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kann, das ist Zeit! Den Gründen nachzuforschen, welche den Chef des Kapverdischen Geschwaders veran­laßt haben, seine Fahrt über den Ozean aufzugeben, wäre eine zur Zeit zwecklose Arbeit. Dasjenige, was feststeht, ist: ein großer Theil der spanischen Kriegsflotte hat durch Aufgeben einer geplanten Unternehmung eine Unsicherheit in die Kriegsleitung gebracht, die beim Kriegführen stets vom Uebel ist; die spanische Kriegs­leitung hat zur Durchführung ihrer Operationen viel Zeit verloren, und nebenbei ist durch das Umherfahren im Ozean ein starker Kohlenverbrauch zu registriren, der bei der jetzigen Situation Spaniens von nicht unter­geordneter Bedeutung ist. Wenn es auch jetzt in der Absicht der spanischen Kriegsleitung liegen sollte, die sämmtlichen in den heimischen Gewässern befindlichen Schiffe zu vereinigen und über den Ozean zu senden, so würde, wenn Spanien zu dieser Rüstung überhaupt noch die Kraft hat, mindestens ein halber Monat ver­gehen, bis die Flotte vor Westindien oder an der Küste der Union erscheinen könnte. Dann würde ein ähnlicher spannender Moment von größerer Tragweite eintreten, der jetzt zum Auskbag hätte kommen können.

Von einer Explosion weiß ein Londoner Tele­gramm von gestern (Mittwoch)'zu berichten; es heißt darin: Eine Depesche des BlattesGlobe" meldet aus Gibraltar vom heutigen Tage, ein dort eingetroffener englischer Dampfer habe der Marinebehörde gemeldet, er habe in der vergangenen Nacht einen spanischen Tor­pedobootszerstörer, eines der zur Bewachung der Bucht von Algeciras und der Meerenge bestimmten Schiffe, passirt. Gleich darauf habe man vom Bord des eng­lischen Schiffes aus gesehen, daß plötzlich die Lichter an Bord des Torpedobootszerstörers erloschen; es folgte eine furchtbare Explosion, und das Schiff sei hierauf vollständig verschwunden. Wahrscheinlich habe eine Keffelexploston stattgefunden und alle an Bord Befind­lichen seien umgekommen. Doch auch dieser Meldung folgt der Zweifel auf dem Fuße, indem dasReutersche Bureau" aus Gibraltar berichtet, weder dort noch in Algeciras sei etwas bekannt, bezüglich des Untergangs eines spanischen Torpedobootszerstörers, der nach Meldung des BlattesGlobe" in Folge einer Explosion erfolgt sein sollte.

Inzwischen hat die Lage in Spanien sich nicht gebessert. Nach Meldungen aus Logronjo kam es dort zu Ruhestörungen, bei welchen mehrere Magazine mit Getreide und Lebensmitteln geplündert wurden. Unter den Theilnehmern an den Ruhestörungen befanden sich zahlreiche mit Stöcken und Beilen bewaffnete Frauen. Die herbeigeeilte Kavallerie machte Angriffe, die jedoch erfolglos blieben. In der vergangenen Nacht ist ferner in der Umgegend von Madrid ein Speicher nieder­gebrannt, der große Mehl- und Getreide-Vorräthe enthielt.

Neueste Nachrichten.

Ueber amerikanische LandungSversuche auf Kuba wird derCöln. Ztg." aus Madrid, 12. Mai, gemUdet: Vier amerikanische Kriegsschiffe beschießen srit gestern Ciewuegos. Dieselben versuchten 8 Boote mit Waffen für die Aufständischen zu landen, wurden aber durch Infanterie zurückgewiesen. Die Spanier hatten 14 Verwundete. Die Amerikaner wechselten die Stellung für eine abermalige Beschießung und Landungsversuch, wurden aber wiederum abgewiesen, drei große und drei Heine amerikanische Schisse setzten gestern früh bei CardenaS ein Boot mit Marinesoldat, n auS, be­mächtigten sich des Lenchtthurmes, darauf fuhren die Schiffe in die Bucht ein und unternahmen eine heftige Beschießung der Stadt, die nur von 2 Kanonenbooten, 1 Compagnie Infanterie und 300 Frei­willigen vertheidigt war. Zahlreiche Granaten trafen die Stadt, eine verursachte einen Brand, ein Kanonenboot wurde dienstunsähig; indeß wurde der LandungSversuch zurückgewiesen. Die Amerikaner dampften schwer beschädigt ab. Blanco sandte den Behörden von CardenaS seinen Glückwunsch.

