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Neuer Kaffeetrichter. Schusterjungen beim Kaffee.

. _ Erster Junge:Du, was is denn des forKaffee,

Denkmäler Wiens ist dasjenige, das den Bewohnern wie schmeckt denn der?" Zweiter Junge:Na, oer alten schönen Kaste sind! an der Donau-Maria sehre binne iS er, den wird die Mesteern woll Widder Theresia, diegroße Kaiserin", zeigt. Kaum minder duech die Sparbüchse haben lopfen lassen!" gelungen sind übrigens- die andern Werke der

Kaspar Zumbusch (S. 9). Eines der herrlichsten

Plastik, mit denen Kaspar Ritter vonZumbnich die Hauptstadt der österreichischen Monarchie schmückte, vor, allem das Brethovendcukmal

iut dieses gewaltigen > der Sockel die Ge-

:ü der sitzenden Figi on-Heroen, während

kalten des Prometheus und der Viktoria zeigt. Ferner das mit prächtigen Reliefs ge- ichmückte Monument Feldmarschall Radetzkys, sowie jenes des Erzherzogs Albrecht, des siegers von Custozza, z-igen dem Kenner, wie glücklich Zumbusch die Schwierigkeiten besiegt hat, die gerade in der Komposition von Reiterstandbildern gelegen sind. Ein' Sohn der roten Erde, ging Kaspar Zumbusch über München und Rom nach Wien. In der erster» Stadt war es eine Büste König Ludwigs II., die ihm die Zuneigung des kunstsinnigen Fürsten, sowie zahlreiche Auf­träge desselben verschaffte. Die echte große künstlerische Entfaltung kam jedoch erst in der großen Donaustadt zum Durchbruch. Kaiser Franz Joseph ließ ihm mannigfache Ehrungen widerfahren, die sich jetzt am 23. November, wo der Künstler seinen 70. Geburtstag feierte, teils wiederholten, teils eine Steigerung er- /i 'uhren. Doch auch die heimatliche Erde hat Kaspar Zumbusch mit bedeutenden Schö­pfungen geschmückt. So rührt von ihm u. a. die Koloffalstatue Kaiser Wilhelms I. an der Porta Westfalica her.

Adolf Sichler IS. 11). Auf dem öster­reichischen Parnaß läßt sich's gut und' lange leben. Die Deutschen in unserem Brüderreich vergessen den nicht so leicht, der ihnen seine Geistesschätze gespendet, und auf den Tiroler Bergen weht eine Luft, die selbst dem schon alternden Körper reichliche Lebensdauer zn- führt. In Innsbruck starb am 15. November im Aller von 81 Jahren Adolf Pichler. Denr eigent­lichen Berufe nach Naturforscher, wird er in der Litteraturgeschichte als echter Dichter von Gottes Gnaden stets genannt sein. Weniger gelungen sind -eine Trauerspiele, wenn man ihnen auch die Form­vollendung, dieVertiefung der Charaktere und den ge­schickten Scerkenambau nachrübm n muß. Den Vers behandelte er mit einer Meisterschaft wie wenige.

Ernst Eckstein S. 111. Die Schriitslellerwett Deutschlands hat einen herben Verlust erlitten; Ernst Eckstein that die Augen zum ewigen Schlummer zu. Die Leser der großen Zeitschriften kennen den Autor wohl zumeist nur aus seinen Kullucromanen, wie die Claudier,"Pöusias" undNero"; aber ältere Generationen schätzten in ihm den großen Humo­risten, der zumal bem studentischen Leben die köst­lichsten, scherzhaftesten Seiten abzugewinnen und durch die Feder sestzuhalten verstand. Ernst Eckstein war überdies ein Meister im Stil und von jener wett umfassenden Bildung, wie man sie nicht all­zu »st antrifft. Der Tod hat ihn von einem langen schmerzhaften Leiden erlöst. Er, der fröh­liche Humorist, siechte hin unter unsäglichen Schmerzen.

Elektrische Straßen-Hahnen. Der elektrische Tlraßenbahnverkebr hat aus das gesamte Ver­kehrswesen der Städte aller Kulturländer einen ge­waltigen Einfluß geübt und die bis jetzt in Betrieb gesetzte» Bahnen zeigen von dem gewaltigen Auf- hwuna, den sie genommen haben. Hauptsächlich -st es Deutschland, welches die elektrischen Bahnen rdert, fielst es doch mit einer Gesamtlänge von

406 Kilometer allen andern europäischen Ländern weit voran. England und Frankreich dagegen Weisen nur je 100 Kilometer, Oesterreich 71 und . die Schweiz 47 Kikometerauf; Dänemark, Bulgarien und Griechenland besitzen keine elektrischen Bahnen, während auf die übrigen nicht genannten Staaten nur 330 Kilometer Bahnlänge entfallen.

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Der. kleine Gm il fznm Dienstmädchen):Anna, ziehen Sie mir 'mal meine Stiefel an!"

Dienstmädchen:Zieh' sie Dir nur selber an!"

Der kleine Emil:Mein Gott, und für so'ne Per­son konnt' ich schwärmen?-!"'

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Moderne Erfindung.

Alles lag im tiefen Schlummer, Grabesstille Finsternis.

Als ein schreckliches Getöse Plötzlich aus dem Schlaf mich riß.

Jerhher klang's wie dumpfes Grollen, Angstschweiß von der Stirn mir rann, lind lawinenförmig wälzt es Immer näher sich heran.

