Einzelbild herunterladen
 

^)bergeis der Charakter als Hegemeister, dem Faktor ^'lanngießsr zu Allendorf a/Werra das Allgemeine Ehren­zeichen. Pensioniert: Der Gerichtsdiener Höhmanu Brotterode.

^ Der Monat Juli charakterisirt sich nach Falb ^'»rch eine auffallende Unbeständigkeit des Wetters. Je- ..fM in Bezug auf die Gewitter und die Temperatur sich eine Unterscheidung der ersten und zweiten Hälfte desselben aufstellen. Die Temperatur ist in der (wHlen Hälfte verhältnißmäßig tief, in der zweiten normal, iewitter sind dementsprechend in der ersten Hälfte ziemlich Iten, während sie sich durch die ganze zweite Hälfte eichmäßig vertheilen, eine größere Häufigkeit jedoch nur der Nähe der kritischen Termine aufweisen. Die 5 Landregen sind besonders in der ersten und letzten Woche ^t ausgebreitet und ergiebig. Ferner auch an den ?''"itis4en Terminen. In den Zwischenzeiten folgen stets lieber einige recht schöne, trockene Tage, die sich jedoch Niemals auf die Dauer einer Woche erstrecken.

' * Folgende kritische Tage für dieses Jahr

cÄaben wir noch zu erwarten, und zwar erster Ordnung: h & Juli, 10. August und 9. September; zweiter Drb= ung: 25. August, 23. September, 6. und 22. Dezember;

Ritter Ordnung: 26. Juli, 23. Oktober und 22. ,November.

Sem * Jetzt, in d e r K i r s ch e n z e i t, machen wir die Eltern darauf aufmerksam, ihre Kinder anzuhalten, daß älkefelben die Kirschen ohne Kern verzehren. Schon manches ejsWge Leben ist durch das Mitverschlucken der Kirschkerne lesiri großer Gefahr gewesen. Es kann vorkommen, daß i, jch solch ein Kern festsetzt und das Kino erstickt. Häu- xh^ger aber ist eine Entzündung des Darmes durch die aalierne. Bei ganz kleinen Kindern empfiehlt es sich, die mcherne vorher zu entfernen, damit eine derartige Gefahr Dobgeroenbet wird.

will § Hersfeld, 6. Juli. Von einem bedauerns- leiürerthen Unglücksfall wurde gestern Vormittag der 5$iuf Domäne Eichhos bediensteteKnecht Johannes Strube Vitzn Kohlhausen betroffen. Als derselbe auf einem mit Aperste beladenen Wagen sitzend aus der Stadt fuhr, Viürzte er plötzlich am Johannesthor vom Wagen, wobei Dqm die Räder über die linke Körperseite gingen. Der ittchchwerverletzte wurde in das hiesige Landkrankenhaus vestebracht, wo ihm sogleich der linke Arm abgenommen üntierben mußte.

(!) Hersfeld, 6. Juli. Heute Morgen verun - I ü d t e in einer hiesigen Fabrik die Arbeiterin ) o 11 e n b a d) aus Heenes dadurch, daß sie mit der Linken Hand in eine Maschine gerieth. Drei Finger der ^^anb wurden hierbei vollständig abgetrennt.

^ Hersfeld, 6. Juli. Dem Förster Sorg zu Ober- .^eis, Obersörsterei Neuenstein, ist der Charakter als g- .Hegemeister" verliehen worden.

^ $ § Hersfeld, 6. Juli. (Berliner Getreide- ^ arkt -B e r i ch t.) In Nordamerika brachten hochgradige -Spekulationen, die man schon mehr wilde nennen könnte, ^n den dortigen wie an 'den englischen Märkten heftige '^Schwankungen zuwege, welche sich auch nach dem Kon- ^.nent herüber verpflanzten. In Deutschland war der jaren-Absatz in den westlichen Gebieten zuerst besser, aber angesichts der nachgebenden Preise im Auslande