Key-West, 12. Mai. Das Gefecht, welches gestern Nachmittag bei CardenaS stattsand, dauerte eine Stunde. Die Kanonenboote Wilmington" und »Hudson" sowie das TorpedobootWinslow" liefen in den Hafen ein, um die dort befindlichen spanischen Kanonenboote anzugreisin. Sie bekamen dieselben erst zu Gesicht, als die spanischen Batterien zu feuern begannen; in dem Augenblicke kamen die spanischen Kanonenboote heran und feuerten ebenfalls auf die amerikanischen Schiffe. DieHudson" brächte heute die Leichen der Gefallenen (ein Fähnrich und vier Mann) sowie fünf Verwundete (darunter ein Offizier) nach Key-West. Sämmtliche Gefallene und Verwundete gehörten zur Besatzung desWinSlow".

Chicago, 12. Mai. Ein Getreidespeicher mit 1,115,000 BushelS Getreide ist niedergebrannt.

Politische Nachrichten.

Berlin, 12. Mai.

Se. Majestät der Kaiser wohnte heute Vor­mittag, wie aus Metz gemeldet wird, bei Frescati einer militairischen Uebung bei, an der sämmtliche Truppen der Garnison theilnahmen. Nach Schluß der Uebung frühstückte Se. Majestät beim kommandirenden General Grafen Haeseler. Hierauf sollte die Besichtigung der alten Abteikirche und ihrer Kapelle erfolgen. Abends 6 Uhr ist Diner im allgemeinen Militairkasino, und um 9 Uhr findet vor Sr. Majestät am Denkmal Kaiser Wil­helms I, großer Zapfenstreich aller Musikkorps der Gar­nison statt. Das gestern herrschende stürmische und regnerische Wetter besserte sich am späten Abend, so daß die für die Truppenschau bei Frescati getroffenen An­ordnungen aufrecht erhalten werden konnten. Heute Nachmittag 2</2 Uhr wird Ihre Majestät die Kaiserin in Metz erwartet.

Amerikanische und deutsche Blätter haben kürzlich be­richtet, daß Se. Majestät der Kaiser in einer Unter­redung mit dem Botschafter der Vereinigten Staaten in Berlin die Annahme, die kaiserliche Regierung sei von unfreundlichen Gefühlen gegen Amerika beseelt, zurück­gewiesen haben soll. Wie dieNordd. A. Z." erfährt,

hat eine solche Unterredung nicht stattgefunden und be­ruhen daher die darüber gemachten Angaben auf freier Kombination. Seine Majestät der Kaiser dürfte es um so weniger für erforderlich erachtet haben, die ihm zuge­schriebenen Versicherungen abzugeben, als die Amerikaner nach den von deutscher Seite seit Beginn des Krieges wiederholt und zuletzt noch feierlich in der Thronrede vom 6. Mai abgegebenen Erklärungen über den Charakter unserer strikten, vollkommenen und loyalen Neutralität nicht in Zweifel sein können. Dies sei auch solchen eng- lischen, französischen und österreichischen Blättern gesagt, die sich bemüht zeigen, Regierung und öffentliche Mei­nung des Deutschen Reichs als parteiisch gegen den Präsidenten und das Volk der Vereinigten Staaten hin­zustellen. Die kaiserliche Politik hat Anspruch auf das Vertrauen, daß sie die mehr als hundertjährige Freund­schaft zu dem Staatswesen, in dem Millionen deutscher Landsleute eine zweite Heimath gefunden haben, nicht ohne zwingende Gründe stören lassen wird.

