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Geslügelzuchk.

Einiges über die Aufzucht der «»ekchlichen jungen Uapngeien durch mein AKKlimaLisnLionsverfahren.

«on Dr. meb. Otto in Mülhausen (Elsaß).

Bleie Untersuchungen, namentlich Kontrollversuche, welche ich hinsichtlich der Zweckmäßigkeit der jetzigen bisber üb- «ch-n Papageienbauer angestellt habe, haben das Resultat ergeben, daß die jetzige Form, sehr hoch, schmal und wenig M zur Akklimatisation der weichlichen Papageien so un­geeignet als nur möglich ist. Um die sich bildende Kohlen- e aus den Lungen möglichst rasch auszuscheiden, muß Papagei wr allem kräftig athmen, d. h. fliegen

Wegen ist Lungengymnastik) oder sich wenigstens die Flügel ausschlagen. Dazu sind die jetzigen üblichen Bauer höchst unzweckmäßig. Ich benutze deshalb schon seit ca. 9 Jahren ein Bauer, welches nach dem Prinzip der Drosselbauer gebaut, und von mir Akklimatisatisationsbauer getauft ist; d. h. der Käfig ist sehr breit, ziemlich fies und mäßig hoch, und das Ver­hältnis ist 90:65:65 cm. Die Futternäpfe find außen angebracht, um den Jnnenraum nicht zu beengen, »elcher Umstand nebenbei den Vorteil besitzt, daß kein Futter verloren geht, tenn wie bekannt, verwüsten die Papageien mehr als sie fressen. An der Rückwand sind 2 runde, 9—10 cm breite Oeffnungen zum Durchkriechen in Nistkästen oder Schlafkästen ange­bracht, sodaß das Bauer zugleich als

Brutbauer für mittlere Papageien, Jakos, Sittiche, Loris gelten kann. Gebirgsloris brüten sicher darin, wahrscheinlich auch andere Papageien. Das Bauer ist breit genug, daß der Jako sich kräftig die Flügel ausschlagen kann, ohne erst heraus- genommen zu werden; meistens aber kann man beobachten, daß er von der einen Sitzstange auf den Baum, und von dem Baum auf die andere Sitzstange fliegt oder hüpft. Diese Bewegung hat auch nebenbei das Gute, daß er nicht fortwährend beim Freßnapf sitzt und wegen Ueberfütterung sich Verdauungsstörungen zuzieht. Meine Kontrollversuche aus der letzten Zeit haben nun u. a. Folgendes ergeben: 8 Papageien, schwarzäugige Jakos, sehr kräftig, jeder von einer anderen Firma aus Hamburg bezogen, wurden nach der alten Methode gefüttert und in den gewöhnlichen Bauern verpflegt. Resultat: In 4—8 Wochen todt. Ursache: Sepsis oder Blutzersetzung teils mit, teils ohne Lungenentzündung. 2 Papageien, schwarzäugige Jakos, sehr kräftig, jeder von derselben Firma wie oben bezogen, würben nach meinem Nährsalzsystem gefüttert und zusammen in das „Akklimatisationsbauer" gesetzt. Resultat 100 % Erfolg. Nach 6 Monaten wurden die Tiere in Einzel­bauer gebracht; dauernder Erfolg.

Indem ich noch ein paar Worte über den Akklimati­sation« baum sage, so stellt dieser Baum einen Papagei­ständer vor, welcher ziemlich bis zur Zimmerdecke reicht. Nach 4 Richtungen sind Stäbe verschiedener Stärke (Aeste) angebracht, auch find die Abstände verschieden (ca. 10— 15—20 cm) von einander. Ein Papagei nun, auf die unterste Sprosse gesetzt, klettert den Baum mit hüpfender und fliegerrder Bewegung in die Höhe, übt dadurch seine Lungen und beugt dadurch der Sepsis vor. Der Grund, warum gerade der Jako, schwarzkäppige Lori und andere so weichlich find, liegt im anatomischen Körperbau dieser Xiere. Bekanntlich sind die Knochen der Vögel pneumatisch, d. h. mit Lusthöhlen gefüllt. Die Knochen sind umso pneumatischer, je mehr und besser der Vogel fliegt. Diesem anatomischen Bau muß man Rechnung tragen. Werden die Lustsäcke durch Mangel an Bewegung, Mangel an Fliegen nicht mit guter Lust fortwährend gefüllt, so tritt Blutstauung ein, hieraus Entzündung, Sepsis mit allen ihren Komplikationen.

