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und Geräte sind ja viel zu hohe. Wer kann denn für einen einzigen Kochtopf 20 bis 30 Mk. ausgeben? Und dazu die Kosten des elektrischen Stromes!" Die erste Frage soll vorläufig noch unbeantwortet bleiben. Zunächst wollen wir feststellen, wieviel das Kochen einzelner Gerichte thatsächlich kostet. Um 1 Ltr. Wasser in Zimmer-Tempe­ratur zum Sieden zu bringen, benötigt man etwa 100 Wattstunden elektrischer Energie. Das ergiebt, bei einem Strompreise von 60 Pfg. für die Kilowattstunde, eine Ausgabe von 6 Pfg. Man kann sich also kochendes Wasser für 5 Tassen Kaffee oder Thee für 6 Pfg. beschaffen, zu 2 Tasten natürlich für entsprechend weniger Geld. Das Kochen einer Tasse Milch kostet 2 bis 3 Pfg. — Wird der Tarif für Kraftstrom angewandt — und der zum elek­trischen Kochen und Heizen verwendete Strom fällt in diese Gattung — so kommen nicht mehr 60 Pfg., sondern in den meisten größeren Städten Deutschlands nur noch 20 Pfg.

Kleine Theekanne.

Bratrost.

und weniger für die Kilowattstunde in Betracht, was ja eine bedeutende Verringerung des Kostenaufwandes zur Folge hat. Thee, Kaffee, Kakao oder Milch zu 1 Taste kann dann schon für 1 Pfg. erhitzt werden. Rechnet man sich danach die Jahreskosten aus, so wird man finden, daß diese auch für mäßig bemittelte Leute keine unerschwing­lichen sind.

Ueber die Frage, wieviel die Hauptmahlzeiten kosten, liegen Erfahrungen aus einer Reihe von Haushaltungen, vor: Für eine gut bürgerliche Küche und bei einem Strom­preise von 20 Pfg. betragen die Kosten etwa 3,50 bis 4,50 M. für den Kopf und Monat, 42 bis 54 M. jährlich. Vergleichen wir diese Ziffern mit den heutigen Kohlen- preisen, so finden wir, daß die Zahlen für unseren Nachweis überaus günstig sprechen. Sie schwanken mehr oder weniger, je nachdem die Strom- oder Kohlenpreise höher oder niedriger sind. —

Nun zur zweiten Frage! Die Anschaffungskosten für die notwendigsten Apparate zum Kochen für 4 bis 6 Per­sonen betragen 180 bis 200 M., während die Einrichtung der elektrischen Leitung, Schalttafel u. s. w. mit 40 M. anzusetzen ist. Diese Summen sind nun allerdings keine Kleinigkeit, aber schließlich doch nur eine einmalige Aus­gabe und — unter Berücksichtigung der indirekten Erspar­nisse, sowie der gebotenen großen Annehmlichkeiten — ein Anlage-Kapital, das sich gut verzinst und für Viele gewiß nicht unerschwinglich ist! —

Einen anderen Punkt möchten wir auch nicht unerwähnt lassen. Es ist dies der Einfluß, den das elektrische Kochen auf sozialem Gebiete auszuüben vermag. Jede Hausfrau kennt das Liedlein der Dienstbotenmissre! Leider ist es Thatsache, daß es immer schwerer hält, wirklich brauchbares Personal bekommen, daß die Forderungen immer größer, die Leistungen immer geringer werden, und daß die Mädchen lieber in die Fabrik rennen, als sich der Ordnung eines geregelten Haushaltes einfügen. Das elekttische Kochen dürfte nun insofern für die Hausfrau von besonderem Wert sein, als dadurch eine thatsächliche Arbeitsersparnis erzielt

