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Erscheint wöchentlich drei Mal Dienstag, Donnerstag und Sonnabend.

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Gratisbeilagen rIUnftrirtes OsnntaSsblatt" «.Illnstriete landwirthschaftliche Veilage^.

Sr. M. SmMnd ita U. Zuli IM

Erstes Blatt.

Nichtamtlicher Theil.

Gestellungen

auf das

A Hersfelder Kreisblatt

: W mit den Gratisbeilagen

Jllustrirtes Sonntagsblatt" und ?!Jllustrirtelandtvirthschastl. Beilage" « für das Dritte Quartal 1900 werden von allen kaiserlichen Poftanftalten, Landbriefträgern und von _| der Expedition angenommen.

Amtlicher Theil.

Hersfeld, den 11. Juli 1900.

Nach einer hierher gelangten Mittheilung wird bei der diesjährigen Generalstabsreise des 18. Armeekorps eventuell auch der diesseitige Kreis berührt werden. Zu­treffenden Falls werden die in Betracht kommenden Orts-

vorstände hiermit angewiesen für die Unterbringung des Kommandos in der ungefähren Stärke von

7 Stabsoffizieren, 10 Hauptleuten, 4 Leutnants, 1 Jntendanturbeamten, 2 Unteroffizieren, 28 Ge-

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meinen, 38 Offizierpferden, 6 Dienfipferden Sorge zu tragen und zwar erhallen die Offiziere be­stimmungsgemäß Quartier ohne Verpflegung.

Für die Mannschaften ist Quartier mit Marschver­pflegung, für die Pferde Stallung von den Gemeinden zu entnehmen. Für das Quartier pp. der Offiziere, die Marschverpflegung der Mannschaften Bezahlung wird an Ort und Stelle nachden reglementsmäßigen Sätzen geleistet, während über gelieferte Fourage, das Quartier der Mann­schaften und die Stallungen den Gemeinden Quittungen ertheilt werden, welche alsbald dahier einzureichen find, II. 2595. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schlei n i tz , Geheimer Regierungs Rath.

Hersfeld, den 12. Zuli 1900.

Diejenigen Herren Ortsvorstände, welche noch mit Erledigung der Verfügung vom 21. April 1882 Nr. 3731, Kreisblatt Nr. 32, das Weißen und Steinigen der Schul- I räume betreffend, im Rückstände sind, werden mit Frist b i M u m 1 8. b. 9)11 6. hieran erinnert.

Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, Geheimer Negierungs-Rath.

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~ Hersseld, den 10. Juli 1900.

solcher r'tme^er ^iiebing zu Allmershausen ist als 16 d M« ""^ weiteren achtjährigen Zeitraum, vom r. Ab beginnend, wiedergewählt worden und

A 2305 "Erwähl die diesseitige Bestätigung gefunden.

Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, ________ Geheimer RegierungS-Rath.

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des Eiaembümsr«" ^°rtemo>inaie mit Inhalt. Meldung E.genthümers bei dem Ortsvorstand zu Reckerode

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Lhina.

Die Kämpfe um Dient sin sind nach den heut vorliegenden Meldungen für die Truppen der Mächte leider verlustreich gewesen. Der LondonerDaily Expreß" meldet vom 10. Juli aus Tschifu; Die Chinesen griffen Tientsin am 4. Juli mit 75 000 Mann und über 100 Geschützen an, welches von 14 000 Mann der vereinigten Truppen vertheidigt wurde. Die Russen und die Japaner hatten die stärksten Verluste. Von einer russischen Jn- fanteriekompagnie in Stärke von 120 Mann wurden mit Ausnahme von 5 Mann Alle gelobtet oder verwundet. Große Verluste hatte auch das deutsche Kontingent, die Verluste der Engländer betrugen 30 Mann. Die Deutschen sandten 250 Kranke und Verwundete, meist von Admiral Seymours Kolonne, in großen Flußbooten nach Taku; dieselben wurden auf dem ganzen Wege dorthin von den Chinesen unaufhörlich belästigt. Die Chinesen erneuerten ihren Angriff aus Tientsin am 6. Juli mit zwei 4zölligen Batterien. Es gelang der Artillerie der vereinigten Truppen, dieselben nach acht­stündigem Gefechte zum Schweigen zu^ bringe«.