In einem Theile der Presse wird die Nachricht ver­breitet, es sei ein Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung des verfassungsmäßigen Reichstags Wahlrechts, in Vorbereitung begriffen ober gar schon ausgearbeitet. DerReichs-Anz." ist zu der Erklärung ermächtigt, daß innerhalb der Regierung keinerlei Erwägungen stattge­funden haben, welche auch nur den entferntesten Anhalt zu dieser Nachricht bieten könnten; dieselbe beruht somit in ihrem ganzen Umfange auf Erfindung.

Die unablässigen Klagen der Socialdemokraten über die Hungerlöhne derArbeiter werden trefflich illustriert durch einige Sätze in dem Wahlaufruf des socialdemokratischen Central-Wahlkomitees. Dort lesen wir:Der Wahlkampf kostet Hunderttausende; sie müssen aufgebracht und sie werden spielend auf­gebracht werden, wenn die Genossen überall und bei jeder paffenden Gelegenheit sich des Central-Wahlsonds erinnern." Können die Arbeiter Hunderttausende für die Wahlenspielend" aufbringen, so kann es doch un­möglich so schlimm mit ihrem ArbeitS-Verdienst bestellt sein, wie die socialdemokratischen Drahtzieher versichern. Der deutsche Arbeiter sollte es sich aber zehnmal über­legen, ehe er auch nur einen Groschen dem Wahlmoloch der Vaterlandslosen in den Rachen wirft.

Die Mittheilung verschiedener Blätter, daß in diesem Jahre die Uebungen des Beurlaubten st an- d e s auf die Zeit der Reichstagswahlen anberaumt seien, ist, wie dieSchles. Ztg." erfährt, unzutreffend. Vielinehr ist Vorsorge getroffen worden, daß am Tage der Reichstagswahl nach Möglichkeit Mannschaften des Beurlaubtenstandes nicht zu militärischen Uebungen ein­gezogen sind.

Als Termin für die S t i ch w a h l e n zum Reichs­tage ist der 24. Juni bestimmt worden.

(Offenes Gestandn.) Herr Bebel hat in Frankfurt a. M. vor etwa 600 Genossen eine Wohlrede gehalten, in welcher er des Breiten über den schon recht brüchig gewordenen Satz sprach:Die kapitalistische Entwicklung bedeutet nur eine Vorstufe der socialistischen Ordnung der Dinge", dann in der Weise, die dem Ge­schmack seiner Zuhörer entspricht, über Staat und Ge­sellschaft Herzog und zum Schlüsse in die Versammlung rief:Sammelt euch und arbeitet am Wahltage wie die Teufel, als gält' es eine Welt zu erobern! Ihr werdet sie erobern, wenn ihr sie erobern wollt!" Daß Herr Bebel für die Partei-Agitation kein besseres Vor­bild als das des Teufels zu finden weiß, ist recht be­zeichnend. Unabsichtlich hat er damit aufs treffendste den innersten Kern socialdemokratischen Thuns und Treibens gekennzeichnet, dessen diabolischer Charakter niemanden entgehen kann, der demselben einige Aufmerksamkeit schenkt.

Prinz Heinrich hat mit der ihm unterstellten Division in Kiautschau zunächst nur einen kurzen Aufent­halt genommen, der 4 Tage währte, um vorerst seinen längst angemeldeten Besuch am PekingerHofe aus- zuführen. Zu diesem Zweck ist der Prinz mit seiner Division am 9. d. M. nach Taku, dem Seehafen von Tientsin, am Golf von Petschili, in See gegangen. Die Seereise von Kiautschau nach Taku beträgt mit Um- schiffung der Schantunghalbinsel nur 400 Seemeilen, welche die Division selbst mit mäßiger Geschwindigkeit bequem in 48 Stunden zurücklegen kann. Auf dieser Reise kommt Prinz Heinrich unmittelbar an der Strand- ungsstelle desIltis" und dem auf dem Vorgebirge der Halbinsel angelegten Friedhof der Tapferen des Kanonen­boots vorbei. Dort steht heute schon das Denkmal, das der Adjutant des Prinzen, Korvettenkapitän Müller, ent­worfen hat.

