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Gratisbeilagen rZllustrirtes Sonntagsblatt" «.Illnftrirte landwirthschaftliche Vettage."

!K «r. IN.__________________________ Ü Bestellungen auf das 71 Hersfelder Kreisblatt 6M mit den Gratisbeilagen °MZllustrirtes Sonntagsblatt" --» 3Jlluftrirte landwirthschaftl. Beilage" oM für die Monate November und Dezember ^ werden von allen Kaiserlichen Oostanstalten, kandbrief- ^/ trägern und von der Expedition angenommen.

Amtlicher Theil.

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5$.

Auf Beschluß des Bundesraths vom 17. März d. I. findet im Deutschen Reiche am 1. Dezember d. I. eine allgemeine Viehzählung statt, mit welcher im Preußischen Staate eine gleichfalls vom Bundesrathe angeordnete Obst- baumzählung verbunden ist.

Es wird dabei die Mitwirkung der selbstständigen Orts­einwohner bei der Austheilung, Ausfüllung und Wieder- einsammlung der Zählpapiere in Anspruch genommen werden.

Die große Wichtigkeit dieser Zählungen sowohl für die Staats- und Gemeindeverwaltung als für die Förderung wissenschaftlicher unb gemeinnütziger Zwecke berechtigt zu der Erwartung, daß die Ausführung des Geschäftes allerorten die bereitwilligste Unterstützung der Haushaltungsvorstände und der für das Zähleraint bestimmten Personen finden wird. | Ich weise hierbei ausdrücklich daraus hin, daß die noch immer unter der Bevölkerung verbreitete Annahme, als ob diese Zahlungen zu irgend welchen steuerlichen Zwecken Ver­wendung finden würden, eine durchaus irrige ist.

Cassel, am 1. Oktober 1900.

Der Regierungs-Präsident. I. V.: M a u v e.

ist

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t

~ Hersfeld, den 24. Oktober 1900.

I Für die Pflege der nach China entsandten Truppen x (Kreisblatt Nr. 84) sind weiter eingegangen: von der Gemeinde Lautenhausen . . . 12,95 M. Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.

Hersfeld, den 17. Oktober 1900.

r Der Herr Regierungs-Prästdent hat bestimmt, daß die für die Ausführung des BullenhaltungSgesetzeS vom

Lmerstas Den 25. Moder

19. August 1897 erforderliche, durch Verfügung vom 9. 1899 I. A. Nr. 89. . iT 3""« iröö 3. I. N-. 2i4^"-bl-u ». S) auf den 1. Juli jeden Jahres festgesetzte Bestandsaufnahme der Bullen, Kühe und deckfähigen Rinder in Zukunft zugleich mit der durch Reglement vom H 30Wtat 1882

2

am November jeden Jahres eingeführten Viehzäh- O.

lung vorzunehmen ist. Die Ergebnisse der Zählungen können allerdings von den Gemeindevorständen nicht in einem Formular ausgenommen werden, sondern sind getrennt anzugeben, weil es sich um verschiedene Zwecke und verschiedene Zahlen handelt. Die Zusammenlegung der Termine bringt indessen den Vortheil, daß die mit der Zählung verbundenen Arbeiten nur einmal im Jahre vorgenommen zu werden brauchen, wodurch eine bemerk­bare Vereinfachung des Geschäfts zu erhoffen ist.

In die alljährlich bis zum 20. I a n u a r einzureichende Nachweisung ist hiernach der Bestand der Bullen, Kühe und deckfähigen Rinder vom 2. November aufzunehmen, auch ist in Spalte 4 mit rother Tinte die Zahl der G e m e i n d ebullen, d. h. der von der Gemeinde als solcher gehaltenen Bullen anzugeben, während in Spalte 5 nur diejenigen Gemeindebullen aufzunehmen sind, welche seit der letzten Berichterstattung aus Grund des Gesetzes von der Gemeinde angeschafft worden sind. I. 2546. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz,

___ _________Geheimer Regierungs-Rath.

Hersfeld, den 24. Oktober 1900.