Das Akklimatisationsbauer liefert die Firma Th. Kapff in Ludwigrburg, den Baum kann jeder Tischler anfertigen. Ich bemerke noch, daß sich Niemand der Illusion hingeben soll, ohne dieses Akklimatifationsmittel und meine Fütterungs­methode junge schwarzäugige Jakos oder andere weichliche Papageien aufzuziehen; sonst wird stets ein Verlust von 50 % eintreten.

etwas »am Kuocheufchrot.

Ich habe die Geflügelzucht unter den denkbar ver­schiedensten Verhältnissen und in überseeischen Ländern so gut wie in Deutschland und Oesterreich mit jenem Grade von Aufmerksamkeit beobachtet, welchen der denkende Tier­freund und der an wirtschaftliche Berechnungen gewöhnte Mensch unserem Nutzgeflügel irberall dort entgegebringt, wo geordnete landwirtschaftliche Betriebe in größerem und kleinerem Umfange vorhanden sind und wo selbst auf klei­nerem Raume die fürsorgliche Hausfrau darauf bedacht ist, vom Nutzgeflügel wenigstens soviel zu erzielen, als der eigene Haushalt erfordert. In jahrelangem Aufenthalte in subtropischen Ländern, wo die Beutelratte und gewisse

Eidechsenarten recht gefährliche Feinde des Geflügels sind, habe ich gesehen, wie die besten europäischen Hühnerrassen in kürzester Zeit nach jeder Richtung hin degenerierten, während die unscheinbarsten, einen geradezu herunterge­kommenen Eindruck machenden ungarischen oder italienischen Hühner unqualifizierbarer Sorte sehr bald zu stattlichen Exemplaren heranwuchsen und Nachkommen erzielten, welche brillante Eierleger wurden. Da ist es mir zum Bewustsein gekommen, wie sehr neben der leichteren Anpassungs­fähigkeit der letztgenannten Hühnerarten an die klimatischen Verhältnisse das Futter von Einfluß auf die Entwickelung und Eierproduktion des Huhnes ist. Die ausschließliche Nahrung des Geflügels, welches in subtropischen Ländern in den entweder mitten im Urwald oder auf schier end­losen Compos liegenden menschlichen Siedelungen gezüchtet wird, besteht neben vielem Grünfutter, welches den Tieren in Mengen leicht zugänglich ist, aus jenen niederen Tier­

