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Bestellungen
4 auf das
( Hersfelder Kreisblatt
Wfiit den Monat September 1899 werden von
H allen Kaiserlichen Postanstalten, Landbriesträgern und von der Expedition angenommen.
Amtlicher Theil.
Hersfeld, den 1. September 1899.
Im Laufe des Monats August ds. Js. sind dahier folgende Jagdscheine ausgesertigt worden und wird solches bestehender Vorschrift gemäß hierdurch veröffentlicht.
A. Jahresjag-scheir»e:
a. unentgeltliche:
1) am 5./8. für ben Landwirth Herrn George Winkel-
hardt in Lengers;
2)
10./8.
n
Lehrer Herrn Seng in Mecklar;
3)
H
10/8.
//
M
Student Herrn Ernst Gerd von Baumbach in Kirchheim;
4)
//
24./8.
V
//
Generalagenten Herrn Robert Kehr dahier;
5)
24./8.
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*/
Domänenpächter Herrn Karl Baumann zu Eichhof;
6)
„
26/8.
,/
Landwirth Herrn Philipp Schäfer in Mengshausen;
7)
28./8.
Königlichen Hauptmann Herrn Hert- wig dahier;
Königlichen Oberstleutnant und Be- zirkskommandeur Herrn Sommer dahier;
Gastwirth Herrn Jacob Stein in Niederaula;
8)
28./8.
9)
29./8.
*/
10)
30./8.
.*/
b.
Bierbrauereibesitzer Herrn Konrad Wolfs dahier.
unentgeltliche:
H)
//
7./8.
//
M
Königlichen Förster Herrn Schnell zu Forsthaus Falkenbach;
12)
"
14./8,
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w
Königlichen Förster Herrn Röder in Friedewald;
13)
M
19./8.
M
Königlichen Förster Herrn Veier in Meckbach;
14)
//
23./8.
//
Königlichen Forstmeister Herrn Aumann dahier;
15)
//
//
Königlichen Förster Herrn Andreas in Wippershain;
Königlichen Förster Herrn Weege dahier:
-16)
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117)
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H
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„
Königlichen Förster Herrn Schaake in Roßbach;
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Königlichen Förster Herrn Gute zu Forst haus Sorga;
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Königlichen Förster Herrn Christ zu Wüst seid ;
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O
„
Forstschutzgehülsen Herrn Diehl in Landershausen;
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Königlichen Forstansseher Herrn Drusche! in Unterbaun ;
H 22)
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14/8.
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„ Königlichen Forstausseher Herrn Schimrigk dahier.
- Tagesjaadscheine:
■ ^öj am
für
den
Lehrer Herrn Bettenhausen in Höne- bach Kreis Rotenburg a./F.
Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
„ Hersseld, den 2. September 1899.
" vermeiden, daß die rechtzeitige Ein
zahlung des Betrages für das den Gemeinden im laufenden Jahre staatsseitig überwiesene Loosholz an die Königliche Kreiskasse dahier unterbleibt, wodurch die betreffende Gemeinde des Rechtes zum Bezüge von Loosholz im nächsten Jahre verlustig gehen würde, will ich nicht unterlassen, die Heiren Bürgermeister schon jetzt auf den Inhalt der diesseitigen Verfügung vom 28. Februar 1880, Nr. 2182, im Kreisblatt Nr. 18, aufmerksam zu machen.
I. I. Nr. 5328. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schlei n i tz , Geheimer Regierungs-Rath.
Hersfeld, den 1. September 1899 Diejenigen Herren OrtSvorstände, welche noch mit Erledigung meiner Verfügungen
1. vom 2. Juni ds. Js., I. I. Nr. 3283, Kreisblatt Nr. 66, Revision der Schankgefäße inittelst des Geißler'schen Apparates betreffend,
2. vom 10. August ds. Js., I. A. Nr. 1934, Kreisblatt Nr. 95, Leistung und Vertheilung der Hand- und Spanndienste in den Landgemeinden betreffend, im Rückstände sind, werden mit F r i st bis zum 10. d. M t s. hieran erinnert.
