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kleinen Fingers ab, welche er dann in der Wirthschaft zeigte. Da die Sehne zum Theil aus der Hand mit herausgerissen ist, so ist der ganze Unterarm der armen Frau gefährdet.__

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Mainz, 14. November. Hier sind drei Personen verhaftet worden, die in Frankfurt einen Kassenschrank aufgebrochen und über 600 Mark entwendet haben.

Wörpedorf, 13 November. Der Stations-

( : Vorsteher auf der hiesigen Station der Bremisch-Hanno- versehen Kleinbahn entdeckte dieser Tage spät Abends, daß die Signallaternen nicht brannten. Als er die Ur- ' sache feststellen wollte, bemerkte er, daß die Schienen hoch mit Steinen und Sand bedeckt waren, daß die

i Laternen fehlten und die Weiche umgelegt war. Glück- licher Weise hatte er diesen frevelhaften Bubenstreich rechtzeitig genug wahrgenommen, um von dem bald darauf aus Bremen eintreffenden Nachtzug großes Un­heil abwenden zu können.

D i e älteste Visitkarte, von der die Welt Kenntniß hat, befindet sich, wie aus Venedig mitgetheilt

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wird, in dem dortigen Staatsarchive. Vor mehr als eni ; drei Jahrhunderten wurde sie von dem damaligen Pro- r &v fxssor an der Universität Padua, Giacomo Contarini, le t als Kuriosität an eine venetianische Nobile gesandt. In Mj dem sie begleitenden Schreiben erklärte der Gelehrte, ach daß die deutschen Studenten, deren Wissensdurst sie in

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Schaaren die Alpen übersteigen ließe, die lobenswerthe ffondi und noble Gewohnheit besäßen, diese mit ihrem Nomen > #tti und Wohnorte versehenen, neuartigen Pergamentblättchen

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in den Häusern ihrer Freunde, falls sie selbige nicht anträsen, zu hinterlassen. Die fragliche Visitkarte weist

cbe k |ein Wappenschild mit dem Motto auf:Die Hoffnung erhält mich aufrecht." Als ihr Besitzer legitimirt sich

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der im März des Jahres 1560 zu Padua dem Studium ittr der Rechte obliegende Johannes Westerhof aus fror Westphalen.

mtn» In Halle a. S. erschoß sich an einem Wege ufer: unmittelbar vor der Stadt der G y m n a s i a l - O b e r - 16 W lehrer Dr. Theil aus Nordhausen. Der Unglück- ln i: liche bezeichnet in einem Briefe Lebensüberdruß als ! halt Grund der That. Eine bei ihm vorgefundene Geld- c nich summe von etwa 100 M. bestimmte er zu seiner Be­erdigung, die man ihm in Halle gewähren möge.

t fk Als mutmaßlicher Mörder eines vorgestern Nacht

Aff« in Hamburg in ihrer Wohnung mit durchschnittener Kehle aufgefundenen Mädchens Namens Lina Ahlert

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wurde gestern Nachmittag ein schwedischer Kellner, Namens Stave, verhaftet. Stave verwickelte sich in dem mit ihm

.ve |B vorgenommenen langen Verhör in Widersprüche. Man fand bei ihm das Portemonnaie der Ermordeten. Er

0-M behauptet, dasselbe gefunden zu haben.

Mk Stuttgart. Am 6. d. M erschien in einem

chlW Juwelierladen ein Herr und ließ sich goldene Damen-

uhren und Ketten zur Auswahl vorlegen. Die Tochter des Geschäftsinhabers bemerkte, daß der Fremde eine Perrücke und falschen Bart trug und verständigte hiervon einen Schutzmann. Letzterer nahm den Fremden, der einen mißlungenen Fluchtversuch machte, fest und führte ihn auf das Stadtpolizeiamt, wo der Festgenommene sich als der 32 Jahre alte Viehhändler Simon Stein- harter aus Mühringen (Oberamt Horb) entpuppt hat. Der Kriminalpolizei ist es, wie derSchwäb. Merk." berichtet, gelungen, den Steinharter des Raubmordes zu überführen. Steinharter hat in der Nacht zum 31. Juli in Mühringen die 71 Jahre alte ledige Rosine Schwarz­mann von dort durch Ersticken ermordet, ihrer Baarschaft und Werthpapiere beraubt und dann deren Wohnung in Brand gesetzt. Der Vorgang, den man anfänglich für einen Unglücksfall hielt, erregte damals großes Aufsehen.

ImWaldenburger Wochenbl" findet sich folgende Abbitte":Ich habe aus Unüberlegtheit dem Berghauer Werner aus Hartau an seiner gelittenen Geisteskrankheit beleidigt, von welcher er geheilt ist, wir haben uns schiedsamtlich geeinigt, warne von Weiter- verbreilung. Wilhelm Geister, Altwasser."

