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liLen Berichte des Feldmarschalls Roberts, der sich m Machadodorp befindet, gemeldet, daß General Buller den gmbfop vollständig in Besitz genommen habe. Das war naß den Mitteilungen der letzten Tage zu erwarten. Auch diesmal ist es den Buren jedoch gelungen, rhre Geschütze in Sicherheit zu bringen, doch fand Buller Mundvorratder Buren im Gesammtzewicht von 300 UOU Pfund, und zwar hauptsächlich Reis, Zucker und Kaffee, sowie 300 Kisten mit Munition. Daß auch mit der Besetzung des Spitzkop die Widerstandskraft der Buren noch nicht gänzlich zusammengebrochen ist, beweist eine Meldrmg, wonach schon wieder Buren im Rücken des englischen Heeres aufgetaucht find. Lord Roberts hat eine Proklamation erlassen, worin er die Burghers in kräftigen Worten auffordert, vom nutzlosen Kampfe abzustehen. Er will jetzt „jedes Mittel" gegen die Buren anwenden.
Kaapschehoop (Transvaal), 14. September. Pole-Carew hat Kaapschehoop genommen. Steijn hat sich mit allen Geschützen, 10 an der Zahl, nach Hektor- spruit zurückgezogen. , , , „ . .
Äapitabt, 15. September. French hat Barberton besetzt und einen Wagenpark, 43 Lokomotiven, Mauser- gewehre, Munition, Rindvieh und Mundvorrath für drei Wochen erbeutet und hundert Gefangene gemacht.
Eine Depesche aus dem Haag vom Sonnabend meldet: Die Burenmission veröffentlichte eine Proklamation, in welcher sie erklärt, England habe das Kriegsrecht und den Kriegsbrauch der zivilisirten Nationen verletzt. Die englischen Proklamationen dienten nur als Vorwand, um den Krieg in unmenschlicher Weise fortzusetzen. Zum Schluß heißt es in der Proklamation der Burenmission: „Im Namen der menschlichen Gerechtigkeit richten wir eine Aufforderung an alle Völker, uns in diesem kritischen Augenblick beizu- stehen und unser Vaterland zu retten. Wir vertrauen auf Gott, daß unsere Bitte Gehör findet."
Ans Preliillz und NtogtliitL
* Die Zulassung von Feldpostpacketen nach Ostasien ist jetzt von der Reichspostverwaltung verfügt worden. Die Privatpäckereien an die in Ostasien befindlichen Truppen zur Feldpostbeförderung müssen jedoch folgenden Bedingungen entsprechen: Gewicht der einzelnen Sendung nicht über 2'/, Kilogramm; Größe nicht erheblich über 35 Centimeter in der Länge, 15 Centimeter in der Breite und 10 Centimeter in der Höhe; Verpackung in Kistchen oder feste Kartons recht dauerhaft mit äußerer Umhüllung in haltbarer Leinwand . oder Wachsleinwand und mit fester Verschnürung; die = Aufschrift muß in der Weise hergestellt werden, daß auf i die Sendung eine mit der vollständigen Adresse recht genau und deutlich ausgefüllte Feldpostkarte haltbar auf- gehestet oder aufgeklebt wird; auf der Karte ist außerdem der Absender und der Inhalt der Sendung genau ' anzugeben. Das Porto beträgt für jedes Feldpostpacket ' ohne Unterschied des Gewichts und des Bestimmung«. । ortes 1 Mk. Die Sendungen müssen bei der Aufgabe frankiert werden. Zur Frankierung dienen Postfreimarken, : die auf die Feldpostkarte zu kleben sind. Eingeschriebene Packete, Sendungen mit Werthangabe oder Pvstnachnahme
sind unzulässig. Ausgeschlossen von der Versendung mittelst Feldpostpackets sind unbedingt Flüssigkeiten, Sachen (Lebensmittel,) die dem schnellen Verderben unterliegen, zerbrechliche und leicht entzündliche Sachen, sowie die allgemein, von der Postbeförderung ausgeschlossenen Gegenstände. Die Versendung von Waffen und Kriegsmaterial ist zulässig, wenn durch Bescheinigung einer Reichs- oder deutschen Staatsbehörde nachgewiesen wird, daß die Gegenstände für bie deutschen Streitkräfte in China bestimmt ; sind. Die Beförderung der Feldpostpackets erfolgt mit eben alle 14 Tage abwechselnd von Bremerhaven und Mamburg nach Ostasien abgehenden Reichspostdampfern. < Eine Gewähr für die richtige und pünktliche Ueberkunft der Privatpäckereien kann die Postverwaltung nicht übernehmen.
