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Skatr-beilasrn - ,,5Um firirtes Sonntagsblatt' *SUtiftriste lanSwirthschaftliche Veilage

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S«taH den 22. Iezmber

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die Expedition.

Amtlicher Theil

Hersfeld, den 19. Dezember 1900.

i Am Freitag, den 28. Dezember d. I., Vor- 'Mittags 11 Nhr findet in dem hiesigen städtischen Äathhaussaale eine Kreistagssttzung statt.

Tagesordnung:

M Vorläufige Beschlußfassung darüber, ob der Kreis /bereit ist, für den Fall des staatsseitigen Ausbaues einer -Nebenbahn von Gerstungen über Vacha, Wenigentaft, - Eiterfeld nach Hünfeld die Erfüllung der in dem Gesetze vom 25. Mai 1900 (G.S. S. 129) im § 1 unter litt. Absatz -1 und 2 und C. bezeichneten Bedingungen zu über- lnehmen, nämlich den erforderlichen Grund und Boden un­entgeltlich zu überweisen bezw. dafür ein Pauschquantum I leisten, und die Benutzung der Chausseen und öffentlichen -Wege zu gestatten, auch diejenigen Entschädigungen zu stetsten, welche Seitens der Staats-, Domänen- und Lorstverwallung anläßlich der im Uebrigen unentgelt- men Hergabe der zu dem Bau der Bahn etwa er- Mrderlichen fiskalischen Flächen für die mittelbaren

k I Mchtheile der Abtretung beansprucht werden sollten.

i.» M Näheres über Führung und Kosten der Bahn kann auf dem Kreistage mitgetheilt werden. Der Herr er d" öffentlichen Arbeiten fordert eine möglichst vorläufige Beschlußfassung und ist daher die 1 A^gige Berufungsfrist nicht eingehalten. (§ 75 Absatz K f "er Kreisordnung.) 8 I I. A. 3619.

Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.

Hersfeld, den 18. Dezember 1900.

L Die Herrn Ortsvorstände erhalten in den nächsten k»gen die RekrutirungSstammrollen von den Jahrgängen 1879 und 1880 zurück, um dieselben nebst den Klagen in der Gemeinde-Repositur gemäß § 46 Abs. 12 W.-O. sorgfältigst aufzubewahren.

I 2974. Der Königliche Lundrath

Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.

Hersfeld, ben 19. Dezember 1900. LeffMiche MMmAW.

Emkommensteuerveranlagung für das Steuerjahr 1901.

(1. April 1901 bis zum 31. März 1902.)

Auf Grund des § 24 des Einkommensteuergesetzes vom 24. Juni 1891 (Gesetzsamml. S. 175) wird hiermit jeder bereits mit einem Einkommen von mehr als 3000 Mark veranlagte Steuer- p s l i ch t i g e im Kreise Hersfeld aufgefordert, die Steuer­erklärung über sein Jahreseinkommen nach dem vorge­schriebenen Formular in der Zeit vom 4. Januar 1801 bis £1» Januar 1901 dem Unterzeichneten schriftlich oder zu Protokoll unter der Versicherung abzugeben, daß die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen gemacht sind.

Die obenbezeichneten Steuerpflichtigen sind zur Ab­gabe der Steuererklärung verpflichtet, auch wenn ihnen eine besondere Aufforderung oder ein Formular nicht zugegangen ist. Die vorgeschriebenen Formulare, denen zugleich die maßgebenden Bestimmungen beigefügt sind, werden den Steuerpflichtigen zugesandt.

Die Einsendung schriftlicher Erklärungen durch die Post ist zulässig, geschieht aber auf Gefahr des Absenders und deshalb zweckmäßig mittelst Einschreibebriefes. Münd­liche Erklärungen werden von dem Unterzeichneten in seinem Amtslokal (Haus Nr. 671 im Stift) während der Geschäftsstunden von 10 bis 12 Uhr Vorm. und 3 bis 4 Nachm. zu Protokoll entgegengenommen.

Die Versäumung der obigen Frist hat gemäß § 30 Abs. 1 des Einkommenüeuergesetzes den Verlust der ge- fetzlrchen Rechtsmittel gegen die Einschätzung für das Steuerjahr zur Folge. Außerdem sind diejenigen Personen, die bisher ein Einkommen unter 3000 Mark halten, ver­pflichtet, binnen besonders vorgeschriebener Zeit eine Steuererklärung abzugeben, sobald denselben eine derartige Aufforderung zugegangen ist.

Wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben vder wissentliche Verschweigung von Einkommen in der Steuererklärung sind im 8 66 des Einkommensteuerge­setzes mit Strafe bedroht.

Der Vorsitzende

der Einkommensteuer-Veranlagungskommission: Freiherr von Schleinitz, Geheimer RegierungS-Rath.

Hersfeld, den 17. Dezember 1900.

Die unter den Viehbeständen in der Gemeinde Ober­leng Sfeld auSgebrochene Bläschenkrankheit ist er­loschen.

I. 6928. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz,

Geheimer Regierungs-Rath.

HerSseld, den 17. Dezember 1900.

