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Uladjhneillsrsmnat Prirbt. Rauh faßt oft daS Schicksal den Menschen an. Aber nicht jeder wirft gleich die Flinte ins Zorn, sondern mutvoll kämpfen sich manche wieder zur Oberfläche durch, wen» auch schon gefahrvoll die Wellen des Lebens über ihrem Haupte zusammenschlugen. So ein von den Stürmen und Fähr­nissen des Lebens gepeitschter, aber doch immer wieder von seinem guten Stern behüteter Mann 'cheint der Wachtmeistersmaat Triebe zu sein, den wir unsern Lesern im Bilde vorführen. Schon zweimal hat er dem Tode Auge in Auge gegenübergestanden und beide Mole ging er als Sieger aus dem Kampfe hervor, in dem io viele weniger glückliche Kame­raden unterliegen mußten. Am 23. Juli 1896 war es, als uns der Telegraph von dem entsetzlichen Unglück Nachricht brächte, das die deutsche Marine betroffen; als man die Kunde erhielt, daß wieder ein stolzes Schiff zu Grunde ge­gangen, wieder so viele blühende Menschenleben vernichtet waren. Die „Iltis" war mit fast der ganzen Besatzung während eines -ürchterlichen Taifuns in den chine- nichen Gewässern untergegangen. Nur 11 Mann konnten gerettet werden, und unter diesen Elf befand sich auch der vorn Darge- iteüte. — Vor wenigen Wochen traf uns ein neuer Schlag durch den Verlust des Schulschiffes „Gneisenau", das bei einem Sturm vor Malaga ein Raub der Wellen wurde, und abermals befand sich Priebe bei der Be­satzung und — bei den Geretteten. Wahrlich eine seltene Fügung des Schicksals.

Ssmmel-Korner

Kochsalz als Zebenselirir. Das „memento mori'

ist für Amerika überwundener Standpunkt. Nach den neuesten Aussprüchen zweier amerikanischer — natürlich, kann man sagen — Physiologen soll das gewöhnliche Kochsalz nicht nur die Herzthätigkeit regeln, sondern auch Tote zum Leben wieder er­wecken. Gewisse Produkte bei der elektrolytischen Zersetzung einer Salzlösung sollen diese neuesten Wunder bewirken. Ihre Beobachtung stützt sich im übrigen noch auf die Aussage eines Zweiundneunzig- jähngen, der täglich zweimal eine große Dosis Salz genommen und diesen Einnahmen sein langes Leben zuschreibt, wahrscheinlich von dem Grundsätze ausgehend: Wer hundert Jahre Kochsalz ißt, der wird ein aller Mann. Versuche mit Schildkröten,

rotn

Fischen und andern Tieren sind seitens der beiden Weltbeglücker angestellt, die allesamt nur günstige Resultate geliefert haben sollen. Jedenfalls find uns die Amerikaner wieder einmal über und die „Salzkur" dürfte für das Land der Erfindungen die neueste Errungenschaft sein. JEer Errichtung ' eines Denkmals: Onkel Sam als Sälzsäule, dürste nunmehr wohl nichts mehr im Wege stehn.

Ein britischer Seeheld. Als Johann Georg teppel, Lord Albemarle, Admiral von der blauen Flagge, im Jahre 1756 das Kriegsschiff „Torbay" kommandierte, geriet er mit zwei französischen Schiffen ins Gefecht, und obgleich sein Schiff sehr übel zugerichtet wurde, zwang er sie doch zur Flucht. Während bei Gefechtes »hielt er eme

Wunde am Fuß, die man für gefährlich hielt. Man wollte ihn vom Verdeck fortschaffen, allein er zog ganz gelassen sein Taschentuch hervor, band es um den Fuß und sagte: „Gebt mir einen Stuhl, stehen kann ich nicht! Dies Ding da", fuhr er, die Hand auf die Wunde legend, fort, „kann mir wohl die Lust zum tanzen benehmen, aber die Lust zum fechten — da müssen größere Wunden sein!" — Eine Stunde zuvor, ehe er vor Spithead aus- segelle, rief er alle Kapitäne zu sich an Bord und stellte ihnen in einer feurigen Rede vor, daß das Schicksal des britischen Reiches ganz von ihrem

Betragen abhinge. Am Schluß erklärte er: „Ich bin fest entschlossen, mich nicht von meiner Flagge zu trennen, ohne mein Leben zu verlieren. Ich zweifle aber keineswegs, daß, wenn ich unglücklich sein sollte, mein Nachfolger ebenso denkt wie ich!"

Schach -Aufgabe.

Von S. Lohd.

Kch wurz.

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(11 + II — 22)

b c d e Wei«.

Weiß zieht an und setzt in zwei Zügen matt

Kitts».