* Amtlicher Nachweisung zufolge belauft sich die LEinnahme aus der W e ch s e l st e m p e l st e u e r im : Deutschen Reiche für die ersten fünf Monate des laufenden s Etatsjahres auf 5 313 764,95 Mk. oder auf 483 861 35 Mk. i m>hr als im gleichen Zeitraume des Vorjahres.
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L -e- Hersfeld, 17. September. (Aufbewahrung d c s Obstes.) Das Winterobst muß, mit Ausnahme 1 der grauen Reinetten, ehe man es in die Ausbewahrungs- H räume bringt, in einem luftigen Raume ausschwitzen. MVor dem Einbringen des Obstes lüfte man die Aufbc- N Wahrungsräume gründlich, schließe dann die Fenster, Mschwefle durchdringend und halte Fenster und Thüren
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Reichhaltigstes und neustes Rechtsbuch
einige Tage geschloffen. Durch das Schwefeln werden alle vorhandenen Pilzsporen vernichtet. Gleichviel in welchen Räumen mir unser Obst aufbewahren, sie sollen srostfrei, gleichmäßig kühl, trocken und dunkel sein. Feuchte Räume erzeugen Schimmelbildungen, deren übler Geruch sich dem Obste mittheilt; einströmendes Licht befördert die Vergänglichkeit des Obstes. Das gelagerte Tafelobst ist spätestens alle vierzehn Tage genau nachzusehen; das lagetreife Obst wird verwendet, etwa angefaulteS entfernt, denn es steckt die benachbarten Früchte an. Lagerreifes Obst erkennt man am Geruch und der geänderten Färbung. Die in den Lagerraum zu bringenden Früchte sind nicht etwa abzuwischen, denn sie werden dadurch jener schwachen wachsartigen Hülle beraubt, welche ihre Haltbarkeit bedeutend fördert. Trauben kann man recht lange frisch erhalten, wenn man sie am Rebholze, dessen oberes und unteres Ende man mit Siegellack luftdicht verschließt, frei im Obstraum aufhängt; sie halten sich dann, waren sie recht süß, bis zum Frühjahr. Frische Zwetschen und Pflaumen halten sich in weithalsigen, festverkorkten Flaschen, welche man ca. </2 Meter tief in die Erde eingräbt, bis nach Neujahr. Die Aufbewahrung des Schalenobstes soll an sehr trockenen luftigen Orten geschehen, denn sonst werden die öligen Kerne recht leicht ranzig. Kleinere Posten Kernobst halten sich prächtig, wenn man sie in reines, weiches Löschpapier eingewickelt schichtweise in kleinere Fässer legt, diese mit einem Deckel gut verschließt und sie in einen kühlen Raum stellt. Gewöhnliches Gebrauchs-Obst in Wintersorten hält sich ganz vorzüglich, wenn man es nach dem Schwitzen gleich den Kartoffeln über der Erde an trockener Stelle einmietet und durch ein leichtes Dach und gezogene flache Gräben vor dem Eindringen von Regen und Schneewasser schützt.
Ein strenges Ausscheiden aller irgendwie geschädigten Früchte vor dem Einmieten ist unbedingt geboten, damit nicht von einzeln faulenden Früchte die ganze Miete angesteckt wird.