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* (Personal-Chronik.) Ernannt: der Pfar­rer Wolfs zu Rotterdam zum zweiten Pfarrer an der Altstädter Gemeinde zu Cassel, die Postassistenten Krebs zu Marburg und Eimer zu Treysa zu Ober-Postassisten- ten, der Telegraphenassistent Schulz zu Cassel zum Ober- Telegraphenassistenten, der Forstaufseher Neuschäfer vom 1. Juli c. ab zum Förster zu H a t t e n b a ch , der Schöffe, Maschinenführer Dude Thalitter zum Standesbeam- ten-Stellvertreter für den Standesamtsbezirk Thalitter. Ueberwiesen: der Regierungsassessor Dr. Fleck zu Gelsenkirchen dem Landrathe zu Marburg znr Hilfeleist­ung, der Regierungsassessor Schmidt zu Marburg dem Landrathe zu Gelsenkirchen zur Hilfeleistung in den landräthlichen Geschäften Bestätigt: die Wihl des Vicebürgermeisters Siedenkopf znm Bürgermeister der Stadt Helmarshausen auf die Dauer von acht Jahren.

Versetzt: der Amtsgerichtsrath Groß zu Großenlüder an das Amtsgericht zu Caffel.

* Auf den deutschen Münzstätten sind im Mo­nat April 1898 einschließlich der noch nicht nachgewiesenen Prägungen von Fünfpfennigstücken aus dem Monat März 1898 geprägt worden: 1 757 700 M. in Doppelkronen, 6 229 280 M. in Kronen, 193 584 M. in Fünfzigpfen- nigstücken, 124 623,45 M. in Fünf- und 28 516,40 M. in Einpfennigstücken. Die Gesammtausprägung an Reichs- münzen, nach Abzug der wieder eingezogenen Stücke, bezifferte sich Ende April d. Js. auf 3 279 915 890 M. in Goldmünzen, 494 817 358,60 M. in Silbermünzen, 56 150 319,95 M. in Nickel- und 13 832 576,52 M. in Kupfermünzen.

* Die diesjährige Entlassungs-Prüfung in dem Königlichen Schullehrer-Seminar zu S ch l ü ch - t e r n ist auf den 5. September, an welchem Tage die mündliche Prüfung beginnt, und die folgenden Tage angesetzt. Zu dieser Prüfung werden auch nicht im Se­minar gebildete Lehramts-Candidaten zugelassen, welche das 20. Lebensjahr zurückgelegt und durch Zeugnisse ihre sittliche Unbescholtenheit und ihre körperliche Befähigung zur Verwaltung eines Lehramts nachgewiesen haben. Die diesjährige A u f n a h in e - P r ü f u n g in demselben Seminar ist auf den 9. September, an welchem Tage die mündliche Prüfung beginnt, angesetzt. Diejenigen Aspiranten, gleichviel, ob sie ihre Vorbildung in Volks­schulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, Präpa- randen-Anstalten ober privatim empfangen haben, welche sich dieser Prüfung unterziehen wollen, haben sich bis zum 1. August b. I. zu melden.

* Der Nährwerth derPilze scheint nach den neuesten Forschungen nicht so bedeutend zu sein, wie man bisher angenommen hat. Die Amerikanische Phy­siologische Gesellschaft hat eine Kommission von 5 Pro­fessoren der Aale-, Harvard- und John Hopkins-Universität mit der Untersuchung beauftragt, den Nährwerts) der eßbaren Pilze zu bestimmen. Diese Untersuchung ist jetzt abgeschlossen und hat nach einem Berichte derMedical News" zu folgenden Ergebnissen geführt. Die Gesamt­menge des in den Pilzen vorhandenen für die Ernährung werthvollen Eiweißes übersteigt niemals 2 bis 3 v. H., und der größte Theil des enthaltenen Stickstoffes ist nicht in Form von eiweißähnlichen Substanzen vorhan­den. Fett, Cholesterin (Gallenfett), lösliche Kohlenwasser­stoffe u. s. w. sind in nicht größerer Menge vorhanden wie bei einigen anderen eßbaren Pflanzen, z. B. Kar­toffeln, Getreide und Erbsen. Die Gelehrtem geben ihre Stimme also dahin ab: daß die Pilze zwar als ange­nehme Abwechselung in der Kost zu schätzen sind, daß sie aber die Bezeichnung desvegetabilischen Beefsteaks" nicht verdienen.