Ich zeigt' mich gestern Dir, Du stehst mich heute, eich leucht' in jedem Stern am Himm-ISze t, Bin in der Nahe, doch auch in der Weite, Nicht kann bestehen ohne mich die Welt.

Die Liebe bringt mich doppelt Dir, doch wehe, Du hast mich auch im Sterben und im Leid: Mit mit beginnt und endet jede Ehe, Ich der «nsa», »<m der «wtAit.

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Gin gräflicher Sonderling. Der letzte Graf bm Oldenburg, Anton Günther (f 1667), hatte mancherln sonderbare Neigungen. So hegte er eine' über­mäßige Vorliebe für Pferde, weis ihm seitens fa Königin Christine von Schweden den Spottname«, des heiligen römischen Reichs deutscher Nation „Stallmeister" eintrug. In der That bevölkerte: 1480 Pferde, die Füllen unberechnet, seinen Mai- stall. Umsonst versuchte es der Minister Geheimm Willebrecht, den Grafen zu einer Verminderung bei Pferdebestandes — " ' ------- " '

Stallbedienten,

1 zu bewegen; eine Bittschrift der in welcher es hieß, der Herr Gros möge doch die Tiere, die ihm ge­dient, aus alter Liebe behalten machte die Anstrengung des Ge- ! Heimrats zu nichte. „Weiß Gott," ’ rief der Graf, „die Bitte ist der- t Künftig, ein Pferd, das mir ge- dient, soll nicht vor einem Pfly gehen, oder Steine fahren!" ti andre Leidenschaft des Grafen im 1 die, an Sonn- und Festtagen mh eine Predigt oder zwei, sondm deren neun zu hören, vier in seiner Hofkapelle, die übrigen in der Stadt. Die Geistlichen mußt» dabei die ihnen vorgeschriebm Zeit genau innehalten. Um 6 Ich . morgens trat der Graf sein Hörer­amt an, um 6 Uhr abends IM der letzte Geistliche seinen Vortrag zu schließen. Einst hatte der Superintendent im Eifer die geil überschritten, er predigte noch, ab die Uhr die sechste Stunde bereit» verkündet. Da sprang der Landes­herr zornig von seinem Sitz auf und schrie: „Kannst Du denn kein Ende finden? Ich habe genug, fy wahr mir Gott helfe!" Kedenkliche Empfehlung. Eilt -

Magd bot sich einer D'äme ginn Dienen an. Sie wurde gefixt ob sie verschwiegen sei. „58k- denken Sie wohl, habe ich doch bei meiner Herrschaft an einem. Morgen zwölf Teller zerbrochen und kein Wort davon gesagt," antwortete das Mädchen.

Abschreckungsmittel. Herr: „Einen Kuß, Angebetete." Fräu­lein (am Klavier): „Geh'n Sie weg, oder ich singe."

Schlechter Dienst. Erstes Dienstmädchen: „Wie bist Du mit Deiner neuen Herrschaft zufrieden?" Zweites: „Nicht sonderlich! Sie läßt mehr zu wünschen als zu essen übrig."

Dreisilbige Scharade.

Meine ersten find als geduldig b sannt, Mein letztes tränkt bitter von Mägdleins Hand. Doch wer mir die ersten zu gräßlich schindet, Verdient, daß sein Werk im Ganzen verschwindet.

a e n u

Aus i a । e ■ i n i u

Aufgabe.

; folgenden 73 Buchstaben: aaaabbbcdeeeeeeeee ffggghhhiiiklllllnnn noooörrrrrrrrsssstu üüvvwwyz

sind 12 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben einen be­kannten Staatsmann nennen und deren Endbuchstaben dessen Amt bezeichnen. Die Wörter bezeichnen: 1) Sinn. 2) ladet. 3) Fisch. 4) E z. 6) Dorf im Regierungsbezirk Potsdam 6) Hafenstadt am schwarzen Meer. 7) Stadt in Amerika. 8) Heerführer der Gallier. 9) Hilfsmittel. 10) Gewäsch. 11) Frucht. 12) Männlichen Vornamen.

(Auflösungen folgen in nächster Nummer.)

aus voriger Hummer

Auflösungen des Ouadraträtsels:

N

E

B

0

E

G

E

R

' . - --

———

B

I

L

——-

- .

—--

0

R

L

A

des Buchstabenrätsels:

Tonne, Sonne, Wonne, Bonne,

Nonne;

der zweisilbigen Scharade: Dammast.

Nachdruck an® dem Inhalt d. Bl. verboten.

______________ Gesetz vom i >. VI. 70._______

V-rantwortl. Redacteur Ä. Jhring, Berlin.

Druck und Verlag von

Jhriug * Jahrenholch, Berlin 8. 42, Prinzenstr. 84.