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Geatirbeilagen rIlluftrivter Ksnnragrblatt" u.)llnftvivtr landwirthschaftliche Verlage

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Erstes Btatt.

Vestellungen auf das Hersfelder Kreisblatt mit den Gratisbeilagen Jllustrirtes Sonntagsblatt" und Jlliistrirte landtvirthschaftl. Beilage" für freu Monat Dezember werden von allen Aaiserlichen Poftanftalten, kandbriefträgern und von der Expedition angenommen.

Amtlicher Theil.

Hersfeld, den 1. Dezember 1898. Im Monat November d. Js. sind diesseits folgende Jagdscheine ausgestellt worden:

A. Jahresjagdscheine: a) entgeltlich:

1. am 1/11. für den Domänenpächter, Königl. Ober­amtmann Herrn Freise zu Bin- gartes,

2. 3/11. . Landwirth Herrn Heinrich Allen- dorf in AllinerShausen,

3. 7/11. Landwirth Herrn Joh. Manne! in Schenklengsseld,

4. Landwirth Herrn Arnold Nüger in Unterweisenborn,

5. 8/11. Oberförster a. D. Herrn GieS in Hersfeld,

6. 12/11. Kaufmann Herrn Carl Conrad Zickendraht in Hersseld,

7. Amtsrichter Herrn C. Drießen in Schenklengsseld,

8. Bäckermeister Herrn Conr. Frank in Vacha,

9. 14/11. Tuchfabrikanten Herrn Georg Braun jun. in Hersfeld,

10. 19/11. Bergingenieur Herrn Heinrich

Roth in Vacha,

Dcr Geldschrauk dcs Blinkiers.

Eine Kriminalgeschichte aus Christiania. Autorisirte Uebersetzung aus dem Norwegischen von Friedrich von Känel.

(Fortsetzung)

Wie kannst Du davon überzeugt sein? Wie können sie den Schränk geöffnet haben, ohne das Wort zu kennen, oder wie haben sie das letztere vernommen?

Glaubst Du, daß der Schränk auf die eine oder andere Weise geöffnet werden kann, ohne daß das Wort bekannt ist?"

Nein, das ist unmöglich!"

Gut!" fuhr ich fort,und wenn Herr Benoit das Wort vernommen hat, kann es auf natürliche Weise zugegangen sein?"

Ja", sagte Monk mit einer Entschiedenheit, die mich in hohem Grade überraschte;aber sei so gut und sprich mit mir nicht mehr von der Sache. Nicht um mich interessant oder geheimnißvoll zu machen, mag ich jetzt nicht darauf eingehen; sondern nur, weil mir selber davor bangt, über einen Theil meiner Aufgabe nachzudenken und zu grübeln, die ich für den Augenblick liegen lassen muß.

Schon seit meinem Besuch auf dem Kontor des Bankiers habe ich eine schwache Ahnung gehabt, daß es eine Art giebt, auf welche die beiden Schurken ich sage zwei, weil es zwei gewesen sein müssen in den Besitz des geheimen Wortes gekommen sind, und während

11. am 17/11.

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18/11.

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25/11.

II

den Kammerdiener Herrn Carl Höhne in Philippsthal,

Gutsbesitzer Herrn E. Zimmer­mann zu Hof Kühnbach,

Herrn Carl Merkel in Heiligen- roda bei Vacha a. W.

Lieutenant zur See Herrn G. von Rhöneck in Philippsthal,

Postassistenten Herrn Ludwig Hücker in Hersfeld,

Gutsbesitzer Herrn Georg Glie- meroth sen. in Wölfershausen,

Betriebsführer Herrn A. Rosterg in Wölfershausen,

Landwirth Herrn Otto Reinhard in Landershausen,

Herrn Heinrich Max Völker in Vacha,

Lieutenant a. D. Herrn F. Nebe in Busengraben b. Vacha a. W.,

Schneider Herrn Adam Schäfer in Hilperhausen,

Schneider Herrn Johannes Ro- senthal in Ransbach,

Schloßgutsbesitzer Herrn Robert Patry in Hattenbach.

litte ntgeltlich :

Förster Herrn Neumann in Gers- hausen,

Förster Herrn Prenzel in Kathus, Hülfsjäger Herrn Mengel in Hersfeld,

Forstlehrling Herrn Albert Miehe in Niederaula,

Forstaufseher Herrn Boeis in Kirchheim.

B. Tagesjagdscheine:

29. 19/11. für den Herrn H- M. Völker in Vacha. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs Rath.

Zu dem im Frühjahr d. I. ausgegebenen Kataster der im Königreich Preußen vorhandenen eingetragenen Genossenschaften hat die preußischeCentral-GenossenschaftS- kasse soeben einenNachtrag" umfassend die Zeit vom 1. März 189 7 bis 30. Juni 1898 und ein neues Vei-

unseres Besuches im Tivoli haben verschiedene Umstände diese Ahnung zu einer Art Gewißheit gemacht.

Aber wie bemerkt, für den Augenblick geht meine Aufgabe darauf aus, die Verbindung zwischen den beiden Schurken zu beweisen und den Versuch zu machen, den Weg zu finden, auf welchem die 25 000 Kronen wieder zur Stelle geschafft werden können.

