roanoke in Virginien besagt, daß in Pocahontas über 300 Menschen in folge des Bruches eines auf einem Hügel angelegten Dammes ertrunken seien und durch das uiederstürzende Wasser ganze Häuser weggeschwemmt seien. Das Unglück sei um Mitternacht geschehen. Die Mehrzahl der Ertrunkenen seien Bergarbeiter oder Familienangehörige von solchen. — Einer Blättermeldung zufolge sollen auch die Städte Keystone, Elkhorn, Vivian und andere Orte von lleberschwemmungen heimgesuchi worden sein und die dortige Bahnlinie auf 25 bis 30 Meilen zer stört sein.
Schlachtbericht des städtischen Schlachthauses für den Monat Mai 190L
Es wurden geschlachtet: 41 Ochsen, 14 Kühe, 21 Rinder, 220 Schweine, 185 Kälber, 20 Hämmel, 41 Schafe und 1 Ziege.
Tuberkulose wurde festgestellt bei 3 Ochsen, 4 Kühen,
2 Rindern und 4 Schweinen, Finnen bei 1 Ochsen.
Theilweise beanstandet wurden: wegen Tuberkulose 2 Kühe und 1 Schwein, aus anderen Gründen 5 Schweine.
Hersfeld, den 22. Juni 1901.
Thierarzt Fiederich, Schlachthofverwalter.