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Nr. 1.
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Bestellungen auf das Hersfelder Kreisblatt mit den Gratisbeilagen „Jllustrirtes Sonntagsblatt" ^» „Jtlnstrirte landivirthschaftl. Beilage" für das erste Quartal 1899 werden von allen kaiserlichen Postanstalten, tandbriefträgern und von der Expedition angenommen.
Amtlicher Theil.
Berlin, den 14. Dezember 1898. Bekanntmachung, wegen Ausreichung neuer Zinsscheine zu den S'/i Prozent: igen Preußischen Staatsschuldscheinen von 1842 und den 3 prozentigen Magdeburg - Wittenbergeschen Eisenbahn-Aktien.
Die Zinsscheine Reihe XXIII. Nr. 1 und 2 zu den 3^/., prozentigen Preußischen Staatsschuldscheinen von 1842 über die Zinsen für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1899 sowie die Zinsscheine Reihe IV, Nr. 1 bis 10 zu den 3 prozentigen Magdeburg-Witten- bergeschen Eisenbahn-Aktien über die Zinsen für die Zeit Dom 1. Januar 1899 bis 31. Dezember 1908 nebst den Anweisungen zur Abhebung der Reihe V. werden vom 2. Januar 1899 ab von der Kontrolle der Staatspapiere hier selbst, Oranienstraße 92/94 unten links, Vormittags von 9 bis 1 Uhr, mit Ausnahme der Sonn- und Festtage und der letzten drei Geschäftslage jedes Monats, ausgereicht.
Die Zinsscheine können bei der Kontrolle selbst in Empfang genommen oder durch die Regierungs - Haupt- ; lassen, sowie in Frankfurt a. M. durch die Kreiskasse, ! die Zinsscheine zu den Magdeburg - Wittenbergeschen Eisenbahn-Aktien außerdem durch die Eisenbahn-Haupt- : küsse in Magdeburg, bezogen werden. Wer die Em- ; pfangnahme bei der Kontrolle selbst wünscht, hat derselben , persönlich oder durch einen Beauftragten die zur Ab- ; Hebung der neuen Reihe berechtigenden Zinsscheinan- ! Weisungen mit einem Verzeichnisse zu übergeben, zu • welchem Formulare ebenda und in Hamburg bei dem Kaiserlichen Postamts Nr. 1 unentgeltlich zu haben sind. : Genügt dem Einreicher eine nummerirte Marke als Empfangsbescheinigung, so ist das Verzeichniß einfach, wünscht er eine ausdrückliche Bescheinigung, so ist es doppelt vorzulegen. Im letzteren Falle erhalten die Einreicher.das eine Exemplar, mit einer Empfangs- : bescheinigung versehen, sofort zurück. Die Marke oder ! Empfangsbescheinigung ist bei der Ausreichung der neuen Zinsscheine zurückzugeben.
In Schriftwechsel kann die Kontrolle der StaatS- papiere sich mit den Inhabern der Zinsscheinanweisungen nicht einlasien.
Wer die Zinsscheine durch eine der oben genannten Provinzialkassen beziehen will, hat derselben die An- weisungen mit einem doppelten Verzeichnisse einzureichen. DaS eine Verzeichniß wird, mit einer Empfangsbescheinigung versehen, sogleich zurückgegeben und ist bei Aushändigung der Zinsscheine wieder abzuliefern. For- mulare zu diesen Verzeichnissen sind bei den gedachten Provinzialkassen und den von den Königlichen Regierungen in den Amtsblättern zu bezeichnenden sonstigen Kassen unentgeltlich zu haben.
Der Einreichung der Schuldverschreibungen bedarf es zur Erlangung der neuen Zinsscheine nur dann, wenn die Zinsscheinanweisungen abhanden gekommen sind in diesem Falle sind die Staatsschuldscheine oder
Aktien an die Kontrolle der Staatspapiere oder an eine der genannten Provinzialkassen mittels besonderer Eingabe einzureichen.
Hauptverwaltung der Staatsschulden, gez.: von H o f f m a n n.
♦ * ♦
Gaffel, den 20. Dezember 1898.
Die vorstehende Bekanntmachung wird hierdurch mit bem Bemerken veröffentlicht, daß die in derselben bezeichneten Formulare von der hiesigen Regierungshauptkasse und den Kreiskassen unseres Bezirks verabreicht werden. K. 3208.
Königliche Regierung, gez.: von Bremer.
Hersseld, den 2. Januar 1899.
Im Monat Dezember 1898 sind folgende Jagdscheine
ausgestellt worden:
A. Jahresjagdscheine:
a. entgeltlich:
am 3/12. für den Kaufmann Herrn Ludolf Schuchard in
„ 7/12. „
M „ /• // M
„ 10/12. „ „ 12/12. „ „ 13/12. „ „ 14/12. „ „ 17/12. „ „21/12. „ // ft /' // 7/ //
„ // H
„ 22/12. „ „ 24/12. „
am 16/12. für „ 17/12. „
„ 21/12. „
am 10/12. für „ 22/12. „
Niederaula,
„ Bauunternehmer Herrn Heinrich Bätza in Hersseld,
„ Major Herrn von Rosenstock-Rhöneck in Philippsthal,
„ Kandwirth Herrn Johs. Bornemann in Reimdoldshausen,
„ Siebmacher Herrn Peter Steinweg in Hersseld,
„ Buchbinder Herrn Johannes Roth in Kerspenhausen.
