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Grati-b-ttagen r „^Huftrirtes Sonntag-blatt" n. „3iluftrirt< lan-wirthschaftliche Verlage
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Gefunden: auf dem Wege von Rotensee nach Unterhaun ein Zehn - Markstück. Meldung des Eigen- thümers bei dem Ortsvorstand zu Rotensee.
B Mit dem v Oktober beginnt ein neues Abonne- ment auf das wöchentlich 3 Mal erscheinende
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mit den Gratisbeilagen
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i,Jllustrirtc landwirthschaftl. Beilage".
Das „Kreisblatt" bringt außer den amtlichen Bekanntmachungen zuverlässige Mittheilungen über Ereignisse in der Politik, Berichte aus dem Kreise und der Provinz. Reichhaltige Nachrichten vermischten )n-
3ii Berlin ist in diesen Tagen ein Kongreß Jmpf-Gegnern zu dem Zwecke abgehalten worden,
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Halts bringen alle sonstigen mittheilenswerthen Ereignisse des täglichen Lebens zur Aenntniß der Leser. Daneben werden sorgfältig ausgewählte Erzählungen einen weiteren Theil des Lesestoffes bilden.
N^M' Die wichtigsten Ereignisse gehen uns durch Telegramme zu und werden wir dieselben nöthigen- falls durch Extrablätter verbreiten.
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Kreisblatt" beträgt ( Mark 40 Pfg.
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) ^hIa^a^a finden durch das „Kursblatt" j ^"M^*w*^ atttetfentforedjenbe Berbrei-
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lling und kostet die fünfgespaltene Garmondzeile oder deren Raum {0 Pfg.
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Amtlicher Theil
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Ziegenhain, am 25. September Unter dem Rindviehbestand des Joh.
Geßner zu Röllshausen ist die Maul- und ________ solche ausgebrochen und Gemarkungssperre angeordnet worden.
Der Landrath: v Schwertzell. An den Herrn Landrath in Hersfeld.
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1899. Heinrich Klauen-
Wird veröffentlicht. Hersfeld, den 26. Sept. 1899.
I 5785. Der Königliche Landrath.
J. V.:
H e e g, Kreissekretär.
die Beseitigung der im Gesetz vom 8. April 1874 festgelegten Zwangs-Jmpfung gegen Blattern und Pocken hinzuwirken. Es ist da manch kräftig Wörtlein gesprochen. Die Zwangs-Jmpfung wurde als „ungerecht und unvernünftig" bezeichnet, ja sie wurde sogar eine „absichtliche Blutvergiftung" genannt. Schließlich wurden Anträge angenommen, die darin gipfelten, an die Regierungen und gesetzgebenden Körper mit Bitt-Eingaben um Aufhebung des Jmpf-Zwanges immer von neuem Heranzu- treten.
Die Frage, ob der Impf - Zwang gerechtfertigt ist, kann nur der Arzt und vor allem der Medizinal-Sta- tistiker beurtheilen, und dieses Urtheil steht fest. Das Reichs-Gesundheitsamt hat vor wenigen Jahren dem Reichstage eine gründliche Denkschrift über das Impf- Gesetz sowie über die Blattern und die Schutzpocken- Jmpfung im allgemeinen zugehen lassen, die sehr lehrreich ist. Für den, der den Gegenstand sachlich behandeln will, liegen zwei Fragen vor: 1) Hat der Impfzwang genutzt, indem er die Blattern - Seuche einschränkte ? 2) Hat der Impfzwang nicht einen Schaden hervorgerufen, der seinen Nutzen überwog, indem er zu den sogenannten Jmpf-Schädigungen Veranlassung gab? Das Reichs-Gesundheitsamt hat diese Fragen klar und überzeugend beantwortet.
