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tzerWer Aeisblatt.

Gratirbettagen r5UuftrirM Konnragsblatt" «.Illuftrirte landwirthschaftliche Vettage".

Sr. 31

Donnerstag dt« 22. März

1906.

jlfioniieinenfc-Jiiilööiing.

Mit dem (. April beginnt ein neues Abonne­ment auf das wöchentlich 3 Mal erscheinende

Hersfelder Kreisblatt

mit den Gratisbeilagen

Jllustrirtes Sountagsblatt" «» Jlluftrirte landwirthschastl. Beilage".

DasKreisblatt" bringt außer den amtlichen Bekanntmachungen zuverlässige Mittheilungen über Er­eignisse in der Politik, Berichte aus dem Kreise und der Provinz. Reichhaltige Nachrichten vermischten Zn- Halts bringen alle sonstigen mittheilenswerthen Ereig- ; nisse des täglichen Lebens zur Kenntniß der Leser. ^Daneben werden sorgfältig ausgewählte Erzählungen einen weiteren Theil des Lesestoffes bilden.

ZMM" Die wichtigsten Ereignisse gehen uns durch Telegramme zu und werden wir dieselben nöthigen- I falls durch Extrablätter verbreiten.

Der vierteljährliche Abonnementspreis für das ;Kretsblatt" beträgt I Mark 40 pfg.

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die Expedition.

Amtlicher Theil.

Berlin, den 24. Februar 1900.

Auf Grund des § 194 des JnvalidenversicherungS- /gesetzt« sind die bisherigen Satzungen der Pensionskasse für die Arbeiter der Preußischen StaatSeisenbahn-Ver- waltung einer Umarbeitung unterzogen worden. Hierbei ist daran festgehalten worden, daß die Abtheilung A der 'Pensionskasse wie bisher die Aufgaben einer Versiche- rungsanstalt im Sinne des JnvalidenversicherungSgesetze» j zu erfüllen hat und daß sich die Pflichten und Rechte

' Eine Spielschuld.

Erzählung von M. C 0 l l i n S.

(Fortsetzung.)

Frau Barion kam 'eilig heraus, um mit der GutS- lrau über das Wetter, den Geflügelhof, die Ernte, kurz über alles, nur nicht über das, was ihr Herz am meisten erfüllte, über Lilli zu sprechen. Diese stieg nach wenigen Minuten in den Wagen. In dem enganliegenden Kleid lay sie noch schmächtiger aus als vorhin, und als Lady ^hnes sie neben sich Platz nehmen ließ, hätte diese gern ^ahre ihres eigenen Lebens geopfert, wenn sie damit Geschehenes hätte ungeschehen machen können. Während l" Fahrt plauderten sie über allerlei gleichgiltige Dinge.

vornehme Dame bewunderte die Ruhe, die Fassung und das feine Taktgefühl des Kindes aus dem Volke. Wahrlich, sie hätte stolz sein können, auf eine solche Schwiegertochter, wenn ja, wenn sie nicht die Tochter eines Dorfwirtes gewesen wäre!

Als sie sich dem Schlosse näherten, wurde Lilli immer schweigsamer, und ihre kurzen Antworten machten auch f 9 Agnes verstummen. Sie erriet, war jetzt in dem Herzen dieser Dorfheldin vorging. So selbstlos Lilli auch , u>ar, den Gedanken konnte sie doch nicht bannen, wie ganz

der Mitglieder dieser Abtheilung nach den gesetzlichen Bestimmungen regeln.

Die neuen Satzungen sind von dem Herrn Minister des Innern und mir, dem Minister der öffentlichen Ar­beiten, genehmigt worden, und durch Beschluß vom 25. v. Mts. hat der BundeSrath die Pensionskasse auch auf Grund der neuen Satzungen als Kasseneinrichtung im Sinne der §§ 8, 9 des genannten Gesetzes anerkannt.

Nach § 1 der Satzungen führt die Kasse vom 1. Januar b. Js. ab den NamenPensionskasse für die Arbeiter der Preußisch-Heffischen-Eisenbahngemeinschast." Demzufolge habe ich, der Minister der öffentlichen Ar­beiten, bestimmt, daß die Schiedsgerichte von dem ge­nannten Tage ab die Bezeichnung:Schiedsgericht der Pensionskasse für die Arbeiter der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft (Eisenbahndirektionsbezirk . . .)", und fortan ein Siegel mit der Umschrift:Schiedsgericht für die Arbeiterversicherung im EisenbaHn-Direktionsbr- zirk ..." zu führen haben.

Sie wollen die Vorsitzenden der in Ihrem Bezirk vorhandenen Schiedsgerichte der gedachten Art bieroo» in Kenntniß setzen. Einer neuen Ernennung der Schieds- gerichtsvorsitzenden im Hinblick auf die veränderte Be­zeichnung der Schiedsgerichte vevarf es nicht.

Unter Hinweis auf meinen, des Minister» für Handel und Gewerbe, Runderlaß vom 24. Februar 1899 (B. 1162) machen wir noch darauf aufmerksam, daß nach § 14 Absatz 4 des JnyalidenversicherungSgesetzeS und § 4 der neuen Satzungen in gewissen Fällen das Recht eingeräumt ist, sich durch die Mitgliedschaft bei der Ab­theilung A der Pensionskasse den Anspruch auf Jnvaliden- und Altersrente in Folge Selbfi-r^und Weiterversicherung zu erwerben oder zu erhalten.

Der Minister der öffentlichen Arbeiten,

I. A. gez. W e h r m a n n.

Der Minister für Handel und Gewerbe.