Die Gemeindebehörden des Kreises wollen alsbald wiederholt in ortsüblicher Weife bekannt machen lassen, daß die Anmeldungen der für das Jahr 1901 beabsichtigten Gewerbebetriebe im Umherziehen sofort bei den Ortspolizeibe­hörden unter Vorlage des für 1900 ertheilten Wander­gewerbescheins zu bewirken sind, damit die Gewerbe­treibenden noch vor Beginn des Monats Januar k. Js. im Besitze des neuen Gewerbescheines sein können.

Unter Hinweis auf meine Verfügung vom 15. Sep­tember 1899, III. 914, Kreisblatt 109, mache ich beson­ders darauf aufmerksam, daß bezüglich derjenigen Per­sonen, die im Jahre 1900 einen Gewerbe­schein noch nicht gehabt haben, die aus der Funk'schen Buchdruckerei zu beziehenden Formulare A und (bei Begleitern) B ordnungsmäßig auszufüllen und mir umgehend einzureichen sinv, aber sür Personen,

1906.

denen im Jahre 1900 bereits ein Gewerbe­schein ertheilt worden ist, die Formulare C und (für Begleiter) D, die ich den Gemeindebehörden in dieser Woche zukommen lasse, zu verwenden sind.

Die Anträge sind mir bis zum 3. November 1900 einzureichen.

III, 940. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.

Hersfeld, den 17. Oktober 1900.

Die Herren Ortsvorstände haben bis zum 5. N o- vember d. Js. zu berichten, wieviel

1. Quittungskarten von Formular A

2. B

3. Quittungsformulare für Jnvaliden-Renten-Empfänger

4. Alters- ,

5. Unfall- (der

land- und forstwirthschaftl. Berufs-Gen.) für das Jahr 1901 voraussichtlich erforderlich sein werden.

Hierbei wird bemerkt, daß die Quittungskarte Formular B nur für solche freiwillig Versicherte auS- zustellen ist, für welche früher noch niemals auf Grund versicherungspflichtiger ThMgkeitBeitrags­marken verwendet worden find und daß diejenigen Per­sonen, welche einmal dem Verstcherungs-Zwange unter­legen haben, Quittungskarten nach Formular A weiter gebrauchen müssen, auch für den Fall, daß sie sich frei­willig weiterversichern wollen.

V. Nr. 309. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.

Die Abhaltung des ViehmarkteS in der Stadt Fulda am 25. Oktober 1900 ist unter nachfolgenden Bedingungen genehmigt worden: 1. Am Tage vor dem Markte werden alle Gastställe und Einstellungen der Stadt thierärztlich beaufsichtigt werden. 2. Der Auftrieb des Viehes darf vor 71/, Uhr nicht erfolgen. Der Zugang ist nur durch die Schloßstraße zu nehmen. Die übrigen Straßen sind abgesperrt. 3. Die Musterung des Viehs vor dem Eingänge und das Handeln außerhalb des Marktplatzes innrrhalb der Stadt Fulda ist am Markt­tage verboten. 4. Das Aufbringen von Vieh auf den Markt ist nur dann gestattet, wenn den am Marktzngange aufgestellten Polizeibeamten eine von der Ortspolizeibehörde des UrsprungSortS ausgestellte Be­scheinigung vorgezeigt wird, des Inhalts, daß die auszutreibenden Thiere, welche nach Geschlecht, Farbe, Abzeichen und Alter genau aufzuführen sind, seid mindestens 4 Wochen am Orte des AuSstellerS stehen und daß in der Gemeinde nicht die Maul- und Klauenseuche herrscht (bei Schweinen weder die Maul- und Klauenseuche, noch eine andere an­steckende Schweinekrankheit) und daß die Gemeinden in den letzten 4 Wochen nicht zu einem Beohachtuugsgebiet im Sinne des S 59 a der B.-J. vom 27. Juni 1895 gehört.

Stehen die Thiere nicht seit 4 Wochen am Orte des Ausstellers

M Ein deutsches Mädchen.

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Roman von K. Deutsch.

(Fortsetzung.)

1 r

Wir kennen bei den meisten nur die Vornamen, MMch ändern ihn sehr viele, wenn sie diesen Beruf er- tz greifen. Es giebt einige Schwestern, die Elisabeth heißen, ß Die Zahl der Pflegerinnen ist groß, doch sind nicht alle | Kloster beschäftigt. Viele sind in den nahen Ort- M^°hen, wo auch Lazarelhe eingerichtet sind, thätig.

