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nichts. Der Verunglückte, ein verheiratheter Mann unb Vater mehrerer Kinder, wurde sofort in die Klinik gebracht. Sein Zustand soll bedenklich sein. Während noch der Sturm heulte, ertönte auch plötzlich die Sturm-
alode. In einem Hause der Hofstadt war ein Brand einem Schlaganfall getroffen, zusammen. In den brer-
ausgebrochen, derselbe konnte jedoch, noch ehe die Feuerwehr einschritt, gelöscht werden.
Hanau, 5. Dezember. Auf einen Schneider aus Klein-Kratzenburg wird polizeilich wegen verschiedener Schelmenstreiche gefahndet. In einem unterfränkischen
Orte trat er als Regierungsbeamter auf und befahl die sofortige Entleerung aller vor den Behausungen befindlichen Düngergruben und Pfuhlcisternen. In anderen Fällen ordnete er die alsbaldige Einstellung von Canali- * sationsarbeiten an, ließ Schulhausbauten unterbrechen, - Telegraphenstangen versteigern u. s. w. Durch kühne i Fluchtversuche wußte er sich stets die goldene Freiheit
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. zu sichern.
Hofgeismar, 5. Dezember. Von Berlin trifft die Nachricht ein, daß dortselbst der frühere Kommandeur
''j des hiesigen Dragonerregiments Herr Oberst v. Wittich 5 nach schwerem Leiden gestorben ist.
j Herleshaitfev, 5. Dezbr. Am vorigen Sonntag "iM fuhr mit dem Nachmittagszuge eine Dame aus Eisenach ^ü- mit ihrem 10jährigen Sohne von Eisenach bis zur
Station Wommen und schlug alsdann den Weg nach Sallmannshausen ein. Die Tochter eines dortigen Bahnwärters, welche mit demselben Zuge von Eisenach kam, bemerkte, daß die Dame unterwegs aus einer Flasche trank und auch ihrem Kinde zu trinken gab. Das Mädchen konnte indeß darin nichts Auffälliges erkennen und bekümmerte sich auch dann nicht weiter um die ihr
W,$i unbekannten Reisegefährten. Am anderen Tage wuri -00s!' jedoch in der Nähe der Werrabrücke Hut, Mantel, Mütze ir^t sowie eine ziemlich geleerte Flasche gefunden. Die V
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sowie eine ziemlich geleerte Flasche gefunden. Die Ver-
muthung, daß es sich um einen Selbstmord handelte, D« bestätigte sich leider allzubald, denn bei den sofort unter- d l nommenen Nachforschungen wurden die Leichen von 8f Mutter und Kind, welche Beide aneinander gebunden
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98 «, ivtuuvr un» Jtuio, rvercye öeiue unernanoer geounoen eint, sich fest umklammert hielten, aus dem Wasser gezogen.
Die sofort eingeteiteten Ermittelungen stellten fest, daß die Lebensmüden die Ehefrau und der Sohn eines pen- ■en ; sionirten höheren Beamten aus Eisenach waren. Schwer- lOeii, mulh soll das Motiv der schrecklichen That gewesen sein, m $11 " Müll l _ _, । "—„".„—
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Mellnau, 4. Dezember. Beim Austheilett des heiligen Abendmahls wurde der Pfarrer Sangmeister von Wetter, welcher hier den Morgengottesdienst abhielt, von einem Unwohlsein befallen. Plötzlich brach er, von
testen Schichten der Stadt Wetter und Umgegend be
dauert man das Vorkommniß, da Herr Pfarrer Sangmeister sich größter Beliebtheit erfreute.
Verwischtes.
— Aus Hall berichtet man den „Schwab. Merk.": Am Fuße des Einkorns wollte am 1. d. Mts. ein Bärentreiber seinen störrisch gewordenen Bären, der auf ihn mit seinen Tatzen losging, durch Zerren an der Kette „zur Vernunft" bringen, riß ihm dabei aber den Nasenring aus der Nase, worauf der Bär frei wurde und den Führer am Schenkel tüchtig zerfleischte. Auf die Hilferufe kam zuerst Hr. Nübel von Gschlachten- bretzingen mit der Schrotflinte herbei, deren Ladung jedoch den Bären nur zu einem Schütteln des Fells veranlaßte. Auf eine Patronenladung hin kollerte der Bär den Bahndamm hinab und wälzte sich mitten auf den Bahnschienen, dadurch den bald herannahenden Zug gefährdend. Einige Beilhiebe nach dem Kopfe endeten schließlich das Bärenleben.
— Aus München wird dem „Schwäb. Merkur" berichtet: In dem Oertchen Jrchenhausen bei Altomünster (6 Meilen nördlich von München, zwischen Dachau und Aichbach gelegen) wurde in der Nacht zum 1. Dezember der Gendarmerie-Kommandant Brandmier von dem Räuber Matthias Kneißl erschossen und der Gendarm Seidler schwer verwundet. Matthias Kneißl, der Sohn des Raubmörders und Besitzers der Kracher- mühle Kneißl (nächst Dachau), der wegen Raubes saß, brach kürzlich aus dem Gefängniß aus und verübte sofort in der Hollertau einen Einbruch, bei dem er viel Goldgeld und 2500 Mk. in Obligationen erbeutete. Natürlich führte er seitdem das Leben eines gehetzten Raubthieres, fand aber ab und zu bei alten Bekannten, die er gut bezahlte und die ihn fürchteten, Unterkunft. Bei einer Suche nach seinem Nachtquartier scheint Matthias Kneißl (vulgo: der Kracherhies) den neuen Mord begangen zu haben. Einzelheiten sind noch unbekannt.
Handarbeiten.
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Lederwaaren.
Meise-Artikel.
— (Konsequent.) „Sittett Augenblick, Zötk Dickerl! Warum rennen Sie denn so furchtbar?" — »Ich mache eben meinen täglichen EntfettuNgsdauermarsch ab — aber wenn Sie mir was zu sagen haben, so sprechen Sie nur, ich laus' inzwischen um Sie herum'"
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Zürich.
Kirchliche Nachrichten.
Hoangettscher Gottesdienst.
Sonntag, den 9. Dezember.
Vormittags : Herr Pfarrer H o s b a ch. Nachmittags: Herr Pfarrer Feyerabend. Mittwoch, den 12. d. Mts. Abends 8 Uhr:
Gottesdienst in der Kospitalskapelle.
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