Hersfeld, 13. Mai. Das Programm für die diesjäh­rige, in W i tz e nj) st u f e n stattfindende Tagung des H e s s i s ch e n s t ä d t e t a g e s " ist nunmehr wie folgt festgestellt worden: Donnerstag den 9. Juni, von Abends 7 Uhr ab: Freie Vereinigung auf dem Johan- nisberg. Freitag den 10. Juni, Vormittags 9 Uhr, im Rathhaussaale. Neunte Versammlung desHessischen Städtetages". Tagesordnung: 1. Eröffnung der Ver­sammlung durch den Vorsitzenden Herrn Oberbürgermeister Westerburg (Cassel). 2. Geschäftliche Mittheilungen, ins­besondere Erstattung des Kassenberichts durch den Nech- nungssührer, Herrn Bürgermeister Schöffer (Gelnhausen).

3. Partielle Neuwahl des Vorstandes nach § 5 der Satzungen. 4. Vertrag des Hessischen Städtetags mit einer Versicherungs-Gesellschaft wegen Versicherung der hessischen Städte gegen Haftpflicht. Referent: Herr Ober­bürgermeister Dr. Antoni (Fulda). 5. Beschickung des Nassaurscheu Städtetags durch Delegirte des Hessischen Städtetags. Referent: Herr Oberbürgermeister Wester­burg (Caffel). 6. Ruhegehaltskassen und Alterszulagen- kaffen der Lehrer und Lehrerinnen an öffentlichen Volks­schulen. Referent: Herr Beigeordneter Brandkassendirektor Dr. Knorz (Caffel). 7. Winke über die Finanzverwal­tung, sowie Einnahmequellen der hessischen Städte im Hinblick auf die ^reue Städleordnung für Hessen-Nassau. Referent: Herr Stadlkaffenrath Boedickec (Caffel). Cor- referent: Herr Bürgermeister Strauß (Hersfeld). 8. Ausstattung und Einrichtung der Schulen und Schulräume nach den Anforderungen der Neuzeit. Referent: Herr Stadtbaurath Thyriot (Hanau). Correferent: Herr Stadtbaurath Höpfner (Cassel). Nach Schluß der Ver­handlungen: Zusammensein im HotelKönig von Preu­ßen". Nachmittags 6 Uhr: Gemeinsames Festmahl im Saale des HotelsZum goldenen Löwen". Sonnabend den 11 Juni (Anfang der Verhandlungen Morgens *1 ß Uhr). 1. Die Wasserleitungen von Gelnhausen und Hofgeismar in technischer und wirthschaftlicher Be­ziehung. Referent: Herr Negierungsbaumeister Schmick (Frankfurt a. M.). Wahl des Ortes für die nächste Hauptversammlung des Hessischen Städtetags. Nach Schluß der Verhandlungen: Besichtigung der Papierfab­rik und der Sehenswürdigkeiten der Stadt Witzenhausen. Vormittags 11 Uhr: Versammlung am Rathhaus. Fahrt mit Wagen nach dem Hanstein (Entfernung P/, Stunde). Den Theilnehmern an dem Ausflug nach dem Haustein ist sowohl von Witzenhausen als auch von Eichenberg aus die Rückkehr in die Heimath noch am gleichen Tage ermöglicht.

Hersfeld, 13. Mai. (Berliner Getreide- markt-Bericht.) Trotz anscheinend allmählich sich geltend machender ruhigerer Auffassung hinsichtlich der Einwirkung des amerikanisch - spanischen Krieges auf Getreide-Transport Verhältnisse und -Preise ist durch inzwischen eingetretene zeitweilige Zollaufhebung die an-