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iwicht): Ochsen beste Qualität 6562 Mk., geringe 61 ibis 48 Mk., Bullen beste Qualität 6359 Mk., geringe ;5747 Mk., Kühe beste Qualität 5354 Mk., geringe 5242 Mk., Kälber beste Qualität 7572 Mk., geringe i 62 37 Mk., Schafe beste Qualität 6063 Mk., geringe 65645 Mk., Schweine beste Qualität 5554 Mk., ge­ringe 5348 Mk.

(*) Hersfeld, 18. Jan. Das 200jährige Bestehen des Königreichs Preußen wurde in der hiestgen gewerb­lichen Fortbildungsschule in der Weise gefeiert, daß die Klassenlehrer in ihren Klassen in längeren Reden lauf die Verdienste der Könige von Preußen Hinwiesen, die sich dieselben durch die Förderung des Handwerker­standes erworben haben.

Fulda, 17. Januar. In dem am Kalvarienberge gelegenen Steinbruche verunglückte gestern Nachmittag der Arbeiter Johann Stock von Dietershausen. Stock bückte sich, um ein Handwerkszeug agfzuhsben, und in diesem Augenblick scheint sich über ihm ein Stein losgelöst zu haben, der ihn unglücklicherweise auf den Kopf traf. Der Verletzte wurde ins Landkcankenhaus gebracht, wo er heute Morgen seinen Verletzungen er- legen ist.

i Marburg, 15. Januar. Ein für Kaufleute und ^Reifende interessantes Urtheil fällte kürzlich die hiesige -Strafkammer. Ein Handlungsreisender aus Frankfurt besuchte im Kreise Ziegenhain Privatkundschaft und legte o Formulare seines Prinzipals vor, in denen er sich be- ; steinigen ließ, daß man sein Kommen wünsche. Später sprach er dann vor und machte sein Geschäft. Der Reisende wie auch der Prinzipal wurden wegen Gewerbe-

i steuer-Contravention zu je 72 Mk. Geldstrafe verurtheilt.

Marburg, 13. Januar. In Ricderwalgern ist ein alleinstehender Mann in seiner Stube während der Nacht erfroren, und im Kreise Frankenberg erfroren einem ri Steinklopfer bei seiner Arbeit beide Füße.

H; Marburg, 16. Januar. Seit Montag wird ein i^ Metzgerbursche von hier, der den ganzen Tag auf dem Viehhandel im Kreise Kirchhain war, vermißt. Am Montag sah man den jungen Mann in Ungefähr, von J wo er zu Fuß durch das mit einer Eisdecke versehene Ohmthal nach Hause wollte und sich den Weg beschreiben 4 ließ.

Casfel, 16. Januar. (Getreide-, Futter- V und Düngermarkt.) Obwohl die auswärtigen Märkte neuerdings abflauende Preise melden, war heute an unserem Wochenmarkt eine etwas festere Haltung zu - konstatieren. Zunächst stellte sich für Weizen wieder einigermaßen Nachfrage ein, in welchem auch verschie­dene Abschlüsse stattfanden. Hafer war in Mittel-Quali­täten reichlich angeboten, prima Sorten blieben gesucht. In Futtermitteln wurden Kleie, in Düngerstoffe Salpeter ziemlich rege gehandelt.

Schlächtern, 15. Januar. In dem nahen Breiten- bach sind gestern zwei Gehöfte niedergebrannt. Das Feuer entstand dadurch, daß der Landwirth K., als er Heu herbeitrug, hinfiel, wodurch die Laterne explodierte und die Scheune in Brand fetzte. K. ist übrigens ver- | sichert.

Mengeringhausen, 16. Januar. Welcher Gefahr E sich Näherinnen durch die öftere Gewohnheit, Nähnadeln i» den Mund zu nehmen, aussetzen, hat ein 20 jähriges l Nähmädchen zu B. schwer büßen müssen. Monatelang « hatte sie mit heftigen Magenkrämpfen zu kämpfen, ohne L dem Uebel auf die Spur zu kommen, bis sie auf Ver­anlassung ihres ärztlichen Berathers sich in die Klinik 5. nach Gießen begab, wo mittelst Röntgenstrahlen das

Magenübel entdeckt und die Nadel durch eine Operation herousgeschnitten wurde. Das Mädchen soll soweit her­gestellt sein, daß es die Klinik in Kurzem wieder ver­lassen kann.

Frankfurt a. M., 16. Jan. Das Schwurgericht verurtheilte den Gefängniß-Inspektor Habermann, der vor Jahresfrist mit der Gefängnitzkasse geflüchtet war und später in Berlin ergriffen wurde, wegen Unterschleife in Höhe von 3000 Mk. zu 3 Jahren Gefängniß.

Mainz, 16. Jan. Im Centralhorel erhängte sich heute der wegen Fälschungen flüchtige Direktor des land- wirthschaftlichen Creditvereins für Mittelscanken in Ans- bach, Georg Schneider.

$ t r m i f ii 11S.

Worbis, 14. Januar. Zwei junge brave Burschen im Alter von 27 und 22 Jahren haben in dem benachbarten F e r n a auf traurige Weise den Erstickungs­tod gefunden. Sie schliefen auf einem Zimmer und hatten, um sich vor der grimmigen Kälte zu schützen, eine Grude ins Schlafzimmer gestellt, viel Koks auf­gelegt, Thüren und Fenster jedoch verschlossen. Vor­gestern Morgen fand man Beide als Leichen vor. Die aus der Grude ausgeströmten giftigen Gase hatten den Tod herbeigeführt. Der eine der Erstickten stand un­mittelbar vor seiner Verheirathung.