Rath ist der, mein lieber Herr," fuhr er mit dem » herzlichsten Ausdrucke fort, indem er sich erhob,Sie Mlrachten vorerst, gesund zu werden, und verbannen alle Mvufregenden Gedanken, die die Genesung verhindern. M auf sind, können Sie sich ja selbst überzeugen,

Dame, die Sie suchen, hier oder in den andern M^azarethen ist oder nicht."

>4.

Tage anstrengender Thätigkeit reihten sich aneinan­der. Endlich kamen freiere Tage und auch eine Stunde, wo der Oberarzt Elisabeth Werner daß sie so hieß, wußte er nun ja, alles mittheilen konnte.

Sie war aufs tiefste erschüttert.

Wie ist das möglich?" rief sie fast außer sich.

Bei der Größe und Stärke solchen Gefühls ist alles Ältlich. Halten Sie mich nicht für indiskret. Reines Interesse für Sie läßt mich so sprechen. Denn ich weiß

alles aus seinem Munde. Der Gedanke an Sie führte ihn in diesen fremden Krieg. Bei einem solchen nur von einer Idee beherrschten Gemüte sind derartige dunkle Ahnungen während eines Krankheitsprozeffes kein un­wahrscheinlicher Fall. Doch Sie interessiert ja weniger das Wissenschaftliche als die Thatsache, und die ist so. Sie sind hier keinen Augenblick sicher. Er kann in einem unbewachten Augenblicke die Zelle verlassen und Ihnen begegnen I"

Was thun, lieber Gott, was thun?" Sie schien ganz fassungslos zu fein.

Er nahm mit gütigem Ausdruck ihre Hand.

Wollen Sie Vertrauen zu mir haben? Sie sagten mir einmal vor Monaten, Sie wären ganz verwaist, da Sie Ihren letzten Halt, Ihren Onkel, verloren hätten. Sehen Sie, liebe« Kind, ich hatte auch Weib und Kind und habe sie beide, nach kurzem Glück hingeben müssen. Meine Tochter wäre in Ihrem Alter, wenn sie noch lebte. Ich bin ein alter, vereinsamter Mann, den bis jetzt nur sein Beruf am Leben erhalten hat. Ihre Nähe hat in dieser Zeit mein Herz erwärmt und erfrischt. Denken Sie, ein liebender Vater stände Ihnen ratend zur Seite, und haben Sie Vertrauen zu mir! Wollen Sie?"

Ich will!" Sie gab ihm fest und innig die Hand.

Warum legen Sie sich und dem jungen Manne dieses schwere Opfer auf?"

Weil keine glückliche Lösung zu hoffen ist. Da Sie alles wissen, kennen Sie auch den Abstand der Ver­hältnisse. Er ist von altem ungarischen Adel, Graf, ich bin ein bürgerliches Mädchen."

Eine Neigung, wie die seine, wird wohl imstande sein, diese Schwierigkeit zu überwinden."

Ich gab seiner Mutter das Versprechen, ihn nie wieder zu sehen, und ich werde mein Wort halten."

Wie konnten Sie das? Was veranlaßte Sie großmüthig gegen die Mutter und grausam gegen den Sohn zu sein?"

Sie schwor, an dem Tage zu sterben, an dem ich des Sohnes Gattin würde, und ich wußte, daß sie Wort halten würde. Konnte ich um einen solchen Preis mein Glück erkaufen?"

Sie konnten es nicht!" Er legte in tiefer Be­wegung die Hand auf ihr Haupt. Aber eben, daß sie nicht konnten, macht Sie zu dem, was Sie sind. Wußten Sie, daß er nach Ihnen forschte?" fragte er nach einer Weile.

Sie verneinte es.Ich hörte all die Jahre nichts von ihm. Die Krankheit des Onkels rief mich im Früh­ling heim, dann brach der Krieg aus; seit der Zeit bin ich in den Lazarethen thätig." .

Vielleicht haben während dieser Zelt bie Verhält. Nisse sich geändert, sprach der Oberarzt, selbst von Hoff- nung erfüllt. Vielleicht lebt die stolze Frau nicht mehr