Ha! Entsetzlich! Welch ein Brausen. Hub mein Kopf ward siedend heiß, Was dann weiter ist geschehen Das allein der Himmel weiß.

Als betäubt ich bald erwachte, Grabesstille wie zuvor, Und am Morgen d'raus ersuhr ich Daß es ein BenzinMotor.

der

Auflösung

Zahienritseli auf voriger Nummer:

Ecantreich, Rauailtao, Imani, Enboämofe, Denar, Regierung, Inari, Vhromeisenstei», HangS, Dänemark, Ermoleben, Retorte, Granatfele, Rticinfeie, Obetautinergau, Barbino, Beibenfpinner, Efirnp,

Fr*edrloh der Greeee, P1M>«M-K4altr«hk.

Launige Auskunft. Einst kam der Kaiser Joseph II. in seinem Absteigquartier etwas frühzeitiger an, als sein Gefolge, und zum Zeit- vertreib rasierte pr sich. Der Wirt fragte ihn, ob er etwa von dem Gefolge des Kaisers wäre?Ja," antwortete er. Der neugierige Wirt fragte weiter: Was für einen Dienst haben Sie denn bei ihm?" - Die Antwort des Kaisers war:Ich rasiere ihn bisweilen."

Ein merkwürdiges Deispiel von Farbenverwand- lung bieten die Blumen eines ostindischen Baumes dar, den man bereits in den wärmsten Gegenden Südeuropas hier und da zur Zierde angepflanzt findet, nämlich den Hibiseus mutabilis. Die sehr großen, hinsichtlich ihrer Form an unsre Garten- malven erinnernden Blumen dieses schönen Baumes blühen nur einen einzigen Tag. Sie öffnen sich in den ersten Morgenstunden und sind dann weiß. Später werden sie allmählich rötlich, so daß sie, gegen Mittag rosenrot gefärbt erscheinen. Je weiter der Tag vorrückt, je Heller wird die Beleuchtung, je höher die Temperatur sich steigert, desto intensiver gestaltet sich die Rötung der Blumen, so daß letztere gegen Abend eine pupurrote Farbe erlangen. Nach Sonnenuntergang schließen sie sich, verwelken und fallen ab. Die Spanier haben diesen schönen und eigentümlichen Blumen den poetischen Namen Flor de la vida (Blume des Lebens) gegeben.

Auch das Servieren will verstanden sein. Elisabeth, die schöne, aber hochmütige Ge- mahlin desWinterkönigs" Friedrich von der Pfalz, wußte ihren Gemahl während seiner kurzen Regentschaft in Böhmen zu bestimmen, ihr eine Hofhaltung großen Stils in Prag einzurichten. Die Hofetikette, mit der die verwöhnte Tochter Jakobs I. von England sich umgab, erhielt ein mehr als . komisches Gepräge. Friedrich hatte aus dem niederen Adel Böhmens dreiTruchsessen" ernannt, welche der Königin bei Tafel auf- warten mußten. Schon die erste Probe ihrerHofsähigkeit" siel, wie der Chronist Khevenhütter erzählt, über alle Maßen traurig aus. DerMundschenk" goß der Königin den Wein in den weiten Aermel ihres Seidengewands statt in das Glas, einVor­leger" schüttete der Königin nicht weniger als viermal die Tunke in den Schoß, und als der Oberkämmerer zuletzt mit Wafser- kanne und Silberbecken herantrat, um es der Königin zum Waschen der Hände vor- zuhalten, wurde er durch einen unerwarteten Sprung der niedlichen Meerkatze, die Elisa­beth zur Kurzweil sich hielt, so erschreckt, J daß er das Wasser über die Tafel goß. So blieb denn der Königin nichts übrig, als auf die höfische Etikette in Prag gänzlich, zu ver- ; zichten.,

Gefchäftskniff. Herr (beim Weggehen zum . Badediener):Aber warum rufen Sie denn so fürchterlich lautBesten Dank" wenn man Ihnen ein kleines Trinkgeld giebt?" Badediener:Da­mit es eben die Herren in den Zellen drin hören sollen und mir auch eins geben."

Rätfet.

In jeder Woche ftnd'ft Du mich. Doch auch im Monat sicherlich, Rückwärts gelesen bin ich dann, Fügst Du mir noch ein t e an, vlimals ein vielregehrter Mann.

Kuchftab»n-Zahl«nriitf»1.

1 2 3 3 2 4 6 6.

Biete giebt ei heutzutage,

Die's geschrieben; doch jür manchen $et8 muß lesen eine Plage.

1 2 3 3 unentbehrlich, Teils besucht und oftmals spärlich. Doch daS Bute dabei witzt: Keine Frist gesetzt Dir ist 1.2 3 fort giebt« ein Mub, Denn um neun Uhr abends .SchluK." t

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Rätsel.

Er ist ein Belehrter und Humorist, Des Name zugleich ein Edelstein ist.

(Auflösungen folgen in nächster Nummerh

Auflösung des Silbenrätsels aus der ersten Nummer dieses Quartal«: Mutterliebe. Auflösung des Verwandlungsrätsels aus voriger Nummer: Madras, Drama.

Nachdruck nuS dem Inbalt b. Al. verboten. __ (Met) Mi 11./VI. 70^ _ ____________ Verantwort! Redacteur Ä. Aheig, Berlin. Druck und Verlag Don

gering * »ahrenholq, Berlin s. 42, Prinzeustr W.