Wenn ich dies in nicht allzu ferner Zeit nicht thun kann, so wird der eine Verbrecher ausgeliefert werden und der andere ruhig an unserer Nase vorüberspazieren. Und meine Vorstellung, wie der Diebstahl ausgeführt worden sein kann, wird nicht mehr Werth haben, als wenn ich irgend eine mathematische Aufgabe gelöst hätte, für die wir keine Verwendung kennen."

Ich werde Dich nicht mehr damit behelligen", ant­wortete ich.Ich respektire Deine Gründe, Dich nicht mit dieser Seite der Sache befassen zu wollen."

Aber sage mir etwas anderes I Worüber zankten sich die beiden Männer im Reutergange?"

Ueber die Theilung der Beute, aber ihr Gespräch kann ich mir nicht vollständig erklären."

Ich sah ein, daß Monk gerne allein sein wollte, und sagte deshalb sogleich Gutenacht.

Während ich nach Hause ging, mich dort entkleidete, und als ich im Bett lag, kreisten meine Gedanken be­ständig um die geheimnißvolle Angelegenheit.

Der ganze lange Tag mit seinem Reichthum an Be­gebenheiten gingen noch einmal an meinem Auge vor­über. Die Gedanken zogen immer engere Kreise um die

zeichniß sämmtlicher am 30. Juni 1898 im Königreich Preußen vorhandenen eingetragenen Genossenschaften alphabetisch nach dem Sitz geordnet unter gleichzeitiger Angabe der Verwaltungsbezirke, der Höhe der Geschäfts­antheile und Haftsummen, der Genossenzahl und der Ge« sammthaftsummen, sowie des Nevistons-Verhältnisses er» scheinen lassen.

Um die wünschenswerthe Verbreitung dieser ersten amtlichen Materialien zur Genossenschaftsstatistik nach Möglichkeit zu fördern, wird das ursprünglich auf 45 Mark angesetzt gewesene Katasterwerk sammt Nach­trag und neuem Genossenschaftsverzeichniß von nun an zu dem ermäßigten Gesammtpreise von 25 Mark abgegeben.

Denjenigen, welche das Kataster noch zu dem früheren höheren Preise bezogen haben, werden der diesjährige Nach­trag das neue Verzeichniß und der nächstjährige Nachtrag kostenlos nachgeliefert werden.

Der Preis des neuenVerzeichnisses der einge­tragenen Genossenschaften" allein beträgt: 2 Mark 50 Pfennig.

Bestellungen sind zu richten an die Preußische Central-Genossenschaftskasse zu Berlin NW. 7 Dorotheenstraße 42.

Zugleich wird hierdurch bekannt gegeben, daß die den Geschäftsverkehr der Central-Genossenschaftskasse regelnden Vorschriften in einer von der Kasse herausge­gebenen Druckschrift zusammengestellt worden sind, welche unter dem TitelBestimmungen der preußischen Central- Genossenschaftskasse über den Geschäftsverkehr" im Ver­lage von W. Weber zu Berlin W. Charlottenstraße 48 zum Preise von 1 Mk. 20 Pf. käuflich zu haben ist. (A. II. 11360.)

Cassel am 7. November 1898.

Der Regierungs-Präsident. J. V.: v. Bremer.

Rotenburg a./F, den 28. November 1898.

Unter dem Schweinebestande des Adam Soldan zu Obersuhl ist die Rothlaufseuche auSgebrochen.

Der Königliche Landrath.

I. V.: I l l i g e r, Regierungs-Asseffor.

An das Königl. Landrathsamt zu Hersfeld. J.-Nr. 11069,

* * *

Hersfeld, den 1. Dezember 1898.

Wird veröffentlicht.

I. 6465. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz,

Geheimer RegierungS-Rath.

Frage: Wie ist der Schränk geöffnet worden? Doch es war mir nicht möglich, irgend welche natürliche Lösung des Räthsels zu finden.

Endlich erbarmte sich der Schlaf über mich und sandte mir Träume, die nichs mit den Gedanken zu thun hatten, von denen mein Gehirn überfüllt war, mich dagegen an Orte versetzten, wo ich in meiner Jugend verkehrt hatte.

So launenhaft ist häufig der Gott der Gedanken und Träume

VIII.

Klar und kalt brach der nächste Tag an. Es war frisches, leuchtendes Herbstwetter, als ich auf die Straße trat, um mich zu Monk zu begeben.

Er schien sich nicht über das schöne Wetter zu freuen, er sah verdrießlich und ärgerlich aus.

Ist Dir etwas Unangenehmes widerfahren?" fragte ich,oder hast Du heute Nacht nicht gut geschlafen?"

«Nein, wie Du weißt", antwortete er,schlafe ich selten gut, wenn ich mich mit einer schwierigen Ange­legenheit beschäftige. Aber das pflegt meiner Laune am Morgen nicht zu schaden; im Gegentheil gerade in solchen Fällen befinde ich mich am Morgen meist gerade so wohl wie der, der eine Arbeit vollendet hat.

Heute dagegen habe ich ein ganz anderes Gefühl, ich gleiche demjenigen, der in einem Labyrinth steckt, ohne den Ausweg finden zu können. Die Nacht hätte mir Klarheit darüber bringen sollen, was heute gethan