wird. Das lästige Kohlentragen hört auf, wozu sich ja feinere Dienstmädchen schon längst nicht mehr hergeben wollen. Das Feueranmachen fällt weg, während sonst für das kleinste Gericht, das außer der Essenszeit bereitet wird, erst ein Herdfeuer angemacht werden muß, wodurch meist ^ne ^Vergeudung an Heizmaterial stattfindet. Ferner ver­ursacht die elektrische Küche fast gar keine Hitze, denn die in den Apparaten erzeugte Wärme geht fast ganz allein in die Speisen über. Man bedarf deshalb auch keines Kochherdes; es genügt ein einfacher Holztisch, der mit Wachstuch überzogen ist. Die Reinhaltung der Küche ist eine ungleich leichtere. Den Schmutz, der durch die Kohlen, durch Rauch und Ruß erzeugt wird, kennt die elektrische Küche nicht. Die Reinigung des Herdes und Kamines

fällt auch weg, die der Geschirre ist wesentlich einfacher da sie nicht durch Ruß geschwärzt werden. Die ArbeitS- einschränkung wird in vielen Fällen eine Hilfe in der Küche entbehrlich machen. Hierin liegt nun das wirt­schaftliche Moment: Geringere Inanspruchnahme der dienenden Klasse, und somit Freiwerden von Kräften zu anderen Zwecken; größere Bewegungsfreiheit für die Haus- frau und dadurch vielleicht auch eine noch größere Freude am eigenen Haushalt!

Die hier abgebildeten Apparate entstammen der Fabrik „Prometheus", G. m. b. H., zu Frankfurt a. M.-Bockenheim. — Der Bratrost hat einen Umfang von 20X16 cm; Preis 30 M. — Die Kochtöpfe sind sowohl zum Kochen von Flüssigkeiten, wie von Fleisch, zum Dämpfen von Ge­müsen und zum Warmhalten von Speisen geeignet; 0,3 bis 1,5 Ltr. fassend, kosten sie emailliert 16 bis 23 M., vernickelt 23,50 bis 30,50 M. — Die kleine Theekanne, 1 Ltr. fassend, ist zum Preise von 27 M. zu haben. — Im Anschluß an diese Abbildungen bringen wir noch die Ansicht eines Heizofens von einfacher, gefälliger Form, der in Nickelplattierung 100 M. kostet. —

Lahrrad-Kschzugs Vorrichtung „Anker".

(Mit 2 Abbildungen.)

Bei dem riesenhaften Aufschwung, den der Radfahr- sport in den letzten Jahren genommen, hat auch die In­dustrie ihr Augenmerk darauf gerichtet, zweckmäßige Fahr­radständer zu produzieren; allein die meisten der in den Handel gebrachten erwiesen sich im Gebrauch äußerst un­praktisch, insbesondere, weil sie zu viel Platz beanspruchten. Jeder Fahrradbesitzer dürfte deshalb bald den Wert dieser durch die beiden Bilder veranschaulichten Neuheit, durch deren Anwendung behufs Aufbewahrung kein besonderer Raum benötigt wird, schätzen lernen. Ueber die Kon­struktion, die in allen Teilen leicht zugänglich ist, sicher und zuverlässig funktioniert, schreibt der Lieferant, E. Heege- waldt, Potsdam, Molktestraße 6, Folgendes. Die Vorrich­tung besteht aus zwei mit Walzen versehenen Schraub- Haken, die an der Decke angebracht werden, aus drei starken Gürteln mit Stellschnallen und Ringen und einem Aufhaltehaken. Letzterer wird an der Wand befestigt und dient zum Einlegen der Ringe, durch welche die Verstell- barkeit beliebig reguliert wird. Beim Gebrauch schlingt man je einen Gurt um die Lenkstange und Sattelstütze,

schließt darauf die Stellschnallen und zieht an dem dritten Gürtende das Rad bis zur Decke empor. Ferner er­möglicht die Hochzugsvorrichtung ein bequemes Reinigen und in Stand setzen der Maschine, ohne daß sich der Radfahrer zu bücken oder anzustrengen braucht, weil in­folge der beliebigen Verstellbarkeit des Hochzugs das Rad in jeder Höhe zwischen Fußboden und Decke hängend an­gebracht werden kann. Man kann „Anker" beziehen für 3 m Zimmerhöhe zu 5 M., für 372 m Zimmerhöhe zu 5,50 M., für 4 m Zimmerhöhe zu 6 M. Das Maaß gebe man stets V, m länger an, wie die Zimmerhöhe.

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Lisschränke im Sommer zu behandeln.