Der Impfzwang hat genützt, indem er bewirkte, daß sich die Zahl der Erkrankungen und Todesfälle an Blattern erheblich verringerte. Diese Erscheinung kann nicht zurückgestthrl werden auf ein freiwilliges Nachlasten der Seuche, sondern muß dem Impfzwangs zugeschrieben werden ; denn die Länder, in denen der Impfzwang nicht besteht, sind der Blattern-Gefahr in viel höherm Grade ausgesetzt als wir. Vor dem Erlaß des Jmpf-Gesetzes sind in Preußen selbst in dem günstigsten Jahre von 100 000 Einwohnern 9,52 an den Blattern gestorben, in der Regel aber doppelt so viel. Unmittelbar nach dem Erlaß des Jmpf-Gesetzes fiel die Zahl auf 3,60, also auf etwa 3/8 des früheren Satzes, blieb aber dann in beständigem Fallen und beläuft sich gegenwärtig nur auf 0,25, also auf einen Todesfall unter 400 000 Menschen. Diese Todesfälle entfallen obenein zum größten
Theil auf die Grenzgebiete, die natürlich von den Nachbarländern her einem Einbruch der Blattern mehr ausgesetzt sind.
Dagegen ist die Blattern-Gefahr in Ländern ohne Impfzwang groß geblieben. In Oesterreich sterben von 100 000 Menschen 31, in Belgien 25 an den Blattern; in Rußland ist die Sterblichkeit an den Blattern sogar noch viermal größer. Die Impfung hat also in Deutschland die Blattern-Gefahr erheblich verringert, und nur der Unverstand kann ihr einen Vorwurf daraus machen, daß sie sie nicht völlig ausgerottet hat.
Der Impfzwang hat aber auch keine Nachtheile im Gefolge. Allerdings sind Jmpf-Schädigungen vorgekommen, Uebertragungen von Krankheiten zum Theil böser Art. Aber erstens sind über die Zahl und Art dieser Jmpf-Schädigungen die übertriebensten Behauptungen und offenkundige Unwahrheiten verbreitet worden, und zweitens hat man in der Anwendung der Tier- Lymphe ein Mittel gefunden, in Zukunft jeder Jmpf- Schädigung vorzubeugen.
Gewinnt man die Ueberzeugung, daß der Impfzwang segensreich gewirkt hat, daß er die Sterblichkeit und die Krankheitsfälle verringert hat, daß er das Elend, das aus frühern Blattern - Seuchen hervorgegangen ist, beseitigt hat, so ist es eine Pflicht, dem Volke die Impfung zu erhalten. Das Reichs - Gesundheitsamt hat seine Schuldigkeit gethan, es hat nun Anspruch, auch unterstützt zu werden.
Politische Nachrichten
Se. Majestät der Kaiser kehrte nach der gestern Nachmittag in Boekebergsslätt abgehaltenen Jagd nach Skabersjö zurück, wo die Ankunft kurz vor 7 Uhr Abends erfolgte. Von dort fuhr Se. Majestät alsbald nach Malmö weiter und begab Sich unter stürmischen Ovationen einer großen Volksmenge an Bord der „Hohen- zollern". — Abends 10 Uhr ist sodann die „Hohenzollern" mit Sr. Majestät dem Kaiser an Bord nach Danzig abgegangen.
Das Deutsche Kaiserpaar hat in hochherzigster Weise die Initiative ergriffen, um den durch W a s s e r n 0 t h hart bedrängt gewesenen und in Noth gerathenen süddeutschen Brüdern auch aus dem Norden des Reiches thatkräftige Unterstützung zu Theil werden zu lassen. Hierzu bemerken die „Münch. Neuest. Nachr." : „Hatte schon das Schreiben der edlen Kaiserin Augusta Viktoria, worin sie die Körperschaft des Rothen Kreuzes zur Hilfeleistung anwies, allgemeine Freude erregt, so mußte diese dankbare und freudige Stimmung eine außerordentliche Steigerung erfahren, als bekannt wurde, einen
- (Nachdruck verboten.)
M Die Rache ist mein.
t' • ( Original-Roman in zwei Bänden von G u st a v Lange. (Fortsetzung.)
