in thal das ihnen gehörige, zur Bahnlinie benöthigte Areal iah in der Flur Vacha zum Bonitirungswerth, dasjenige im Lara» aber unentgeltlich abgeben.
A Obervellmar, 19. Juni. Heute Nachmittag er- eignete sich hier ein betrübender Unglücksfall. Das elf- ilt jah^ge Söhnchen des Landwirths Neumann befand sich ini aus der Wiese seines Vaters, woselbst Heu aufgeladen ing wurde. Ein Bündel Heu fiel vorn von dem hochbela- oti denen Wagen, wodurch die Pferde scheu wurden und tu durchgingen. Das in der Nähe des Wagens sich befin- fri dende Kind wurde derartig überfahren, daß die Räder « über den Hals hinweggingen. Der schleunigst herbei- h geholte Arzt konnte nur noch den Tod des Kindes con- itil statiren. Der Unglücksfall trifft die tiefbetrübten Eltern um so schwerer, da der verunglückte Knabe der letzte seiner elf Geschwister war.
Stammheim (Kreis Friedberg), 20. Juni. Hier ld ist ein fünfzehnjähriger Junge verhaftet worden, der k verdächtig ist, seine 80jährige Großmutter ermordet zu haben.
ks« Hanau, 19. Juni. Erschaffen hat sich gestern ii Abend 6 Uhr in seiner Wohnung der hiesige RechtS- H anwalt Ebert. Der That soll der „Han.-Ztg." zufolge eine telephonische Unterhaltung mit einem Professor der j Medizin, in welcher der nervös angeregte Rechtsanwalt e seinen hiesigen Hausarzt markirte, vorausgegangen sein, M wobei ihm sein wahrer Zustand bekannt wurde. Der ;« Bedauernswerthe sollte heute einer Heilanstalt überwiesen i werden.
» Fritzlar. Nach langem schweren Leiden verschied hier der Nestor der hessischen Aerzte der Königliche w Kreisphysikus z. D. Herr Geheimer Sanitätsrath Dr. 11 Franz Knorz, Ehrenbürger der Stadt Fritzlar, im 87. st Lebensjahr.
ot 1 Fulva, 18. Juni. Die Kornhausfrage geht ihrer Lösung entgegen; diesen Herbst noch soll mit dem Bau M eines Silos in der Nähe des hiesigen Bahnhofs begonnen (t werden. Die Betheiligung an der Kornhaus-Genofsen- bk schaft ist so geregelt, daß die großen Grundbesitzer jas (Domänenpächter) 20 000 Centner und eben so viel ölt Getreide die 26 Raiffeisenvereine des Kreises Fulda !gd jährlich im Silo aufzuschütten haben.
ch Darmstadt, 18. Juni. Der von der Strafkammer M in Mainz seiner Zeit von der Anklage der Weinver- ^ sälschung freigesprochene Weinhändler Paul Maier-Alzey ch wurde heute von der Darmstädter Strafkammer im Wiederaufnahme-Verfahren wegen Vergehen gegen N § 10, Absatz 1 und 2, des Nahrungsmittelgesetzes zu ei 1200 Mark Geldstrafe verurtheilt. Der Staatsanwalt x hatte einen Monat Gefängniß und 1000 Mark Geldstrafe beantragt.
S Vermischtes.
— Braunschweig, 20. Juni. Der Schnellzug ^Merlin-Aachen ist heute Mittag 12 Uhr 33 Minuten ; bei Station Börßum in einer scharfen Curve vor der ni Ocker-Brücke entgleist. Wie die „Braunschweiger Neuesten ^ Nachrichten" melden, ist von den Paffagieren Niemand [ü verletzt, wohl aber sollen drei Eisenbahnbeamte Ver- * letzungen davon getragen haben.
lf M — Cöln, 20. Juni. Der Rhein stieg seit gestern ; UM 30 Centimeter. Es wird auch anhaltendes Steigen y der Nebenflüsse gemeldet. Pegelstand 2,79 Meter.
— Kiel, 20. Juni. Auf der Torpedowerk- . statt in Friedrich sort platzte bei der Druckprobe . die Maschine eines 45 Zentimeter -Torpedos, a Durch umherfliegende Zylindertheile wurde der Maschinenbauer Beseler-Kiel tödtlich, der Torpedovorarbeiter Mag- ‘ danz - Friedrichsort schwer verletzt. Der Generalin- 1 spektor Koester ist alsbald im Auftrage des Kaisers nach der Unfallstelle gefahren.