Wenn Viktualien längere Zeit in Eisschränken auf­bewahrt werden, so verdirbt in der Regel die Luft in denselben und nimmt einen moderigen Geruch an; es ent­wickeln sich kleine Pilze, die zwar dem bloßen Auge un­sichtbar, aber für die aufbewahrten Gegenstände nachteilig und mitunter selbst gesundheitschädlich find. Man kann diesem Uebelstande dadurch vorbeugen, daß man Lagen von ftischgebrannten, grobgestoßenen Holzkohlen in den Schränk bringt und öfters durch frische ersetzt. Wo das Uebel bereits vorhanden ist, kann man nur dadurch helfen, daß man den Schränk forgsältig mit Wasser auswäscht, in welchem aus 2 bis 3 Liter eine Prise übermangansaures Kali (sogenanntes Notsalz) aufgelöst ist. Auch mit Sali- zylsäure versetztes Wasser (5 Gramm auf 2 bis 3 Liter) leistet dasselbe. Das übermangansaure Kali ist aber billiger und wirkt auch stärker auf Oxydirung der Lust. Nachher wendet man Kohlenpulver an. Sobald der Schränk nicht mehr gebraucht wird, sollte man ihn, wie angegeben, aus- waschen und einige Zeit geöffnet der frischen &ift aussetzen.

Erste, Mittel bei Vergiftung von Pilzen.

Man muß die genossenen giftigen SttHe aus dem Körper zu entfernen suchen durch Äbrechei» oder Abführen. Wenn man also weit von einer Apptheft entfernt wohnt,

suche man da« Erbrechen durch Kitzeln des Schlunder oder dadurch, daß man den Finger hineinsteckt, oder durch Trinken von lauwarmen Wasser hervorzurufen. Ein Apotheker wird in einem solchen außerordentlichen Fall« auch ohne ärztliche Verordnung einige Mittel, wie Brech. wurzel und Brechwein abgeben. Diese Mittel dürfe, nicht zu schwach und in zu kleinen Dosen angewandt werden, da erfahrungsgemäß das Erbrechen ziemüch schwer her. vorzubringen ist. Als Abführmittel empfehlen sich einigt Löffel Ricinusöl. Gelingt es nicht, Erbrechen zu bewirken, so gebe mau, besonders bei Fliegenschwamm und bem giftigen Champignon, Auflösungen von Gerbstoff oder Tannin, 1—2 Gramm in einer Tasse Wasser, etwa alle Viertelstunden einen Löffel voll. Wenn man kein Tannin zur Hand hat, so kann ein Aufguß von Eichenrinde oder auch starker Kaffee und Thee dessen Stelle vertreten, d, diese Getränke auch Gerbstoff enthalten. Sie weitere Behandlung muß man einem Arzte überlassen. Die An- Wendung von Essig ist zu wiederraten, weil hierdurch das Gift gerade leichter gelöst wird und schneller in den Or­ganismus übergehen kann.

Das Rohrgeflecht bei Stühlen

wird wieder straff und fest, wenn man den Stuhl stürzt, das Rohrgeflecht mit ganz heißem Wasser mittelst einet Schwammes recht gründlich anfeuchtet und abwäscht, sodaß es sich tüchtig mit Wasser vollsaugen kann. Hierauf stellt man den Stuhl in die freie Lust oder noch besser in die scharfe Zuglust und läßt ihn trocknen. Der Erfolg wird ein vollkommen zufriedenstellender sein.

Küche und Keller.

Zur Bereitung der Mbstfäfte. Die Haut- frauen sind vielfach noch der irrtümlichen Meinung, bit Säfte müßten, um haltbar zu sein, eingekocht werde«. Wenn aber auf 1 Pfund Saft 1 Pfund Zucker verwM wird, ist ein weiteres Einkochen garnicht nötig. Es ß& nügt, die Säfte solange im gelinden Sieden zu erhalte«, bis die anfangs sehr bedeutende Ausscheidung von zähm Schaume fast aufgehört hat. Unterbricht man dann bai Sieden, so erhält man Säfte von schöner Farbe und gutem Aroma, die niemals Zucker ausscheiden werde«. In der Regel ist eine Kochdauer von 3 bis 10 Minute« ausreichend.

