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ibtt i Der Doktor hatte recht gehabt; das Messer

I hs Großknechtes war mit schlechten Stoffen bei) »deschmutzt gewesen, und die au sich nicht ge- ten- I jährliche Wunde war dadurch zu einer bösar- dot I ligen Entzündung und Eiterung ausgear- id!- lief, deren Heilung unendliche Geduld erfor- j£I11 Werte. Das Gericht verurteilte übrigens spä- äj| Bitt ben Großknecht wegen fortgesetzter Wild- nen Waberet, gefährlicher Körperverletzung und bei B®iberftanbe§ gegen die Staatsgewalt zu sechs igKMZehren Gefängnis; der Flick; chuster beiam mit MW etwas über anderthalb Jahre, da er sonst erie M ich nicht weiter gegen das Gesetz vergangen !faii M hatte und sein offnes Geständnis den Gang so!' M äu Untersuchung sehr erleichtert hatte, tjer B Als der junge König sich endlich kräftig du k dnuz fühlte, wieder leichte Arbeit zu ver- itibt I «___________________________

denen Weise. „Und wenn Ihnen die kleine Stube gefällt, die Sie jetzt innehaben, so können Sie dieselbe gleich behalten."

Stefan König, der nun mit einemmale aus der geringen Stelle eines Knechtes zum Verwalter ausgerückt war, der nun von allen höflich mit Sie angeredet werden mußte, wie dies lächelnd ja soeben anch der Bauer ge­than, stand noch immer in glückliche Träume versunken, als von der Hausthür plötzlich eine ; neckische Stimme hinter ihm rief:

• „Ach, guten Morgen, oa in ja der neue Herr Verwalter! Aber sagen Sie in aller i Welt, haben Sie etwa das große Los ge­wonnen oder was ist Ihnen sonst Schönes passiert, daß Sie so herablaffend um sich ! blicken?"

schaffen. Die Wagenpferde waren zwar prächtige Tiere, jung und mutig, aber viel i zu wenig in Dienst, weil außer dem alten

Bauer keiner recht zu fahren verstand. Mar­tin hätte es wohl gern gethan, aber feit er vor einigen Jahren ein paar edle Tiere zu Schan­den gejagt hatte, durfte er trotz wiederholten Vorstellungen sich an den Kutschpferden nicht mehr vergreifen. Ein benachbarter Bauer handelte schon lange um die Ungar-Füchse Endlers, aber Stefan hatte gesagt, daß die Tiere viel mehr wert seien als das Gebot und ’ der Bauer hatte gemeint, erst müsse er auch Ersatz gefunden haben, ehe er ans Verkaufen denke. Da fügte es sich, daß auf Veran­lassung einer größern Anzahl Gutsbesitzer in Freiberg ein Pferdemarkt abgehalten wurde.

Unterkunftshaus, Wendelstein und Kapelle.

Zu den anziehendsten Bergpartien, welche die deutschen Gebirge in so reichem Maße bieten, gehören die bei bayerischen Wendelsteins. Der Reisende löst sich in München ein Billet nach Schliersee, um von dort dem obigen Ziel zu Fuß entgegen zu pilgern. Auf nicht allzusteilen Pfaden erreicht man den Aufstieg zum Wendelsteinhaus und der Kapelle, welche obiges Bild veranschaulicht. Dem Reisenden ist zu empfehlen, frühzeitig nach einer Unterkunft für die Nacht sich umzusehen, da im Hochsommer die Zahl der Touristen eine außerordenliche ist und die Schlafräume in keinem Verhältnis zu derselben stehen. Dafür wird die Beobachtung eines Sonnenaufgangs in der Frühe dem Reisenden einen köstlichen Ersatz bieten.

bis ■ .

irU Wuchten, klopfte ihm der alte Endler auf die M Heultet:

nein ■ »Ich will vorläufig keinen Grogknecht an- ver IWmen; findet sich auch nicht leicht einer, wie rge» B?1 mir paßt. — Hab' überhaupt satt, mich um alei- M^ Kleinigkeit zu kümmern und will mir öer- W""tn tüchtigen, braven Verwalter nehmen, be- ■ ^r was Ordentliches kann und auch kein -^D Aaron ist, sondern mit zugreift, wo's nötig Mist. — Wie wär'», Herr König, hätten Sie zu der Stelle?

"/B Ueber Stefans noch immer krankhaft ^ Wblasses Gesicht flog eine freudige Röte und MAit leuchtendem Blicke stammelte er:

' „Herr Endler — wenn Sie glauben, daß

« Ihren Ansprüchen genügen kann — — t M a» arbeitsfreudigem Willen wird es bei mir # fehlen----"

ri^ I „Punktum. So Ivär's abgemacht," un ein M erbrach ihn der Alte in seiner lurzangebun

„Sie haben gut spotten, Fräulein Mar- tha," sagte Stefan lächelnd. „Ich habe aber in der That so eine Art von „großem Los" gewonnen."

„Nun, ich wünsche. Ihnen von Herzen Glück, Herr König, das ist doch schon e^er I eine Stellung, die für Sie paßt. — Doch jetzt muß ich in die Küche. — Auf Wiedersehen, ■ Herr Verwalter!"

Stefan machte eine gezierte tiefe Verbeu­gung und lachend ging jedes an seine ®e schäfte. Der neue Verwalter bewährte sich schon nach kurzer Zeit. Er war umsichtig, und da ihm der Bauer Vollmacht gab, führte er nun manche Neuerung an Maschinen und Düngungsverfahren ein, die er auf dem vä- ] terlichen Hof kennen und schätzen gelernt hatte. ; Auch den Pferden wendete er eine besondere Aufmerksamkeit zu und er vermochte den Bauer auch dahin, frisches Material anzu- I

„Wir fahren hin, vielleicht findet sich etwas Besonderes für mich!" sagte der alte Endler eines Abends zu seinem Sohn und Martha.

„Und Du kannst auch mit!" setzte er, zu der letzteren sich wendend, hinzu. Martha traute ihren Ohren nicht; es war das erste Mal, daß Endler daran dachte, auch ihr ein­mal eine Abwechselung zu bieten.

Martin gähnte: „Na, das ist doch einmal eine kleine Abwechselung. 'S werden übri­gens schöne alte Ziegen auf diesem ioelt berühmten Pferdemarkt zu finden sein."

„Wird sich ja finden" — brach Endler kurz ab. „Ich denke, meine Füchse dort in Parade vorzuführen; König mag fahren, dem parieren sie, daß es eine Lust ist."

«ForUrtzmlg folgt.)