I*" ; — Rüdesheim, 18. Juni. Das Mädchen aus » Höchst, das auf der Fahrt von Bingen hierher aus einem i Cajütenfenster des Trajectbootes in den Rhein gesprungen : und ertrunken ist, soll nach dem „Naff. Bot." in dem Wronker'schen Geschäft zu Frankfurt bei einem Dieb- stahl ertappt worden und aus Scham in den Tod gegangen sein.
!' M— Halle a. S. 18. Juni. Durch einen erschüttern
den U n g l ü ck s f a l l kam der Mechaniker und Optiker Seebold hier, Inhaber der Firma C. W. Trothe, um's Leben. Es war ihm ein Gewehr überbracht worden, das mit einem Zielspiegel versehen werden sollte; das Gewehr stand zur Seite, S. kam unglücklicherweise an den Hahn und es entlud sich ein Schutz aus dem Gewehr, der dem unglücklichen Manne thatsächlich die linke Kopfhälfte abriß. Der so schwer Verletzte verschied alsbald. Seine Gattin war Zeuge des schrecklichen Unglücksfalles.
— (Darmhessisch.) Zwei norddeutsche Damen sitzen im Damenkupee des Zugs Heidelberg-Frankfurt. Der Zug hat soeben die Station Darmstadt verlassen, als nochmals das Kupee geöffnet wird und ein junger Mann hereinspringt. Der alsbald erscheinende Schaffner beruhigt die entsetzten Insassen mit den Worten: „Ferchte se sich nor net, meine Dame, detz is a Rasender." „Ein Rasender! Um Gotteswillen, rast er denn oft?" rufen die beiden entsetzt und wollen an der nächsten Station umsteigen. „Oh ja, alle Woch e paar mohl," ist die lakonische Antwort des verblüfften Schaffners. Der junge Mann merkt, daß er das Schreckgespenst ist und stellt sich vor: „Als Reisender", „Net emol Deitsch ver- stehn se," brummt der Schaffner, wendet sich verächtlich ab und ruft: „Ctarrrzion Aahellije" (Station Arheiligen).
— (EineVollblutnegerin als Berliner Amme.) Seit kurzer Zeit hat Berlin die erste schwarze Amme. Sie pflegt den Sprößling eines hiesigen Ehepaares, bei dem ihr Mann, gleichfalls ein Neger, seit Jahren als Kutscher in Stellung ist. Die schwarze Dame, eine stattliche Erscheinung, wurde von ihrem Gatten, der im vorigen Jahre eine Urlaubsreise nach seiner südamerikanischen Heimath unternommen hatte, nach Berlin mitgebracht. Mrs. Johnson macht mit dem Kinde ihrer Herrschaft und ihrem eigenen dunkelhäutigen Söhnchen Ausflüge nach den Parkanlagen. Das schwarze und das weiße Baby sind gemeinsam in einen Korbwagen gebettet und erregen viel Aufmerksamkeit.
— Vom Schwurgericht in Königsberg i. Pr. wurde Frau Skuttnik, welche angeklagt war, am 3. September v. I. die verwittwete Rentiere Natalie Secathe ermordet zu haben, freigesprochen. Die Kosten wurden der Staatskasse auferlegt. Die Rentiere Secathe war am 3. September in ihrer Wohnung in der Landhofmeisterstraße zu Königsberg erschlagen und erwürgt aufgefunden worden. Es lag ein Raubmord vor, da Schmuck und Geld fehlten. Dei/Verdacht, ihn begangen zu haben, richtete sich gegen die Frau Skuttnik, eine Hausgenossin der Ermordeten, weil in ihrer Wohnung blutbefleckte Wäsche und ein der Secathe gehöriger Schlüssel gefunden wurde.
— (Dat rückt na Mannslüd.) Pastor (eine alte Frau im Stift besuchend): „Aber, liebe Frau Meyer, Sie haben doch nicht die üble Angewohnheit, wie viele alte Frauen, Pfeife zu rauchen?" Alte Frau: „Nee, Herr Pastor, bat nich, ick heff man bloß en bäten Tobak in mien Abenröhre e'legt, dat rükt sau schen na Mannslüd!"