Zur Haltung der japanischen Regier­ung besagt eine der WienerPolitischen Correspondenz" zur Verfügung gestellte, von der kompetentesten Stelle in Tokio ausgehende telegraphische Mittheilung vom 9. d. M, daß die Aeußerungen der europäischen Presse, soweit sie telegraphisch bisher in Tokio bekannt wurden, bezüglich der Haltung der japanischen Regierung von einer irrigen Voraussetzung auszugehen schienen. Japan sei allerdings bereit, vollen Antheil an der gemeinschaft­lichen Aktion der Mächte zur Rettung der Gesandten und der Fremden in Peking und an der Wiederherstellung der Ordnung in Nordchina zu nehmen, habe aber die ihm zugeschriebene Absicht, zu diesem Zwecke ein europäisches Mandat zu erlangen, oder diese Aufgabe allein durchführen zu wollen, in keinem Statium gehabt. Das Bestreben Japans sei von Anfang an gerichtet ge­wesen und sei auch gegenwärtig gerichtet auf die Erhalt­ung der wünschenswerthen, vollständigen Harmonie sowohl zwischen der japanischen Regierung und den interessirten Mächten, als zwischen diesen untereinander.

Die heute vorliegenden Nachrichten, welche die Zu­stände in Peking und dem nördlichen China betreffen, so sind wenig einheitlich wie bisher.Daily Mail" berichtet aus Shanghai vom 11. d. M., Li-Hung-Tschang habe an diesem Tage ein kaiserliches Dekret erhalten, in welchem er angewiesen wird, sofort nach Peking zu kommen. Dem General Juan-schi-kei seien Nachrichten aus Peking zugegangen, wonach zwischen den Führern der verschiedenen Parteien erbitterte Feindschaft herrsche. Ein Offizier des Generals Aung-lu sei nach einem Attentat auf den Prinzen Tuan enthauptet worden. Der Privatsekretär des Kaisers und Kanzler der Universität Peking Sun-chia-nai sei mit seiner ganzen Familie und seine» übrigen Leuten, insgesammt 60 Personen, von den Boxern ermordet worden. Chinesische Beamte wollten wissen, daß General Rieh seine Truppen von Tientsin zurückgezogen habe und auf Peking marschiere, um dem Prinzen Tsching in seinem Bemühen, der Kaiserin-Wittwe beizustehen, zu helfen.

DemReuter'schen Bureau" wird aus Tientsin vom 4. Juli gemeldet: Der frühere Polizeidirektor von Port Arthur ist in Tientsin angekommen. Er theilt mit, daß die Chinesen Niutschwang geplündert und in Brand ge­steckt haben. Die Chinesen zerstören auch die Mandschurische Eisenbahn und brandschatzen die unbeschützte Umgegend von Port Arthur.

Nach einem Telegramm derTimes" aus Shanghai von gestern besagt eine Depesche des russischen Gouverneurs in Port Arthur, daß 40 000 Mandschu-Soldaten nur zwölf Meilen von Niu-tschwang entfernt ständen. Am 7. b. M. sei eine kleine russische Abtheilung fünf Meilen von dem russischen Pachtgebiet auf diese Mandschuö ge­

stoßen. Es habe sich ein Kampf entsponnen. Die Depesche aber besagt nichts über den Ausgang desselben. Die in Niu-tschwang ansässigen Fremden seien durch Matrosen eines russischen Kanonenbootes an Bord von Dampfschiffen gebracht worden. Die Mandschus sollen in der Richtung auf Je-Hol marschieren.