Gier Lsgnac. In V- Liter Cognac läßt man Ä fingerlanger Stück Vanille einen Tag lang ausziehm Dann schlägt man in einen Topf 14 frische Eigelb mit 125 g Puderzucker, bis die Masse klar und schaumig Ä und gießt unter fortwährendem Schlage» den Cognac hinzu. Dann füllt man das Ganze in eine glaste und verlorst sie gut.

Aompot von reife« Stachelbeere«. Nachdem man von den Stachelbeeren Stiel und Blüte entfernt hat, schütte man sie in kochendes Wasser, und sobald sie nach wenigen Minute» weich geworden sind, auf einen Durch­schlag. Danach rühre man sie durch denselben, bringe das Mus mit Zucker, etwas gestoßenem Zimmet, während man es öfter durchrührt, zum Kochen und verdicke es nach Belieben mit gestoßenem Zwieback und einem frisch« Eidotter, oder mit etwas Kartoffelmehl und dicker Sahne.

Gekochter Anninchen. Man setze dasselbe, wie jedes andere Fleisch in Wasser mit Salz an, schäume ab, würze mit Zwiebeln, Mohrrüben, Sellerie usw., lasse das Fleisch weich kochen, bereite eine Zwiebelsauce mit Kartoffelstücken und serviere das Fleisch mit dieser Sauce.

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Briefkasten.

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Herrn I. H., Montjoie. Lorbeerbäume beschneidet man « besten im Februar und März.

8 8- Um Pfosten für einen Geflügelhagen im Moorboden zu befestigen, daß sie möglichst fest stehen, empfiehlt es st* unter den Pfosten ein 1 bis 1,5 m langes einfaches ober doppelt" Kreuz von eichenen Brettern zu nageln und mit dem Pfosten i« streben. Wenn beabsichtigt sein sollte, den teilweise „sehr nap Moorboden" den Hühnern zum dauernden Aufenthalt anzuweisen, so werden die Hühner bald erkranken. Hühner beanspruchen an« durchaus trockenen Aufenthaltsort mit scharfer, möglichst kalkreich«

Sanddecke. ,

M K., Saarthal. Die billigste Eismaschine können Sie W so herstellen: Man nimmt einen irdenen Tops, gießt 100 Gramm Schwefelsäure und 50 Gramm Wasser hinein und fügt sodann Gramm pulverisierte schwefelsaure Soda hinzu. In diese stellt man ein kleineres Gefäß, welches das zum Gefrieren bringt^ Master enthält, deckt es zu und dreht das Ganze leicht mahn. wenigen Minuten wird das Master in dem kleinen Gefäß Eis geworom fein. Dieselbe Lösung läßt sich mehrmals verwenden.

Verwalter Jnl. Sch., B. Sie fragen: Wie reinigt verwachsene kleine Teiche? Ende Juni werden die Pflanzen von ««w Kahne aus etwa 10 cm (mit einer Sichel) unter dem Wasterspt«" abgeschnitten und nach einer zwei-, drei- bis viermaligen WiederholM besten hat man sich einen freien Wasserspiegel geschaffen. Dum diesen Vorgang werden die Herzblätter der Pflanzen dem Wa«o- zutritte bloßgelegt, es entsteht eine Art Wurzelfäul« der PM> und diese sterben bei der Mederholung dieses Vorganges bald Selbstverständlich ist diese Vernichtungsform nur bei harten, 1®“" Wasserpflanzen vorzunehmen nötig.

Witwe F. za Sennheim. Glyzerinsalbe bereiten 6“ J folgende Weise: In 60 Gr. erwärmten,, süßem Mandelöl 30 Är. Wallrat und 5 Gr. weißes Wachs aufgelöst. Hierauf w«r^ 30 Gr. Glyzerin zu der Mischung gethan und diese bis jum Gr«^ umgerührt. Einige Tropfen Rosen- oder Bergamoöl geben der ein sehr angenehmes Aroma. Zur Erzielung «in« zarten sowie als Heilmittel für wunde, aufgesprungene Stell«« th« Salbe vorzügliche Dienste.

»"ganges w o ­bei harten, sam«