C h e m n i tz , 16. Januar. Heute früh Uhr töbtete der Volksschullehrer Apel sein einziges 9 Jahre alter Söhnchen durch einen Schuß in den Kopf und darauf sich selbst. Apel führte die That in einem An­fälle von Geistesstörung aus.

Im Alter von 102 Jahren starb am 13. d. M. zu Bremen nach längerem Leiden Fräulein Karoline Lacroix. Gelegentlich ihres hundertsten Ge­burtstages waren ihr vielfache Aufmerksamkeiten, u. A. auch vom Bremer Senat, zu Theil geworden.

-Essen-Ruhr, 17, Januar. Auf der Zeche König Ludwig in Recklinghausen sind in dem ersten Bausohlc-Flötz Marie in der letzten Nacht 10 Bergleute in Folge einer Explosion schlagender Wetter gelobtet worden. Die Ursache der Explosion ist unbekannt. Die Leichen sind geborgen.

Aus der guten alten Zeit des Münchener Durstes erzählt der Münchener Spaziergänger der Augsb. All.-Ztg." folgende Geschichte: Zu den trink­festesten Männern des Hofbräuhauses gehörte Advokat X. Der sprach eines Abends zur Kellnerin:Kathi, was bin ich schuldig?" Sie haben 14 Maß, macht 2 Mk. 80 Pfg." Mit selbstgefälligem Lächeln meinte der Meistertrinker:Ja geltens, so viel hat Halt doch sonst Niemand?"O ja", sagte die Kellnerin,dort hinten im Eck sitzt Einer, der hat 15 Maß."Was, den muß ich sehen, zeigen Sie mir den Herrn." Der Advokat ging hin und fand als Rivalen seinen Sohn.In den Armen lagen sich Beide und weinten vor Schmerz und Freude", das heißt, sie gingen noch in ein Weinhaus. . . .

Königs bergt. Pr., 17. Januar. Se. Majestät der Kaiser hat der hiesigen Domgemeinde zur Wieder­herstellung des Domes ein Gnadengeschenk von 50 000 Mk. bewilligt.

London, 17. Januar. Nach einer Lloyds- meldung aus Port Said ist der Dampfer des öster­reichischen LloydChina" im Suezcanal auf Grund ge­stoßen und versperrt den Verkehr. Im Canal herrscht ein Orkan.

Parts, 16. Januar. In der Nähe der Hafens von Havres stieß in der verflossenen Nacht der Schlepper Bouzainville" mit dem DampfbootSadi Carnot" zusammen. Dieses sank sofort. Drei Matrosen er­tranken.

Die Jahresstatistik des indischen Gouvernements weist die ungeheuere Zahl von 27500Todesfällen auf, die auf Rechnung der Raubthier- und Gift- fchlangenplage entfallen. Von diesen werden 24 621 Fälle giftigen Reptilen zugeschrieben; Tiger sind mit 899, Wölfe mit 338, Leoparden mit 327, Krokodile und Schakale mit 300 Fällen betheiligt. Die auf den Kopf von Raubthieren und Giftschlangen aus­gesetzten Preise bewirkten, daß 100 000 Schlangen und 20000 wilde Thiere eingeliefert wurden. Die hierfür entrichtete Gesammtsumme belauft sich auf 134000 Mk., und neue Vorschläge, um der Plage energischer entgegen« zutreten, sind in Vorbereitung. So geht besonders ein Plan dahin, eine größere Tigerexpedition nach Bengalen auszurüsten, doch glaubt das Gouvernement, daß die Kosten hierfür zu groß sind. Nicht weniger als 90 000 Pferde und Rinder find Tigern und Leoparden zum Opfer gefallen.

Humor des Auslandes in der Münchener Jugend". Angelina: Das ist ein herziger VerlobungS- ring, den Du mir gestern Abend angesteckt hast, Harry; aber was bedeuten die eingravierten Buchstaben A. C. ? Harry : A. C. ? äh ach weiß Du das denn nicht ? Das ist eine neue Bezeichnung fürachtzehn Carätig!" --Pastor: Der Alkohol ist schon immer Ihr schlimmster Feind gewesen. Betrunkener: Es steht aber doch in der Bibel:Liebet Eure Feinde!" Pastor: Ja, ja, Jones, das ist ganz richtig; aber es heißt doch nicht, daß wir sie verschlingen sollen. Richter r Wie kommen Sie dazu, sich am 18. Oktober im Gasthaus zumvio­letten Anguilotti" heimlich zu entfernen, ohne die Zeche bezahlt zu haben? Angeklagter: Entschuldigens, Herr Amtsrichter, an der Thür is ja g'standen:Drücken!"

(Diagnose.) Hausherr (vertraulich zur Aerztin):Sagen Sie einmal aufrichtig, wie denken Sie über den Zustand meiner Frau; mein früherer Hausarzt meinte, wenn ich ihr ein neues seidenes Kleid.....* Aerztin (überlegen):Ach, was versteht so ein Mann von der Mode . . . eine neue Pelzgarnitur muß sie haben!"

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Kirchliche Nachrichten.

Evangelischer Gottesdienst.

Sonntag den 20. Januar.

Vormittags: Herr Pfarrer Hosbach. Nachmittags: Herr Pfarrer Feyerabend. Mittwoch, den 23. d. Mts. Abends 8 Uhr: Gottesdienst in der Kospitalskapelle.

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