Einen Sarg zum Geschenk gemacht hat einer armen Wittwe ein in Köthen wohnender Rentier, der von seinem früheren Möbel- und Sarggeschäfte noch einige der Todtenhäuschen übrig behalten hatte. Die Wittwe hat zwar die eigenartige Spende mit Dank an­genommen, doch weiß sie nicht, wo sie den Sarg bis zu ihrem Tode aufbewahren soll, da sie zur Miethe wohnt und die Wirthsleute, sowie die übrigen Hausbewohner gegen die Aufstellung eines Sarges im Hause lebhaft protestiren. Findet die arme Wittwe keine Unterkunfts­stelle für den Sarg, so wird sie sich wohl oder übel dazu entschließen müssen, auf das Geschenk Verzicht zu leisten.

Bei einem in Pedreguer in der Provinz Alicante abgehaltenen Stisrkampf, bei welchem Frauen die Rollen der Toreros übernommen hatten, brachen die Tribünen zusammen; 12 Personen wurden gelobtet, 200 verletzt.

Paris, 15. November. In Folge einer Ent­gleisung des Südexpreßzuges unweit Dax wurden, soweit bekannt, 17 Personen getödtet und 30 Personen verletzt. Es heißt, unter den Todten befinde sich der peruanische Gesandte Canevars, dessen Gattin schwerverletzt sei. Ein anderes Gerücht besagt, der italienische Special- gesandte Carnera, welcher dem Könige von Spanien die Thronbesteigung Viktor EmanuelS notifizirte, sei getödtet.

(Ein feiner Tropfen!) Aus Paris wird derChemiker-Zeitung" berichtet: Demnächst beginnt ein großer Prozeß, der den Weinproduzenten D. betrifft, der Jahre hindurch außerordentlich große Quantitäten gefälschter Weine dem Konsum zuführte. Er wendete große Reklamekosten auf, um alsNaturwein" zum Preise von 85 Franks angeblich eine Qualität abzusetzen,

die von reellen Weinhändlern nicht unter 105 Franks abgegeben werden konnte. Es ist erwiesen, daß D. täglich 250 Fässer seines Kunstproduktes als Naturwein absetzte. Das städtische Laboratorium entnahm etwa 2000 Proben bei demWeinfabrikanten" in seinen Magazinen sowie bei seinen Kunden, Weinhändlern und Privaten. Das Ergebniß aller in dem Laboratorium ausgeführten Analysen war folgendes : Alle von D. unter dem Namen Naturwein" verkauften Sorten sind gefälscht. Ihre Herstellungsweise ist folgende: Eine gewisse Quantität von Preßrückstandflüssigkeit, die für den menschlichen Konsum absolut unzulässig ist, wird mit einer ganz geringen Menge eines Naturweins gemischt, um den Ge. fchmack zu imitiren. Es werden sodann bis zu 40 pCt. Wasser zugesetzt. Die bei der Analyse gefundenen Mengen von Potasche, Kalk und Baryt werden zugesetzt, um dem Gemenge die widerliche Säure verdorbener Weinsorten zu benehmen. Die Rekonstituirung der durch den großen Wasserzusatz zu schwach gewordenen Flüssigkeit wird mittels Weinsäure, Zitronensäure und PhoSphorsäure bewirkt. Auch schweflige Säure konnte darin nachge­wiesen werden, sowie in einzelnen Fällen Tannin und sogar künstliche Veilchenessenz!

(Kleine Nachrichten.) In der P r o v i n z O r a n sind wolkenbruchartige Regengüsse niedergegangen. Mehrere Frauen und Kindrr sind in der Gegend von Maseara ertrunken. In Tunis ist die Eisenbahnver­bindung bei Biserta unterbrochen. Der Dampfer City of Monticello", von Narmouth (Neu-Schottland) nach Halifax unterwegs, ist in der Fundy-Bai gesunken; 40 Personen sind ertrunken.

(Diplomatisch.) Richter:Ihr Alter?" Zeugin:Hat auch die Dame, die vor mir vornommen wurde, ihr Alter angeben müssen?" Richter:Gewiß." Zeugin:Nun, ich bin nun drei Jahre jünger."

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Kirchliche Nachrichten.

Evangelischer Hottesdienst.

Sonntag, den 18. November.

Vormittags : Herr Superintendent Dr. V i a l.

Nachmittags : Herr Pfarrer H o s b a ch.

Hierzu Nr. 10Neues Bauernland", monatliche Beilage zur kleinen Dorf-Zeitung.

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