Der Königliche Landrath Freiherr von S ch l e i n i tz , Geheimer Rcgierungs Rath.
Hersfeld, den 31. August 1899.
Die in der Gemeinde Tann ausgebrochene Maul- und -Klauenseuche ist erloschen.
I. 5280. Der Königliche Landrath Freiherr von S ch l e i n i tz , Geheimer Regierungs-Rath.
Rotenburg a/F., den 29. August 1899.
Die Maul- und Klauenseuche in Vofferode ist erloschen. Die angeordneten Sperrmaßregeln sind aufgehoben worden. Der Königliche Landrath. J. V.: Feh. v. R i e d e s e l. An das Königliche Landrathsamt in Hersfeld.
* * *
Wird veröffentlicht. Hersfeld, den 2. September 1889.
I. 5325. Der Königliche Landrath Freiherr von Schlei n i tz , Geheimer Regierungs-Ralh.
Politische Nachrichten.
Berlin, den 2. September.
Am 1. September fand auf dem Tempelhofer Felde bei Berlin die Herbst-Parade des Garde- Corps statt. Prinz Leopold von Bayern, die Kronprinzessin von Griechenland und die Prinzen August Wilhelm und Oskar Joachim nahmen an dem glänzenden militärischen Schauspiel theil. Gegen 8*/2 Uhr erschien der Kaiser in Generals-Uniform und ritt mit den Fürstlichkeiten und der Suite die Front ab. Nun folgte zweimaliger Vorbeimarsch der Kavallerie, Artillerie und des Train, beimzweitenmal in Galopp. Der Kaiser führte beide Male das 1. Garde-Regiment der Kronprinzessin von Griechenland vor und hielt beide Male beim Vorbeimarsch des Elisabeth-Regiments, dessen Chef die Kronprinzessin ist, neben dem Wagen der Kronprinzessin. Der Kaiser setzte sich sodann an die Spitze der Fahnen und Standarten und ritt unter jubelnden Hochrufen des in dichten Reihen stehenden Publikums nach dem Schlöffe.
Gestern Abend 6 Uhr fand im königlichen Schlosse großeParadetafel statt. Der Weiße Saal hatte sein gewohntes Festgewand angelegt, die Kapelle des 4. Garderegiments konzertirte. S e. Majestät der Kaiser, in der Uniform des Elisabeth Regiments, führte Ihre königl. Hoheit die Kronprinzessin von Griechenland zur Tafel und nahm links von derselben Platz. Es folgten nach rechts Se. königl. Hoheit Herzog Albrecht von Württemberg, Se. Hoheit Herzog Adolf Friedrich
von Mecklenburg, Se. Hoheit Prinz Chlodwig von Hessen- PhilippSthal, Se. Hoheit Prinz Albert zu SchleSwig- Holstein, Se. Durchl. Prinz Karl von Hohenzollern, nach links Ober-Hofmeisterin Gräfin Brockdorff, Se. Hoheit Prinz Bernhard Heinrich von Sachsen-Weimar, Se. Hoheit Herzog Heinrich von Mecklenburg, Se. Durchl. Prinz Ernst von Sachsen-Altenburg, Se. Durchl. der Erbprinz von Hohenzollern, Se. Durchl. der Fürst zu Wied. Gegenüber Sr. Majestät saß General der Infanterie von Bock und Polach, zwischen dem königlich griechischen Gesandten Rangabs und dem Staatssekretär des Auswärtigen Amts, Staatsminister Grafen v. Bir einerseits und dem Kriegsminister v. Goßler und dem General der Artillerie Edlen v. d. Planitz andererseits. Es nahmen weiter Theil die Herren der Umgebungen Ihrer Majestäten, die fremdherrlichen Offiziere und die in der Parade gestandenen Kommandeure der selbstständigen Truppentheile. — Beim Eintritt des Hofes intonirte die Musik den Koburger Marsch. —• Im