)*( Hersfeld, 17. September. In dem von Andächtigen sehr zahlreich besuchten gestrigen Vormittagsgottesdienste wurde, wie bereits bekannt, die neue Orgel in unserer Stadtkirche in feierlicher Weise dem gottesdienstlichen Gebrauch übergeben. Die eigentliche Weihe lag dabei in der Liturgie, in welche das Weihegebet miteingelegt und als Schristabschnitt der 150. Psalm gewählt war. Der unter der bewährten Leitung des Herrn Kantor Gonnermann stehende hiesige Kirchen- chor brächte dabei zwei Chöre „Machet die Thore weit" und „Preis und Anbetung sei unserm Gott :c." mit gewohnter Sicherheit und vorzüglichem Ausdruck zum Vorlrag. Nachdem hierauf 4 Verse des Liedes Nr. 299 „Du meine Seele finge" unter den herrlichen Tönen der Orgel von der Gemeiyde frisch und kräftig gesungen worden waren, predigte Herr Pfarrer H o s b a ch aus Grund von Kolosser 3, 16—17 über die Bedeutung der Orgel in unserem Gottesdienste. Möge nun die neue Orgel erklingen zum Preise des Höchsten und zur Erbauung seiner Gemeinde auf Erden.
Cassel, 14. September. Ein tödtlicher 11 n = glückssall durch Sturz mit dem Rade hat sich gestern ereignet. Der Kaufmann und Drogist Emil Mainz, Inhaber eines Geschäftes an der Leipziger Straße, war gestern auf einer geschäftlichen Tour mit dem Rade in Lichtenau, Walburg rc. gewesen. Er hatte st4 wider Willen verspätet und trat erst nach eingetretener Dunkelheit den Heimweg an. Als er, aus der Richtung von Eschenstruth kommend, den Bahnübergang bei dem Bahnwärterhäuschen, kurz vor dem Eingänge in das Dorf Helsa, überfahren wollte, war sein Fahrzeug unbeleuchtet und der dortselbst stationirte Bahnwärter hat ihm noch beim Passiren des Schienengeleises geleuchtet. Herr Mainz hat jenseits des Bahnkörpers sich sofort wieder aus's Rad gesetzt, ist aber nur wenige Meter weit gefahren, denn als kurz darauf der Bahnwärter einen dumpfen Fall und ein Geplätscher im Wasser hörte, und hinzueilte, lag Herr Mainz in dem Lossebache und war todt. Anscheinend ist er in der Dunkelheit, bevor er die dort befindliche Brücke über die Losse passirt hatte, von der Chaussee abgekommen, die an der Brücke befindliche mehrere Meter hohe Böschung hinabgestürzt und hat beim Ausschlagen auf einen Stein oder anderen harten Gegenstand das Genick gebrochen, so daß sofort der Tod eintrat. Herr Mainz, aus Homberg gebürtig, welcher Mitte der zwanziger Jahre stand und sich diesen Herbst zu verheirathen dachte, war in weiteren kaufmännischen und Radfahrerkreisen sehr bekannt und geachtet. Sein tragischer Tod erweckt allseitige Theilnahme
Tann a. d. Rhön, 16. September. Bei der am 30. b. M. hier statifindenden Enthüllung des General
533 Formulare etc. für d. prakl. Betrau*.
Ludwig v. d. Tann-Denkmals wird als Vertreter bes Kaisers der kommandirende General des 18. Armeekorps, General der Infanterie und General-Adjutant v. Lindequist, zugegen sein und einen Kranz am Denkmal niederlegen. Die zur Theilnahme an der Feier befohlene Ehren- kompagnie mit Spielleuten und Regimentsmusik wird das Infanterie-Regiment Nr. 166 in Hanau stellen. Außerdem wird eine bayerische Ehrenkompagnie mit Regimentsmusik, wahrscheinlich von 11. Infanterie- Regiment v. b. Tann in Regensburg an der Feier theilnehmen.