Die unter den Schweinebeständen in der Gemeinde Gittersdors ausgebrochene Nothlaufseuche ist er­loschen.

I. 6929.

Der Königliche Landrath Freiherr von S ch l e i n i tz , Geheimer Regierungs-Rath.

Nichtamtlicher Theil

C^ina.

New-York, 20. Dezember. Aus Peking wird von gestern gemeldet: In der heute Abend abgehaltenen Ver­sammlung der Gesandten wurde über alle Punkte, ein­schließlich der britischen Abänderungen, eine Einigung erzielt. Die Gesandten lehnen es jedoch ab, über den Inhalt des Abkommens sich zu äußern, da sie der Mein­

ung sind, daß ihre Regierungen dasselbe veröffentlichen werden.

Vom militärischen Gebiet liegt ein Befehl Waldersees vor, durch welchen er die Distrikte der Um­gegend von Peking den einzelnen verbündeten Truppen zur Beaufsichtigung überweist. Der Feldmarschall fügte hinzu, er wisse, daß eine beträchtliche chinesische Streit­macht unter dem Befehle Ma's sich im Norden der Pro­vinz Schansi und eine andere südlich von Tschang- tschang befinde, er erwarte jedoch während des harten Winters, der jetzt eingesetzt habe, keine Angriffsbewegung der Chinesen; aber wo immer die Verbündeten irgend ein Gebiet längere Zeit außer Acht ließen, da würden Räuber- und Boxerbanden sich zusammenschaaren; daher wünsche er die Mitwirkung der Verbündeten bei der Entsendung zahlreicher starker Patrouillen in die einzelnen Distrikte.

Eine Anzahl italienischer Kriegsschiffe soll sich nach der Nimrod-Bai in der Provinz Tschekiang be- geben haben. An diesem Theile der Küste von Tsche­kiang, südlich von Schanghai befindet sich auch die Sanmun-Bai, deren Besitz Italien schon seit einiger Zeit erstrebte. DerCarriere della Sera" behauptet, daß Admiral Candiani bereits einen Theil der Küste von Tschekiang besetzt habe. Es wäre leicht denkbar, daß Italien jetzt als Kriegsentschädigung das erlangt, was ihm früher mißlungen war.

Die russischen Truppen unter Thanpitzky haben in der Ostmongolei im ganzen 12 belgische Missionare, 4 chinesische Priester und an 3000 chinesische Eingeborene gerettet. Wie fein berechnet übrigens die Politik der Russen, die doch die rücksichtslosesten Metzeleien gegen bewaffnete wie unbewaffnete Chinesen inszeniert haben, auf den chinesischen Volkscharakter ist, ersieht man daraus, daß Rußland in Peking freien Reis vertheilen läßt, ob­wohl es an der Verwaltung der Stadt gar keinen An­theil hat.

Politische Nachrichten

Berlin, 20 Dezember.

Se. Majestät der K a i s e r empfing vorgestern Mittag den österreichisch-ungarischen Botschafter v. Szögyeny- Marich in besonderer Audienz zur Entgegennahme eines Handschreibens Sr. Majestät des Kaisers von Oesterreich, Königs von Ungarn. Zur Frühstückstafel waren ge­laden der österreichisch-ungarische Botschafter und der neu ernannte Gesandte in Brasilien v. Treutler. Nachmittags begab Se. Majestät Sich zu Fuß nach Station Wildpark und von da mit Sonderzug nach Neu-Gattersleben. Gestern Morgen um 9 Uhr fand der Aufbruch zur Jagd statt, zu der auch Oberpräsident Dr. v. Boetticher ge­laden war, sowie einige Herren von Alvensleben und v. Krosigk aus der Nachbarschaft. Vor dem Frühstück unternahm Se. Majestät eine Streife auf Hasen, nach dem Frühstück fand ein Trieb auf Fasanen statt. Von der Jagd zurückgekehrt, erledigte Se. Majestät Regierungs­angelegenheiten, bis zur Tafel, welche um 6 Uhr statt- fand. Um 9 Uhr erfolgte die Abreise: die Ankunft auf Station Wildpark um 11 Uhr 36 Min. Heute Morgen hörte Se. Majestät die Vorträge des Kriegsministers, Generals der Infanterie v. Goßler, und des Chefs des Militärkabinets, Generaladjutanten Generals der In­fanterie v. Hahnke.

Kapitänleutnant Werner meldet aus Malaga: Heute Mittag Begräbniß des Kommandanten unter großen militärischen Ehren. Weitere Leichen nicht auf- gefunden." In einem späteren Telegramm aus Malaga vom Mittwoch werden über die Beerdigung des Komman­danten derGneifenau" folgende Einzelheiten be­richtet: Das englische Torpedoboot Nr. 91 traf hier ein, um an den BeeidigungSfeierlichkeiten Theil zu nehmen. Die Leiche war in einem Zimmer des deutschen Konsulats aufgebahrt. Um 11 Uhr Vormittag» begann der Trauer- gottesdienst, welcher durch gemeinsamen Gesang der deutschen Kolonie und der Besatzung derGneisen«»"