Die Jnsertionsgebühren betragen für den Raum einer Spallzeile 10 Psg., im amtlichen Theile 15 Pfg. Reklamen die Zeile 20 Pfg.
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(wklöcr Kreisblatt.
GratirbeUagen r „^Unftrirtts Sonntagsblatt" *♦ „5Dwfcrirte lan-wiethschaftliche Vettage."
SrJft SÖiüiüteMti I Hui 1901.
Erstes Blatt.
i Vestellungen auf das y Hersfelder Kreisblatt i mit den Gratisbeilagen ! „Wustrirtes Sonntagsblatt" «m J „Muftrirte landwirthschaftl. Beilage"
I für den Monat Juni werden doji allen Kaiser« j lichen Postanstalten, Landbriefträaern und von der z Expedition angenommen.
j Amtlicher Theil.
Hersfeld, den 5. Juni 1901.
Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, L daß im Laufe des Monats Mai 1901 für die nachbe- ' zeichneten Herren diesseits Jagdscheine ausgestellt worden \ Lstnd.
A. Jahresjagdscheine r
a. entgeltliche:
den Major a. D. Rosenstock von Rhöneck in Philippsthal,
„ Königlichen Rentmeister Schultheiß in Hersfeld,
„ Sattler Jakob Gluth in Asbach,
„ Landwirth Valentin Lenz in Beiers- hausen,
„ Schuhmachermeister Jakob Fink in Gershausen,
„ Landwirth Johannes Bornemann in Reimboldshausen,
„ Verwalter Siegfried Sauer zu Bin- gartes,
„ Rechtsanwalt L. Suntheim in Hersfeld, „ Bierbrauereibesttzer Heinrich Engel- hardt daselbst,
„ Gastwirth Jakob Ruhn in Niederaula, „ Rentier Hermann Wolff in Hersfeld, „ Kaufmann Julius Kehr in Hersfeld, „ Königlichen Oberförster Wendt in Friedewald,
„ Zimmermeister Adam Becker in Mengs- haufen,
„ Musikus Wilh. Wenzel in Rotterterode, „ Landwirth Heinrich Heiderich II in Lautenhausen,
„ Kaufmann Wilhelm GieS in Hersfeld, „ Apotheker Adolf Drube daselbst,
„ Mühlenbesitzer Johannes Wiegand in Untergeis,
„ Gastwirth Johannes Kirschner in Lautenhausen,
„ Geschäftsführer Peter Schlößler in Hersfeld,
„ Küfer Johannes Opfer in Holzheim, „ Gastwirth Ernst Volkenand in Bengen- dorf,
„ Landwirth Johann Georg Brehm in Kathus,
„ Waldwärter Philipp Paul in Willings- Hain,
„ Frederic Andreas aus Antwerpen, z. Z. in Hersfeld,
„ Lehrer Nikolaus Quehl in Asbach, " Schuhmachermstr, Peter Köhler daselbst, " "önigl. Kreisbauinspektor Trimborn >n Hersfeld,
" Apotheker Hermann Zipf in Hersfeld, „ Lehrer W. Paulus in Kleba.
b. unentgeltliche:
am 15/5. für den Königlichen Förster Schmidt in Friedewald,
„ „ „ „ städt. Unterförster Göbel in Hersfeld,
„ „ „ „ Königlichen Förster Radeck in Hilmes,
„ 18/5. „ „ Königlichen Forstausseher Bernhardt in Bengendorf.
B. TagesjagdMeine:
am 3/5. für den Einj.-Freiw.-Gefr. im Jäger-Bataillon Nr. 11 Eduard Zimmermann, z. Z. in Hersfeld,
„ 29/5. „ „ Einj.'Freiw.-Gefr.Anhaltaus Eisenach, z. Z. in Friedewald.
Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Hersfeld, den 3. Juni 1901.
Am 22. Mai d. Js. ist im Distrikt Vorderer Küppel des Unterhauner Jnteressentenwaldes Feuer ausgebrochen, verursacht durch Schulkinder, welche in den Besitz von Zündhölzer gelangten und in der Nähe des Waldes ein Feuer anzündeten.
Aus diesem Anlaß werden die Herren Ortsvorstände mit Bezug auf das Ausschreiben vom 11. September 1884, J. I. Nr. 12611 (Kreisblatt Nr. 109), hiermit angewiesen, von Zeit zu Zeit wiederholt durch ortsübliche Bekanntmachung die Bewohner zur sicheren Aufbewahrung des Feuerzeuges (Streichhölzer) zu ermähnen, damit unverständige Kinder nicht in dessen Besitz gelangen und aus diese Weise Feuerschäden verhütet werden.
Ein besonderes Augenmerk ist von allen polizeilichen Organen auch insbesondere darauf zu richten, daß in der Waldnähe Feuer nicht angezündet, alle Zuwiderhandlungen aber zur Anzeige und Bestrafung gebracht werden.
l. 3081. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Hersfeld, den 6. Juni 1901.
Das diesjährige Ober - Ersatz - Geschäft für den hiesigen Kreis findet am
Sonnabend den 29. Juni d. J. und Montag den 1. Juli d. I.
jedesmal von Morgens 7 Uhr ab im Saale des Gastwirths B. Bolender hierselbst statt.
Die Herren Ortsvorstände des hiesigen Kreises werden hiermit angewiesen, die ihnen demnächst zugehenden Vorladungen den betreffenden Militairpflichtigen alsbald auszuhändigen.