J. V. gez. L 0 h m a n n.

An den Herrn Regierungspräsidenten in Caffel. B. 1104 M. f. H. IV B. 1831 M. b. ö. A.

Caffel, den 12. März 1900.

Abschrift unter Bezugnahme auf den unterm 5. März v. Jr. A. II 2619 mitgetheilten Erlaß des Herrn Mi­nisters für Handel und Gewerbe vom 24. Februar v. Js. B 1162 zur Kenntnißnahme und weiteren Ver­anlassung.

Der Negierungs-Präsident. I. A. Schenk.

An die Herren Landrälhe des Bezirks und den Herrn Polizei-Präsidenten hier. J. A II. Nr. 2885.

anders sich ihre Stellung gestaltet hätte, wenn ihr Liebes- traum in Erfüllung gegangen wäre. Sie biß ihre kleinen, weißen Zähne aufeinander und trug ihren Schmerz wie eine Spartanerin.

Gerard Falconer war in Geschäft-angelegenheiten in« Kreisstädtchen gefahren, von wo er erst gegen Abend zu­rückerwartet wurde.

Lady Agnes hatte also Zeit genug, sich ihrem Gast zu widmen. Sie führte dielen zuerst in den Garten, dann in die Wirtschaftsräume und schließlich in ihr eigene« Boudoir.

So, da wären wir, mein Kind! Leg' ab und mach' dirs bequem. Komm, setz' dich auf diesen Schemel und denke dir, ich wäre deine Mutter! Entlaste dein bedrückte» Gemüt und sage mir, weshalb du so bleich bistl Doch nicht au» Sehnsucht nach Jack?"

Lilli antwortete nicht, hielt aber den zärtlich forschen­den Blick standhaft aus.

Sprich, Kind!"

Ich glaube ja!" entgegnete sie mit dem Mut der Verzweiflung.Ich kann ihn nicht so schnell vergessen! Ich weiß, daß es thöricht ist, aber ich liebe ihn noch immer!"

Armes, unglückliche» Mädchen! Ich verstehe deinen Schmerz und achte ihn. Nicht jedermann weiß, was

Hersfeld, den 20. März 1900.

Vorstehende» wird mit Bezug auf die Verfügung vom 11. März 18 99 A II Nr. 1626 (Kreisblatt Nr. 32) veröffentlicht.

I. 1841. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.

Hersfeld, den 21. März 1900.

Diejenigen Herren Bürgermeister, welche noch mit Erledigung meiner Verfügung vom 12. b. Mts. I. I. Nr. 1560, Kreisblatt Nr. 30, selbstständige Handwerker betreffend, im Rückstände sind, werden mit F r i st bis spätestens zum 24. d. M t S. hieran erinnert.

I. 1560. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz, Geheimer RegierungS-Rath.

Hersfeld, den 17. März 1900.

Unter den Schweinebeständen in BeierShausen ist die Rothlaufseuche ausgebrochen. I. 1822. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz,

Geheimer RegirrungS-Rath.

Hersfeld, den 20. März 1900.

Die Schulstelle in Biedebach wird vom 16. April b. Js. ab vakant.

Das Einkommen derselben besteht neben freier Woh­nung in 1000 Mk. Grundgehalt und 150 Mk. Kirchen- dienstvergütung und der Einheitssatz der Alterszulage beträgt 120 Mk.

Bewerber um dieselbe wollen ihre MeldungSgesuche nebst Zeugnissen innerhalb 10 Tagen bei dem Ortsschul- inspektor Herrn Pfarrer Gamb in Obergeis oder dem Unterzeichneten einreichen.

Namens -es Königl. Schulvorstandes Don Biedebach:

Freiherr von Schleinitz,

Königlicher Landrath, Geheimer Regierungs-Rath.

I. 1879.

Nichtamtlicher Theil.

Der Krieg in Siiiiairito.

Die Morgenblätter in London stellen fest, daß die englischen Truppen sich augenblicklich für spätere An- strengungenerholen". Die allgemeine Ansicht geht dahin, daß Lord Roberts keine neuen Bewegungen aus­führen wird, bevor ein militärisches Regime in Bloem-

Liebe ist, aber du und ich wir wissens'. Ich kenne auch den Abschiedsschmerz, aber Entsagung habe ich nie kennen gelernt . . . Mein Liebling sei stark und über- winde!"

Liebevoll und eindringlich sprach sie eine Zeitlang auf Lilli ein, bis sie endlich mit den Worten schloß:

Glaub' mir, du wirst glücklicher sein, wenn du nach überstandenem Kampf mit dir selbst einem Manne deines Stande» einst deine Hand reichen wirst. Man ist nie glücklich, wenn man aus seiner Sphäre tritt, denn man ist stet» Demütigungen und Kränkungen aus* gesetzt."

Lady Agnes, Sie sollten mich genügend kennen, um zu wissen, daß ich nicht aus Ehrgeiz meine Blicke zu Jack erhob. Ich wußte, daß er mir unerreichbar, ist, aber da» Herz läßt sich nicht gebieten," entgegnete Lilli bitter.

Kind, Kind, ich wollte dich mit meinen Worten wahr­lich nicht kränken. Verzeih' mir. Ich weiß nicht, wie ich es anfangen soll, dir zu sagen, was ich dir sagen muß ! Wenn du diese unselige Leidenschaft! aus deinem Herzen reißen wolltest, ein langes Leben voll Zufrieden­heit und Ruhe läge vor dir. Du bist ja noch so jung! E» thut mir weh, dich wegen dieser unsinnigen Thor­heit so dahinwelken zu 'sehen. . . Vielleicht wäre e» gut,