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>^n feine Garnisonen Cassel-Wilhelmshöhe und Fritzlar, um w" ’n dem Gelände bei Eschwege und Wanfried zunächst Äm Regimente resp, in der Brigade zu üben und dann r, ^an den Uebungen der Division theilzunehmen. Am ^"gleichen Tage marschirt auch das hessische Jäger-Bataillon & Tvon Marburg. Dasselbe hält zunächst bei Hersfeld seine »."^Schießübung ab und nimmt dann an den Uebungen der m*22. Division mit Theil. Das hessische Train-Bataillon 1. *Kr. 11 dagegen marschirt in mehreren Abtheilungen in "ber Zeit vom 20. bis 27. August von Cassel nach dem ^Manövergelände. Da das, dem XL Armeekorps bei ^feiner Neuformirung zugetheilte Pionierbataillon Nr. 21 (Hann. Münden) noch nicht formirt ist, wird dem XL ^T^ArmeekorpS für die diesjährigen Herbstübungen eine M kriegsstarke Kompagnie des Pionierbataillons (XVIII. xi Armeekorps) zugetheilt werden. Die Divisionsübungen "^finden unter Befehl Sr. Excellenz des Kommandeurs der 22. Division, Generalleutnant von Rabe, die KorpS- f manöver unter Befehl SeinerExcellenz des kommandirenden n ' Generals, General der Infanterie von Wittich, statt.

t Hersfelv, 3. August. (Manöver-Po st fend - % ngen.) Aus Anlaß der bevorstehenden militärischen 'Herbstübungen weist die Kaiserliche Ober-Postdirektion wiauf die Wichtigkeit der Anwendung richtiger und deut- fljcher Ausschristen bei den Manöver-Postsendungen hin. d» Zur genauen Aufschrist gehören: Familienname (mög- B u»Utchst auch Vorname), Dienstgrad und Truppentheil — " ^Regiment, Bataillon, Kompagnie, Eskadron, Batterie, ■ ^Kolonne u. s. w. und für gewöhnlich der ständige Midi Garnisonort, eintretendenfalls mit dem Zusätze: oder nach- Tag« ^senden. Zur Vermeidung von Auslassungen in der immd Aufschrift und zur Erhöhung der Deutlichkeit empfiehlt 1 3k sich die Verwendung von Briefumschlägen mit entsprechen- es M dem Vordruck.

erhch § Hersfeld, 3. August. Nächsten Montag Nach- iont, mittag 4Uhr wird eine Sitzung der Stadtverordneten l. ^ im Rathhause stattfinden. Tagesordnung: Flucht- D-: liniendurchführung in der Kaiserstraße. — Straßen- zer m Reinigung. — Reichsbanknebenstelle. — Aufnahme der r MetatSmäßigen Anleihen. — Erwerb von Gcundeigenthum. rml«— Gaszuleitung in die Turnhalle. — Neu- und Nach- tundißbewilligungen. — Verschiedenes.

die i: );( Hersfeld, 3. August. Am Mittwoch Nachmittag igewoi hat sich auf dem Kirchplatz ein trauriger Unglücks­

imeni fall ereignet. Der zehnjährige Sohn des Herrn Schuh- 0. pit machermeisterS Quentel wollte an einem Gerüst )men. emporsteigen, welches zum Zweck neuer Fenstereinsetzung steht an der Kirche aufgebaut worden ist. Dabei stürzte er in uns geringer Höhe von dem Gerüst ab und zwar so unglück- $01 Hd), daß er mit dem Kopf zuerst auf das Pflaster schlug, es Ä Das Blut quoll ihm aus dem Mund und einem Ohr. ht MAuch hat er einen Schädeldeckenbruch davongetragen. efind- Aerztliche Hilfe war schnell zur Stelle. Man hofft, ihn Harn Leben zu erhalten.

* (Bauernregeln für den Monat August.)

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Wer im Heu nicht gabelt, in der Ernte nicht zappelt, im Herbst nicht früh aussteht, seh' zu, wie's im Winter geht. Im August ein Morgenregen wird sich meist vor Mittag legen. Thau im August — macht große Lust. Der Tau ist dem August so noth, wie jedermann sein täglich Brot. Was im Herbst soll gerathen, muß im August schon braten. Wenn'» im August aus Norden weht, das Wetter noch lange feste steht. Wenn gcoß-

blumig wir viel Disteln erblicken, will Gott gar guten Herbst uns schicken. Gewitter um Bartholmä (24.) bringen Hagel und Schnee. Weinstaub und Augustkolh

ier om Dringen Hagel uno öCönet;. wcuniuuu unu ^uyuiuuiy machen uns ein theuer Brot. Mehlthau im August ist sehr ungesund, ungereinigt Obst bring nicht in den Hwjt Mund. Stellen sich im Anfang Gewitter ein, wirds bis gt zu Ende so beschaffen sein. Je dicker der Regen im , M August, je dünner wird der Mast. Morgens lauter Lfa Finkenschlag kündet Regen für den Tag. Wie St. Bartel - (20.) wettert, so wettert auch der Herbst. Sind Laurenz (10.) und Barthel schön, ist ein guter Herbst vorauszu- gf0I< sehn. Um St. Laurenlii Sonnenschein bedeutet ein gutes lteflg| Jahr für Obst und Wein. Reißt die Spinn' das Netz , entzwei, ist's gute Wetter bald vorbei. Wenn morgens