Bad Nauheim, 12. September. In einem hiesigen Hotel machte ein dortselbst bedienstetes Mädchen ihrem Leben durch Einnahme von Gift ein Ende. Die Umgebung merkte dies nicht eher, bis das Mädchen todt zusammenstürzte. Aus einem von ihr hinterlassenen Briefe ging hervor, daß sie sich in anderen Umständen befunden hatte. Als der Geliebte, ein in demselben Hotel angestellte Küfer, davon erfuhr, versuchte er, sich die Pulsadern zu öffnen und den Hals durchzuschneiden. Er
wurde sofort in das hiesige Krankenhaus übersührt, an seinem Aufkommen wird gezweifelt.
Wiesbaden, 15. September. Die Strafkammer verurtheilte heute die Taglöhnersfrau Anna Volk von Bierstadt bei Wiesbaden wegen Mißhandlung ihrer beiden Stiefkinder, Knaben im Alter von 11 und 13 Jahren, zu einem Jahr Gefängniß. Die Zeugen bekundeten, daß ganz Bierstadt über das Gebühren der unmenschlichen Mutter empört gewesen sei, um so mehr, als sich der jüngere der Knaben im Felde zwischen Bierstadt und Sonnenburg erhängt habe.
Nassau a. d. Lahn, 11. September. Während einer Einquartierung vom 63. Feldartillerie-Regiment entlud sich ein auf dem Marktplatz aufgestelltes Geschütz, das, ohne entladen zu sein, in die Stadt gebracht worden war. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, nur sämmtliche Fensterscheiben des am Markt gelegenen Realschul- gebäudes wie anderer Nachbarhäuser sind bei dem Luftdruck gesprungen.
Teuchern. Ein schrecklicher Unglücksfall ereignet« sich vorgestern Nachmittag gegen 5 Uhr auf dem neu angelegten Braunkohlenwerke in der Nähe des Bahnhofes Wreschen. Der eben vollendete Schornstein stürzte in dem Augenblicke ein, als einer der an dem Baue beschäftigten Arbeiter den üblichen Strauß oben anbringen wollte. Mit der oberen Hälfte der Esse stürzte der Ar, beiter herab und war sofort todt. Sein Kollege glitt innerhalb des Schornsteins herab und kam mit gespaltenem Schädel unten an. Getödtet wurde noch der Handlanger Herzog von hier. Auch sind zwei Pferde von dem niedergehenden Gestein erschlagen worden.
— Der Ausschuß der deutschen Turnerschaft hat beschlossen das X. deutsche Turnfest im Sommer 1902 zu Nürnberg abzuhalten.
— Hamburg, 14. September. Z u einer Bismarck-Gedenkfeier ist heute Abend eine Deputation der Deutschen Studenten-Korporation „Germania" aus Lausanne hier eingetroffen. Die Herren begeben sich morgen Mittag in Couleur nach Friedrichsruh, um dort in der Gruftkapelle am Sarge des Altreichskanzlers einen Kranz niederzulegen. Den Beschluß bet Tages bildet ein geselliges Beisammensein im Fährhause zu Blankenese. Fürst und Fürstin Herbert Bismarck weilen seit heute in Bad Gastein.
— (Selbstmord eines Fabrikanten.) Der hochangesehene Fabrikbesitzer Hesafer, in Firma „Cigarrenfabrik Wäschtler u. Hesafer" in Freiberg, hat sich durch einen Revolverschuß getödtet, während sein Compagnon flüchtig wurde. Die Veranlassung hierzu bot der finanzielle Zusammenbruch der altrenommirten Firma.
Schlachtbericht des städt. Schlachthauses für den Monat August 1900.
Es wurden geschlachtet: 46 Ochsen, 3 Bullen, 13 Kühe, 17 Rinder, 221 Schweine, 143 Kälber, 61 Hämmel, 116 Schafe, 1 Ziege und 1 Pferd.
Tuberculose wurde festgestellt bei: 4 Ochsen, 3 Kühen und 1 Schwein, Finnen bei 1 Rind.
Wegen Tuberculose wurden theilweise beanstandet: 1 Kuh und 1 Schwein.
Aus anderen Gründen würben beanstandet:
a. ganz: 1 Schwein und 1 Kalb,
b. theilweise: 8 Schweine.
Hersseld, den 12. September 1900.
Thierarzt Friederich, Schlachthosverwalter.
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