.M des Wetter-Umschwunges wieder nach. Im Berliner qeferungS-Handel stiegen die Preise für Weizen auf merika anfänglich um fast 6 Mk., gaben aber später yfe Avance und für Herbstschichten 0,50 Mk. mehr Lieder auf. Der Absatz an Hafer war in den ersten Tagen bei besseren Preisen lebhafter, doch ging letztere 2üd wieder auf den frühern niedrigern Standpunkt ,trüd. Mais folgte den Schwankungen in Nordamerika, ^euerdings wurde die Tendenz aus höhere Privatmeld- a «gen aus Nordamerika und widriges Wetter fest; auch 7e politische Lage spielte mit. Im Lieferungs-Handel ^urde Weizen um 1,50 höher bezahlt. Zu effektiver zeigte sich wenig Interesse. Roggen wurde leb« "ifter gefragt und zog im Preise weiter an. Auch 1 Heizen konnte seine Preise steigern, sodaß zum Schluß -Heizen-Lieferung ca. 2 Mk., Roggen ca. 1,25 Mk. höher M vortägig notierten. Hafer lag fest auf knappe M . U"' und Mais war wenig verändert. Amtliche n-gl'O^^ngen vom 4. Juli er. pro 20 Ctr.: Weizen ca. 7Wo Mk.. Roggen ca. 147,75-151 Mk., (Futter)- We nach Qualität 133139 Mk., Hafer nach Qualität &0-159 Mk, Mais 115116 Mk.

4' Juli. (Getreide-, Futter- U D ü n g e r m a r k t.) Am heutigen Markte war

für Getreide wenig Nachfrage und konnten sich trotz Entgegenkommens der Eigner keine nennenswerte Umsätze erzielen. Dagegen entwickelte sich für Futtermittel reger Handel und wurden in Mais, sowie auch in Salpeter und anderen Düngemitteln für Herbst und Wintermonate namhafte Abschlüsse gemacht.

Cassel, 6. Juli. Unter den bei dem großen Brand im New-Iorker Hafen Geretteten befindet sich auch ein Caflelaner. Es ist der Schiffsangestellte Friedrich Seeber von der Mannschaft des DampfersSaale."

Fulda, 4. Juli. Die Zeit des Gottesdienstes be­nutzte heute früh ein Handwerksbursche, um in das Pfarrhaus zu Magretenhaun bei Fulda einzubrechen und dem Pfarrer von dort eine größere Summe Geldes zu stehlen. Aber schon 3 Stunden später wurde der Dieb in Fulda erwischt.

Schlüchtern, 1. Juli. In Kressenbach verstarb ein vierzehnjähriges Mädchen an der Genickstarre nach nur zweitägigem Krankenlager.

Hanau, 4. Juli. Entgleist sind gestern Nachmittag «t Uhr auf der Südseite der hiesigen Ostbahnhofs zwei bei Rangirbewegungen begriffene Wagen. Der Material­schaden ist erheblich.

Hann. Münden, 3. Juli. Bei dem gestrigen Gewitter, das sich mit furchtbarer Gewalt über unsere Gegend entlud, ging namentlich in der Nähe von Nien- Hagen ein starker Wolkenbruch hernieder. Die Saaten, die dortselbst in herrlicher Pracht auf den Feldern standen und auf ein gutes Jahr hoffen ließen, sind vollständig vernichtet.

Bacha, 4. Jzrli. Unsere junge, vielversprechende Kaliindustrie hat auf der Gewerkschaft Bernhardshall bei Salzungen mehrere Opfer gefordert. Gestern gegen 11 Uhr Vormittags wurde in einem Querschlag Schwefel­wasserstoff angefahren. Das Gas, welches mit außer­ordentlicher Gewalt entströmte, tödtete, trotzdem sofortige Rettungsversuche unternommen wurden, 4 Bergleute, während der Rest der Belegschaft gerettet wurde.

Altenburg. In dem nahe bei Borna gelegenen sächsischen Dorfe Blumenroda wurde Sonntag Abend ein Raubmord in einem Getreidefelds verübt. Der Raub­mörder hatte mit dem Ermordeten erst gezecht, wobei der Ermordete viel Geld sehen ließ. Ein Grubenarbeiter fand Montag früh den Ermordeten und hatte auch am Abend vorher beobachtet, wie sich das Getreide bewegte, als er an dem Thatorte vorbei ging. Der Arbeiter, der nichts Böses ahnte, mußte heute früh die Wahrnehmung machen, daß der Mord in feiner unmittelbaren Nähe begangen wurde.