Laufe des Mahles erhob Sich Se. Majestät der Kaiser und brächte einen Trinkspruch aus, der etwa folgendermaßen lautete: Es dränge Ihn, an der Neige des Jahrhunderts Seinem Gardekorps Seinen Dank auszusprechen, denn am heutigen Tage sei es das letzte Mal, daß die Fahnen der Garde auf dem Tempelhofer Felde gemeinschaftlich in diesem Jahrhundert geweht hätten. Der Rückblick auf das Jahrhundert führe an Königsgräbern und an Ko- nigsstaudbildern vorbei. Es sei dem Gardekorps be- schieden gewesen, Seinen Vorfahren in Treue zu dienen; Er wünsche, daß dasselbe auch im neuen Jahrhundert sich auszeichne in unermüdlicher Friedensarbeit und, wenn nothwendig, auch auf dem Schlachtfelde. Offiziere und Mannschaften aller Grade mögen dabei Hinblicken auf die nun stillen Häuser Seiner beiden Vorfahren; zumal auf das historische Eckfenster des Großen allen Kaisers. Alle Empfindungen des Dankes und der Freude über Sein Gardekorps fasse Er zusammen in den Ruf: Das Gardekorps Hurrah! Hurrah! Hurrah! Nach der Ansprache Sr. Majestät des Kaisers intonirte die Musik den Aorkschen Marsch. — Abends verblieb Se. Majestät in Berlin. — Heute Morgen besuchte Allerhöchstderselbe die Bildhauer Wolfs, Pfreschner und Pros. R. BegaS. Von 10 Uhr ab hörte Se. Majestät den Vortrag des Chefs des Militärkabinets, Generaladjutanten, Generals der Infanterie v. Hahnke und empfing dann den Grafen Pückler-Burghauß. Nachmittags gedachte Se. Majestät mit ihrer königlichen Hoheit der Frau Kronprinzessin von Griechenland den Thee im Kreise des Offizierkorps des Elrsabeth-Negimenls in dessen Kasino in Westend zu nehmen.
Das S t a a l s m i n i st e r i u m bringt in einem Erlaß vom 31. August cr. den politischen Beamten in eindringlicher Weise in Erinnerung, daß sie in ihrer amtlichen Stellung berufen und verpflichtet sind, die Regierungspolitik zu unterstützen und zu fördern, keinesfalls aber sich für berechtigt erachten dürfen, derselben Hindernisse in den Weg zu legen. Diese Kundgebung wiederholt im Wesentlichen nur diejenigen Grundsätze, welche auch bisher in Geltung waren und im Laufe der Zeit den Beamten in amtlicher Form mehrfach von Neuem eingeschärft wo. den sind. Wie die Staatsregierung zur Erfüllung der ihr obliegenden Aufgaben und zur Durchführung der von ihr angeordneten Maßnahmen der willigen und eifrigen Hingabe seitens der Beamten nicht entbehren kann, darf sie auch nicht darauf verzichten, daß die zu unmittelbarer Vertretung der Negierungsabsichten, insbesondere in den Provinzen und Kreisen, berufenen höheren Verwaltungsbeamten in der Hauptsache der vom Staatsministerium vorgezeichneten RichtungSlinie folgen. Diese Forderung ist um so unerläßlicher, wenn es gilt, für große und neue nationale Zielpunkte, deren Tragweite die Allgemeinheit nur allmählich zu erkennen vermag, in der Bevölkerung Verständniß zu wecken und den Boden zu bereiten. Wer ungeachtet seiner Stellung als politischer Beamter diesen Aufgaben sich entzieht und gar noch die Regierungspolitik durch Begünstigung von Souderbestrebungen oder partikularen Interessen erschwert,