arten, welche in den dortigen Gegenden massenhaft vor­handen sind und die nur durch das Geflügel auf das erwünscht? Mindestmaß beschränkt werden können. Etwas Mais wird nur zweimal am Tage gereicht, um die Tiere an eine bestimmte Futterstelle und an den Stall zu ge­wöhnen, Hauptsächlich fressen die Tiere nichts anderes als Ungeziefer und produzieren trotzdem Fleisch und Eier von größtem Wohlgeschmack und auch in hinreichender Anzahl. Was man z. B. in Deutschland durch gar vielerlei sorgfältig zusammengestellte Kunstfutter zu erzielen hofft, ohne das Gewallte jemals ganz zu erreichen, das bieten subtropische Länder in Hülle und Fülle. Alan hat jetzt nun in Deutschland einen hinreichenden Ersatz im Knochen­schrot gefunden, dessen unzweifelhaft hervorragende Wikungen bedingt werden: 1. durch andauernde alltägliche Gabe; 2. durch Hinzufügung von Grünfutter; 3. durch sorgfältige Beachtung aller bei der Fabrikation in Frage kommenden Umstände. Kalk, Kohlenhydrate und Fett sind die Bestand­teile des Knochenschrotes, welche die Entwickelung des damit gefütterten Geflügels zu einem derart gesunden, kräftigen und widerstandsfähigen Organismus herbeiführen, daß jene einseitige Ausnützung der Tiere in erwünscht ausgedehnter Weise möglich wird, wie sie in der Erzielung einer möglichst großen Eierproduktion besteht. Man soll darum Knochen­schrot schon den Kücken verabreichen, man soll es in ent­sprechend verstärkter Menge dem ausgewachsenen Tiere Tag für Tag füttern und man wird überafchende Resultate erzielen, wenn man auch den Glucken das Knochenschrot nicht entzieht. Eine mit Knochenschrot von klein auf rationell gefütterte (nicht überfütterte) Henne wird, während sie ihren natürlichen Mutterpflichten obliegt, die damit ver­bundenen Strapazen viel leichter überstehen und eine ungleich kräftigere Nachkommenschaft erzielen, als wenn sie mit dem besten Kunstfutter ernährt worden wäre. Aber immer muß Mais oder Hafer, Kartoffeln u. s. w. gereicht werden, dürfen Küchenabfälle nicht fehlen und muß für Grünsutter selbst im Winter gesorgt werden.

Der Erfolg der Knochenschrotfütterung wird immer abhängiger von der Weise, welche bei der Herstellung desselben beobachtet wird. Nicht jeder Knochen ist zur Schrotverarbeitung geeignet. Die Knochen selbst müssen sorgfältig sortiert und durch widerholte Waschungen gereinigt werden, die Knochenmühlen müssen in allen ihren Bestand­teilen peinlich rein gehalten werden, und sorgfältigst ist auf eine genügende Austrocknung des Knochenschrotes hin­zuwirken. Von diesem Standpunkte ausgehend ist die Knochenschrot-Fabrik von E. Beck in Elze eingerichtet worden. Ihr Besitzer hat seine Schrotfabrik zu einer wirklichen Musterfabrik eingerichtet und als Fachmann auf dem Gebiete der Geflügelzucht ist es ihm möglich geworden, bei der Fabrikationsweise des Knochenschrotes Vorkehrungen und Einrichtungen zu ersinnen, welche ein tadelloses Produkt, ein Futtermittel ersten Range« zu Tage fördern.

Zum Schluß möchte ich noch darauf Hinweisen, daß die Herstellung von Knochenschrot mit Hilfe kleiner Mühlen für den eigenen Bedarf nicht ratsam erscheint, da jeden­falls weit größere Herstellungskosten verursachen würden, als der von obengenannter Fabrik geforderte Preis beträgt. Im übrigen sind äußerst interessante Versuche hinsichtlich der Knochenschrotfütterung seit einigen Monaten an ver­schiedenen Stellen im Gange, wovon übrigens jeder Ge­flügelzüchter sich sehr bald selbst überzeugen wird.

Z«r Eruäftruug des Geflügels

hat sich abgerahmte Kuhmilch sehr gut bewährt. Den Küken wird die Milch am besten als Getränk verabreicht. Die Milch muß aber süß sein, da saure Milch den Tierchen die Freßlust verleidet und schädlich auf dieselben einwirkt. Zur Mästung von Geflügel vermischt man die Milch mit Getreide oder Mehl, durch solches Futter wird die Güte des Fleisches wesentlich erhöht. Auch hat man gefunden, daß Hennen besser legen, wenn sie ihr Futter mit Magermilch gemischt bekommen.

Der Dängekropf den Kühner

entsteht durch allzureichliche Nahrung, indem die innere Membran des Kropfes infolge von Ueberladung reißt und sich alsdann die Körner senken. An und für sich ist diese Erscheinung nicht gerade nachteilig für die damit behafteten Tiere, sie verwirkt zunächst bloß ein unliebsames Verunstalten der Tiere, daher ist eine Beseitigung des­selben, da solche nur auf operativem Wege möglich ist, wohl nicht angezeigt.