Waseuberg b. Ziegeuhain, 4. Juli. Vor einigen Tagen ereignete sich dahier ein höchst betrübender Un­glücksfall. Ein Knecht des Oeconomen Matthäus Keller war damit beschäftigt, auf einem hochbeladenen Heuwagen den Heubaum anzubringen und stürzte dabei vom Wagen herunter. Er erlitt dabei außer verschiedenen geringeren Verletzungen einen Bruch des Halswirbels. Obwohl der Bedauernswerthe mit dem nächsten Zuge in die chirurgische Klinik nach Marburg geschafft wurde, war er nicht mehr zu retten? Nach kurzer Zeit ist er seinem Leiden erlegen.

Heiligenstadt, 4. Juli. Heute früh 7 Uhr sollte der Schuhmacher Pius Adler in Schönhagen, der unter der Anklage des wissentlichen Meineids steht, verhaftet werden. Er sagte den beiden Transporteuren, er wolle noch einen Gang besorgen, ging auf den Boden und schnitt sich mit einem Rasirmeffer die Kehle durch. Die Transporteure fanden ihn als Leiche wieder.

(DieBrandkatastrophe inNew-Iork.) Von mehreren Seiten werden bekanntlich schwere Anklagen gegen die Schleppdampfer erhoben, die zur Rettung der auf den brennenden Lloyddampfern Befindlichen und der im Waffec mit dem Tode Ringenden bestimmt waren. Zwei gerettete Offiziere derSaale" erklären, daß von dem BooteBourgogne" nicht nur jede Hilfeleistung ver­weigert wurde, sondern die sich Anklammernden mit dem Bootshaken sogar in die Tiefe gestoßen wurden. Auf im Wasser treibende Kinder aufmerksam gemacht, schrie der Kapitän :Wir haben keine Zeit, diese Dinger heraus- zufischen". Ein Offizier, der, am Versinken, um Hilfe rief, erhielt die Antwort:Fahre zur Hölle". Wer er­klärte, kein Geld zu haben, wurde unbarmherzig von Deck geworfen. Wenigstens hundert Menschen sollen auf solche

Weise umgekommen sein. Aehnliche Aussagen liegen vielfach vor. Es wird weiter erzählt, der Chef-Jngeniur

fahrendenSaale" Menschen. Er läßt ein Rettungsboot ab, befremdet, daß von fünf Schleppdampfern um das Schiff kein Rettungsversuch gemacht wird. Erst auf die Drohungen werden Schläuche zur Verfügung gestellt, man richtet den Wafferstrahl in den Maschinenraum, bringt in den Heizraum, durch offene Thüren in den Notschacht und klettert trotz höchster Lebensgefahr hinunter. Durch laute Rufe angelockt, kommen aus den untersten Räumen Gefährdete heraus, von denen 37 gerettet wurden, da das Schiff rasch sank. Der dritte Offizier «rufe der Phönicia" sprang auf einen Schleppdampfer und rief dem Kapitän zu, nur schnell zu fahren, da Menschenleben in höchster Gefahr find.Haben Sie auch Geld? Nein? Dann wird auch nicht gefahren." Kruse mußte das Boot verlaffen. Der Mayor von Hoboken wird, um diesen schweren Anklagen auf den Grund zu gehen, gegen 2 Kapitäne von Schleppbooten die gerichtliche Verfolgung

wegen Mordes beantragen.

Belohnung

Zugleich setzte er eine

von 1 0 0 0 Dollars aus für

Mittheilungen, welche geeignet sind, den Beweis zu er­bringen, daß irgend welche Personen sich Unmenschlich- keiten haben zu Schulden kommen lassen. Ueber den Heldentod des Kapitäns Mirow von derSaale" wird berichtet: Er stand auf der Kommandobrücke, bis die Flammen seine Uniform erfaßten, und er den sicheren Tod vor Augen, zur Abkürzung des schrecklichen Endes mit einem Satze in die Glut hineinsprang. Er zuckle noch einige Augenblicke und lag dann still, während Rauch und Flammen über ihm zusammenschlugen. Kapitän Mirow gehörte dem Offizierkorps des Lloyd seit 1881 an, seit 1896 als Kapitän.

Graudenz , 4. Juli. DerGesellige" meldet: Bei einem heftigen Gewitter in der vergangenen Nacht schlug der Blitz in dem Dorfe Groß-Ellernitz in eine Käthe und zündete. Die Familie Mikowski, Vater Mutter und 2 kleine Kinder, die durch den Blitz betäubt waren, sind in den Flammen umgekommen.