Wie dieHamburgische Börsenhalle" vom Mittwoch meldet, hat dieHamburg-Amerika Linie" mit dem Reichs- Marineamt einen Vertrag, betreffend Charterung dreier Dampfer zu Transportzwecken nach China, abgeschloffen.

DemDaily Telegraph" wird aus Kanton vom 10. b. M. gemeldet, am Morgen des 10. b. M. habe ein Zusammenstoß zwischen deutschenTrup- pen und Boxern bei Kiautschou stattgefunden, bei welchem zahlreiche Boxer getödtet worden seien. Hoffentlich genügt die Lektion, um den Zopfträgern den Angriff auf die deutsche Besitzung zu verleiden.

Aufrufe zur Sammlung von Beiträgen für die ver­wundeten deutschen Soldaten in China sind ergangen vom Berliner Centralkomits der Deutschen Vereine vom Rothen Kreuz, ferner von den Vorständen des Provinzial- verbandes der Vaterländischen Frauenvereine der Provinz Sachsen und der Provinz Schleswig-Holstein, sowie vom Württembergischen LandesauSschuß des Deutschen Flotten- Vereins.

Berlin, 12. Juli. Das deutsche Hilfs- comite für Ostasien hielt gestern eine zweite Sitzung ab. Die Kaiserin hat das Protectorat übernommen, Prinz Heinrich das Ehrenpräsidium. Der Kaiser drückte durch ein von Bergen datirtes Telegramm seine Freude über das Unternehmen aus, das in jeder Beziehung seine Billigung finde.

Zu den Kämpfen um Tientsin melden Londoner Blätter aus Shanghai vom 10. b.: Der Kampf am 6. Juli war bis jetzt der heftigste von allen. Die Russen allein begruben 200 Todte. Die Chinesen beschießen die Stadt vom Nordwestwall des Stadtforts. Der Taotai und die Mitglieder des Namens bezweifeln, ob die vorhandene Streitmacht der vereinigten Truppen im Stande ist, auszuhalten, falls nicht bald große Ver­stärkungen eintreffen. Die Vertheidiger Tientsins sind durch die beständigen Kämpfe ermüdet, und es ist nur dem glänzenden Kundschafterdienst der Kosaken zu ver­danken, daß die Stellungen der Verbündeten nicht schon längst erstürmt sind.

Nachrichten.

Berlin, den 12. Juli.

Von der Nordlandsreise Sr. Majestät des Kaisers berichtet ein Telegramm aus Kopervik vom 11. d. M. 12 Uhr 55 Min. Mittags: Se. Majestät der Kaiser ist heute Mittag nach vortrefflicher Fahrt bei gutem Wetter auf derHohenzollern" hier eingetroffen. An Bord Alles wohl. Ein Telegramm vom gleichen Tage Nachmittags 5 Uhr 55 Min. meldet die Ankunft Sr. Majestät nach ebenfalls vortrefflicher Fahrt bei schönstem Wetter in Bergen.

(D e u t s ch e M ä n n e r). Es giebt keine Männer mehr! Wie oft ist dieses Thema von Nörglern und Schwarzsehern bei uns erörtert worden! Nicht gering war die Zahl derjenigen, welche glaubten, daß die Helden, deren Großthaten in der Geschichte unsers Volkes so manches Blatt fülle», ausgestorben seien und mit ihnen Muth, Tapferkeit und deutsche Treue. Die Begeben­heiten der letzten Tage haben das Gegentheil bewiesen, sie haben an herrlichen Beispielen gezeigt, daß die Epigonen der Ahnen würdig sind. Wie immer, wenn der Kriegsruf die deutschen Lande durchbrauste und die Söhne deutscher Mütter in den Kampf rief, so sind auch diesmal, wo es nicht gilt, den Feind an den Grenzen des Vaterlandes niederzuwerfen, sondern fern von der Heimath für unsere verletzte nationale Ehre einzutreten, in Nord und Süd, in Ost und West taufende von Frei­willigen zu den Fahnen geeilt ein schlagender Be­weis, daß die Kampfes-Freudigkeit und die Hingabe an