M W und Gartenbau. W

Schäl- und ähnliche Mundeu

die meistens auf äußere Einflüsse zurückzuführen sind, treffen wir nicht selten an Obstbäumen an. In erster Linie ist dafür zu sorgen, daß diese Wunden sich in möglichst normaler Weise verteilen, da sich sonst leicht Pilzfäden in die offenen Zellen bohren und den Baum allmählich zu Grunde richten. Es ist unbedingt nötig, die Wundränder mit einem scharfen Messer glatt zu schneiden und das Ganze mit Baumwachs zu bestreichen. UebrigenS ist eine Schälwunde um einen Baum herum nicht immer tödtlich. Führt man z. B. an einem jungen Obstzweig einen schmalen Ringelschnitt aus, so wird man im Herbste sehen, daß die Wunde rings um den Stamm herum wieder völlig geheilt ist. Natürlicher Weise darf der Baum nicht alt sein und muß sich im vollen Saft befinden. Ist die Schälwunde groß, so stirbt der Baum am Hungertode.

Wenn matt im grrbß Müsse säet

so werden dieselben bis zum nächsten Frühjahr häufig von Mäusen ihrer Kerne beraubt, so daß die Mühe ver­geblich war. Es ist deshalb zweckmäßig, ein Kistchen zu nehmen, in dessen Boden man einige Löcher bohrt; sodann bringt man abwechselnd eine Schicht Nüsse und eine Schicht Sand hinein, schließt zuletzt das Kistchen mit einem Deckel, der ebenfalls Löcher hat und vergräbt das­selbe einige Centimeter tief in die Erde. Es darf aber nicht direct aus dem Boden aufsitzen, damit darin kein Wasser stehen bleibt. Sobald im Frühjahre die Erde offen ist, legt man die Nüsse 25 Ctm. weit von einander entfernt und 4 Ctm. tief, man wird auf diese Weise die größte Anzahl Bäumchen erzielen.

Die dahnrische Alpenrose

Rhododendron dahuricumL., ist ein 1—1V? m hoher, unbedingt winterharter, streifästiger Strauch, dessen leder- artige, längliche Blätter meist im Winter abfallen. Je nach der Witterung erfreut er uns oft schon im Januar mit 3 cm breiten, rosa Blumen in großer Menge, so daß stärkere Sträucher sich reizend ausnehmen. In dieser frühen Blüte liegt sein großer Wert, er gedeiht in sandig-humosem Boden oder findet seinen Platz auf dem Moorbeet oder auf der Felspartie, wo er mit anderen Frühblühern vereinigt dann besonders willkommen ist als einer der ersten Frühjahrsboten.

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Union-Taschenmesser mit answechsellmren Klingen.

Eine hervorragende Neuheit auf dem Gebiete der Stahlwaren-Jndustrie, nämlich ein Taschenmesser mit 4 auswechselbaren Klingen, Schraubenzieher, Säge und Korkzieher, alles Ia Stahl, Heft Goldfluß - Celluloid mit Neusilber-Beschlägen einschließlich schönem Etui, zu dem billigen Preise von nur 2 Mk. franko, wird von Gebr. Rauh, Gräfrath bei Solingen in den Handel gebracht. Da jede Ersatzklinge einzeln bezogen werden kann, so ist Jedermann in der Lage, erneuerungsbedürstige Klingen selbst auszuwechseln.

Kandwirtschaftliches Diplom.

Zu Prämierungen bei landwirtschaftlichen Ausstellun­gen und Festen, sowie auch zur Anerkennung langjähriger treuer Dienste von Angestellten, zu Ehrendiplomen und Adressen eignet sich ein neues, von Prof. G. Sturm ent­worfenes Diplom sehr; es ist ein künstlerischer Wand­schmuck von bleibendem Werte, wie ihn jeder Landwirt gern besitzen wird. Damit dem Blatte eine möglichst weite Verbreitung zu Teil werde, hat die Verlagsbuch­handlung Julius Hoffmann, Stuttgart einen mäßigen Preis (Mk. 2.— ; bei Abnahme größerer Partteen billiger!) ge .