Gleichzeitig erhalten Sie den Auftrag, mit den Militairpflichtigen in den besagten Terminen pünktlich zu erscheinen und denselben auch zu eröffnen, daß diejenigen, welche bei Ausrufung ihrer Namen im Musterungs- raum nicht anwesend sind, neben einer Geldstrafe bis zu 30 Mk. oder Haft bis zu 3 Tagen, die im § 26 bezwfe. 66 der Wehrordnung bezeichneten Verluste sowie nach Lage der Sache die sofortige Einstellung als unsichere Heerespflichtige zu gewärtigen haben.
Beim Ober-Ersatz-Geschäft werden sämmtliche in Betracht kommenden Reklamationen der Ober-Ersatz-Commission zur Entscheidung vorgelegt, weshalb alle Familienglieder, aus deren Arbeils- oder Nichtarbeitsfähigkeit es bei Beurtheilung der Reklamation ankommt, (also auch die etwaigen jüngeren oder älteren Brüder des Reklamirten) im Termine mit zu erscheinen haben, widrigenfalls eine Berücksichtigung der betreffenden Reklamation nicht statt- finden kann.
Besonders wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß bei den zur Vorstellung kommenden Leuten, welche behaupten an Epilepsie zu leiden die im 8 656 der Wehrordnung vorgeschriebenen 3 Zeugen zur Stelle sein müssen, wenn der Nachweis nicht in anderer glaubwürdiger Weise geführt werden kann. Die von den Zeugen zu machenden Angaben müssen sich auf
die in letzter Zeit vorgekommenenAnfälle beziehen und ebenso müssen auch die etwa zur Vorlage kommenden ärztlichen Atteste sich vorzugsweise über neuere Anfälle aussprechen.
Außerdem sind auch bei denjenigen Rekla- manten, welche sich außerhalb befinden und welche ihre Angehörigen durch Geldsendungen unterstützt haben, die desbezüg- lichen Postscheine mitzubringen, wie auch alle angeblichen Krankheiten durch Vorlage von ärztlichen Attesten nachgewiesen werden müssen.
Die Herren Ortsvorstände haben das Vorstehende in ihren Gemeinden wiederholt veröffentlichen und namentlich zur Kenntniß der betreffenden Militairpflichtigen und deren Angehörigen bringen zu lassen, auch haben Sie den Militairpflichtigen noch besonders einzuschärfen, daß sie mit vollständig reinemKörper und reiner Wäsche zu erscheinen haben.
Sodann sind dieselben noch anzuweisen die Loosungs- scheine mit zur Stelle zu bringen, da andernfalls der Betrag von 50 Pfg. für Ausstellung eines Duplikatscheines gezahlt werden muß.
I. II. Nr. 1264. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Hersfeld, den 4. Juni 1901.
Nach einer Mittheilung des Königlichen Stempel« und Erbschafts-Steueramts zu Caffel wird am 24. und 25. d. Mts. eine Ktempel-Revision dahier stattfinden.
Die Herren Ortsvorstände des Kreises werden veranlaßt, die seit der letzten Revision in Verwaltung des Gemeinde-Vermögens erwachsenen stempelpflichtigen Verhandlungen und zwar insbesondere Verträge aller Art, Mieth- und Pachtverträge soweit die Jahrespacht oder Jahresmiethe eines Pächters den Betrag von 300 Mk. übersteigt, nebst den dazu gehörigen versteuerten Mieths- und Pachtverzeichnissen (Tarisstelle 48 des Stempelsteuergesetzes vom 30. Juli 1895) Vereinbarungen über Halten des Zuchtviehes, über Aversionirung der Steuer auf Bier, Branntwein oder Fleisch, Verträge und Protokolle über Verpachtung der Jagd, der Fischerei, über Vergebung von Gemeindebauten, Wege-, Chausseebauten und deren Unterhaltung, nicht minder die über Ertheilung der Erlaubnis zu Lustbarkeiten und der hierfür verwendeten Stempeldruckbogen von den Gemeindebehörden geführten Verzeichnisse, ferner die mit den Holzhauern abgeschlossenen Verträge über das Schlagen des Holzes in den Gemeindewaldungen usw. bis spätestens z u m 20. d. M t s. einzureichen.
I. 3124. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Nichtamtlicher Theil.
Berlin, 6. Juni.
Se. Majestät der Kaiser fuhr gestern im Laufe des Nachmittags mit dem Juckerzug vom Neuen Palais nach Berlin, hatte hier im Königlichen Schloß zunächst eine Besprechung mit dem Geheimen Hofrath Grimm, empfing dann den Unterstaatssekretär Rothe vom^ieichs- amt des Innern und ertheilte im Beisein des Staatssekretärs des Auswärtigen Amts Freiherr« von Richt- hofen und des Jntrodukteurs des diplomatischen Korps Vize - Ober-Zeremonienmeisters Barons v. b. Knesebeck dem bisherigen persischen Gesandten am Allerhöchsten Hofe, General Mirza Reza Khan, zum Zweck der lieben reichung seines AbberufungSschreibenS- die nachgesuchte Abschiedsaudienz. Um 8 Uhr begab Se. Majestät Sich nach dem Reichskanzlerpalais zum Diner, welches beim Reichskanzler Grafen v. Bülow zu Ehren der in zoll- politischen Angelegenheiten hier anwesenden Staats- minister und Ministerialräthe deutscher Bundesstaaten stattfand. — Heute Morgen besuchte Se. Majestät zu-