— Alexandria (Egypten), 20. Juni. Die Pest greift in verschiedenen Häfen Egyptens um sich und verursacht Beunruhigung. Der Herd der Seuche ist Sa- gasig, wo im Juni bisher 48 Fälle festgestellt wurden. Die Kasse der Staatsschuld hat bedeutende Mittel zur Bekämpfung der Seuche bewilligt.
— London, 20. Juni. Aus Aden wird tele- graphirt: Der Dampfer „Asturia" der Hamburg- Amerika-Linie ist bei Ras Hafun (Somaliküste) auf den Strand gelaufen. Man nimmt an, er werde total wrack werden. Die Besatzung wurde vom britischen Dampfer „Maclachan" aus Akyab (Birma) in Aden gelandet. Die „Asturia" war auf dem Heimweg von Dokohama und verließ Penang am 28. Mai.
— Aus Belfort wird gemeldet, daß der E l s ä s s e r Belchen gestern mit Schnee bedeckt war. In Pontarlier an der schweizerisch-französischen Greise herrschte gestern Abend heftiges Schneetreiben; auch aus Chamb^ry wird berichtet, daß die Berge im Departement Savoie bis tief herunter mit Schnee bedeckt sind.
— Kaffa, 20. Juni. Gestern ging im Zempliner Comitat ein großer Wolkenbruch nieder. Das Wasser
verursachte große Verheerungen. Die Dobrog-Brücke ist fortgeschwemmt.
— London. Vor dem Gerichtshöfe von Bowstreet wurde vorgestern gegen den Karl of Russell, einen Enkel des Staatsmannes Lord John Russell, wegen Bigamie verhandelt. Russells Zwistigkeiten mit seiner Gattin hatten die englische Gerichte seit Jahren beschäftigt. Kürzlich war Russell nach Amerika gegangen, hatte dort die Scheidung seiner Ehe erlangt und sich wieder ver- heirathet. Das englische Recht erkennt eine in Amerika ausgesprochene Ehescheidung nicht an und Russell wurde deshalb wegen Bigamie angeklagt. In der Verhandlung wurde Russell gegen Bürgschaft von 2000 Pfund freigelassen.
— (Unmöglich.) Die durch Rudyard Kipling in Bloemfontein ins Leben gerufene Feldzeitung „The Friend" bringt folgende hübsche Anekdote über Lord Raleigh, einen der adelstolzesten englischen Gardeoffiziere. Der Leutnant, der mit den Garde-Grenadieren unter Methuen am Modderriver lag und eines Tages an einer verbotenen Stelle des Flusses badete, wurde von einem patrouillierenden Korporal aufgefordert, sofort ans Land zu kommen. Eiligst sprang der indignierte Lord ans Ufer und schrie den verblüfften Korporal zornig an: „Sie Tölpel, können Sie denn nicht sehen, daß ich Offizier bin?"
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Eheschließungen.
Am 17. Johannes Riebold, Landwirth von Hof Rimme- rode, mit Barbara Elisabeth Pfromm von Hilmes. — 25. Johann Georg Alles, Bergmann von Malkomes, mit Mar gretha Licht von Landershausen.
Geburten.
Am 14. Julius, S. des Viehhändlers Salomon Weinberg zu Schenklengsseld. — 15. Adam August, S. des Ackermanns Johannes Wolf zu Lampertsfeld. — 16. Georg, S. der unverehelichten Elisabeth Lipphardt zu Malkomes. — 19. Elise Christine, T. des Gastwirths Burghard Steinhauer. — 30. Ein Sohn des Kaufmanns Johannes Daube zu Schenklengsseld.
Sterbefälle.
Am 8. Heinrich Wolf vii., Maurer zu Schenklengsseld, 51 Jahre alt. — 26. Anna Catharina, Wittwe des Schreiners Claus Heinrich Oehling zu Wehrshausen, 73 Jahre alt. — 28. Eva Elisabeth, T. des Ackermanns Ernst Martin Heusner zu Schenklengsseld, 1 Monat alt. — 30. Ein Sohn des Kaufmanns Johannes Daube zu Schenklengsseld, 6 Stunden alt.
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Kirchliche Nachrichten.
Kvaugekischer HottesdieuA.
Sonntag den 23. Juni.
Vormittags : Herr Pfarrer H o s b a ch. Nachmittags: Herr Pfarrer Feyerabend.
Ab Hierzu Nr. 25 des „Illustrirten Sonntagsblatts."
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