1 frühe schrei'» die Frösch', hat man zu Abend nasse

im

(§) Beiershaufen, 3. August. Gestern machte die 22 Jahre alte Tochter eines hiesigen Landwirths in der Scheuer ihres Vaters durch E rhängen ihrem Leben ein Ende.

Homberg, 2. August. In der gestern Abend statt- gefundenen gemeinschaftlichen Sitzung des Magistrats und der Stadtverordneten-Versammlung wurde Herr Bürger­meister Löber von Melsungen zum Bürgermeister hiesiger Stadt gewählt.

Cassel, 3. August. Ihre Königlichen Hoheiten die Prinzen Eitel Friedrich und Adalbert trafen heute gleich nach 3/46 Uhr, von Kiel kommend, in Wilhelmshöhe ein. Die drei jüngsten Prinzen nebst Prinzessin kommen Mittags 1255 mit dem Frankfurt-Hamburger Schnell­zug von Homburg v. b. H. auf Station Wilhelmshöhe an. Ihre Majestät die Kaiserin trifft, wie es heißt, Sonnabend früh in Wilhelmshöhe ein. Se. Majestät der Kaiser trifft voraussichtlich am Sonnabend Nach­mittag ein, da Se. Majestät wahrscheinlich Bremerhaven erst verläßt, wenn dasCommando, welcheSSonnabend die Fahrt nach China antreten wird, den Hasen verlaffen hat.

Cassel, 1. August. Heute Abend gegend 10 Uhr verunglückte in der Oberen Königsstraße der verheirathete, pensionirte Theaterarbeiter Pf. dadurch, daß er, auf einem Bierwagen von einer Gesellschaftspartie zurück­kehrend, von dem Wagen springen wollte. Der Sprung mißlang jedoch, Pf. blieb mit dem Absatz an dem Wagen hängen und stürzte so, daß er sich an den scharfen Kanten der von den Aufbruchsarbeiten herumliegenden Pflaster­steine das Haupt derart zerschlug, daß er bewußtlos in das Bech'sche Bierlokal getragen werden mußte. Dort wurde er von den herbeigeholten Mannschaften der Feuerwehr mit einem Nothverbande versehen und dann mittelst Tragkorb nach dem Rothen Kreuz-Hospitale überführt, woselbst er etwa ^ Stunde später starb.

Herleshausen, 30. Juli. Beim Kochen von Eiern mittelst eines Spiritus-Kochapparatetz wollte vergangenen Sonnabend an deffen Flamme der vierjährige Knabe des Gastwirths Kaiser hier ein Schwefelholz in Brand setzen. Im Nu standen der Aermel und bald Kopf und Brust des Knaben in Flammen. Obgleich sofort ärztliche Hülfe zur Stelle war, ist der bedauernswerthe Knabe den erhaltenen Brandwunden heute erlegen.

Zollhaus«», 30. Juli. Bei dem grauenvollen Unwetter während vorletzter Schreckensnacht wurden an der Lisiere unseres Gemeindewaldes etwa 30 bis 100 Bäume von mitunter Mannesdicke in einer Stammhöhe von 2 bis 3 Meter glatt abgebrochen. Der harte Boden verhinderte Die Entwurzelung. Eine Menge befiederter Sänger ging im Unwetter zu Grunde. Ein Morgen­spaziergänger fand auf einem Feldwege allein 17 junge Singvögel, die der Sturm aus den Nestern geschleudert und vernichtet hatte. Grausige Einzelheiten werden aus dem „Freigerichte", gemeldet. Mancherorts sprießten die geängsteten Bewohner ihre Häuser ab, um sie vor dem drohenden Einstürze zu schützen.

Bad Nauheim, 1. August. Gestern versuchte ein etwa 15 Jahre altes Mädchen auf den nach Frankfurt abfahrenden Zug zu springen. Hierbei glitt es aus und gerieth unter die Räder, die den Körper der Unglück­lichen buchstäblich in zwei Theile zerschnitten.