New - Dork, 4. Juli. In der Vorstadt Taco- mas wurden 35 Männer, Frauen und Kinder getödtet, 18 verwundet, darunter 9 schwer infolge der Entgleisung eines Trolleywagens, der in einen 120 Fuß tiefen Ab­grund stürzte.

(Hausknechtsprüfung.) Dorfwirth:Du willst bei mir Hausknecht werd'n?" Knecht:Ja!" Alstern, wann zon Beispiel der Sepp und -der Hias raufet werd'n und a Fremder mischt ft drein und will

Frieden stiften, was wirst nachher thun?

.Nachher

nimm i den Friedensstifter und schmeiß'n außi!" ,Gut! Du verstehst Dein' Sach' und kannst glei einstch'n." , (D i e Tante.) Hausherr (zur Tante, die

schimpft, weil die Kinder sie beim Musizieren stören): Rege dich doch nicht aus . . . bist doch auch einmal jung gewesen!" Tante (erregt):Jung . . . gewesen . . . bitte!" Hausherr (trocken):Na ja gezweifelt habe ich allerdings auch immer daran!"

Henneberg-Seide

nur ächt, wenn direkt von mir bezogen schwarz weiß und farbig, von 75 Pfg. bis Mk. 18.65 p. Met. An Jedermann franko und verzollt ins Haus. Muster umgehend.

G. Henneberg, Seidenfabrikant (k. v, k. M) Zürich.

Kirchliche Nachrichten.

Kvangelischer Hottesdienst.

Sonntag, den 8. Juli.

Vormittags : Herr Pfarrer H o s b a ch.

Nachmittags: Herr Pfarrer F e y e r a b end.

Gottesdienst in der Baptistenkapelle.

Sonntag, den 8. Juli.

Morgens 89 Uhr: Betstunde. 9 Uhr: Predigt von Herrn Prediger Krämer. Mittags 123/4 Uhr: Kindergottesdienst. Nachmittags 3 Uhr: Sonntagsschul- Konferenz. Abends 8 Uhr: Predigt von Herrn Knopp. Mittwoch Abends </,9 Uhr: Betstunde.

^^r Hierzu Nr. 27 desIllustrirteu Sonntags­blattes" und Nr. 13 derJllustrirten landwirthschaft-

'jjfe'i

D ü n g e r m a r k t.) Am heutigen Markte war desKaiser Friedrich" bemerkte auf der brennend vorbei- lichen Beilage"

PROBIEREN STUDIEREN

> dLrzeuanisseu w m^ ^"ch<chenden Personen sollten es nicht unterlassen, einen versuch mit den von der Magsii-Gesellschaft hergestellten und in den Handel gebrachten LaiEriläbrin n »;, l» " ' f^ herstellbar, praktisch und bequem, vereinigen sie hervorragende Güte mit Haltbarkeit und Billigkeit. Sie bedeuten auf dem Gebiete der 9 '^«nsrerchen Fortschritt, den sich I-dermann zu Nutzen inachen sollte.

$i

ort»

lM

Bil*

: l)'1

unsW

MAGGI s Gluten-Kakao

r mi'M

Ä>-° !

Gluten-

Kakao

in Würfeln L 5 Pfg. filr cin ^ gezeichnetes Kakao-Frühstück, ver­bindet seltenen Wohlgeschmack mit größtem Nährwert.

MAGGIs Gemüse- u. Kraft-Suppen

in Würfeln L 10 Pfg. für 2 if'771^ Portionen, machen es möglich, , ^ in wenigen Minuten, nur mit

« Wasser, kräftige Suppen zu be- |P®|/ reiten. -30 verschiedene Sorten.

MAGGIs Bouillon-Kapseln

^..' ä 12 u. 16 Pfa. geben nur mit E^ kochendem Wasser übergossen, 2 Portionen vorzüglicher fertiger Fleisch- oder Kraftbrühe.

Die einzelne Portion kommt also nur auf 6 Pfg. bez. auf 8 Pfg. zu stehen.

der Suppen, Saucen, Ragouts und Gemüse, in Fläschchen von 25 Pfg. an.

- Wenige Tropfen genügen! -

zum Würzen

Zu haben in allen Kolonial-, Delikateßwaren-Geschaften und Drogiterirrr.