Mit einem Male war es ihm, als habe er einen
den
^ lauten Hilferuf vernommen, auch der Hund fing an zu knurren und mit dem Schweif den Boden zu peitschen 1 ij und drängte nach vorne. Hier war irgend eine Gefahr K M« Verzug — die Hilferufe ertönten noch einige Male Und zwar aus nicht allzu weiter Ferne.
io; 8 Franz nahm sein Gewehr von der Schulter, unter- $ suchte es erst noch einmal flüchtig, dann den Hahn ge- rt spannt, drang er muthig durch das Dickicht vorwärts in -sr 8 ^ Richtung, woher die Rufe gekommen waren, den ig. E Hund durch einen leisen Anruf zum Suchen anspornend.
8 a Der Wald begann sich etwas zu lichten unb wie nun »ranz noch eine kurze Strecke vorwärts gekommen, da sah er auf einen kleinen Platz eine menschliche Gestalt ^oben liegen, deren Dunkel sich deutlich von dem badenden Weiß des frischgefallenen Schnees abhob, wahrend eine andere auf derselben kniete. Die letztere rtl ^oJr1^ wie er ganz deutlich erkannte — ein
f ^"""cher Gedanke durchzuckte Franz — was hatte der
Indianer vor — beabsichtigte er den unter ihm Liegenden zu skalpieren? Doch hier gab es kein langes Besinnen und Erwägen. Die Flinte schußbereit vor sich haltend, stieß er einen lauten Anruf aus, deffen Echo mehrfach wiederhallte, während der Hund mit mächtigen Sätzen auf die zwei Menschen zusprang.
Doch blitzesschnell sprang der Indianer vom Boden auf — ein höhnisches Lachen von sich gebend, dessen gräßlicher Mißklang Franz doch mit Entsetzen erfüllte — dann war er im Gebüsch verschwunden.
Franz trat näher an den Daliegenden heran, ein älterer Mann, ein Blaßgesicht, wie die Indianer die Weißen bezeichnen, im Gewände eines Trappers — doch derselbe lag mit offenen Augen so ruhig da, als sei gar nichts geschehen. Franz reichte ihm zunächst die Hand, um ihm beim Aufstehen behilflich zu sein, denn das Liegen am Boden war gewiß nicht angenehm.
„Nur wenige Minuten später, mein junger Freund, und um mein Leben war es gewiß geschehen," sagte der Trapper, als er sich aufgerichtet hatte und den jungen Mann fast um eines Hauptes Länge überragte. „Zwar liegt mir eigentlich nichts mehr an meinem Leben, aber ich bin Euch doch dankbar für Euer muthiges Eingreifen,
wodurch Ihr mich aus den Händen meines Todfeindes errettet, in die ich durch List gerathen war."
Franz musterte den Sprecher; es war schon ein älterer Mann, mit einem recht verwitterten Gesicht, welches von einem weißen, bis auf die Brust herabreichenden unordentlichen Bart umrahmt war.
Er nahm jetzt eine umfangreiche Flasche aus seiner Tasche und that einen kräftigen Schluck daraus. Dann reichte er sie auch Franz, der gleichfalls zulangte.
„Nun, das freut mich, daß ich noch rechtzeitig gekommen bin, ein besseres Jagdergebniß hätte ich gar nicht erzielen können, nur schade, daß ich dem rothäutigen Schuft nicht eines aufgebrannt und ihn hinüberbefördert habe in die ewigen Jagdgründe," entgegnete Franz.
„Ich merks, Ihr habt Kourage im Leibe; seid wohl noch nicht lange hier herum? setzte der Alte das Gespräch fort.
„So an die zwei Jahre werden es wohl sein," antwortete Franz, „man verlernt hier fast die Zeitrechnung."
„Zwei Jahre, was soll das sagen? Laßt nur erst eine Null daran hängen, wie bei mir."
„O, so lange Halt ichs sicher hier nicht aus!" rief Franz mit Entsetzen aus. „Lieber lege ich mich ins Grab."