Hubenrod«, 1. August. Die Kunde von einem blutigen Familiendrama durcheilte heute Morgen unser sonst so friedliches Dorf. Der 58 jährige Arbeiter Friedrich Fuhrmann, welcher schon längere Zeit mit seiner Familie in Unfrieden lebte, ging heute früh, nachdem es kurz vorher wieder einen Zwist zwischen ihm und seiner Frau gegeben hatte, nach Witzenhausen, taufte sich dort einen Revolver und Munition und schoß diesen, nach Hause zurückgekehrt, nach kurzem Wort­wechsel auf seine Frau, die auf dem Felde arbeitete, ab, welche von sieben Schrotkörnern in die Lunge getroffen, schwerverletzt zusammenstürzte. Hiernach wollte der Unhold auch auf seinen ältesten Sohn schießen, dieser aber kam ihm zuvor und vertheidigte sich mit der Sense, mit welcher er seinem Vater eine Wunde am Kopfe beibrachte. Der Thäter wurde alsbald vom Herrn Gensdarm Schomberg aus Witzenhausen, der den Sachv-rdalt feststellte, verhaftet und in das dortige

Gefängniß überführt. Der Zustand der Verwundeten soll sehr bedenklich sein.

Vom Eichsfelde, 28. Juli. Der Handelsmann Verwalken in Marth wollte in seinem Garten Kirschen pflücken. Der Zweig, aus dem V. stand, brach und der Mann stürzte vom Baume herab. Er blieb mit zer­schmettertem Schädel todt liegen. — Ein verheerendes Feuer ist, vermutlich in Folge durch Hitze entstandener Selbstentzündung, gestern Abend in Rustenfelde ausge­brochen. Das große Gehöft des Gusbesttzers Rinke mit allen Futtervorräthen, werthvollem Inventar und vielem Geflügel, sowie das Gemeindehaus wurde ein Raub der Flammen. 5 Feuerwehren waren thätig.

Verwischtes.

— Ein eigenartiger Bergsteigerunfall hat sich der „Gaz. de Laus." zufolge letzten Freitag am Montblanc ereignet. Beim Abstieg von der „Aiguille" gerieth der Führer Josef Simond am Chamonix mit einem französischen Bergsteiger und noch einem zweiten Führer in ein heftiges Gewitter. Auf einmal schlug der Blitz in die kleine Gruppe, die am Seile ging, zerriß dieses und warf den Simond in die Tiefe, wo er später als Leiche aufgehoben wurde. Der Verunglückte hinter­läßt Weib und Kind.

— Die achtjährige Tochter Marie des Arbeiters Hansen, wohnhaft zu Eiskeller, Gemeinde Jtzehoer K l o st e r h o f, die am 29. v. M von ihrer Mutter zur Stadt geschickt worden war, um Brotteig zum Bäcker zu bringen, wurde in einem Haferfelde neben dem Wege nach Klosterbrunnen als Leiche aufgefunden. Dieselbe war theilweise entblößt und zeigte Verletzungen am Kopfe. Das Kind muß dort noch lebend hingeschleppt worden sein. Sanitätsrath Dr. Jeffen-Jtzehoe stellte ein Sitt­lichkeitsverbrechen fest. Als muthmaßlicher Thäter wurde der 38 Jahre alte Arbeiter Richard Hohenloch aus Warginen, der in der Nähe des Fund­ortes der Leiche gesehen wurde, verhaftet.

— (Nnnöthig.) „Das Gegentheil von Hunger ist satt, aber von Durst? Seh'n Sie mal, dafür gibt es in der deutschen Sprache kein Wort." „Dös braucht's a not ; wenn m’ gnua g'suffa hat, känn ma ia a so nimmer red'n."

— Meiningen, 1. August. Gewinnziehung der Meininger 7 Gulden Loose: 10 000 Gulden Ser. 7367 Nr. 21. 1000 Gulden S-r. 9662 Nr. 34. Je 300 Gulden Ser. 1981 Nr. 1, Ser. 4555 Nr. 10, S-r. 6691 Nr. 27, Ser. 7057 Nr. 43.

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G. Henneberg, Seidenfabrikant (k. u. k. M)

Zürich.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelischer HottesdienK.

Sonntag, den 5. August.

Vormittags: Herr Pfarrer H o s b a ch.

Nachmittags: Herr Pfarrer Feyerabend.

Gottesdienst in der Baptistenkapelle.

Sonntag, den 5. August.

Morgens 9 Uhr: Predigt von Herrn Prediger Krämer. Mittags 123/4 Uhr: Sonntagsschule. Nachmittags 3 Uhr: Bibelbesprechung. Abends 8 Uhr: Predigt von Herrn Missionsschüler Kopp. Mittwoch Abends */,9 Uhr: Betstunde

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| Bekanntmachung.

MDsnnevstag den 9» August

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Nachmittags 3 Uhr

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an vier ha Land in 8 gleichen Lochen am Richthof versteigert erden.

Schlitz, am 31. Juli 1900.

Gräflich Görtzisches Rentamt.

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Gleichzeitig bemerke, daß ich

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wegen Aufgabe der Artikel unter dem I 3MF Einkaufspreis abgebe.

J. ßrcnrzcbach.