„ Rittergutsbesitzer Herrn Richard Braun in Oberrode,
„ Maschinenführer Herrn Justus Göbel in Wüstfeld,
„ Cand rer. ing. H. von Rhöneck in Philippsthal,
„ Rittergutsbesitzer Herrn Friedrich von Osterhausen in Hersfeld,
„ Landesbauinspektor Herrn Xylander in Hersfeld,
„ Landmirth Herrn George Tobias Hildebrand in Rohrbacb,
„ Landwirth Herrn Nicolaus Friedrich Lehn daselbst,
„ Königlichen Rentmeister Herrn Schult- heis in Hersseld,
„ Gutsbesitzer Herrn Freiherrn vonUslar- Gleichen in Oberlengsfeld.
b. unentgeltlich:
den Königlichen RegiernngS- und Forstrath Herrn Ulh in Hersfeld,
„ von Baumbach'schen Unterförster H rrn Johannes Kegelmann in Frie- lingen,
„ Königl. Forstausseher Herrn Quehl in Reimboldshausen.
ß. Tagesjagdscheine:
den Amtsrichter Herrn von Bertram in Vacha,
„ Techniker Herrn Heinrich Gute zu Forsthaus Sorga.
Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Ralh.
Cassel, den 2. Dezember 1898.
Wie im Vorjahre wird auch im Jahre 1899 ein Kursus zur Unterweisung von Volksschullehrern im Obstbau sowohl im hiesigen pomologischen Garten, als auch in Gelnhausen abgehalten werden. Wir ersuchen, uns innerhalb längstens 3 Wochen diejenigen an den öffentlichen Volksschulen des Kreises ai.gestellten Lehrer zu bezeichnen, die zur Theilnahme an einem der Kurse geeignet und bereit sind, auch ev. anzugeben, an welchem von beiden sie theilzunehmen beabsichtigen.
Bei Auswahl der Lehrer ist zu berücksichtigen, daß
sie nicht allein Neigung und Verständniß für den Obstbau zeigen, sondern auch Gelegenheit haben, das Erlernte praktisch zu verwerthen. Ferner ist es erwünscht, daß die Gemeinden ihr Interesse an der Ausbildung des Lehrers dadurch bekunden, daß sie sich von vornherein zu einem demnächst an unsere Hauptmasse einzuzahlenden Kostenbeitrag, dessen Höhe einzuberichten ist, verpflichten.
Die in Vorschlag kommenden Lehrer sind darauf aufmerksam zu machen, daß sie sich im Falle ihrer Einberufung mit einem' Arbeitsanzug zu versehen haben.
Königliche Regierung.
Abtheilung für Kirchen- und Schulsachen.
C a l l e u b e r g.
An die Herren Landräthe des Regierungsbezirks.
* * *
Hersfeld, den 31. Dezember 1898.
Wird den Königlichen Herren Ortsschulinspektoren des hiesigen Kreises mit dem Ersuchen um gefällige Bescheidung der Herren Lehrer und um Namhaftmachung der Letzteren, welche willens sind, an dem in Rede stehenden Kursus theilzunehmen, mitgetheilt.
I. 7092. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer RegierungS-Rath.
Hersfeld, den 31. Dezember 1898.
Diejenigen Herrn Ortsvorstände, welche noch mit Erledigung der Verfügungen:
1. vom 1. März 1881, Nr. 2605, Kriesblatt Nr. 19, die in fremder Pflege befindlichen Kinder unter sechs Jahren betreffend,
2. vom 18. Dezember 1878 Nr. 1264, Kreisblatt Nr. 102, die Unterbringung verwahrloster Kinder betreffend, im Rückstände sind, werden mit Frist bis zum 10. I a n u a r 1899 beiMeidung unliebsamer Maßregeln hieran erinnert.
Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, Geheimer RegierungS-Rath.
Politische Nachrichten
Inland.
Berlin, den 31. Dezember.
S e. Majestät der Kaiser unternahm gestern Nachmittag, wie aus Potsdam gemeldet wird, einen Spaziergang und begab Sich um 6 Uhr 50 Min. mit Ihrer Majestät der Kaiserin und den fünf ältesten Prinzen nach Berlin, um der Vorstellung im Neuen Opern-Theater beizuwohnen. Die Rückkehr Ihrer Majestäten nach Potsdam erfolgte gegen 11 Uhr. — Zur gestrigen Frühstückstafel waren keine Einladungen ergangen. — Heute Vormittag hielt Se. Majestät der Kaiser am Neuen Palais eine Fasanenjagd ab, welcher auch Se. kaiserl. und königl. Hoheit der Kronprinz anwohnte.
Der preußische Kriegsminister hat, nach den Meldungen mehrerer Blätter, gegen den Leipziger Veteranenverba nd an die ihm unterstellten Behörden soeben folgende Verfügung erlassen: „Im Jahre 1894 hat sich in Leipzig ein Verband „deutscher KriegS- veteranen" gebildet, gegen dessen Bestrebungen behördlicherseits bereits öfter hat Stellung genommen werden müssen. Ein im Sonderabdruck beigefügter Artikel der „Preußischen Jahrbücher" (Heft II vom Februar d. I.) legt dar, in welcher Weise der Verband das von ihm erstrebte, wenn auch vorläufig von seinem Programm abgesetzte Ziel, die Erlangung eines sogenannten Ehren- solbes für alle Kriegstheilnehmer ohne Unterschied, verfolgt, wie er bei seiner Agitation sich nicht scheut, Behörden und Beamte anzugreifen und Unzufriedenheit in weite Kreise der Betheiligten hineinzutragen. Der aufreizende Ton des Vereinsblattes „Der Veteran" ist in diesem und in dem letztverflossenen Jahre allerdings gemäßigter gewesen, als früher, indessen ist die Neigung zu agitatorischem Vorgehen innerhalb des Verbandes